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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb Die Erfindung
bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und mehreren Ämtern, in denen
über dieselbe Ader einer zwischen zwei Ämtern verlaufenden Verbindungsleitung wahlweise
einer von zwei Wählerschaltmagneten des einen Amtes durch aus der Betriebsbatterie
des anderen Amtes gespeiste Stromstöße gesteuert werden säll.
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Diesbezüglich sind bereits Anordnungen bekanntgeworden, in denen eine
wahlweise Steuerung des einen oder anderen von zwei in einem batterielosen Unteramt
vorgesehenen Wählerschaltmagneten über dieselbe Ader der Verbindungsleitung zwischen
dem Unteramt und dem Hauptamt dadurch ermöglicht wird, daß im Unteramt zwei über
Gleichrichter an der Verbindungsleitung liegende Anschalterelais vorgesehen sind,
von denen das eine unter dem Einfloß eines bestimmt gerichteten Erregerstromes den
einen Schaltmagneten und das andere unter dem Einfloß eines entgegengerichteten
Erregerstromes den anderen Schaltmagneten anschaltet. Dieser Erregerstrom wird aus
einer zusätzlichen Stromquelle geliefert, welche einmal mit ihrem positiven und
das andere Mal mit ihrem negativen Pol an die Steuerader angelegt wird. Da der Erregerstromkreis
für die Anschalterelais noch über eine Glimmlampe verläuft, muß die zusätzliche
Stromquelle auch noch eine höhere Spannung als die Betriebsbatterie besitzen. Demnach
ist bei den bekannten Anordnungen im Hauptamt .außer der gewöhnlichen Betriebsbatterie
eine besondere Stromquelle hoher Spannung erforderlich.
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Weiterhin sind Anordnungen bekanntgeworden, in denen zwei an ein und-
derselben Ader einer Verbindungsleitung liegende Auswahlrelais durch Zusammenschaltung
mit verschieden gerichteten Gleichrichtern in Parallelschaltung oder Reihenschaltung
stromrichtungsempfindlich gemacht sind. Die verschiedene Beeinflussung derselben
wird durch An.-legen verschiedener Pole einer Gleichstrombatterie oder durch Anlegen
von Wechselstrom über verschieden gerichtete Gleichrichter veranlaßt. Demgegenüber
kennzeichnet sich die erfindungsgemäße Anordnung dadurch,
die Stromstöße
bestimmter Richtung unmittelbar der Betriebsbatterie entnommen werden, während Stromstöße
entgegengesetzter Richtung einer durch diese Betriebsbatterie aufgeladenen Kondensato-ranordnung
entnommen -.erden.
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Es sind zwar auch bereits Anordnungen bekanntgeworden, die zur Erzeugung
von Schaltvorgängen eine Kondensatoranordnung benutzen; diese Anordnungen zeigen
aber nur einen Schaltungsaufbau, in dem ein Relais zunächst durch einen bestimmt
gerichteten Kondensatorentladestrom erregt und anschließend nach inzwischen erfolgter
entgegengesetzter Rufladung des Kondensators durch einen entgegengerichteten Kondensatorentladestroin
,v ieder abgeworfen wird. Stromstöße einer bestimmten Richtung einer Betriebsbatterie
und einer entgegengesetzten Richtung einer über die Betriebsbatterie aufgeladenen
Kondensatoranordnung zu entnehmen, zeigen sie nicht. Aber gerade hierdurch werden
insofern Vorteile erzielt, als eine Vereinfachung der Umschaltung an einer Kontaktstelle
zwischen Batterie und Kondensatoranordnung erreicht ist, während bei Benutzung der
Kondensatoranordnung für die Stromstoßerzeugung beider Stromrichtungen die Um.,chaltung
über erheblich mehr Kontaktstellen erfolgen müßte. Außerdem bietet die erfindungsgemäße
Anordnung gegenüber den bekannten Anordnungen die Möglichkeit, die Kondensatoranordnung
anstatt den einzelnen Verbindungsleitungen zuzuordnen, diese für mehrere Verbindungsleitungen
gemeinsam vorzusehen, da die Kondensatoranordnung nur dazu benutzt wird, Stromstöße-einerbestimmten
Richtung zu liefern, so daß sie gleichzeitig für,den Aufbau mehrerer Verbindungen
benutzt werden kann, was dagegen nicht möglich wäre, wenn die Kondensatoranordnung
selbst Stromstöße verschiedener Richtung zur Aussendung bringen muß; denn dann kann
sie z. B. bei Aufbau eines Verbindungsweges über die eine Verbindungsleitung durch
Aussendung von Plusstromstößen nicht gleichzeitig zum Verbindungsaufbau über eine
andere Verbindungsleitung mit Minusstromstößen benutzt werden.
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Zweckmäßig ist es, die die eine oder andere Stromrichtung sperrenden
Einrichtungen des zu steuernden Schaitmagneten durch Nocken oder ähnliche Kontakte
des entsprechenden Wählers mit dem .ersten Schaltschritt zu überbrücken, da nunmehr
später zur Auslösung in beiden Fällen Stromstöße der gleichen Richtung benutzt werden
können, so daß bei der Auslösung besondere Prüfeinrichtungen für die sonst bei verschieden
gerichteten Auslösestromstößen erforderliche Feststellung vermieden werden, welcher
Schaltmagnet zur Wählerfortschältung in die Ruhelage ztt beeinflossen ist und welche
Stromrichtung demnach für die Auslösestroinstöße in Frage kommt.
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Zur Erläuterung der Erfindung ist eine Fernsprechanlage gewählt, welche
aus einem batterielosen Unteramt UA und einem Hauptamt HA besteht. Zwischen beiden
Ämtern verlaufen mehrere Verbindungsleitungen, von dunen im Ausführungsbeispiel
nur eine Verbindungsleitung f'L gezeigt ist. @ Zur Anschaltung der Unteramtsteilnehmer
an diese Verbindungsleitung und an die übrigen hier nicht gezeigten Verbindungsleitungen
sind, da es sich uni# ein Unteramt mit .1o Teilnehmeranschlüssen handelt, je Verbindungsleitung
vier Wähler vorgesehen, und zwar an der Verbindungsleitung VZ die Wähler lY R i,
ff' R2, lf "R d und PTJRd., von denen der jeweils für die herzustellende
Verbindung zu benutzende Wähler unter Mitwirkung des Hauptamtes HA eingestellt wird.
Im abgehenden Verkehr, also beim Anruf seitens eines Unterarntsteilnehmers erfolgt
diese Einstellung durch eine gegenseitige Steuerung des entsprechenden Wählers mit
einem Schaltwerk im Hauptamt zwecks Anschaltung des anrufenden Teilnehmers im Unteramt,
im ankommenden Verkehr dagegen durch eine Steuerung entsprechend einer vom Hauptamt
ausgehenden Nummernwahl zur Auswahl des gewünschten Teilnehmers.
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In der Fig. i ist der Schaltungsaufbau des Unteramtes UA gezeigt.
Wie schon gesagt, ist hier nur eine zum Hauptamt führende Verbindungsleitung, nämlich
die Verbindurgsleitung VL, gezeigt, an welcher die Wähler WR i bis WR4 mit ihren
Steuereinrichtungen wiedergegeben sind. Die übrigen nicht gezeigten Verbindungsleitungen
sind in der gleichen Weise ausgerüstet wie die gezeigte Verbindungsleitung L'L.
An Stelle der gezeigten zehnteiligen Wählereinheiten können selbstverständlich auch
andere Wählereinheiten Ver-%vendung finden, ebenso wie z. B. auch die Einstellung
der Wähler im ankommenden Verkehr nicht mittels Durchwahl über einen vorgeordneten
Nummernstromstoßempfänger, sondern mittels Abgreifer im Hauptamt erfolgen kann.
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Die an die Wähler im Unteramt angeschlossenen Teilnehmer sind in vier
Gruppen geteilt, v an Jenen, die Teilnehmergruppe 7'n i i-Tn io an die Kontaktbank
des Wählers WR i angeschlossen ist, dessen Schaltmagnet Dwr i über die untere Ader
der Verbindungsleitung beeinflußt wird. Die zweite Teilnehmergruppe Tzi.2I-Trz2o
ist an die Kontaktbank des Wählers TVR2 angeschlossen, dessen Schaltmagnet Dwr2
ebenfalls über die untere Ader beeinflußt wird. Um über die untere Ader jeweils
nur den einen oder anderen
Schaltmagneten zu betätigen, werden die
genannten Schaltmagnete über entgegengesetzt gerichtete Gleichrichter G i bzw. G2
an die untere Ader der Verbindungsleitung angelegt; zur Beeinflussung des einen
oder anderen Schaltmagneten werden dann Plus- oder Minusstromstöße über die untere
Ader gegeben. Die dritte Teilnehmergruppe Tn 3i-Tiz 3o wird von .dem Wähler WR 3
und die vierte Teilnehmergruppe Tza 4i-Tia 40. von dem Wähler WR4 bedient.
Die Beeinflussung der Schaltmagnete Dwr3 bzw. Dwrg erfolgt über die obere Ader der
Verbindungsleitung, wobei auch diese Schaltmagnete zwecks getiennterBeeinflussung
durch Plus-oder Minusstromstöße ülyer entgegengesetzt gerichtete Gleichrichter G3
bzw. G4 an die obere Ader angeschaltet werden. Die Ingangsetzung des einen oder
anderen Wählers wird im abgehenden Verkehr durch BecinflusBung verschiedener Anrufeinrichtungen
X i, X2, X3, X 4
im Hauptamt über verschiedene Anrufstromkreise veranlaßt,
von denen die Anrufstromkreise der Teilnehmergruppen. Tiv ii-Tn io und Tn2i-Tn2o
über die obere -Ader und die Anrufstromkreise der Teilnehmergruppen Tfa 21-Tza
30 und T92 3o-Tla 40 über die untere Ader der Verbindungsleitung verlaufen.
Eine Unterscheidung rder anrufenden Teilnehmergruppe zwischen den beiden jeweils
die gleiche Ader benutzenden Teilnehmergruppen erfolgt durch Aussendung von Anrufanreizen
verschiedener Stärke. Im ankommenden. Verkehr ist für die Gruppenbestimmung der
von dem vorgeordneten Nummernstromstoßempfänger, z. B. Leitungswähler, belegte Zugang
c i, c 2, c 3, c 4 maßgebend..
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Wie aus der Fig. i ersichtlich ist, werden die gruppenweisen Vielfachschaltungen
der Unteramtsteilnehmer mit den über verschiedene Adern der Verbindungsleitung verlaufenden
Anrufstromkreisen bei Belegung einer Verbindungsleitung von dieser Verbindungsleitung
auf die nächste freie Verbindungsleitung durch der Verbindungsleitung zugeordnete
Relais weitergeschaltet. Die gruppenweise Vielfachschaltung der Teilnehmer erfolgt
durch Kontakte von Relais R 15, T 1 5,
welche den einzelnen
Teilnehmern zugeordnet sind. Die den Teilnehmern zugeordneten Relais sind in der
Ruhelage der Teilnehmeranschlüsse aberregt, während die zur Verbindung der Vielfachschaltung
mit den verschiedenen Anrufstromkreisen dienenden Relais im Ruhezustand der Verbindungsleitung
erregt sind und zwecks Weiterschaltung bei Belegung der Verbindungsleitung auf die
nächste freie Verbindungsleitung aberregt werden.
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Im Hauptamt HA (Fig. 2) sind zwei Schalt-"verke M i und 11M2 vorgesehen,
deren Einstellung bei einer Verbindungsllerstel.lung :der Wählereinstellung im Unteramt
entspricht. Die den einzelnen Unteramtsteilnehmern ent@ sprechenden Kontakte, welche
von den Schaltarmen am i bzw. bin i und azn2 bzw. bm2 bestrichen werden, sind teilnehmerweise
über die einzelnen Verbindungsleitungen miteinander verbunden und an die den Teilnehmern
entsprechenden Zähler geführt. Auch die von den Schaltarmen cna i bzw. dwc i und
cm :2 bzw. dm 2 bestrichenen Kontakte sind über die einzelnen Verbindungsleitungen
teilnehmerweise verdrahtet, um den Besetztzustand eines über eine Verbindungsleitung
sprechenden Teilnehmers an den übrigen Verbindungsleitungen zu kennzeichnen.
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Ist nun indem vorliegenden Ausführungsbeispiel die gezeigte Verbindungsleitung
VL frei, so sind folgende Stromkreise geschlossen: obere Ader: -, Wi 5, 7o
e, X i I, 62 n, 6o h,
66 y 3, 68 y i, a.VLe (WR 3) in
Stellung 0 e -(WR 4) in Stellung 0, 37 dwr i, 35 dwr 2,
c
(WR i) in Stellung 0, c (WR 2) in Stellung 0 241, NaI, NcaII,
LI, d (WRi) in Stellung 0, d (WR 2) in Stellung 0, d (bVR
3) in Stellung 0, d (WR 4) in Stellung 0, Erde; untere Ader: -, Wi
5, 70 e, X 3 I, 72y 3, 74c I, b VL, 44dwy3, 45dwr4,
c (1YR3) in Stellung 0, c (WR 4) in Stellung 0, 28 L, Nb
I, Nb 1I, 3 i A,
LII, d -(WR i) in Stellung 0, d (WR 2)
in Stellung 0, d (WR 3) in Stellung 0, d (WR 4)
in Stellung
0, Erde. In diesen Ruhestromkreisen sind nur die Relais L, Na und Nb erregt.
Da somit z. B. die Kontakte i4na bzw. i2nb und 54na bzw. 52iab geschlossen sind,
sind -die Vielfachschaltungen der vier Teilnehmergruppen mit den über die obere
(a)-Ader bzw. untere (b)-Ader verlaufenden Anrufstromkreisen der Verbindungsleitung
VL verbunden. Die Teilnehmer der Teilnehmergruppen Tit i i-Tia io und Tia2i-Tn2o
können somit einen Anrufanreiz über die obere Ader der Verbindungsleitung geben,
während die Teilnehmer derTeilnehmergruppenTn3i-T'z3o und Tn4i-Tn4o einen solchen
Anreiz über die untere Ader der VerbindungsleitunVZ zum Hauptamt HA geben
können. Im Hauptamt HA ist in der Ruhelage das Relais S erregt über
-, Wi i4, 86e, 85 ph, 84s, Wii3, SI, Erde.: Die in den Ruhestromkreisen liegenden
Wicklungen I der Relais Xi und X3 führen keine Erregung der genannten Relais herbei.
Ihre Wicklungen II sind den Wicklungen T entgegengesetzt wirksam und verhindern
eine Beeinflussung der letzteren bei kurzen Stromstößen. Diese Wicklungen dienen
zur Signalisierung von Leistungsunterbrechungen.
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Hebt nun z. B. der Teilnehmer Tn
1 5 seinen Hörer ab,
so kommt folgender Stromkreis zustande:
-, Wi
5, 70 e, X i
I, 62 n, 6o
h, 66 y 3, 68y i, aVL,
e (WR3) in Stellung 0,
e (WR4) in Stellung 0,
37 Aur i, 35 diur
2, c (WR i) in
| Stellung ü, c (WR2) in Stellung 0, 2:I1, Na I, |
| @I,@.laa, 1211b, 9f, G 5, E, % e, TH I 1-Tib
10, W1. I, |
| I t 15, 31-15, Taa i5, 6 t I5, Erde. In diesem |
| Stromkreis werden die Relais X i im Haupt- |
| amt H A und E im Unteramt U.-1 erregt. Durch |
| Öffnen des Kontaktes 7 e wird die Vielfach- |
| schaltung von dem eben erwähnten Anlaß- |
| kreis abgeschaltet, der Anlaßanreiz aber durch |
| Schließen des Kontaktes 8 e weiter aufrecht- |
| erhalten. Durch diese Abschaltung der Viel- |
| fachschaltung wird verhindert, daß durch etwa |
| weitere Anrufe in dem obenerwähnten Anlaß- |
| stromkreis eine derartige Stromverstärkung |
| zustande kommt, daß diese Anreize in ihrer |
| Gesamtheit einem Anrufanreiz aus der Teilneh- |
| mergruppe Tib21-T1t2o, welche mit verstärk- |
| tem Anrufstrom arbeitet, entsprechen. Bei der |
| Erregung des Relais X i im Hauptamt H.4 |
| kommt durch Schließen des Kontaktes I81 x i |
| folgender Stromkreis zustande. -, NIII, |
| 176x2, I771.4, 178u' , Y I I, I 8I x I, 1890, |
| igos, H, Erde. In diesem Stromkreis kommen |
| die Relais N, F i und H zur Erregung. Das |
| Relais N sperrt unter anderem durch Öffnen |
| des Kontaktes i64ia die Verbindungsleitung |
| VL gegen ankommende Verbindungen. Das |
| Relais Y i schaltet durch Öffnen des Kontak- |
| tes 7d.y i die Spannung von der b-Ader der |
| Verbindungsleitung I'L ab, so daß im Unter- |
| amt U<4 das über die b-Ader erregte Relais 20 |
| zur Aberregung kommt. Durch Umlegen der |
| Kontakte dieses Relais, z. B. Schließen der |
| Kontakte i i lab und 55 lab, werden die Viel- |
| fachschaltungen auf die Anrufstromkreise der |
| nächsten freien Verbindungsleitung weiter- |
| geschaltet. Durch die Erregung des Relais H |
| im Hauptamt H.4, welches für sämtliche zwi- |
| schen dem Hauptamt und dein Unteraint ver- |
| laufenden Verbindungsleitungen gemeinsam |
| ist, werden die Ruhestromkreise über die obe- |
| ren Adern der einzelnen Verbindung,deitungen |
| unterbrochen durch einen Kontakt entspre- |
| chend dem Kontakt 6o h. Da bei der Verbin- |
| dungsleitung I% L, wie schon erwähnt, der |
| Ruhestromkreis für das Relais Nb durch öff- |
| nen des Kontaktes 74Y 1 unterbrochen ist und |
| somit durch Schließen der Kontakte i i it.b |
| und 5511b die Vielfachschaltung der Teilneh- |
| mer auf die nächste freie Verbindungsleitung |
| weitergeschaltet wird, könnte der noch be- |
| stehende Anrufanreiz des Teilnehmers Tlt I5 |
| Anrufeinrichtungen der nächsten freien Ver- |
| bindungsleitung beeinflussen. Das wird nun |
| durch das Relais H verhindert, indem es die |
| Ruhestromkreise über die oberen Adern unter- |
| bricht, so daß kein dem Relais Na- entspre- |
| chendes Relais an den anderen Verbindungs- |
| leitungen erregt ist. Die Anreizleitungen sind |
| somit an den übrigen Verbindungsleitungen |
| vorübergehend nicht auf die Anrufeinrich- |
| tungen durchgeschaltet. |
| Nach der Aufnahme des oben geschilderten |
| Anrufanreizes prüft das Relais X i nach |
| Schließendes Kontaktes 58.:v l mit seiner Wick- |
| lung I Tiber die Wicklung I des Relais N2, ob |
| bisher nicht in Erscheinung getretene schädliche |
| Erdableitungen an den oberen Adern der Ver- |
| bindungsleitungL'I_vorliegen. SindsolcheErd- |
| ableitungen an der oberen Ader vorhanden, so |
| wird das durch den Anrufanreiz erregte Relais |
| A -i, sofern über die schädliche Erdableitung |
| ein ausreichender Strom das Relais X i durch- |
| fließt, erregt gehalten. Infolgedessen kommt |
| das Relais S durch Kurzschluß seiner Wick- |
| lung I über die Kontakte 8i x i und 83 1b zum |
| Abfall. Durch Schließen des Kontaktes io6s |
| kommt das Relais 0 über seine Wicklung 1I |
| zur Erregung und schaltet über seinen Kon- |
| takt ig.Io das Thermorelais T11, ein. so dall |
| dieses nach einiger Zeit das Relais E über den |
| Kontakt 93 tla zum Ansprechen bringt. Das |
| Relais F_ legt sich unabhängig von dein Kon- |
| takt 93 th über seinen Kontakt 94 c mit einer |
| Alarmeinrichtung Al in einen Haltekreis. |
| Das Relais H ist durch Öffnen des Kontaktes |
| igos ebenso wie die Relais X und YI strom- |
| los geworden, so daß nunmehr, da die Viel- |
| fachschaltungen, wie schon er@vähnt, durch |
| das Relais Nb von der VerbindungsleitungL'L |
| bereits abgeschaltet und an der nächsten Ver- |
| bindungsleitung die Ruhestromkreisc für die |
| 1T-Relais nunmehr nach Aberregung des Re- |
| lais H wiederhergestellt sind, über diese Ver- |
| bindungsleitung der Anrufanreiz des Teil- |
| nehmers T11.15 bzw. eines anderen Teilneh- |
| iners die nunmehr auch wieder eingeschalteten |
| Anrufeinrichtungen (X-Relais) im Hauptamt |
| beeinflussen kann. Durch Öffnen des Kontak- |
| tes 163e wird die gestörte Verbindungslei- |
| tung l'L in ankommender Richtung gesperrt |
| gehalten. Durch Öffnen des Kontaktes 86e |
| wird das Relais O und somit durch Öffnen des |
| Kontaktes I9.Io das Thermorelais Tlt abge- |
| schaltet. |
| Sollte die Erdableitung einen solchen Wert |
| haben, daß in der Ruhelage der Anlage das |
| Relais X i über diese Erdableitung beeinflußt |
| wird, so treten, da dieser Zustand einem An- |
| ruf entspricht, entsprechende Schaltvorgänge |
| ein. Es erfolgt auch in diesem Fall eine @Ä'ei- |
| terschaltung der Vielfachschaltungen auf die |
| nächste Verbindungsleitung. Bei Auftreten |
| einer Leitungsunterbrechung in der Ruhelage |
| derAnlage werden ebenfalls in entsprechender |
| Weise die Ruhestromrelais :1'a. bzw. Nb strom- |
| los, so daß eine Weiterschaltung der Vielfach- |
| schaltimg erfolgt. Eine Wählereinstellung er- |
| folgt bei diesen Störungen nicht. |
| Liegen keine schädlichen Erdableitungen an |
| der Verbindungsleitung. so bleibt das Re- |
| lais X i nach der Anruferzeugung nicht er- |
| regt; infolgedessen kommt auch das Relais .f |
| nicht zum Abfall. Durch Öffnen des Kontak- |
| tes i8ixi nach der Erregung der Relais N |
| und Y i spricht nunmehr `das Relais C in |
| Reihe mit den Relais N, Yi und H an über |
| --.11rIII, 276x2, 177x4., 178 zu, YI I, 179y I, |
| 184e, i 86p, :187q, C I, 19:2c, 1890,
190.s, H, |
| Erde. Im Unteramt UA sind inzwischen. die |
| Relais Na und L durch Öffnen des Kontaktes |
| S8 x i stromlos geworden, so daß durch Schlie- |
| ßen der Kontakte 271 und 22l die Schalt- |
| inagnete Dwri und Dwr2 an die untere Ader |
| und die Schaltmagnete Du@r3 und Dzvr4 an |
| die obere Ader der Verbindungsleitung VL |
| angeschaltet werden. Da aber der Kontakt |
| 68y1 ,geöffnet ist, bleiben die Schaltmagnete |
| Dwr3 und Dwi-4 stromlos. Da der Kontakt |
| 75y I geschlossen ist, stehen die Schaltmagnete |
| Dzur i und Dzur2 für eine Beeinflussung. über |
| die b-Ader der Verbindungsleitung V L zur |
| Verfügung. Da beide Schaltmagnete, wie ein- |
| gangs erwähnt, je über entgegengesetzt ge- |
| richtete Gleichrichter G i bzw. G2 an die |
| bAder der Verbindungsleitung VZ angeschal- |
| tet sind, kommt nur ein Stromkreis über den- |
| jenigen Schaltmagneten zustande, dessen vorge- |
| schalteter Gleichrichter der angelegten Strom- |
| richtung im Hauptamt entspricht. Dies ist im |
| vorliegenden Verbindungsfall derSchaltmagnet |
| Dwr i, da im Hauptamt HA über den Wider- |
| stand Wi. io ein Minuspotential angelegt ist. |
| Dieser Stromkreis verläuft über -, LL'i io, |
| 2041Z0, 115e, 114A I I2 (b, - B I(I I I
qlt, 1100, |
| Wi8), 109c, 75y1, bT%Z,, 44dzur3, 45dwr4, |
| c, (WR 3) in. Stellung 0, c (WR 4) in Stel- |
| lung 0, 271, f (WR 2), G i, Dzur i, 1%'a., 23
2c, |
| Erde. In diesem Stromkreis werden der Schalt- |
| magnet Dwr i und das Relais Va im Unter- |
| amt UA und das Relais B im Hauptamt
HA |
| erregt. Der Wähler WR i führt einen Schalt- |
| schritt aus, während das Relais B nach seiner |
| Erregung durch Schließen des Kontaktes 137 b |
| den Drehmagneten Dm i des Schaltwerkes lhl i |
| zur Fortschaltung desselben beeinflußt. So- |
| bald der Schaltarm ein z das Kontaktsegment |
| i bis ii erreicht, wird die Wicklung I des Re- |
| lais O in Reihe finit der Wicklung I des schon |
| erregten Relais N über den Widerstand Wi 14 |
| erregt. Durch Schließen des Kontaktes I53diiai |
| bei der Erregung des Drehmagneten Droyz I |
| werden die Wicklungen I und II des Relais A |
| an die a-Ader angeschaltet, so daß, da im Un- |
| teramt UA mit der Erregung des Schaltma- |
| gneten Dzur i der Kontakt 38 dwr i geschlos- |
| sen ist, ein Stromkreis für das Relais A zu- |
| stande kommt über -, A I und II, i 53 dm i, |
| i69 e, 168t, 69y i, a VL, e (WR 3) in
Stel- |
| lung 0, e(WR4) in Stellung 0, 38 dwr i, L III, |
| NaIII, Erde. Durch Schließen des Kontaktes |
| i550 wird die hochohmige Wicklung II des |
| Relais A kurzgeschlossen, so daß in dem elfen |
| erwähnten Stromkreis die Relais L und Na |
| im Unteramt UA erregt werden. Durch Öffnen |
| des Kontaktes 271 jnUnteramt und des Kon- |
| taktes ria ex im Hauptamt wird der über die |
| b-Ader der Verbindungsleitung VL verlau- |
| fende Stromkreis für den Schaltmagneten |
| Dwr i im. Unteramt und für das Relais B im |
| Hauptamt unterbrochen. Nach der Aberre- |
| gung des Schaltmagneten Dwr i Bind Schlie- |
| ßen des Kontaktes 37 dwr i hält sich das Re- |
| lais A über cc VL,, e (WR 3) in Stellung 0, |
| e (WR4) in Stellung _0, 37dwr 1, 35 dwr 2, |
| 167)a., 'Punkte -i und 2, 41:11a, NaIII, Erde. |
| Im Hauptamt wird nach der Aberregung des |
| Relais B der Drehmagnet Dm i stromlos. |
| Außerdem wird das Relais J über den Kon- |
| takt 42b .durch den Entladestrom des vorher |
| über den Kontakt I31 b geladenen Konden- |
| sator Ko betätigt. Durch Schließen des Kon- |
| taktes 299i wird, da auch die Kontakte 198a |
| und 2o3yi geschlossen sind, die Differenz- |
| wicklung III des Relais A an den Schalt- |
| arm cin i des Schaltwerkes M i angeschaltet, |
| um, festzustellen, ob ein Sperrpotential (Erd- |
| potential) über einen dem Kontakt toi b ent- |
| sprechenden Kontakt an den durch den Schalt- |
| arm cin i erreichten Kontakt angelegt ist, um |
| den durch den Wähler im Unteramt nach |
| einem Schaltschritt erreichten Teilnehmer als |
| besetzt zu kennzeichnen. Befindet sich dieser |
| Teilnehmer über eine andere Verbindungslei- |
| tung in einem Gespräch, so wird durch, das an |
| seinem Kontakt liegende Erdpotential die |
| Differenzwicklung III des Relais A beein- |
| flußt, so daß das über die a-Ader erregte Re- |
| lais A abgeworfen wird. Hierbei fällt es |
| schnell ab, bevor das Relais Va im Unteramt |
| UA zumAbfall kommt. Die Schaltarme a und. b |
| des Wählers glR i sind infolgedessen durch |
| Offenhalten der Kontakte 15 va und 18 va von |
| der Verbindungsleitung abgeschaltet, so daß |
| der als besetzt festgestellte Teilnehmer durch |
| die an der Verbindungsleitung liegenden bzw. |
| zur Anschaltung kommenden Steuerpotentiale |
| nicht gestört wird. Die Förtschaltung des |
| Wählers im Unteramt geht dann ohne weitere |
| Prüfung, ob der erreichte Teilnehmer der An- |
| rufende ist, weiter, indem nach Schließen des |
| Kontaktes i i2 a über die b-Ader der Verbin- |
| dungsleitung VL wiederum der oben geschil- |
| derte Stromkreis für den Schaltmagneten |
| Dwr i und das Relais B geschlossen wird. Das |
| Spiel setzt sich unter jedesmaligem Prüfen |
| durch das Relais A so lange fort, bis der Kon- |
| takt s durch den Wähler WR i erreicht ist. |
| Das wiederrum erregte Relais A wird, da der |
| Teilnehmer frei ist, nicht abgeworfen; es |
| prüft nach der Aberregung des verzögert ab- |
| fallenden Relais Va, ob der erreichte Teil- |
| nehmer der anrufende Teilnehmer ist. Nach |
| Schließen des Kontaktes i5va, wird hierbei |
| das Relais R 15 des Teilnehmers Tia 15 erregt |
| über -, A I, 155 a, 169 e, 168
t, 6g y i, a TAL, |
| e (il? R 3) in Stellung 0, e (WR 4) in Stel- |
| lung 0, 37 dwr i, 3,5 dwi- 2, i 5
va, a (WR i) auf |
| Kontakt 5, T 15, 4 t 1 5, R 15
I, Wi i5, Erde. |
| In diesem Stromkreis wird das Relais R 15 er- |
| regt. während sich das Relais A hält. Durch |
| Schließen des Kontaktes 21-15 wird über die |
| Wicklung II des Relais R 15 die Anschluß- |
| leistung des Teilnehmers Tit 15 an den eben |
| erwähnten Stromkreis angelegt. Da der Teil- |
| nehmer Tii.i5 seinen Hörer abgehoben hat, |
| bleiben die Relais A und R15 erregt. Über |
| die Schleife des anrufenden Teilnehmers |
| kommt dann noch das dem Teilnehmer Ttt i 5 |
| zugeordnete Relais T 1 5 zur Erregung. Durch |
| Schließen des Kontaktes 5 t 15 wird das Re- |
| lais R 15 zur Aberregung gebracht. Der an- |
| rufende Teilnehmer ist durch Öffnen des Kon- |
| taktes i t 15 von der Vielfachschaltung abge- |
| schaltet. Nach öffnen des Kontaktes 6 t 15 |
| wird das Erdpotential über den Kontakt 231t |
| unter Einschaltung des Relais U in die Teil- |
| nehmerschleife an. den Stromkreis des Relais A |
| angeschaltet. Das Relais U wird in diesem |
| Stromkreis erregt und schaltet durch Schlie- |
| ßen des Kontaktes 341t die b-Ader der Ver- |
| bindungsleitung t'I zum Teilnehmer T11 15 |
| durch, so daß nunmehr folgender Stromkreis |
| geschlossen ist: -, Al, |
| 155a, 16g e, 168t, |
| 691 i, al'L, e (11'R 3) in Stellung 0, e (Il'R .4) |
| in Stellung 0, 37 dwr i, 35 d"cur 2, 15 va, |
| o (tVRi) auf Kontakt 5, T 15, 5 t 15, Tit.15, |
| b (WR i) auf Kontakt 5, 17 dwr i, 18 va, U, |
| 34 u, c (IlJR q.) in Stellung 0, c (lf'R 3.) in |
| Stellung 0, 45du'i"4, 44dn"'3, bI'L, 75y i, |
| 140q, 141b, P l, 143a, 1-4z" Erde. Außer |
| den in diesem Stromkreis bereits erregten Re- |
| lais A, T 15 und U wird das Relais P zur Er- |
| regung gebracht. Durch Schließen des Kon- |
| taktes 185p kommt ein Haltestromkreis für |
| die Wicklung III des Relais P und ein Er- |
| regerstromkreis für das Relais Plt zustande |
| über -, NIII, 176x2, 177x4, 17870, Y1 I, |
| 1793,1, 18q. e, 185p, Plr, P III, 188 it, Erde. |
| Durch Schließen des Kontaktes 16o ph wird |
| die b-Ader der Verbindungsleitung L'L durch- |
| geschaltet, so daß das Relais R an den über |
| die Teilnehmerschleife verlaufenden Strom- |
| kreis angeschaltet und hierüber erregt wird. |
| Dieses Relais veranlaßt in irgendeiner Weise |
| eine Einstellung des Vorwählers VW auf eine |
| freie, weiterführende Verbindungsleitung. In |
| bekannter Weise kommt nach Erreizhen einer |
| solchen Leitung das Relais T über den Schalt- |
| arm c zur Erregung und schaltet durch Schlie- |
| ßen der Kontakte 167 t und 171 t unter Ab- |
| schaltung der Relais A und R die Sprechlei- |
| tungen zur nachgeordneten, nicht gezeigten |
| Speisebrücke durch, über welche nunmehr die |
| Relais T 15 und U erregt bleiben. l:nzwisclien |
| sind durch öffnen der Kontakte i86 .p und |
| 85 ph die Relais- H, C, O und S stromlos ge- |
| worden. Sämtliche Ableitungen sind von den |
| Leitungsadern abgeschaltet. Durch Anschal- |
| tung eines Erdpotentials über die Kontakte |
| toi b, 200 i, 203y i an den vom Schaltarm
cnt i |
| des Schaltwerkes 1111 erreichten Kontakt 5 er- |
| scheint der anrufende Teilnehmer Tit 15 an |
| sämtlichen Verbindungsleitungen durch die |
| teilnehmerweise Verdrahtung in den einzelnen |
| Scbaltzverken als besetzt. Der Teilnehmer |
| kann nun durch Betätigung seiner Nummern- |
| scheibe Stromstöße zum weiteren Aufbau der |
| gewünschten Verbindung aussenden und über |
| die eingestellten Wähler mit dem gewünschten |
| Teilnehmer in Verbindung treten. |
| Am Schluß des Gespräches wird nach Auf- |
| legen des Hörers (Aberregung der Relais 1I; |
| T 15 und Speisebrückenrelais) in üblicher |
| Weise durch Stromverstärkung über den |
| Schaltann c des Vorwählers 171f' das Relais Z_ |
| zur Erregung gebracht, «-elches über seinen |
| Kontakt 195 z den an dein Kontakt 5 liegen- |
| den Zähler Z 15 über den Schaltarm ain i des |
| Schaltwerkes l-Ii beeinflußt. Nach der Be- |
| einflussung des Relais Z durch die vorüber- |
| gehende Stromverstärkung wird aas Relais T |
| im Vorwäriner VIF durch Unterbrechung |
| seines Haltestromkreises stromlos, so daß der |
| V orwähler L'll' in bekannter Weise in die |
| Ruhelage zurückkehrt. Über den Schaltarm c |
| wird in Stellung 0 die Wicklung 11 des Re- |
| lais P beeinflußt, so daß diese Wicklung als |
| Gegenwicklung zur Wicklung III das Re- |
| lais P abwirft. Durch Öffnen des Kontaktes |
| 185p wird das Relais Plt stromlos, so daß |
| durch Schließen des Kontaktes 85 p1 die |
| Wicklungen I der Relais O und N Tiber den |
| auf dem Segment i bis i i stehenden Schalt- |
| arm erst i des Schaltwerkes 1I i erregt werden. |
| Außerdem wird durch Öffnen des Kontaktes |
| 185p das Relais 1' i stromlos, so daß durch |
| Schließen der Kontakte 68 v i und 74Y1 Mi- |
| nuspotential an die a- und b-Ader der Ver- |
| bindungsleitung I'L angeschaltet wird. Das |
| Relais B wird mit seiner Wicklung III paral- |
| lel zu den Wicklungen I der Relais O und N |
| erregt und beeinflußt durch Schließen des |
| Kontaktes 137 b den Drehmagneten Ritt i des |
| Schaltwerkes 11Z i. Im Wechselspiel (Kontakt |
| 99din i) mit dein Relais B wird das Schalt- |
| zverk 1l i in die Ruhelage fortgeschaltet. Un- |
| abhängig von dieser Fortschaltung wird der |
| Wähler WR Tim Unteramt UA fortgeschalte:. |
| indem der Schaltmagnet Dzur i über die untere |
| Ader der Verbindungsleitung beeinflußt wird |
| über -, 11'i 5, 7o e, X31, 72Y3, 7q-:1' i,
b VL, |
| 44dzz'r3, 45dze,i-4, c (11'R3) in Stellung 0, |
| c (IVR4) in Stellung 0, 271, e (tt'R i)
auf |
| Segment i bis 1i (f (11'R2), G i), D,Oi-i, ha, |
| 231t, Erde. Der Wähler DWr i wird um einen |
| Schritt fortgeschaltet. Durch das hierbei er- |
| folgende Schließen des Kontaktes 38 dwy i |
| werden die Relais Z, und Na über die a-Ader |
| der Verbindungsleitung VL und die an dieser |
| liegende Batteriespannung erregt; so daß durch |
| Öffnen des Kontaktes 271 der Erregerkreis |
| des Schaltmagneten Dzur i wieder unterbro- |
| chen wird. Das Relais L und der Schaltma- |
| gnet Dzcr i arbeiten unter gegenseitiger Be- |
| einflussung zwecks Fortschaltung des Wählers |
| Gt'R i, während das mit dem Schaltmagneten |
| in Reihe erregte Relais Va als Verzögerungs- |
| relais während der Fortschaltung ununterbro- |
| chen erregt bleibt. In den beiden genannten |
| Steuerstromkreisen über die obere unduntere |
| Ader der Verbindungsleitung VL werden die |
| Relais X i und X3 gleichfalls erregt. Wird |
| der Schaltmagnet Dwr i nach Erreichen der |
| Ruhelage-stromlos, so hält sich, da sich nun- |
| mehr der Schaltarm d (WR i) in Stellung 0 |
| befindet, das noch erregte Relais L mit seiner |
| Wicklung I über die obere Ader und mit |
| seiner Wicklung II Über die untere Ader der |
| Verbindungsleitung. Der über die obere Ader |
| der Verbindungsleitung bestehende Strom- |
| kreis hat folgenden Verlauf: -, Wi 5, 70e, |
| X i I, 64o, 66Y3, 68 y i, a YL, e (WR
3) in |
| Stellung 0, e (WR4) in Stellung 0, 37dwr i, |
| 35 dwz' 2, c (WR z) in Stellung 0, c (W R 2) |
| in Stellung 0, 24L, Na I, Na II, L I, d (WRr) |
| in Stellung 0, d (WR 2) in Stellung 0, |
| d (WR 3) in .Stellung 0, d (WR 4) in Stel- |
| lunb 0, Erde. Der über die untere Ader der |
| Verbindungsleitung bestehende Stromkreis |
| hat folgenden Verlauf : =, Wi 5, 70 e, X 3 I, |
| 72Y3,74yi, bVL,44dzur3,45dwr4,c(WR3) |
| in Stellung 0, c (WR4) in. Stellung 0, 28l, |
| 2911a, Wi3, 3orib, Wie, LII, d (WRi) in |
| Stellung 0, d (WR2) in Stellung 0, d (WR3) |
| in Stellung 0, d (WR4) in Stellung 0, Erde. |
| Die in den beiden genannten Stromkreisen lie- |
| genden noch erwähnten Relais X i und X 3 |
| prüfen, ob an den beiden Enden der Verbin- |
| dungsleitung VZ, schädliche Erdableitungen |
| vorhanden sind. Ist dies der Fall, dann wer- |
| den die Relais Xi bzw. X3 `über diese Erd- |
| ableitungen erregt gehalten. Es treten die |
| gleichen Vorgänge ein, wie bei Beginn der |
| Verbindungsherstellung beschrieben ist. Lie- |
| gen keine schädlichen Erdableitungen vor, so |
| haben die Relais X i und X 3 über das Re- |
| lais L bzw. Na keinen ausreichenden Halte- |
| strom. Hat das Schaltwerk 1111 im Hauptamt |
| HA die Ruhestellung erreicht, so wird das |
| Relais S über seine Wicklung II und den |
| Schaltarm em i in Stellung 0 erregt, so :daß |
| nunmehr, wenn die Relais X i und X 3 ab- |
| fallen, das Relais 0 durch Kurzschluß seiner |
| Wicklung II über die Kontakte 103 x 1, 104,r 3 |
| und io6s zur Aberregung gebracht wird. Das |
| Relais S hält sich später über seine Wick- |
| lung I und den Kontakt 84s. Da das Relais Y |
| als Verzögerungsrelais nach der Aberregung |
| des Relais 0 noch kurze Zeit erregt ist, wird |
| durch Öffnen des Kontaktes 64 0 (62 n noch |
| offen) der über die a-Ader der Verbindungs- |
| leitung verlaufende Stromkreis vorübergehend |
| unterbrochen; so daß im Unteramt UA das |
| Relais Na vorübergehend abfällt und durch |
| Öffnen des Kontaktes 29 iza den Kurzschluß |
| des Relais Nb aufhebt, so daß dieses Relais |
| Tiber die untere Ader der Verbindungsleitung |
| VZ in Reihe mit der Wicklung II des Relais
L |
| und den Widerstand Wie zur Erregung |
| kommt. Das Relais Na wird nach der Span- |
| nungsanschaltung (Kontakt 62 n geschlossen) |
| an die a-Ader der Verbindungsleitung VL |
| wieder erregt, so daß die Vielfachschal- |
| tung der Teilnehmer wieder mit den über |
| die beiden Adern der Verbindungsleitung |
| verlaufenden Anrufstromkreisen verbünden |
| wird. |
| Hebt zur Herstellung einer abgehenden |
| Verbindung nicht der Teilnehmer Tn i5 der |
| ersten Teilnehmergruppe, sondern z. B. der im |
| einzelnen nicht gezeigte Teilnehmer Tin25 der |
| zweiten Teilnehmerg ruppe Tn 2 i-Tn 2o seinen |
| Hörer ab, so wird ein Anrufanreiz über die |
| @'ielfachschaltung Tn2r-Tii2o und die Wick- |
| lung I des Relais F über die obere Ader der |
| Verbindungsleitung VL zum Hauptamt HA |
| gegeben. Das Relais F spricht in diesem |
| Stromkreis an und schaltet durch Öffnen des |
| Kontaktes g f die Vielfachschaltung ab, wobei |
| durch Schließen des Kontaktes io f über die |
| Wicklung II des Relais F ein stärkerer An- |
| reizstrom als bei beinern Anruf eines Teilneh- |
| ineis aus der ersten Teilnehmergruppe |
| Tn. r r-Tn ro zustande kommt. Durch den ver- |
| stärkten Anrufanreiz wird nicht nur das Re- |
| lais X i über seine Wicklung I beeinflußt, son- |
| dern nach Schließen des Kontaktes 58x1 |
| kommt, nachdem bei Erregung des Relais Y i |
| der Kontakt 68y i geöffnet ist, auch das Re- |
| lais X2 über seine Wicklung I in Reihe mit |
| dem Relais X i zur Erregung. Durch Öffnen |
| des Kontaktes i 7 6 x 2 wird in Reihe mit der |
| Wicklung III des Relais N und der Wick- |
| lung I des Relais Y i das Relais W über seine |
| Wicklung I erregt. Durch Öffnen des Kon- |
| taktes Zoo zu wird das über den Widerstand |
| Wi io an die b-Ader der Verbindungsleitung |
| I'L anzuschaltende |
| abgeschal- |
| tet und durch Schließen des Kontaktes 116w |
| hierfür eine Einrichtung angeschaltet, die zur |
| Erzeugung von Plusstromstößen dient. Die |
| Beeinflussung der übrigen Relais erfolgt in |
| der entsprechenden Weise, wie dies bereits |
| oben bei Herstellung einer abgehenden Ver- |
| bindung nach Anruf des Teilnehmers Tnr5 |
| beschrieben ist. Unterschiedlich ist, daß nach |
| der Erregung des Relais I' 1 und des Relais W |
| folgender Stromkreis zustande kommt: -, 111, |
| iSolt2, id.gp, i.Iäz(', 45y4 Erde. In. dieseln |
| Stromkreis spricht das Relais H i an und |
| bringt durch Schließen des Kontaktes i2512 i |
| das Relais H2 zur Erregung, welches durch |
| Öffnen des Kontaktes 15ö lt 2 eine Aberregung |
| des Relais H i herbeiführt. Die Relais H i |
| und H2 bilden also einen Relaisunterbrecher, |
| wobei beim jedesmaligen Schließen der Kon- |
| takte i i j lt i und
122 lt i der KondensatorKo i |
| über den Widerstand Wi 12 aufgeladen und |
| beim jedesmaligen Schließen der Kontakte |
| i ig h i und i23 h i der vorher in der Ruhelage |
| des Relais H i aufgeladene Kondensator Ko -2 |
| über den Widerstand Wi i i in denn über die |
| Wicklung I des Relais B und die b-Ader |
| verlaufenden Stromkreis entladen wird. Bei |
| der Aberregung des Relais H i wird nach |
| Schließen der Kontakte i2o lt i und 124/b i der |
| entladene Kondensator K o 2 über d#-#n Wider- |
| stand Wi 12 wieder aufgeladen, während der |
| inzwischen geladene Kondensator ho i nach |
| i |
| Schließen der Kontakte z 181t i und 121111 |
| über den Widerstand fi i über die b-Ader der |
| Verbindungsleitung f% 1, entladen wird. Es |
| werden also Plusstromstöße über die b-Ader |
| der Verbindungsleitung VL gegeben, durch |
| die nunmehr der Schaltmagnet Dwr2, der über |
| den Gleichrichter G2 an der b-Ader der Ver- |
| bindungsleitung VI_ liegt, stoßweise beein- |
| flußt wird. Durch das Relais B wird über den |
| Kontakt 137 b im Gleichlauf mit dem Wähler |
| If'R2 ntminehr, da der Kontakt 135 al ge- |
| schlossen ist, an Stelle des Schaltmagneten |
| D.in, i der Schaltmagnet Ding betätigt, so daß |
| mit der Einstellung des Wählers 14,'R2 im |
| Unteramt UA im Hauptamt das Schaltwer k ill
2 |
| zurEinstellungkomint. DiegegenseitigeSteue- |
| r ung ist die gleiche, wie dies beim Aufbau der |
| vorher beschriebenen Verbindung erläutert ist; |
| auch die Prüfvorgänge laufen in entsprechender |
| Weise über den Schaltarm cm2 ab. Ist der an- |
| rufende Teilnehmer gefunden, so stehen jetzt |
| die Schaltarme des Schaltwerkes iN2 im Haupt- |
| aint HA und die Schaltarme des Wählers |
| lT'R2 im Unteramt LTA auf dem Kontakt 5. |
| Im Hauptamt ist der entsprechende Zähler |
| über den Schaltarm ante angeschaltet und |
| über den Schaltarm crn2 der im Unteramt |
| angeschaltete Teilnehmer Tzt 25 als besetzt ge- |
| kennzeichnet. Die Durchschaltung des anru- |
| fenden Teilnehmers und Einstellung des Vor- |
| zvählers ViI' erfolgt in entsprechender Weise |
| wie oben. |
| Nach Beendigung des Gespräches geht die |
| Auslösung in der gleichen Weise vor sich, wie |
| dies bei Auslösung der vom Teilnehmer Tit15 |
| hergestellten Verbindung beschrieben ist, wo- |
| bei aber jetzt der Schaltmagnet Dwt-2, der |
| über das Kontaktsegment i bis i i des Schalt- |
| armese (It'R2) angeschaltet ist, durch das |
| gleiche Minuspotential wie bei der Auslösung |
| des Wählers li"R i- über den Widerstand li'i 5 |
| betätigt wird. |
| Hebt z. B. der Teilnehmer Tit35 der dritten |
| Z'eilnehmergruppe Tzt3i-Tzt.3o seinen Hörer |
| ab, so wird ein Anrufanreiz. über die Vielfach- |
| schalturig TU 3i-Tit3o und das Relais G in aus |
| dem Ausführungsbeispiel ohne weiteres er- |
| sichtlicher Weise über die b-Ader der Verbin- |
| dungsleitung f'L' zuin Hauptamt HA gegeben |
| und veranlaßt dort eine Erregung des Relais |
| Z 3 über die Wicklung I. Im Hauptamt HA |
| wird nunmehr an Stelle des Relais 1' i das |
| Relais I'3 betätigt, welches eine derartige |
| Umschaltung vornimmt, daß die Einstellung |
| des Wählers 117R3 durch Beeinflussung des |
| Schaltmagneten D UT 3 über die obere
Ader |
| ciE.r Verbindungsleitung f'L durch Minus- |
| stromstöße über den Widerstand lf'i io er- |
| folgt. Jetzt wird das Relais Y b zur Abschal- |
| tung der entsprechenden Wählerarme erregt. |
| Außerdem wird im mit einzustellenden Schalt- |
| werk 11 i im Hauptamt HA eine Umschaltung |
| auf die Schaltarme btn i und din i vorgenom- |
| men, so daß die der dritten Teilnehmergruppe |
| entsprechenden Zähler zur Anschaltung ent- |
| sprechend dem anrufenden Teilnehmer bereit- |
| gestellt sind. Vor der Wählereinstellung tvird |
| durch das Relais X3 geprüft, ob an der unte- |
| rer Ader der Verbindungsleitung VL schäd- |
| liche Erdableitungen liegen. Das geschieht in |
| entsprechender Weise, wie das Relais X i die |
| obere Ader bei Anrufen aus der ersten und |
| zweiten Teilnehmergruppe prüfte. |
| Ruft an Stelle eines Teilnehmers der dritten |
| Teilnehmergruppe z. B. der Teilnehmer T1td5 |
| der vierten Teilnehmergruppe an, so kommt |
| ein Anrufanreiz über die Wicklung I des Re- |
| lais H und die b-Ader. der Verbindungslei- |
| tung zustande, worauf nach Öffnen des Kon- |
| taktes 5o h und Schließen des Kontaktes 51 lt |
| über die Wicklung 1I des Relais H eine solche |
| Stromverstärkung über die b-Ad°r der Ver- |
| bindungsleitung 1"'I zustande kommt, daß |
| außer dein Relais X 3 nach Öffnen des Kon- |
| taktes 72 t, 3 auch das Relais X d. erregt wird. |
| Durch öffnen des Kontaktes 177 X.4 wird nun- |
| mehr in Reihe mit der Wicklung III des Re- |
| lais X und der Wicklung I des Relais I73 das |
| Relais ff" zur Erregung gebracht, so claf unter i |
| Mitwirkung der wechselweise geladenen Kon- |
| densatoren Ko i und hol nunmehr Plus- |
| stromstöße über <die a,-Ader der Verbindungs- |
| leitung zum Unteramt gelangen, so daß dort |
| an Stelle des Schaltmagneten D70)-3 über den |
| Gleichrichter Gd. der Schaltmagnet D7ar.I lx- |
| t<gt wird. Die Steuer- und Prüfvorgänge |
| sind auch in diesem Falle die gleichen. wie <lies |
| beim ersten Verbindungsaufbau beschrieben |
| ist, nur daß jetzt wie bei der Einstelluna des |
| Wählers 11'R3 an Stelle des Relais Va, das |
| Relais Ub in Reihe finit dem Schaltmagneten |
.Dwr4 betätigt wird. Da der Kontakt 135w geschlossen ist, wird
bei der stoßweisen Erregung des Relais
B über den Kontakt
137
b
der Schaltmagnet Dm2 des Schaltwerkes I-72 betätigt, so .daß die Schaltarme
dieses Schaltwerkes mit dem Wähler WR4 im Unteramt fortbewegt werden. Da die Kontakte
197y3 und :202Y3 geschlossen sind, wird der entsprechende Zähler über den. Schaltarm
bira
2
eingeschaltet, während die Desetztkennzeichnung über den Schaltarm
dm2 erfolgt.
-
Die Auslösung der Verbindung erfolgt ebenso wie die Auslösung des
Wählers WR 3
durch Minusstromstöße über die a-Ader der Verbindungsleitung,
da der Schaltmagnet Dwr ¢ über den auf dem Segment i bis i i stehenden Schaltarm
o(WRq.) angeschaltet ist.
-
Zusammenfassend ist also festzustellen, daß bei Anruf eines Teilnehmers
aus der ersten und zweiten Teilnehmergruppe der Anrufanreiz in verschiedener Stärke
über die a-Adtr der Verbindungsleitung zum Hauptamt gegeben wird und dort die Erregung
des Relais H i bzw.,der Relais X i und X:2 veranlaßt, so daß im ersten
Falle Minusstromstöße über die b-Ader der Verbindungsleitung zur Betätigung-des
SchaltmagnetenDwi und im zweiten Falle infolge Umschaltung durch das Relais W Plusstromstöße
über die b-Ader der Verbindungsleitung VL auf den Schaltmagneten Dwr 2
gegeben
werden. Die Rückstellung nach Gesprächsbeendigung erfolgt durch das über den Widerstand
Wi 5 angelegte Minuspotential, wobei in dem einen Falle der über den auf
dem Segment i bis i i stehenden Schaltarm e (WR i) angeschaltete Schaltmagnet
Dwr i des Wählers WR i und im anderen Falle der über den Schaltarm c (WR2)
angeschaltete Schaltmagnet Dwr2 des Wählers WR2 bis zum Erreichen der Ruhelage betätigt
wird. Bei einem Anruf aus der dritten und vierten Teilnehmergruppe wird ein Anrufanreiz
in verschiedener Stärke über die b-Ader der Verbindungsleitung VZ gegeben, wobei
hierdurch das Relais X 3 bzw. die .Relais X 3 und X q. betätigt werden,
In dem einen Falle bestehen die hierdurch über die a-Ader zur Aussendung kommenden
Einstellstromstößeaus Minusstromstößen, die über den Gleichrichter G 3 den Schaltmagneten
Dwr 3
betätigen, während im anderen Falle infolge Erregung des Relais W Plusstromstöße
über die a-Ader der Verbindungsleitung VL zur Beeinflussung des Schaltmagneten Dwrd.
über den Gleichrichter G4 gegeben. werden. Die Auslösestrornstöße liefert in beiden
Fällen die über :den Widerstand Wi 5 angelegte Minusspannung, wobei abhängig von
der Einstellung des Schaltarmes e (WR 3) oder c (WR 4)
der Schaltmagnet
Dzvy 3 oder Dwy 4 zur Rückstellung des Wählers WR3 oder L1lR4 in die
Ruhelage betätigt wird. Da bei einem Anrufanreiz über die obere Ader der Verbindungsleitung
in beiden Fällen das Relais Y i erregt ist, so sind je nachdem, ob abhängig von
dem Relais W der Drehmagnet Dia i oder Dm2 betätigt würde, durch die Kontakte
196y i und 2o3 y i die Schaltarme am i bzw. cm i oder am2 bzw. cnz2 wirksam
eingeschaltet. Bei einem Anrufanreiz über die b-Ader der Verbindungsleitung ist
das Relais Y3 erregt, so daß durch Schließen der Kontakte 197Y3 und 202Y3 abhängig
von dem Erregungszustand des Relais W die Schaltarme bm i
bzw.
dm i oder biz 2 bzw. dm 2 für die Zählereinstellung
und Besetztkennzeichnung wirksam sind.
-
Soll an Stelle einer abgehenden Verbindung eine ankommende Verbindung
zu einem der Unteramtsteilnehmer hergestellt werden, so erfolgt - mit der Belegung
einer freien Verbindungsleitung durch einen hier nicht gezeigten Nummernstromstoßempfänger
z. B. über den Zugang c i, C2, c 3 oder c4. eine Bestimmung der Gruppe des gewünschten
Teilnehmers, um dementsprechend durch die nachfolgende Nummernwahl die Einstellung
des Wählers W R"i, W R 2, W R 3 oder W R q. zu veranlassen.
-
Wird ein Teilnehmer der ersten Gruppe gewünscht, so wird der hier
nicht gezeigte Nummernstromstoßempfänger beispielsweise auf die erste Dekade eingestellt,
an welcher z. B. die Zugänge c i sämtlicher zum Unteramt führenden Verbindungsleitungen
angeschlossen sind. Bei Freisein der Verbindungsleitung TL wird diese Verbindungsleitung
demnach über die Ader c i belegt. Über diese Ader kommen die Relais Q (Wicklung
I) und T (Wicklungen I und II) und nach Öffnen des Kontaktes 162q auch das Relais
Y i (Wicklung II) zur Erregung. Durch Schließen des Kontaktes 126
q erfolgt eine Ekregung der Relais h und Qh, während durch Öffnen des Kontaktes
68y i bei Erregung des Relais YI der über die a-Ader verlaufende Ruhestromkreis
für das Relais Na unterbrochen wird, so daß auch dieses Relais zur Aberregung
kommt. Da der Kontakt 75 y 1 geschlossen worden ist, bleibt das Relais L im Unteramt
UA über die untere Ader der Verbindungsleitung weitergehalten. Durch die Aberregung
des Relais Na werden die vielfachgeschalteten Teilnehmer von der Verbindungsleitung
TIL abgeschaltet und auf die nächste freie Verbindungsleitung weitergeschaltet.
Trifft der erste Stromstoß, der durch Spannungsan.schaltung im - vorgeordneten Nummernstromstoßempfänger
erzeugt wird, über die b-Ader des belegten Zuganges zu der Verbindungsleitung VZ
ein, so wird das Relais B über seine Wicklung II erregt.
Das Relais
I' bleibt während des Stromstoßes über seine Wicklung 1I ebenfalls erregt. Durch
Schließen des Kontaktes 137 b wird der Drehmagnet Dzsa i des Schaltwerkes
IN i erregt, so daß das Schaltwerk einen Schaltschritt ausführt. Durch Schließen
des Kontaktes 131 b wird der Kondensator Ko über den Widerstand Wi i8 geladen. Nach
Beendigung des Stromstoßes fällt das Relais B ab, so daß sich der Kondensator
ho nach Schließen des Kontaktes 1 32 b über das Relais
J entlädt. Infolgedessen wird der Haltestromkreis des Relais L im Unteramt U<4
am Kontakt 113i unterbrochen, so daß dieses Relais stromlos wird und über seinen
Kontakt all den über den Gleichrichter G i bereitgestellten Schaltmagneten Dzur
i des Wählers W R i an die b-Ader der Verbindungsleitung VL in Reihe mit
dem Relais Va, anschaltet. Fällt das Relais J nach Entladung des Kondensators lio
ab, so wird durch Schließen des Kontaktes 113i der Schaltmagnet Dwr i im
Unteramt UA in Reihe mit dein Relais b'a über die b-Ader erregt. Der Wähler WR i
im Unteramt führt also ebenfalls einen Schaltschritt aus. Inzwischen sind im Hauptamt
HA die Relais O und 1' (Wicklungen I) über den Schaltarm ein i nach Erreichen
des Kontaktsegmentes i bis i i erregt worden. Außerdem ist das Relais A nach Schließen
des Kontaktes i53 diit i über den Widerstand Wiß und die Kontakte 152p11. und 151
qh zur Erregung gekommen. Es hält sich über seinen Kontakt 155a weiter. Weitere
Stromstöße werden in entsprechender Weise für die Einstellung des Schaltwerkes
111 und des Wählers WR i wirksam, wobei der Stromstoß zum Unteramt jeweils
erst nach Ablauf des durch das Relais ,S aufgenommenen Stromstoßes im Hauptamt zur
Aussendung kommt.
-
Ist die Stromstoßgabe zur Auswahl des gewünschten Teilnehmers, z.
B. Tn i 5, beendet, so bleibt, da das Relais J aberregt bleibt, ein Stromkreis über
die b -Ader der Verbindungsleitung L'L bestehen, so daß im Unteramt der Schaltmagnet
Dzk,r i und das Relais Va. erregt bleiben. Die Verbindungsleitung VL ist demnach
durch Offenhalten der Kontakte 15 va. und i8 z,a von den Schaltarmen
a und b des Wählers fI7R i abgeschaltet. Sollte der erreichte Teilnehmer
besetzt sein, so kann er durch an der Verbindungsleitung liegende Steuerpotentiale
nicht störend beeinflußt werden. Inzwischen hat das während der Stromstoßgabe erregte
Relais A, da das Schaltwerk 1'l? i mit seinem Schaltarm cfn i bereits eher auf dem
dem gewünschten Teilnehmer entsprechenden Kontakt 5 steht, mit seiner Differenzwicklung
1I über den Kontakt 198a und den zu dieser Zeit noch geschlossenen Kontakt i99 t:
geprüft, ob der über den Schaltarm cin i erreichte Kontakt 5 Besetztpotential aufweist.
Ist dies der Fall, so wird das Relais A abgeworfen und die Differenzwicklung 1I
des Relais O nach Schließen des Kontaktes i56a beeinflußt, so daß auch das Relais
O zum Abfall kommt. Durch Öffnen des Kontaktes 166 q wird die Ader c i aufgetrennt
und damit auf hier nicht interessierende. Weise eine Besetztzeichengabe mit Zählunterddickung
im vorgeordneten \ ummernstromstoßempfänger veranlaßt. Nachdem auch das Relais Y
i stromlos geworden ist, wird wie nach einem abgehenden Verkehr an beide Adern der
Verbindungsleitung VL i Spannung angelegt, so daß eine Rückführung der Schaltereinrichtungen
in die Ruhelage erfolgt.
-
Ist der gewählte Teilnehmer dagegen frei, so bleibt das Relais A,
da die Gegenwicklung III nicht beeinflußt wird, über seine Wicklung I erregt, und
das Relais P wird nach Beendigung der Stromstoßgabe (Relais l" aberregt) über seine
Wicklung I erregt. Der Teilnehmer wird durch Anlegen eines Erdpotentials über den
Kontakt zoi b an den ihm entsprechenden Kontakt 5 gesperrt. lach Schließen
des Kontaktes i85 p erfolgt eine Erregung des Relais Plz unter Aufrechterhaltung
der Erregung des Relais P über die Wicklung III, des Relais Yi über die Wicklung
I und des Relais 1N über die Wicklung 111.
Durch Öffnen des Kontaktes 85 p1
«-erden die Relais O und S stromlos, während durch Öffnen des Kontaktes i
5 2 ph das Relais A aberregt wird. Die Verbindungsleitung VL ist, nachdem
durch (Offnen des Kontaktes ii.Ip der Dauerstrom über die bAder der Verbindungsleitung
VL unterbrochen worden ist und somit der Schaltmagnet und das Relais I'cc stromlos
geworden sind, zu den Schaltarmen a und b des Wählers IYR i durchgeschaltet. Im
Unteramt wird das Relais R 15 des Teilnehmers Tft15 über eine im vorgeordneten @umrnernstroinstoßempfänger
liegende Spannung beeinflußt, so daß durch Schließen des Kontaktes : r 15
der gewählte Teilnehmer hta 15 unter Abschaltung von der Vielfachschaltung am Kontakt
3 r 15 an die Verbindungsleitung angeschaltet wird. Es erfolgt nunmehr die Rufaussendung,
worauf nach :Melden des Teilnehmers Tit15 das Relais T 15 über die Teilnehmerschleife
zur Erregung kommt und eine weitere Durchschaltung des Verbindungsweges unter Rufabschaltung
erfolgt. Über die Teilnehmerschleife wird nach Öffnen des Kontaktes 6t 15 das Relais
L' zur Erregung gebracht, welches sich nach Öffnen des Kontaktes 23 1t. und
Schließen des Kontaktes 34 U über die Teilnehmerschleife und die Speisebrücke im
Nummernstromstoßeinpfä nger des Hauptamtes hält.
Die Auslösung
der Verbindung, insbesondere die hierbei erforderliche Stromstoßsendung zu dem Schaltmagneten
des Wählers im Unteramt erfolgt in der gleichen Weise wie nach Herstellung einer
-abgehenden Verbindung. Die Anrufbereitschaft wird durch vorübergehende Spannungsabschaltung
von der a-Ader wie bei einer abgehenden Verbindung wiederhergestellt.
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Soll an Stelle einer Verbindung zu .dem Teilnehmer Tiz i 5 eine Verbindung,
z. B. zu dem Teilnehmer TIa25 der zweiten Teilnehmergruppe, hergestellt werden,
so erfolgt die Belegung über die Ader c2, so daß nach Erregung des Relais 0 über
seine Wicklung I außer dem Relais Yi das Relais K (Wicklung I) zur Erregung kommt
und durch Öff-
nen des Kontaktes 134k den Schaltmagneten Dm i des Schaltwerkes
M i abschaltet und durch Schließen des Kontaktes 138 k den Schaltmagneten Dna2 des
Schaltwerkes 1112 anschaltet; bei der das Relais B über die Wicklung II beeinflussenden
Stromstoßsendung wird somit über den Kontakt 137 b der Schaltmagnet Dm
2 betätigt. Nach dem ersten Schaltschritt befindet sich der Schaltarm em2
auf dem Kontaktsegment i bis i i, so daß das Relais W über seine Wicklung II zur
Erregung kommt und an Stelle der sonst über den Widerstand Wi io an die b-Ader anzulegenden
Minusspannung die durch Entladung der Kondensatoren Ko i und KO 2 zu erzeugende
Plusspannung angeschaltet wird. Demzufolge wird jetzt nachAblauf der gleichen Schaltvorgänge
wie oben über den Gleichrichter G2 der Schaltmagnet Dzer2 im Unteramt UA -zur Einstellung
auf den gewünschten Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Alle weiteren Schaltvorgänge
entsprechen den vorstehend beschriebenen Vorgängen.
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Wird ein Teilnehmer, z. B. Trv35, der
Gruppe Tn31-Tla3o gewünscht,
so erfolgt die Belegung über die Ader c3, so daß das Relais Y3 zur Erregung kommt
und durch Schließen des Kontaktes 67 y 3 eine Stromstoßsendung über die a-Ader der
Verbindungsleitung ermöglicht. Die Stromstöße bestehen aus Minusstromstößen, die
über den Widerstand Wi io zur Aussendung gelangen, so daß im Unteramt UA über den
Gleichrichter G 3 der Schaltmagnet Dwr 3 des Wählers WR 3 zur Einstellung
auf den gewünschten Teilnehmer beeinflußt wird. Hierbei wird das Schaltwerk M i
eingestellt.
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Wird dagegen der Teilnehmer T"45 der Gruppe Tia,41-T'z4o gewünscht,
so erfolgt die Belegung über die Ader c4, so daß außer dein Relais Y3 das Relais
K betätigt wird und nunmehr der Schaltmagnet Dm2 des Schaltwerkes 1112 Stromstöße
erhält. Mit dem ersten Schaltschritt wird wie bei einer Verbindungsherstellung zu
einem Teilnehmer der zweiten Teilnehmergruppe das Relais W zur Erregung gebracht,
so daß nunmehr Plusstromstöße über die a-Ader zur Aussendung kommen, die über den
Gleichrichter G4 den Schaltmagneten Dwr4 zwecks Einstellung des Wählers WR4 auf
den Teilnehmer T)i45 betätigen.
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Man erkennt also, daß je nachdem, ob der Zugang c i oder c2, also
ein Teilnehmer der ersten oder zweiten Teilnehmergruppe, gewünscht wird, das Relais
Yi oder die Relais Yi und K erregt werden, um irn- ersten Falle Minusstromstöße
über die b-Ader und im zweiten Falle Plusstromstöße über die b-Ader zu senden, wobei
im ersten Falle das Schaltwerk M i im Hauptamt HA mit dem Wähler
WR i und im zweiten Falle das Schaltwerk 112 mit dem Wähler WR 2 im
Unteramt eingestellt wird. Wird der Zugang c3 oder c¢ belegt, so werden in dem einen
Falle nur das Relais Y3 und im anderen Falle die Relais K und Y3 betätigt,
so daß entweder Minusstromstöße oder Plusstromstöße über die a-Ader zur Einstellung
des Wählers WR 3
oder des Wählers WR4 zur Aussendung kommen. Hierbei wird
im Hauptamt entweder das Schaltwerk 1171 oder I1-12 mit eingestellt.
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Zur Auslösung der Wähler werden in allen vier Fällen Minusstromstöße
wie nach einer abgehenden Verbindung ausgesandt.