DE746596C - Trokar zur Lungendavernenpunktion und Vorrichtung zum Halten und Einstellen desselben - Google Patents

Trokar zur Lungendavernenpunktion und Vorrichtung zum Halten und Einstellen desselben

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DE746596C
DE746596C DEK163737D DEK0163737D DE746596C DE 746596 C DE746596 C DE 746596C DE K163737 D DEK163737 D DE K163737D DE K0163737 D DEK0163737 D DE K0163737D DE 746596 C DE746596 C DE 746596C
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DEK163737D
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English (en)
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Dr Franz Von Kovats
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FRANZ VON KOVATS DR
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FRANZ VON KOVATS DR
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00—Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/34—Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3403—Needle locating or guiding means

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
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  • Surgical Instruments (AREA)

Description

  • Trokar zur Lungenkavernenpunktion und Vorrichtung zum Halten und Einstellen desselben Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein an sich belçannter, aus einem Trokarkörper mit abgesetztem Dorn und einer zur Aufnahme des Trokarkörpers dienenden Hülse bestehender Trokar, der aererfindungsgemäß so ausgebildet ist, daß er die Lungenkavernenpunktion in besonders vorteilhafter Weise auszuführen ermöglicht. Die besondere Ausbildung des erfindungsgemtäßen Trokars besteht darin, daß er zwecks Aufnahme der bekannten, sonst gesondert zur Punktion dienennen und verwendeten Nadel eine durchgehende axiale Bohrung besitzt, so daß eine gemeinsame Verwendung von Nadel und Trokar ermöglicht ist. Denn der Trokar nach der Erfindung gestattet, die in ihm befindliche Nadel zuvor in die Kaverne einzuführen und sie so lange in ihr zu belassen, daß sie dem nunmehr zur Anwendung kommenden Trokar als Fiihrung, insbesondere zur Einführung dieses in die Kaverne zu dienen vermag, ohne daß die Nadel aus ihrem Einstichloch entfernt werden müßte. Die axiale Bohrung des Trokarkrpers ist erfindungsgemäß durch eine oder mehrere radiale Bohrungen des Dornes mit je einer äußeren, in den bekannten Hohlraum zwischen Trokarkörper und Hülse mündenden Längsnute verbunden. Ferner ist erfindungsgemäß der Trokarkörper mit der Hülse lösbar luftdicht verbünden, z. B. mittels Bajonettverschlusses.
  • Um die so ermöghchte Benutzung der Nadel und des Trokars in abhängiger Beziehung zu sichern und zu vervollkommnen, ist erfindungsgemäß zum Haltern und Einstellen des Trokars mit der in ihm befindlichen Nadel eine besondere Vorrichtung vorgesehen, welche aus einer an sich bekannten, auf dem Operationstisch befestigbaren Tragsäule mit einem auf ihr in der Höhenrichtung verstellharen, drehbaren und feststellbaren Gleitkopf und einem in letzterem verstellbaren und feststellbaren waagerechten Halten arm für den Trokar besteht. Erfindungsgemäß ist nun einerseits an dem Haltearm vor seinem freien Ende eine verstellbar und feststellbar montierte, nach oben stehende S5<alahaltestange mit einem an ihr ebenfalls einstellbar montierten, der Punktionsnadel als Bewegungsbegrenzer dienenden Skalahaltearm und mit einer an letzterem hängenden Skala angeordnet; anderseits ist das freie Ende des Haltearmes hdhl ausgebildet und in diesem hohlen Ende eine zum Einspannen der Trokarhülse bzw. des Trokars dienende Einspannbülse mittels eines zu ihrer Achse senkrechten Zapfens und Stellschraube einstellbar und feststellbar gelagert, die es ermöglicht, durch Visieren mit der in ihr eingespannten Trokarhülse die Einstichstelle der Punktionsnadel bzw. des Trokars bestimmen und damit gleichzeitig die Achse der Trol;arhülse in die Einstichrichtung der Punktionsnadel bzw. des Trokars einstellen zu können. Der Haltearm besteht aus zwei zwischen der Tragsäule und der Skalahaltestange miteinander durch ein Gelenk verbundenen Teilen, von denen der die Skalahaltestange tragende Teil nach dem Einstellen des Trokars zwecks Durchführung der zur Operation notwendigen Vorarbeiten, z. B.
  • Anästhesie usw., zurückgedreht und nachher wieder genau auf die eingestellte Stelle zurückgestellt werden kann. Zur Fixierung der zwei Teile des Haltearmes einander gegenüber dient eine bekannte auf dem Haltearm über das Gelenk schiebbar gelagerte und dort feststellbare Hülse.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemäßen Trokars und der Vorrichtung zum Halten und Einstellen desselben, und zwar zeigt Fig. I den Trokar und die Haltevorrichtung auf den Operationstisch montiert in Ansicht, Fig. 2 den Trokarkörper im Schnitt, Fig. 3 die Hülse des Trokarkörpers im Schnitt mit dem eingeschobenen Trokar körper, Fig. 4 den Trokardorn in Ansicht in größerem Maßstab, Fig. 5 den Dorn gemäß Fig. 4 im Schnitt und schließlich Fig. 6 die Art der Fixierung der zwei gelenkig verbundenen Teile des Haltearmes in größerem Maßstab.
  • Das erfindungsgemäße Gerät besteht aus dem Trokarkörper I, aus der zu dessen Aufnahme dienenden Hülse 2 und aus der zur Probepunktion und zur Führung des Trokar körpers dienenden Nadel 3. Der Trokarkörper I hat eine durchgehende axiale Bohrung4 zur Aufnahme der Punktionsna.lel 3, welche hei der Punktion zur Führung des Trokarkörpers dient. Am unteren Ende des Trokarkörpers 1 ist der Dorn 5 und am oberen Ende desselben der kegelförmige Kopfteil 6 ausgebildet, der zur Handhabung des Trokars zwei Handgriffe 7 hat. Der Trokar körper I ist an seinem zwischen dem Kopfteil 6 und dem Dorn 5 befindlichen Teil dünner gemacht. Der Dorn 5 hat zwei radiale Bohrungen 8, welche die axiale Bohrung 4 des Trolçarkörpers mit den außen an dem Dorn 5 von den Bohrungen 8 in der Längsrichtung nach oben laufenden Nuten 9 verbinden. Die Hülse 2 mittels des Bajonettverschlusses 13, stück 1 1 mit kegelförmiger AlündungIo und darunter die Ausleitungsröhre 12. Bei in die Hülse 2 eingesetztem Trokarkörper I ist dessen Kopfteil 6 mit dem Kopfteil 1 1 der Hülse 2 mittels des Bajonettverschlusses 13, 14 lösbar und luftdicht verbunden. Das un tere Ende der Hülse umschließt aber luftdicht den zylindrischen Teil des Dornes 5 des Trokarkörpers (Fig. 3). So ist zwischen dem dünneren Teil des Trokarkörp.rs I und der Hülse 2 der geschlossene Hohlraum 15 gebildet, welcher die radialen Bolrnngen 8 des Dornes 5 mit der .Nusleitungsröhre z2 der Hülse verbindet. Die zur Probepunktion und zur Führung des Trokarkörpers dienende Nadel 3 hat an' ihrem oberen Ende ein zugleich als Anschlag dienendes Schlauch- oder Spritzenanschlußorgan I6.
  • Die zum Halten und zum Einstellen des erfindungsgemäßen Trokars während des G.-brauchs dienende, ebenfalls den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung besteht aus der mittels der Schraubenklemme I8 auf dem Operationstisch 17 befestigljaren- Tragsäule 19, aus dem auf dieser in der Höhenrichtung verstellbaren, drehbaren und feststellbare Gleitkopf 20, aus dem in diesem verstellbaren und feststellbaren waagerechteil Halteanh 21, für den Trokar oder dessen Hülse, ferner aus der auf diesem Haltearm vor dessen freiem Ende verstellbar und feststellbar montierten, nach oben stehenden Skalahaltestange 22 und aus dem auf diese ebenfalls einstellbar montierten Skalahaltearm23, an welchem die Skala 24 hängt.
  • Der Haltearm 21 besteht aus zwei zwischen der Tragsäule 19 und der Skalahaltestange 22 durch das Gelenk 25 miteinander verbundenen Teilen, von denen der die Skalahaltestange 22 tragende Teil um das Gelenk 25 in der Pfeilrichtung (Fig. I) zurückgedreht werden kann.
  • In dem freien hohlen Ende des zurückdrehbaren Teils ist die Einspannhülse 26 für den Trokar bzw. dessen Hülse mittels des Zapofens 27 einstellbar und mit der Schraube 28 feststellbar gelagert. Die Hülse 2 des Trokars ist in der Einspannhüls,e26 verstellbar und mit der Schraube 29 feststellbar. ß Zur Verh inderung eines unbeabs ichtigen Zurüclçdrehens des freien Teiles des Armes 21 dient die auf dem Haltearm 21 verschiebbare und mittels Stellschraube 30 feststellbare Hülse 3I, welche zu diesem Zweck über das Gelenk 25 geschoben und dort festges!tellt wird (Fig. 6).
  • Die Gebrauchsweise des erfindungsgemäßen Trokars und der dazugehörigen Haltevorrichtung ist folgende: zur Feststellung der Stelle der Kaverne bzw. der genauen Stelle des Eindringens der Nadel 3 bzw. des Trokars wird die Hülse 2 in die Einspannhülse 26 des Armes 21 eingespannt unid so eingestellt, daß sich der kleine Ring ihrer Projektion genau in der Mitte der mittels Röntgendurchleuchtung sichtbar gemachten Kaverne a befinde. Nachdem dies geschehen ist, wird die Hülse 2 festgestellt und der Trokarkörper I in die Hülse 2 und die Nadel 3 in die Bohrung 4 des Trokarkörpess eingesetzt, so daß der Dorn 5 des Trokarkörpers und die Spitze der Nadel 3 unmittelbar über den Brustlçorb b gelangt. Hiernach wird durch Tomographie oder seitliche Aufnahme die Tiefe c der Kaverne a festgestellt und die S'kalahaltestange-23 auf der Stange 22 dieser Tiefe c entsprecbend tiefer gestellt. Durch diese Einstellung der Stange 23 befindet sich das untere Ende der Skala 24 in einer solchen Entfernung unter dem oberen Ende des Trokarkörpers I, welche um so viel größer ist,.als die festgestellte Kavernentiefe c, daß wenn der Trokar körper in die Kaverne eingeführt wird, dieser dann die Spitze der Nadel überschreitet. Nach dieser Einstellung wird der festgelegte Trokarkörper zwecks Gefühllosmachung (Anästllesie) usw. zurückgeschwenkt, nachher an genau dieser Stelle festgelegt. Darauf wird die Nadel vorsichtig eingestochen, solange die Haltestange 23 dies zuläßt. Nun werden durch Lösen der Schraube 29 die Hülse 2 und der darin befindliche Trokarkörper I in der Einspannhülse 26 frei gemacht und auf der Nadel 3 geführt, so weit in die Kaverne gedriickt, bis das obere Ende des Trokarkörpers das untere Ende der Skala 24 erreicht. Dann gelangt die Spitze der Nadel 3 über die Bohrungen 8, so daß jetzt das Innere der Kaverne durch die Bohrungen 4 und 8 des Trokarkörpers und den Hohlraum 15 mit der Ausl'eitungsröhre 12 in Verbindung gelangt. durch einen mit der Röhre 12 verbundenen Njlanometer kann der in der Kaverne herrschende Druck in bekannter Weise gemessen werden.
  • Jetzt bleibt im weiteren nur die Einfiihrung des Katheters in die Kaverne übrig. Zu diesem Zweck werden die Nadel 3 und der Trokarkörper I aus der Hülse 2 bzw. aus der Kaverne entfernt und durch die Hülse 2 wird der Katheter unbehindert in die Kaverne eingeführt. Nachdem dies geschehen ist, wird die Hülse 2 aus der Einspannbülse 26 herausgezogen und entfernt, der vordere Teil des Armes 21 zurückgedreht und der Katheter in bekannter Weise festgelegt. Vorzugsweise wird ein Katheter verwendet, der zwecks leichter Einführbarkeit ein gekrümmtes Ende hat.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Trokar, bestehend aus einem Trokarkörper mit abgesetztem Dorn und einer zur Aufnahme- des Trokarkörpers dienenden Hülse, dadurch gekennzeichnet, daß zur Lungenkavernenpunktion der Trokarkörper zur Aufnahme einer zur Punktion dienenden Nadel eine durchgehende axiale Bohrung besitzt.
  2. 2. Trokar nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (5) des Trokarkörpers (I) eine oder mehrere radiale Bohrungen (8) hat, welche die axiale Bohrung (4) des Trokarkörpers (I) mit einer oder mehreren am Dorn (5) von der Bohrung (Bohrungen) (8) nach oben laufenden, in den Hohlraum (I5) zwischen Trokarkörper (I) und Hülse (2) mündenden Nuten (g) verbinden.
  3. 3. Trokar nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Trokarkörper (I) mit seiner Hülse (2) mittels Bajonettverschlusses (I3, I4) lösbar und luftdicht verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung zuin Halten und Einstellen des Trokars nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, bestehend aus einer auf dem Operationstisch befestigbaren Tragsäule, einem auf ihr in der Höhenrichtung verstelLbaren, drehbaren und feststellbaren Gleitkopf aus einen in letzterem verstellbaren und feststellbaren, waagerechten Haltearm für den Trokar, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Trokarhaltearmes (71) hohl ist und in diesem hohlen Ende eine zum Einspannen der Trokarhülse (2) bzw. des Trokars dienende Einspannhiilse (26) mittels eines zu ihrer Achse senkrechten Zapfens (27) einstellbar und mittels einer Stellschrauib!e (28) feststellbar gelagert ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine an dem Haltearm (21) vor seinem freien Ende verstellbar angebrachte, nach oben ragende Skalahaltestange (22) sowie durch einen an dieser ebenfalls einstellbar angebrachten, der Punktionsnadel (3) als Bewegungsbegrenzer dienenden Skalahaltearm (23) und eine an diesem Arm (23) hangende Skala (24).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (2I) aus zwei zwischen der Tragsäule (I9) und der Skalahaltestange (22) miteinander durch ein Gelenk (25) verbundenen Teilen besteht, von denen der die Skalahaltestange (22) tragende Teil zurückdrehbar und mittels einer über das Gelenk (25) schiebbaren und dort feststellbaren Hülse (3I) gegen unbeabsichtige Rückdrehung sicherbar ist.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckscllriftell in Betracht gezogen worden: Äskulap-Musterbuch der A.-G. für Feinmechanik vorm. Jetter & Scheerer, Tuttlingen,
  7. 7.Auflage (I926 S.5II bis 5I7; deutsche Patentschrift .... Nr. 370,37; österreichische Patentschriften Nr. J54 OI2 und 6I 026.
DEK163737D 1941-02-15 1942-02-21 Trokar zur Lungendavernenpunktion und Vorrichtung zum Halten und Einstellen desselben Expired DE746596C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034322B (de) * 1957-03-28 1958-07-17 Dr Med Werner Karwath Sternalpunktionsvorrichtung
FR2654609A1 (fr) * 1989-11-22 1991-05-24 Landos Applic Orthopediques Fs Guide-support pour aiguille a biopsie.

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AT61026B (de) * 1912-04-17 1913-09-10 Vincenz Lechner Zusammenlegbare Tragbahre.
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AT154012B (de) * 1933-02-06 1938-08-10 Hans Vogt Verlustarme Induktionsspule mit ferromagnetischem Kern für Rundfunkempfänger.

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