DE747041C - Gas- oder dampfgefuelltes elektrisches Entladungsgefaess - Google Patents

Gas- oder dampfgefuelltes elektrisches Entladungsgefaess

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DE747041C
DE747041C DES128565D DES0128565D DE747041C DE 747041 C DE747041 C DE 747041C DE S128565 D DES128565 D DE S128565D DE S0128565 D DES0128565 D DE S0128565D DE 747041 C DE747041 C DE 747041C
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DE
Germany
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anode
discharge
vessel
cathode
control electrode
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Expired
Application number
DES128565D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Wilhelm Bertelsmann
Herbert Pietsch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Application granted granted Critical
Publication of DE747041C publication Critical patent/DE747041C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/50Thermionic-cathode tubes
    • H01J17/52Thermionic-cathode tubes with one cathode and one anode
    • H01J17/54Thermionic-cathode tubes with one cathode and one anode having one or more control electrodes
    • H01J17/56Thermionic-cathode tubes with one cathode and one anode having one or more control electrodes for preventing and then permitting ignition, but thereafter having no control

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Description

  • Gas- oder dampfgefülltes elektrisches Entladungsgefäß Die Erfindung betrifft ein gas- oder ,dampfgefülltes Entladungsgefäß, welches für Steuerzwecke verwendet wird. Ein steuerbares Gasentladungsgefäß besteht beispielsweise aus einer Anode, einer Kathode und einem zwischen diesen beiden Elektroden. in irgendeiner Art angeordneten Gitter. Legt man an dieses Gitter ein negatives Potential, dann läßt sich in der positiven Halbwelle der Durchgang der Entladung so lange sperren, bis die Spannung an den Elektroden -eine bestimmte gewünschte Größe erreicht hat. Auf diese Weise ist es möglich, verschieden große Teile der positiven Halbwelle auszunutzen und die mittlere Stromstärke des durch ,das Entladungsrohr tretenden Stromes zü ver-° ändern. Von großer Bedeutung für das Arbeiten solcher Entladungsröhren ist die Verhinderung des Durchganges von Entladungen in unerwünschter Richtung. Durch passende Wahl der Elektrodenabstände, Anordnung von Schirmen und ähnliche Maßnahmen lässen sich diese Schwierigkeiten ausreichend beherrschen. Ebenso wesentlich aber wie die Verhinderung der sogernannten Rückzündungen i!s,t es, dafür zu sorgen, daß auch in der Durchlaß@phase, also während der positiven Halbwelle des Wechselstromes, die Entladung nicht frühzeitig einsetzt, d. h. also, daß die Zündung tatsächlich, zu dem gewünschten Augenblick erfolgt. Es müssen also sämtliche Einflüsse ausgeschaltet werden,. welche .die 6Virkung des Gitters, dessen negative Spannung ja für den Zeitpunkt des Zündeinsatzes bestimmend sein soll, in unerwünschter Weise beeinflussen. Derartige Einflüsse werden beispielsweise durch Ladungsträger geäußert, welche irgendwie aus dem Raum der hn allgemeinen mit Schirmen versehenen Kathode nach außen gelangen und den Weg zur Anode bzw. zu ihren Zuführungen finden. Um .dies zu verhindern, hat man bei bekannten Röhren die Kathode so eingekapselt, daß keine Elektronen von ihr auf unerwünschten Bahnen, d.li. auf solchen Bahnen, auf welchen die Sperrwirkung des Steuergitters nicht mehr wirksam ist, zur Anode gelangen können. Ferner hat man Steuerelektroden ausgebildet, welche nicht nur die gesamte Entladungsbahn, sondern auch die Anode und Kathode ganz umfassen. So ist es z. B. bekannt, die Anode in einem verengten Gefäßteil unterzubringen, der in Form einer Haube an das l?ntladungsgefiiß angesetzt ist und eine zylindrische Steuerelektrode vorzusehen, die bis zur Haube reicht oder in diese hineinragt und die Anode umgibt. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß die von der Anode erzeugte Wärme infolge der Schirmwirkung der die Anode umgebenden Steuerelektrode nur schlecht nach außen abgegeben wird. Es besteht die Gefahr, daß durch die Anodenwärme das Steuergitter stark erwärmt und thermische Elektronenemission des Gitters verursacht wird. Es ist ferner belc.annt, bei einern:0uecksilberdampfentlarAungsgefäß mit Anodenarmen jeder Anode ein Schachtgitter vorzulagern, das mit einem die Anode zum großen Teil um-IrVhenden Fortsatz versehen ist. Der übrige Teil der Anode ist mit einem Netz umgeben, tun ein Durchbrennen der Entladung zwischen der Wand des Anodenarmes und dein Schachtgitter, zwischen welchen aus konstruktiven Gründen ein nicht zu kleiner Abstand sein darf, zu verhindern. Durch diese Art der Anordnung wird die `Vä rineabstrahl,ung von der Anode stark beeintriichtigt, so d.aß die Anodenwärme das Gitter aufheizt. D#eses Schachtgitter nimmt überdies selbst auch noch viel Wärme aus der Entladung auf.
  • Bei einer anderen b#-kannten Röhre ist das Steuergitter in .Form eines Blechkörpers ausgebildet,nder die Entladung umschließt und mit einem iiirigebördelten Ende in eine Ansatzhaube des Gefäßes hineinragt. Diesem Ende gegeniiher ist die Anode angebracht. Die Steuerelektrode hat einen verhältnismäßig langgestreckten verengten Teil, .der aus der Entladung viel Wärme aufnimmt. Die Wärmeabstrahlung von diesem Teil der Steuerelektrode, der sich nahe an der Anode befindet, wird außerdem -noch durch das umgebördelte Ende der Elektrode zum Teil verhindert. Die Wärin.eabfuhr ist also nur imvollkommen. Im übrigen ist die Anordnung der Anode und der Steuerelektrode gegeneinander bei der bekannten Röhre eine derartige, daß der eigentliche Entladungsraum nur unvollkommen gegen störende Außenfelder abgeschirmt ist. Ferner kann zwischen Anode und Gitter verhältnismäßig leicht eine Glimmentladung auftreten, wodurch die Sperrsicherheit der Röhre beeinträchtigt wird.
  • Die Nachteile der bekannten Bauarten werden durch die Röhre nach der Erfindung beseitigt. Erfindungsgemäß hat bei einem gas-oder dampfgefüllten 'Entlad.ungsgefiiß finit einer oder mehreren Steuerelektroden, von denen eine wenigstens den an der Anode liegenden Teil der Entladungsbahn zylindrisch umhüllt und einen blechförrni.gen quer zur Entladungsbahn stehenden Teil mit einer Durchtrittsöffnung für die Entladung hat, und mit einem verengten Gefiißtei.l in Form einer an das Gefäß angesetzten l Haube, in der die Anode untergebracht ist und in die das Ende der zvlindrischen Steuerelektrode zwischen Anode und Gefäßwand hineinragt, die Anode Seitenflächen, d:e eine erhebliche Länge haben, und erstreckt sich die zylindrische @teuerelehtr@de nur über den kleineren Teil dieser Lange zwischen Anode und Haubenwanrl mit einest solchen Abstand voll Haubenwand und Anadenseitenfliiclie, dali durch die Zwischenräume zwischen Anode und Steuerelektro cle einerseits und Steuerelektrode und Haubenwand and'erei-seits keine Entladung hin-durchtreten kann. Dadurch erreicht man gleichzeitig mehrere V örteile. hs hat sich gezeigt, daß nicht allein die von der Kathode ausgehenden Elektronen die Ursache von Entladungen sein können, welche das Steuergitter -in seiner Wirksamkeit ungünstig beeinflussen und ihm gegebenenfalls seine Sperrwirkung überhaupt nehmen, sondern dal.i auch außerdem noch zwischen anderen Teilen finit Kathoden- und Gitterpotential und solchen Metallteilen der Röhre, welche Anodenpotential besitzen, vielfach eine Glimmentladung auftritt. Werden die Maßnahmen nach der Erfindung nicht getroffen, dann kann diese Glimmentladung die Steuerelektrode umgehen und ungehindert von den erwähnten Teilen, i die sich auf Kathodenpotential befinden, oder auch vom Gitter selbst, zur Anode oder deren Halterungen übergehen. Durch die erfinJungsgemäße Bemessung der einzelnen Abstände und Spaltbreiten wird dies verhindert. Ztt- i gleich aber gewinnt man .den groben Vorteil, daß die nunmehr auf dem größten Teil ihrer Oberfläche nicht von Schirmen umgebene Anode die Wärme, welche in ihr durch die Entladung erzeugt wird, ungehindert abstrahlen kann. Das Steuergitter braucht die Anode nur zum geringen Teil zu überd.elcen, und zwar nur soweit, daß .aus der Entladungsbahn keine Ladungsträger an die Wand gehen und dort Wandladungen bilden können. Auch .die Wandladungen wären imstande, -die Vorgänge in .der Röhre, insbesondere den Steuervorgang, in undeftnierter Weise zu beeinflussen.
  • Neben diesen entladungstechnischen Vorteilen ist die Röhre auch noch durch ihren einfachen symmetrischen Aufbau aus einzelnen zylindrischen -Elementen wertvoll, da durch ihn neben den geringen Herstellungsschwierigkeiten auch noch die Möglichkeit einer sehr genauen justierung des Elektrodensystems gegeben ist.
  • In der Figur. ist ein nach der Erfindung aufgebautes Entladungsgefäß dargestellt. Die Gefäßwand i umschließt ein Elektrodensystem, welches aus einer Kathode a, zwei Gittern 3 und 4 und einer Anode 5 besteht. Das Gitter q. ist im Innern mit einer Ansatzfläche 6 versehen, welche in die Entladungsbahn ragt und nur eine Öffnung von bestimmter Größe für den Durchtritt der Entladung frei läßt. Die Kathode wird von den gleichzeitig zur Stromzuführung dienenden Stäben 7 und 8, .das Gitter durch die Stützen 9 und io gehalten, welche sämtlich. in -den Quetschfuß i i eingeschmolzen sind. Die Anodenzuleitung, welche zum größten Teil durch Glas abgedeckt ist, ist mit 1-z beze'chnet. Zwischen dem eingezogenen Teil 13 der Glaswand (=Gefäßhaube) und dem Gitter 4 befindet sich der Spalt iq., zwischen -dem Gitter 4 und der Anode 5 der Spalt 15. Diese Spalte werden so bemessen, daß durch. sie keine Entladung vom unteren in .den oberen Teil der Röhre übergeht, daß sich also auch d'e erwähnte Glimmentladung nicht ausbilden kann. Wie groß die Weite der Spalte gewählt werden kann, hängt natürlich von dem im Gefäß herrschenden Gas- oder Dampfdruck ab.
  • Man erkennt auch aus der Figur, d.aß nur ein so geringer Teil der Anode durch das-Gitter d. abgeschirmt wird., daß die Wärmestrahlung von ;der Anode aus praktisch nicht verhindert wird. Die: Steuerelektro.de q. umschließt bei dem dargestellten Beispiel die Entladungsbahn völlig und umgibt auch die Kathode. Um zwecks Unterstützung der durch die vorher angegebenen Maßnahmen angestrebten Wirkung auch den Austritt von Glühelektroden aus dem unteren Teildes. Kathodenraumes zu verhindern., kann man die Kathode bis auf die dem Entladungsraum gegenüberstehende Seite vollständig durch Schirme einkapseln. Bei der in der Figur dargestellten Röhre läßt sich dies ;dadurch erreichen, daß noch ein vorzugsweise platteng förmiger Schirm 17 angebracht wird. Dieser Schirm schließt einerseits den Kathodenraum nach unten hin ab, andererseits verhindertet zusätzlich zu den anderen bei der Röhre nach der Erfindung getroffenen Maßnahmen den Übergang einer Glimmentladung bei .den Stromzuführungs- und -halteteilen der Kathode und der Steuerelektroden zu dem auf Anodenpotential befindlichen Röhrenteil.
  • Die Röhre nach der Erfindung löst also die« Frage der Sicherung gegen unerwünschte Beeinflussung der Steuerwirkung bei gasgefüllten Röhren durch unerwünschte Entladungen in einfacher und verläßlicher Weise. Der Aufbau der Röhre muß nicht unbedingt in .der Weise erfolgen, wie er durch die Figur veranschaulicht wird. Es sind vielmehr vom Grundgedanken der Erfindung ausgehend auch noch andere Bauarten möglich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.
  2. Gas- oder dampfgefülltes elektrisches Entladungsgefäß mit einer oder mehr Steuerelektroden, von denen eine wenigstens den an der Anode liegenden Teil der Entladungsbahn zylindrisch umhüllt und einen blechförmigen quer zur Entladungsbahn stehenden Teil mit einer Durchtrittsöffnung für die Entladung hat, und mit einem verengten Gefäßteil in Form einer an das Gefäß angesetzten Haube, in der ,die Anode untergebracht ist und in die das Ende der zylindrischen Steuerelektrode zwischen Anode und Gefäßwand hineinragt, .dadurch gekennzeichnet, daß die Anode Seitenflächen hat, die eine erhebliche Länge haben, und die zylindrische Steuerelektrode sich nur über den kleineren Teil dieser Länge zwischen Anode und Haubenwand erstreckt mit einem solchen Abstand von Haubenwand und Anodenseitenfläche, .daß durch die Zwischenräume zwischen Anode und Steuerelektrode einerseits und Steuerelektrode und Haubenwand anderseits keine Entladung hin-.durchtreten kann. a. Entladungsgefäß. nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode bis. auf die dem Entladungsraum gegenüberstehende Seite vollständig durch Schirme ist.
  3. 3. Entladungsgefäß näch Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführungs- und Haltedrähte der Kathode und der Gitter durch einen vorzugsweise plattenförmigen Schirm gegen die übrigen Teile .des Entladungsgefäßes abgeschirmt sind. q.. Entladungsgefäß .nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der plattenförmige Schirm gleichzeitig als unterer Abschluß des Kathodenraumes dient. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: schweizerische Patentschriften 1 r. 187 810, i 8o 184; französische Patentschriften - S1)6.107, 787452-
DES128565D 1937-08-26 1937-08-26 Gas- oder dampfgefuelltes elektrisches Entladungsgefaess Expired DE747041C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH180184A (de) * 1933-12-29 1935-10-15 Aeg Gittergesteuertes Entladungsgefäss mit Gas- oder Dampffüllung und Lichtbogen- oder lichtbogenartiger Entladung.
CH187810A (de) * 1935-04-15 1936-11-30 Philips Nv Ionengleichrichterröhre mit aus Isolierstoff hergestelltem Entladungsgefäss und an dieses Gefäss angesetzten Anodenarmen.
FR806407A (fr) * 1935-05-23 1936-12-16 Philips Nv Tube redresseur ionique à commande par grille et à cathode à incandescence activée

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH180184A (de) * 1933-12-29 1935-10-15 Aeg Gittergesteuertes Entladungsgefäss mit Gas- oder Dampffüllung und Lichtbogen- oder lichtbogenartiger Entladung.
CH187810A (de) * 1935-04-15 1936-11-30 Philips Nv Ionengleichrichterröhre mit aus Isolierstoff hergestelltem Entladungsgefäss und an dieses Gefäss angesetzten Anodenarmen.
FR806407A (fr) * 1935-05-23 1936-12-16 Philips Nv Tube redresseur ionique à commande par grille et à cathode à incandescence activée

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