DE747982C - Verfahren zur Herstellung von metallischem Chrom aus Chromchlorid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von metallischem Chrom aus ChromchloridInfo
- Publication number
- DE747982C DE747982C DEI63594D DEI0063594D DE747982C DE 747982 C DE747982 C DE 747982C DE I63594 D DEI63594 D DE I63594D DE I0063594 D DEI0063594 D DE I0063594D DE 747982 C DE747982 C DE 747982C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chromium
- chloride
- production
- reduction
- hydrogen
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B34/00—Obtaining refractory metals
- C22B34/30—Obtaining chromium, molybdenum or tungsten
- C22B34/32—Obtaining chromium
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von metallischem Chrom aus Chromchlorid Es ist bekannt, daß Chromchlorid mit Wasserstoff bei gewöhnlichem Druck zu metallischem Chrom reduziert werden kann. Bei Durchführung dieses Verfahrens ist es notwendig, daß man den im Reaktionsraum sehr niedrig hält, um :eine Einwirkung -der entstehenden Salzsäure auf das gebildete Chrom und damit eine Rückbildung von Chromchlorid zu verhindern. Ferner ist zwecks einwandfreier Durchführung des Verfahrens der Wasserstoff vor der Anwendung einer sorgfältigen, sehr umständlichen Reinigung zu unterziehen, weil sich Verunreinigungen, insbesondere Sauerstoff, sehr störend bemerkbar machen. Beim Vorhandensein von Sauerstoff, selbst in Spuren, im Wasserstoff tritt nämlich eine teilweise Oxydation des gebildeten Metalls ,und weiterhin des Chromchlorids zu Oxychlorid ein. Die Reduktion dieser beiden Oxydationsprodukte würde aber die Anwendung so hoher Temperaturen erfordern, daß ein erheblicher Verlust an Chromchlorid durch Verflüchtigung nicht zu vermeiden wäre.
- Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das auf einfachem Wege und unter Ausschaltung der vorstehend erörterten Nachteile die Herstellung von Chrommetall ermöglicht. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Reduktion von Chromchlorid, in dem das Chrom zweckmäßig in der zweiwertigen Form vorliegt, zu metallischem Chrom mit Wasserstoff als Reduktionsmittel dann einwandfrei und ohne nachteilige Nebenreaktionen verläuft, wenn die Reduktion unter stark vermindertem Druck durchgeführt wird.
Dabei ergibt sich der Vorteil, daß die rasche Entfernung des entstehenden Chlor- wasserstoffs aus der Reaktionszone schon beim Überleiten von verhältnismäßig gerin- gen Men-en des zur Reduktion benötigten Wasserstoffes erfolgt, während andererseits der Satierstoii-Partialdruck in der Ofen- atmosphäre ohne vorherige Reinigung des Wasserstoffes so gering ist, daß eine Oxyda- tion von Chromchlorid bzw. dein daraus redu- zierten Metall praktisch nicht mehr stattfindet. Gemäß Erfindung beträgt der Druck des Wasserstoffes im Reaktionsrauen liifclisten, etwa ioo inin Elg und wird zweckinä ßig zwi- schen ro und 5o nim Hg gehalten. Z@s-echs Erzielung einer ausreichenden Reaktions-e- schwindigkeit wird die Reduktion bei eoo- C übersteigenden, vorzugsweise zwischen cfoo und iooo' C liegenden Temperaturen durch- geführt. Bei den vorzugsweise genannten Tempera- turen findet in kurzer Zeit die Reduktion des Clironi-?-clilorids zu metallischem Chrom statt, ohne daß eine Verdampfung des Chlo- rid: -r_11 bemerken ist. liegt Chroni-3-chlorid als :@usgangsntoff @-or, so ist es zweckmäßig, dieses Erzeugnis zunächst einer Vorreduktion zu Chron1-2- chlorid bei Temperaturen zwischen 300 und 6oo@' C zu unterwerfen, 11a das Trichlorid schon bei 7oo- C einen beträchtlichen Danipf- druck besitzt. Vorteilhaft kann man die Vorreduktion so- fort in dein für die Herstellung des (;hroni- inetal)s vorgesehenen Reaktionsraum vorneh- inen, indem man das aus Chrnintrichlorid be- stehende Einsatzgut allmählich im Wasser- stoffstrom auf die für die Reduktion zu Me- tall vorgesehene Temperatur erhitzt. Beispiele i. In einem finit einer Vakuumpumpe von 6 cbni Stundenleistung verbundenen Vakumil- ofen wird Chrointrichlorid eingesetzt. Der "Zutritt von Wasserstoff in den Reaktions- raum wird durch ein an dein Druckrohr ange- ordneten Reduzierventil in der Weise Ze- regelt, daß in dem Reaktionsraum ein Druck o mm H- herrscht. Durch Zuführung voa 2 von Wärme wird die Temperatur im Innern sie; Ofens innerhalb von 6o 11:iiuteii auf <joa= C erhöht und 30 :Minuten auf dieser "l@c-niperatur -ehalten. Das Chronichlorirl ist nach dieser Zeit zu Metallflittern reeluziert it-@ir@leii, die zii 99,5 °/o aus inetallischeniChi-oin bestehen. =. Clirolll-=-clllorid wird in eine wie in Beispiel r beschriebene Vorrichti11111 einge- ,etzt, jedoch mit der Maßgabe, (1a113; dir Tein- peratur in der Reaktionszone bereits cgoo- C l@etr:ig-t. Nach nin,tündi@er @inwirlcun voll Wa,serstof unter einem Druck voll 3;1111n zig erhält inan ein chlorfreies Chroninietall von oc)"!"iger Reinheit.
Claims (1)
-
PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von metal- lischem Chrom aus Chromchlorid finit Hilfe von strömendem Wasserstoff als Ru- dtiktionsmittel hei 8oo' übersteigenden, zweckmäßig zwischen goo und iooo= lie- genden Temperaturen, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Reduktion unter Ver- inindert,ern, höchstens etwa ioo inin betra- gendem Druck durchgeführt wird. z. Verfahren nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionszone der Wasserstoffdruck zwischen io und ,#o nim gehalten wird. 3. Verfahren nach Anspruch r und =. dadurch gekennzeichnet, daß hei An«-en- dung von Chrorn-3-chlorid als Einsatzstoit eine Vorreduktion den Chlorids zu Chrom- a-chlorid erfolgt. Zur Abgrenzung des _@nme@@@ngsgegen- standes vom Stand der Technik sind ini Er- teilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften , .. 1r13 38o jdi, ;;= 704.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI63594D DE747982C (de) | 1939-01-26 | 1939-01-26 | Verfahren zur Herstellung von metallischem Chrom aus Chromchlorid |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI63594D DE747982C (de) | 1939-01-26 | 1939-01-26 | Verfahren zur Herstellung von metallischem Chrom aus Chromchlorid |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE747982C true DE747982C (de) | 1944-10-23 |
Family
ID=7195937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI63594D Expired DE747982C (de) | 1939-01-26 | 1939-01-26 | Verfahren zur Herstellung von metallischem Chrom aus Chromchlorid |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE747982C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE552704C (de) * | 1928-10-17 | 1932-06-28 | Octave Dony | Verfahren zur Reduktion von Oxyden fluechtiger Metalle, insbesondere von Zinkoxyd, durch direkte Einwirkung von Kohlenoxydgas |
| DE580541C (de) * | 1930-08-16 | 1933-07-12 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Gewinnung von Chrom |
-
1939
- 1939-01-26 DE DEI63594D patent/DE747982C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE552704C (de) * | 1928-10-17 | 1932-06-28 | Octave Dony | Verfahren zur Reduktion von Oxyden fluechtiger Metalle, insbesondere von Zinkoxyd, durch direkte Einwirkung von Kohlenoxydgas |
| DE580541C (de) * | 1930-08-16 | 1933-07-12 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Gewinnung von Chrom |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2042225B2 (de) | Imprägnierlösung zur Verbesserung der Oxydationsbeständigkeit von kohlenstoffhaltigen Körpern | |
| DE893197C (de) | Verfahren zur Anreicherung und Trennung der Elemente Niob und Tantal | |
| DE1935567B2 (de) | Verfahren zur herstellung von calciumkarbid bestimmter qualitaet | |
| DE1226995B (de) | Verfahren zur Herstellung faserigen oder faserhaltigen, kohlenstoffhaltigen Materials | |
| DE632935C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Oberflaechenkohlung von Eisen und Stahl | |
| DE830785C (de) | Verfahren zur Herstellung von Platinkatalysatoren | |
| DE542281C (de) | Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten | |
| DE842950C (de) | Salzbadgruppe aus zwei oder mehr Baedern | |
| DE833088C (de) | Verfahren zur Herstellung von Wechselstromgleichrichtern | |
| DE362390C (de) | Verfahren zur Herstellung von Methan | |
| DE1048896B (de) | Verfahren zur Herstellung von Tetrachlorkohlenstoff | |
| DE749058C (de) | Verfahren zum Herstellen von Druckformwalzen aus Aluminiumlegierungen | |
| DE715952C (de) | Verfahren zur Beeinflussung elastischer Eigenschaften von Werkstuecken aus Zink und seinen Legierungen | |
| DE226867C (de) | ||
| DE535629C (de) | Konzentration von verduennter Salpetersaeure | |
| AT269100B (de) | Verfahren zur Herstellung von α,α-Dichlor-propionitril | |
| AT151955B (de) | Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallen der Eisengruppe und ihrer Legierungen mit Hilfe von Salzschmelzbädern. | |
| DE974625C (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Silizium | |
| AT94785B (de) | Verfahren zur Herstellung beliebig gestalteter Körper aus Kohle. | |
| DE525087C (de) | Verfahren zur Umwandlung von Chromaten in Bichromate | |
| DE656250C (de) | Eisenlegierung mit Kupfer und Wolfram | |
| DE969701C (de) | Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von laenglichen, aus Stahl, Metall oder Metallegierungen bestehenden stab- und rohrfoermigen Werkstuecken | |
| DE489549C (de) | Verfahren zur Azotierung von Karbiden | |
| DE373847C (de) | Verfahren zur Herstellung von basischen Calciumhypochloritverbindungen | |
| DE873838C (de) | Herstellung von Kaliumsulfat aus Kaliumchlorid und Ammonsulfat |