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Röhrenprüfgerät und Gerät mit komplizierten elektrischen Schalterfordernissen
Es ist bereits mehrfach vorgeschlagen worden, komplizierte elektrische Schaltmaßnahmen,
wie sie beispielsweise bei der Prüfung oder Messung von Radioröhren vorkommen, durch
Benutzung von Schaltschablonen zu vereinfachen.
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Eine bekannte Ausführung löst die Aufgabe in der Weise, daß Aussparungen
in der zu jeder Röhre gehörigen Schablone beim Auflegen auf das Gerät aus einer
Vielzahl von Schaltern, Sockeln und Meßinstrumenten nur jene sichtbar und zur Betätigung
frei zugänglich lassen, die zur Messung der der Schablone zugehörigen Röhre notwendig
sind.
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Bei dieser Ausfiihrungsform ist Handbetätigung vorausgesetztl und
diese muß als eine Fehlerquelle angesehen werden. So kann die Herstellung und Lösung
der Stromverbindungen nur in regelloser Reihenfolge ausgeführt werden, wodurch manche
der zu prüfenden Röhren gefährdet sein kann. Die Forderung, die Schließung oder
Lösung der kritischen Stromkreise in bestimmter Reihenfolge ablaufen zu lassen,
ist nicht berücksichtigt.
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Bei einem anderen bekannten Gerät ist die Schablone selbst als Schaltmittel
ausgebildet.
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Eine solche Schablone besteht aus einer Platte, die am Rande mit rechtwinklig
zur Schablonenebene abgebogenen Zacken versehen ist, welche beim Einlegen der Schablone
die zweclimäßig mit Druckstößeln versehenen Kolltakte schalten.
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Bei einem weiteren Gerät wird die Schablone als ein vorbereitendes
Schaltmittel verwendet. Ein Teil eines aus zwei beweglichen Kontaktteilen bestehenden
Schalters wird allein schon durch Auflegen einer Schablone in eine vorbereitende
Arbeitsstellung gebracht oder zur Kontaktgabe mit dem zweiten Kontaktteil
freigegeben.
Die freigegehenen Kontaktteile werden dann in einem besonderen Arbeitsschritt mit
dem zugehörigen anderen Schalterteil zum Kontakt gebracht. Es werden andererseits
die beweglichen Kontaktteile, die an der Kontaktgabe verhindert werden sollen, durch
das Auflegen der Schablone in eine sperrende Stellung gebracht. Die Schablone erfüllt
also noch vor dem eigentlichen Arbeitsschritt alitiv eine Funktion.
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Durch die Sperrstellung der notwendigerweise vielen Kontaktteile entstehen
Federspannungen, die die aufgelegte Schablone nach oben zu drücken versuchen, ganz
besonders dann, wenn beim eigentlichen Xrijeitsschritt die Nocken der Schaltwalze
zusätzlich drücken. Nachlassender Druck auf die Schablone kann die Ursache von Schaltstörungen
sein.
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Es ist ferner ein Prüfgerät mit einer Kontaktbrücke bekannt, das
aus einer feststehenden Platte mit einer Vielzahl von federnd gelagerten Kontaktstiften
und einer beweglichen Platte mit mehreren Kontaktschienen besteht. Die gelochte
Schaltschablone besteht aus Isolierstoff und wird zwischen den beiden I>latten
eingeschoben und mit der beweglichen Platte auf die Kontaktstifte zu bewegt, so
daß in der Endstellung an den gelochten Stellen der Schablone die Kontaktstifte
mit den Kontaktschienen in Berührung kommen und an allen anderen Stellen die Schablone
als isolierende Zwischenlage zwischen den Kontaktteilen der beiden Platten eine
Kontaktgabe verhindert.
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Die Ernndung löst die Aufgabe in einer neuen ÄVeise, dadurch, daß
von den für jeden Schaltweg vorgesehenen zxvei Kontaktteilen einer oder beide beweglich
angeordnet sind und die an der Schaltbewegung nicht teilnehmende und auch- nicht
als isolierende Zwischenlage zur Trennung zweier zugehörigen Kontaktteile dienende
Schablone nur mit ihrer für die Schaltung maßgebenden Profilierung so in dem Schaltweg
dieser bejeglichen Kontaktteile liegt, daß bei dem eigentlichen Schaltsclll-itt
durch die Belvegong aller beweglich angeordneten Kontakt teile die Sontalitgttl)e
zwischen den zwei zugehörigen Kontaktteilen je nach dem von der Schablone freigegebenen
oder begrenzten ÄVeg erfolgt oder verliiiidert ist.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erklärt. Zur Verwendung
kommen vorteilhaft Schablonen mit Ausschnitten längs der Schablonenkante, wie Abb.
1 sie zeigt.
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Derartige Schablonen ermöglichen einen günstigen Aufbau der Schaltergruppii.
und deshalb sei ein Rölirenprüfgerät dieser Art beschieben Die Schablone s(Abb.I)
wird auf die Schablonenplatte p aufgelegt. Die richtige Lage der Schablone ist durch
Lagemarken auf der Platte gesichert. Längs einer oder mehreren Schablonenkanten
sind die Schaltorganeg in entsprechender Zahl für die meßtechnischen Erfordernisse
vorgesehen. Durch die Schablone werden die für eine zu prüfende Röhre zu schaltenden
Stromkreise ausgewählt. Die Schaltorgane o bestehen aus je einer Feder j1s i2 ...
und einem zugehörigen Kontaktteil k1, k2 ... oder anderen sinngemäß ausgebildeten
Schalterteilen. Alle Schaltfedern werden durch Schaltleisten l, die ebenfalls längs
der Schablonenkante angebracht sind, unter Federspannung so zurückgehalten, wie
Abb. 1 es zeigt. In dieser Ruhestellung gestatten die Schaltleisten 1 das Auflegen
der Schablone. Erfindungsgemäß bereitet die Schablone die Schaltmaßnahmen nur indirekt
vor und verhält sich während dieser Vorbereitung passiv. Sie kommt dabei mit keiner
Schaltfeder in Berührung, schafft dadurch große Sicherheit für den Bedienenden.
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Man kann beliebig viele Schablonen abwechselnd nacheinander auflegen,
ohne daß eine direkte Funktion dadurch ausgelöst wird.
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Die Schaltleisten I sind mit einem Haupt schalthebel gekoppelt. ÄVird
dieser betätigt, so bewegen sich die Schaltleisten I so weit in lt chtung der Schablone
(Al)h. 2), daß sie die \orsprünge und Ausschnitte in der Schablonenkante überdecken,
wodurch der Vorteil erreicht ist, daß die Schablone jetzt in ihrer Lage verriegelt
ist. Die Verriegelung wird erst wieder aufgehoben, wenn die Schaltleiste in ihre
Ruhestellung zurückgeführt wird und dadurch alle während einer Messung hergestellten
Stromverbindungen wieder gelist sind. Durch die Bewegung der Schaltleisten 1 in
die Verriegelungsstellung werden die unter Federspannung stehenden Federn Ii. 72
. . . freigegel>en und diese bewegen sich in Richtung der Schablone und führen
dabei federnd nach Maßgabe der Profilierung der Schablone die ausgewählten Schaltioeweglingeil
aus. Die Schaltfeder J1 bewegt sich in den Ausschnitt der Schablone, erreicht den
Kontakt k1 und stellt eine Stromverbindung für die Röhre her. Alle Schaltfedern,
die in Schablonenausschnitte fallen, schließen Stromkreise der Röhre. Die Schaltfedern
jedoch, deneii Vorsprünge der Schablonenkante gegenüberstehen, sind in ihrer Bewegung
begrenzt und können die Gegenkontakte nicht erreichen, wie 1-2 und k. Die Stromkreise
bleiben hier also offen. Alle Kontaktfedern befinden sich in der Ruhestellung in
einiger Entfernung von der Schablonenkante und werden beim eigentlichen Schaltschritt
zweckentsprechend gesteuert, derart, daß durch die Bewegung aller beweglich angeordneten
Kontaktteile
die Kontaktgabe zwischen den zwei zugehörigen Kontaktteilen
je nach dem von der Schablone freigegebenen oder begrenzten Weg erfolgt oder verhindert
ist.
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Nach durchgeführter Messung oder Prüfung einer Röhre wird der Hauptschalthebel
zurückgestellt, und durch ihn bewegen sich die Schaltleisten t von der Schablonenkante
weg in ihre Ruhelage, die in Abb. 1 dargestellt ist. Dadurch werden sämtliche während
einer Messung hergestellten Verbindungen gelöst, und gleichzeitig wird die Schablone
zwangsläufig zur Abnahme frei.
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Auch andere als in Abb. 1 dargestellte Schablonen können im Sinne
der Erfindung Verwendung finden, wenn die Schaltorgane so ausgebildet werden, daß
Teile dieser in die Schablonenausschnitte hinein oder gegen die -sperrenden Schablonenvorsprünge
bewegt werden. Abb. 3 und 4 zeigen weitere einfache Bauformen schematisch.
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Bei dem ausführlich beschriebenen Prüfgerät ist die Funktion der
Schablone die, daß die Schaltfedernfi ( bb. 2) dann schalten. wenn sie in die Ausschnitte
der Schablone einfallen können, und nicht schalten (Schaltfedern 72, Abb. 2), wenn
sie gegen das sperrende Scfrablonenmatenal stoßen. Es ist jedoch auch eine Umkehrung
möglich. Baut man die Schalterteile z. B. so, wie Abb. 5 sie zeigt, so wird der
Kontakt dann geschlossen, wenn die Schalterteile gegen sperrende Teile der Schablonenkant&
gedrückt werden, nicht aber dann, wenn der Ausschnitt in der Schablone wegen seiner
größeren Tiefe keinen Widerstand entgegensetzt.
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Die beschriebenen Schaltorgane in Abb. I und 2 bewegen sich durch
eigene Federkraft der Schalterteilet3, 72 gegen die Schablone.
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Dasselbe kann auch durch Übertragung einer Bewegung, z. B. Drehbewegung,
Zug oder Druck, auf die Schalterteile erreicht werden, wie in Abb. 3 und 5 dargestellt
ist.
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Durch entsprechende Teilung der den Kontaktschluß endgültig herstellenden
Organe, im beschriebenen Beispiel der Sehaltleisten, kann ein zeitlich verschiedener
Einsatz der Schaltarbeit erreicht werden. Ist z. B. die Schaltleiste für die Gitterspannung
unterteilt, so kann durch stufenweisen Arbeitseinsatz der Schaltleistenteile nacheinander
verschiedene Gitterspannung an die Röhre gelegt werden, um beispielsweise die Röhrenkennlinie
mit einer Schablone aufnehmen zu können. Somit kann man eine Röhre verschiedenen
Meßbedingungen unter Verwendung derselben Schablone unterwerfen.
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PATENTAN SPRSCHE: I. Röhrenprüfgerät und Gerät mit komplizierten
elektrischen Schalterfordernissen, deren zur Ausführung der gewünschten Schaltwege
benötigten Kontaktefdurch Schaltschablonen ausgewählt und zur Kontaktgabe freigegeben
werden, dadurch gekennzeichnet, daß von den für jeden Schaltweg vorgesehenen zwei
Kontaktteilen einer oder beide beweglich angeordnet sind und die an der Schaltbewegung
nicht teilnehmende und auch nicht als isolierende Zwischenlage zur Trennung zweier
zugehöriger Kontaktteile dienende Schablone nur mit ihrer für die Schaltung maßgebenden
Profilierung so in dem Schaltweg dieser beweglichen Kontaktteile liegt, daß bei
dem eigentlichen Schaltschritt durch die Bewegung aller beweglich angeordneten Kontaktteile
die Kontaktgabe zwischen den zwei zugehörigen Kontaktteilen je nach dem von der
Schablone freigegebenen oder begrenzten Weg erfolgt oder verhindert ist.