DE752586C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Fasern mit verminderter Quellbarkeit und guter Schlingfestigkeit nach dem Viskoseverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Fasern mit verminderter Quellbarkeit und guter Schlingfestigkeit nach dem Viskoseverfahren

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DE752586C
DE752586C DEP83227D DEP0083227D DE752586C DE 752586 C DE752586 C DE 752586C DE P83227 D DEP83227 D DE P83227D DE P0083227 D DEP0083227 D DE P0083227D DE 752586 C DE752586 C DE 752586C
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viscose
formaldehyde
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Hugo Dr Koch
Josef Koenig
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HIRSCHBERG
KURMAERKISCHE ZELLWOLLE und ZE
KURMAERKISCHE ZELLWOLLE und ZELLULOSE AG
SIEGBURG
WITTENBERGE
ZELLULOSE AG KUESTRIN
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HIRSCHBERG
KURMAERKISCHE ZELLWOLLE und ZE
KURMAERKISCHE ZELLWOLLE und ZELLULOSE AG
SIEGBURG
WITTENBERGE
ZELLULOSE AG KUESTRIN
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    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fasern mit verminderter Quellbarkeit und guter Schlingfestigkeit nach dem Viskoseverfahren Die. aus Cellulosehydrat bestehenden Kunstfasern, besonders die nach dem Viskoseverfahren erzeugten Fasern, weisen die unangenehme Eigenschaft auf, in Wasser stark zu quellen. Sie stehen dadurch in ihrem Gebrauchswert den natürlichen Fasern nach. Der Quellwert einer Viskoseseide liegt über roo °/o, während die Wasseraufnahme der Baumwollfaser nur etwa ein Drittel beträgt. Es sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden, um hier Abhilfe zu schaffen. Beispielsweise hat man Harnstoff-Formaldehyd- oder Phenol-Formaldehyd-Kunstharze in die Faser eingelagert. Es sind aber auch Verfahren bekannt, bei denen die Faser nur einer Behandlung mit Formaldehyd unterworfen wird. Stets wird hier so verfahren, daB die schon getrocknete Cellulosehydratfaser mit einer wäBrigen Formaldehydlösung oder mit _Forrnaldehydverbindungen in Gegenwart von Säuren oder Mineralsalzen als Katalysator behandelt wird. Als Katalysator werden dabei beispielsweise Essigsäure, Milchsäure, Oxalsäure oder Citronensäure oder Metallsalze wie Aluminiumchlorid, Alaun, Aluminiumacetat oder Aluminate verwendet. Die mit der Mischung getränkte Faser wird bei erhöhter Temperatur getrocknet, sodann die Faser gespült und nochmals getrocknet. Man hat beispielsweise Viskosefasern nach dem Entsäuern getrocknet und entschwefelt und die noch nassen oder zum zweiten Male getrockneten Fäden mit der wäßrigen, einen Katalysator enthaltenden Formaldehydlösung behandelt. Man hat auch nicht nur nach dem Viskoseverfahren erhaltene, vollkommen fertige Fäden, sondern auch nur erstarrte Fäden in Gegenwart der sauer reagierenden Katalysatoren mit Formaldehyd behandelt. Doch handelte es sich damals um Fäden, die in einem ammonsulfathältigen Bad als Xanthogenatfäden ausgefällt und anschließend erst durch eine Zersetzung mittels Hitzeeinwirkung oder saure Bäder in Cellulosehydratfäden umgewandelt wurden. Diese Arbeitsweise gestattet jedoch nicht die Herstellung von Fäden von guter Reißfestigkeit und befriedigender Schlingfestigkeit.
  • Um ein vollständiges Durchreagieren der Faser mit dem Formaldehyd zu erreichen, kann man außer der geschilderten Nachbehandlung der noch nicht getrockneten Faser mit der Formaldehydlösung der Viskose Formaldehydverbindungen zusetzen, die sich im Fällbad zersetzen. Ebenso kann man, um eine gute Herabsetzung des Quellwertes zu erhalten, der Viskose im Fällbad beständige Formaldehydkondensationsprodukte, beispielsweise das Kondensationsprodukt mit Harnstoff, zusetzen. Beispiel i Eine Viskose, die 8,50i, Cellulose und 6,5"/, Na OH enthält und eine Kugelfallviskosität von 3o Sekunden aufweist, wird bei einer Hottenrothreife von 12 in ein Fällbad von q3= versponnen, das i25 g H. S O,,/1 neben 2509 Na. S O, !l enthält. Der aus dem Fällbad austretende Faden wird zwischen zwei verschieden rasch umlaufenden Rollen einer Verstreckung unterworfen. Nach erfolgter Verstreckung wird der Faden zwecks Herstellung von Zellwolle einer Schneidmaschine zugeführt und in Stapel gewünschter Länge geschnitten. Das gestapelte Material wird in üblicher Weise durch Berieseln mit Wasser entsäuert und anschließend entschwefelt. Nach Auswaschen des Entschwefelungsbades wird mit einem Avigagebad, das neben den Seifen 2o gjl Citronensäure und 5 gjl Formalin enthält, behandelt. Die getrocknete Faser weist einen Quellwert von 5q.0/0, eine Trockenfestigkeit von 22,4 Rkm, eine N aßfestigkeit von 1q,0 Rkm und eine Schlingfestigkeit von 26,8 0f" der Trockenfestigkeit auf.
  • Eine in gleicher Weise hergestellte Faser, bei der die Nachbehandlung mit dem Formaldehyd enthaltenden Avivagebad nach erfolgter Trocknung der Faser erfolgte, weist demgegenüber einen Quellwert von 6o 11;14, eine Trockenfestigkeit von 18,5 Rkm und eine Naßfestigkeit von 12,8 Rkm auf bei einer Schlingfestigkeit von 15,5 0,:". Beispiel 2 Zu einer Viskose von 7 0j0 Cellulose und 6,50" NaOH gibt man 50", eines Kondensationsproduktes aus Harnstoff und Formaldehyd. Die Viskose wird in ein Fällbad mit 7 "/" Schwefelsäure, 28 00 Na. S O , und 3 0", Zn S 04 unter -Streckung versponnen und der entsäuerte und entschwefelte, noch nasse Faden mit dem gleichen formaldehydhaltigen Avigagebad wie im Beispiel i behandelt. Man erhält eine Faser von einem Quellwert von 53 0", einer Alkalilöslichkeit von q.0/0, einer Trockenfestigkeit von 27 und einer Naßfestigkeit von 17 Rkm. Die Trockendehnung des Fadens ist 15,5, die Naßdehnung 18,5 0; ". Die Schlingfestigkeit liegt bei 25 0/0. Beispiel 3 Zu einer Viskose, die 8,50/, Cellulose und 70j" NaOH enthält, werden 0,q0/0 eines Gemisches aus i50 Teilen Na. S.0¢ und 125 Teilen :Io0;'0igen Formaldehyds gegeben und die Viskose bei üblicher Reife in ein Müller II-Bad versponnen und nachbehandelt, wie im Beispiel i angegeben. Es wird ebenfalls ein Faden von stark verringertem Quellwert und sehr guter Schlingfestigkeit erhalten. Beispiel .I Nicht getrocknete Zellwolle, wie sie noch naß im sauren Spinnprozeß anfällt, wird in einem Avigagebad üblicher Zusammensetzung, das io bis 30 g kristallisierten Kaliumaluminiumalaun und 2o bis 5o g Formaldehyd (als CH20 ioo0;""ig gerechnet) enthält, 5 Minuten behandelt, geschleudert und bei ioo bis 105' 2 Stunden getrocknet. Es wird eine Faser erhalten mit einer Trockenfestigkeit von 29,0 und einer Naßfestigkeit von 17,7 Rkm. Die Schlingfestigkeit ist 30,71)";'" der Quellwert 640:,. Die nicht behandelte Ausgangsfaser hatte eine Trockenfestigkeit von 31,o und eine Maßfestigkeit von i8,0 Rkm. Der Quellwert war 95 0/0 und die Schlingfestigkeit der Trockenfaser 33,0%.
  • Statt des Kaliumaluminiumalauns kann auch jeder andere Alaun verwendet werden. Beispiel 5 Wie Beispiel q., nur daß eine Faser verwendet wird, die aus einer Viskose hergestellt wurAe, die, wie im Beispiel e und 3 angegeben, den Zusatz einer Formaldehydverbindung erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fasern von verminderter Quellbarkeit und guter Schlingfestigkeit nach dem Viskoseverfahren durch Formaldehydbehandlung in Gegenwart saurer Katalysatoren, gegebenenfalls unter Zusatz von Formaldehydverbindungen zur Viskose, dadurch gekennzeichnet, daB die ein übliches saures Spinnbad verlassenden, noch nicht getrockneten Fasern mit Formaldehyd behandelt werden. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 197 965, 382 o86; österreichische Patentschriften Nr.145197, 148 12o; französische Patentschriften Nr. 809 977, 842 q.09.
DEP83227D 1941-10-24 1941-10-24 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Fasern mit verminderter Quellbarkeit und guter Schlingfestigkeit nach dem Viskoseverfahren Expired DE752586C (de)

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