DE753057C - Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln

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DE753057C
DE753057C DEI60666D DEI0060666D DE753057C DE 753057 C DE753057 C DE 753057C DE I60666 D DEI60666 D DE I60666D DE I0060666 D DEI0060666 D DE I0060666D DE 753057 C DE753057 C DE 753057C
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Germany
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fatty acids
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DEI60666D
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Karl Dr Daimler
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Description

Aus nieuerdlinigS' technisch zugänglichen oder sogar als Abfallprodukte der Technik anfallenden, im Bereich von 5 bis 12 Kohlenstoffatomen liegenden Fettsäuren gerader oder verzweigter Anordnung, gesättigter oder ungesättigter Bindung, die also im Molekulargewicht über der Buttersäure, aber unter den in pflanzlichen und tierischen Fetten in der Natur häufig vorkommenden Fettsäuren liegen, lassen sich, wie gefunden wurde, Anstrichmittel in Gestalt hochkonzentrierter, mehr oder weniger viskoser blanker Lösungen von komplexem Charakter herstellen, wenn man Salze oder Hydroxyde des Zinks oder Kupfers in ungefähr stöchiometrischem Verhältnis mit den genannten Fettsäuren oder ihren Ammonsalzen unter Zusatz überschüssigen Ammoniaks in verhältnismäßig wenig Wasser zusammenbringt. Diese Komplexverbindtaigien zerfallen beim Eiratrocknenilassen auf Unterlagen, wobei. "Wasser und Ammoniak weggehen und dlie unlöslichen Kupfer- und Zinksal'ze der Fettsäuren filimartig gebunden zurückbleiben. Infolge des verhältnismäßig hohen Gehaltes an/ Zink odfer Kupfer haben diese Eintrockniueigsrückstände eine erheb-
liehe fungizide und insektizide Wirkung, und außerdem besitzen sie eine nicht geringe wasserabweisende und wasserdichtmachende Wirkung.
Als zu verwendende Fettsäuren kommen in erster Linie in Betracht die Vorlauffett'säuren, die bekanntlich bei der Destillation von synthetischen Fettsäuren für die Seifenherstellung anfallen, aus Gemischen, die beispielsweise durch Oxydation von synthetischem oder natürlichem Paraffin erhalten sind1. Ähnlich brauchbar sind auch die Fettsäuren, die durch Oxydation, aus den Fettalkoholen gewonnen sind;, die ate Nadhlauföle bei der Butanol" synitbese anfielen.
Nachstehende Tabelle zeigt, daß sich unter angegebenen Verhältnissen Anstrichmittel in Gestalt hochkonzentrierter Lösungen wohl gemäß dem Erfindumgsgegenstand, nicht aber nach bekannten Verfahren mit höbermolekularen Fettsäuren erzielen lassen:
a b C d e
18 18 18
14 14
18 18 18 17 17
34 34 34 39 39
30
30
30 30
30
Klare Käsige Käsige Klare Brei
Lösung Fällung Fällung Lösung
Kupferacetat
Zinkchlorid
Wasser
Ammoniak 28%ig ,
Synthet. Fettsäuregemisch C7 bis C9 , Synthet. Fettsäuregemisch C8 bis C12
Palmkernölfettsäure
Ölsäure
Ergebnis ·.
Hiernach bilden die mit den synthetischen Fettsäuregemischen hergestellten, an Fettsäure 30°/oigen Konzentrate eine klare Lösung im Gegensatz zu den mit Hilfe vom Palmkernr ölfettsäure oder Ölsäure hergestellten Vergleicbseinstellungen, die eine hohe Menge Unlösliches aufweisen und für die Anstrichtechniik unbrauchbar wären.
Beispiele
1. Ein Anstrichmittel für Holz, das dem Holz eine blaue Tönung verleiht, wird dargestellt durch Lösen von 18 Gewichtsteilen Kupferacetat in 24 Gewichtsteilen Wasser und Zugabe von 28 Gewichtsteilen Ammoniaklösung (28%>ig) und 30 Gewichtsteilen· des tech-
nischen Fetts au revor laufgemisches mit 7 bis 9 C-Atomen im Molekül (Siedepunkt bei 760 mm 225 bis 255'0, bei 0,2 mm 60 bis 90°, Säurezahl 375 bis 385, Verseifungsizahl 380 bis395, Hydroxylzähl etwas, Jodzahl etwa8), das bei dar Herstellung von für Seifenzwecke brauchbaren Fettsäuren durch Oxydation synthetischer Paraffine angefallen ist. Nach dem Trocknen ist der damit erzielte Überzug wasserfest und konserviert im Freien oder in der Erde befindliches Holz in erheblichem Maße.
2. 14 Gewichtsteile Zinkchlorid werden in 28 Gewichtsteiilen Wasser gelöst und mit 28 Gewichtsteilen Ammoniaklösung (28°/»ig) und 30 Gewichtsteilen des im Beispiel 1 beschriebenen Fettsäuregemisches versetzt.
14 17 39
30 Brei
Darauf fügt man 100 Gewichfisteile Lithopone hinzu und erhält eine Anstrichfarbe, die einen glanzlosen Film ergibt, der insbesondere das Durchschlagen von im Mauerwerk befindlichen Chemikalien verhindert, andererseits auch genügend wetterbeständig ist, um Schlagregen am Eindringen in Holz, Stein, Verputz zu verhindern. Dabei besitzt ein solcher Anstrich aber eine gewisse Atmungsfähigkeit und gewährt dadurch für im Innern der Unterlage bereits befindliche Feuchtigkeit die Möglichkeit der Austroüknung.
3. 14 Gewichtsteile Zinkchlorid werden in 17 Gewichtsteilen Wasser gelöst, mit 39 Gewichtsteilen Ammoniaklösung (28%ig) und darauf mit 30 Gewichtsteilen des Fettsäuregemisches mit 8 bis 12 C-Atomen im Molekül (Siedepunkt 90 bis ΐζο° bei 10 mm) versetzt, das durch Oxydation der Fettalkohole darstellenden Nachlauföle der Butanolsynthese erhalten ist. Zu der erhaltenen klaren Lösung von etwa leinölartiger Viskosität gibt man 2o°/o der in Beispiel 1 genannten Lösung und io0/» Leinöl unter gutem Rühren und erhält eine. Emulsion, die zur Behandlung von Dachgebälk besonders, geeignet ist, wenn die Gefahr des Befalles durch Pilze oder durch schädliche "5 Insekten, besteht. Man kann die an sich \*orhandiene insektizide Wirkung durch Einverleiben von Chlornaphthalin erhöhen. Die Aufbringung kann durch Streichen oder Spritzen: erfolgen. Es können auch Pigmentfarben, durch Kaolin gestreckt, einverleibt werden.

Claims (1)

153,051
pATENTANgPftÜCH:
Verf ahrem zur Herstellung VoniAnstrich*- mittelni auf Grundlage wäßriger Lösungen von Zink- oder Kupfer-Ammoniak-Komplexverbindiungenj wasserunlöslicher Fettsäuren im Bereich von 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, -dadurch gekennzeichnet, diaü hochkonzentrierte, wäßrige Lösuogen dieser Komplexverbindungen, gegebenenfalls neben Pigmenten Verwendung finden.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfähren folgende Druckschriften in Betracht gezogen, worden:
Deutsche Patentschriften Nr. 285 967,
286768, 346898, 360153;
Braun, »Die Metall'seifen«, 1932, S. 47 bis 50;
Platzmann, »Bautenschutzmittel«, 1935, S. 47 und 48. so
©5562 11.52
DEI60666D 1938-03-01 1938-03-01 Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln Expired DE753057C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE286768C (de) *
DE285967C (de) *
DE346898C (de) * 1916-02-18 1922-01-07 Eduard Arie Verfahren zur Herstellung eines Schiffsbodenanstriches
DE360153C (de) * 1920-11-27 1922-09-29 Otto Ruff Dr Wasserdichtungsmittel, bestehend aus Zinkseife

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE286768C (de) *
DE285967C (de) *
DE346898C (de) * 1916-02-18 1922-01-07 Eduard Arie Verfahren zur Herstellung eines Schiffsbodenanstriches
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