DE753057C - Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AnstrichmittelnInfo
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- A61K8/361—Carboxylic acids having more than seven carbon atoms in an unbroken chain; Salts or anhydrides thereof
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Description
Aus nieuerdlinigS' technisch zugänglichen oder
sogar als Abfallprodukte der Technik anfallenden, im Bereich von 5 bis 12 Kohlenstoffatomen
liegenden Fettsäuren gerader oder verzweigter Anordnung, gesättigter oder ungesättigter Bindung, die also im Molekulargewicht
über der Buttersäure, aber unter den in pflanzlichen und tierischen Fetten in der
Natur häufig vorkommenden Fettsäuren liegen, lassen sich, wie gefunden wurde, Anstrichmittel
in Gestalt hochkonzentrierter, mehr oder weniger viskoser blanker Lösungen von komplexem Charakter herstellen, wenn man
Salze oder Hydroxyde des Zinks oder Kupfers in ungefähr stöchiometrischem Verhältnis mit
den genannten Fettsäuren oder ihren Ammonsalzen unter Zusatz überschüssigen Ammoniaks
in verhältnismäßig wenig Wasser zusammenbringt. Diese Komplexverbindtaigien
zerfallen beim Eiratrocknenilassen auf Unterlagen,
wobei. "Wasser und Ammoniak weggehen und dlie unlöslichen Kupfer- und Zinksal'ze
der Fettsäuren filimartig gebunden zurückbleiben. Infolge des verhältnismäßig
hohen Gehaltes an/ Zink odfer Kupfer haben diese Eintrockniueigsrückstände eine erheb-
liehe fungizide und insektizide Wirkung, und außerdem besitzen sie eine nicht geringe
wasserabweisende und wasserdichtmachende Wirkung.
Als zu verwendende Fettsäuren kommen in erster Linie in Betracht die Vorlauffett'säuren,
die bekanntlich bei der Destillation von synthetischen
Fettsäuren für die Seifenherstellung
anfallen, aus Gemischen, die beispielsweise durch Oxydation von synthetischem oder
natürlichem Paraffin erhalten sind1. Ähnlich brauchbar sind auch die Fettsäuren, die durch
Oxydation, aus den Fettalkoholen gewonnen sind;, die ate Nadhlauföle bei der Butanol"
synitbese anfielen.
Nachstehende Tabelle zeigt, daß sich unter angegebenen Verhältnissen Anstrichmittel in
Gestalt hochkonzentrierter Lösungen wohl gemäß dem Erfindumgsgegenstand, nicht aber
nach bekannten Verfahren mit höbermolekularen
Fettsäuren erzielen lassen:
| a | b | C | d | e |
| 18 | 18 | 18 | ||
| 14 | 14 | |||
| 18 | 18 | 18 | 17 | 17 |
| 34 | 34 | 34 | 39 | 39 |
| 30 | ||||
| 30 | ||||
| 30 | 30 | |||
| 30 | ||||
| Klare | Käsige | Käsige | Klare | Brei |
| Lösung | Fällung | Fällung | Lösung |
Kupferacetat
Zinkchlorid
Wasser
Ammoniak 28%ig ,
Synthet. Fettsäuregemisch C7 bis C9 ,
Synthet. Fettsäuregemisch C8 bis C12
Palmkernölfettsäure
Ölsäure
Ergebnis ·.
Hiernach bilden die mit den synthetischen
Fettsäuregemischen hergestellten, an Fettsäure 30°/oigen Konzentrate eine klare Lösung
im Gegensatz zu den mit Hilfe vom Palmkernr ölfettsäure oder Ölsäure hergestellten Vergleicbseinstellungen,
die eine hohe Menge Unlösliches aufweisen und für die Anstrichtechniik
unbrauchbar wären.
1. Ein Anstrichmittel für Holz, das dem Holz eine blaue Tönung verleiht, wird dargestellt
durch Lösen von 18 Gewichtsteilen Kupferacetat in 24 Gewichtsteilen Wasser und Zugabe
von 28 Gewichtsteilen Ammoniaklösung (28%>ig) und 30 Gewichtsteilen· des tech-
nischen Fetts au revor laufgemisches mit 7 bis
9 C-Atomen im Molekül (Siedepunkt bei 760 mm 225 bis 255'0, bei 0,2 mm 60 bis 90°,
Säurezahl 375 bis 385, Verseifungsizahl 380
bis395, Hydroxylzähl etwas, Jodzahl etwa8),
das bei dar Herstellung von für Seifenzwecke brauchbaren Fettsäuren durch Oxydation
synthetischer Paraffine angefallen ist. Nach dem Trocknen ist der damit erzielte Überzug
wasserfest und konserviert im Freien oder in der Erde befindliches Holz in erheblichem
Maße.
2. 14 Gewichtsteile Zinkchlorid werden in 28 Gewichtsteiilen Wasser gelöst und mit
28 Gewichtsteilen Ammoniaklösung (28°/»ig) und 30 Gewichtsteilen des im Beispiel 1 beschriebenen
Fettsäuregemisches versetzt.
14 17 39
30 Brei
Darauf fügt man 100 Gewichfisteile Lithopone
hinzu und erhält eine Anstrichfarbe, die einen glanzlosen Film ergibt, der insbesondere das
Durchschlagen von im Mauerwerk befindlichen Chemikalien verhindert, andererseits auch genügend
wetterbeständig ist, um Schlagregen am Eindringen in Holz, Stein, Verputz zu verhindern. Dabei besitzt ein solcher Anstrich
aber eine gewisse Atmungsfähigkeit und gewährt dadurch für im Innern der Unterlage
bereits befindliche Feuchtigkeit die Möglichkeit der Austroüknung.
3. 14 Gewichtsteile Zinkchlorid werden in
17 Gewichtsteilen Wasser gelöst, mit 39 Gewichtsteilen
Ammoniaklösung (28%ig) und darauf mit 30 Gewichtsteilen des Fettsäuregemisches
mit 8 bis 12 C-Atomen im Molekül (Siedepunkt 90 bis ΐζο° bei 10 mm) versetzt,
das durch Oxydation der Fettalkohole darstellenden Nachlauföle der Butanolsynthese
erhalten ist. Zu der erhaltenen klaren Lösung von etwa leinölartiger Viskosität gibt man
2o°/o der in Beispiel 1 genannten Lösung und
io0/» Leinöl unter gutem Rühren und erhält
eine. Emulsion, die zur Behandlung von Dachgebälk
besonders, geeignet ist, wenn die Gefahr des Befalles durch Pilze oder durch schädliche "5
Insekten, besteht. Man kann die an sich \*orhandiene
insektizide Wirkung durch Einverleiben von Chlornaphthalin erhöhen. Die
Aufbringung kann durch Streichen oder Spritzen: erfolgen. Es können auch Pigmentfarben,
durch Kaolin gestreckt, einverleibt werden.
Claims (1)
153,051
pATENTANgPftÜCH:
Verf ahrem zur Herstellung VoniAnstrich*-
mittelni auf Grundlage wäßriger Lösungen
von Zink- oder Kupfer-Ammoniak-Komplexverbindiungenj
wasserunlöslicher Fettsäuren im Bereich von 5 bis 12 Kohlenstoffatomen,
-dadurch gekennzeichnet, diaü hochkonzentrierte, wäßrige Lösuogen dieser
Komplexverbindungen, gegebenenfalls neben Pigmenten Verwendung finden.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfähren
folgende Druckschriften in Betracht gezogen, worden:
Deutsche Patentschriften Nr. 285 967,
286768, 346898, 360153;
Braun, »Die Metall'seifen«, 1932, S. 47 bis 50;
Braun, »Die Metall'seifen«, 1932, S. 47 bis 50;
Platzmann, »Bautenschutzmittel«, 1935,
S. 47 und 48. so
©5562 11.52
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI60666D DE753057C (de) | 1938-03-01 | 1938-03-01 | Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI60666D DE753057C (de) | 1938-03-01 | 1938-03-01 | Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE753057C true DE753057C (de) | 1952-11-24 |
Family
ID=7195293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI60666D Expired DE753057C (de) | 1938-03-01 | 1938-03-01 | Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE753057C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE286768C (de) * | ||||
| DE285967C (de) * | ||||
| DE346898C (de) * | 1916-02-18 | 1922-01-07 | Eduard Arie | Verfahren zur Herstellung eines Schiffsbodenanstriches |
| DE360153C (de) * | 1920-11-27 | 1922-09-29 | Otto Ruff Dr | Wasserdichtungsmittel, bestehend aus Zinkseife |
-
1938
- 1938-03-01 DE DEI60666D patent/DE753057C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE286768C (de) * | ||||
| DE285967C (de) * | ||||
| DE346898C (de) * | 1916-02-18 | 1922-01-07 | Eduard Arie | Verfahren zur Herstellung eines Schiffsbodenanstriches |
| DE360153C (de) * | 1920-11-27 | 1922-09-29 | Otto Ruff Dr | Wasserdichtungsmittel, bestehend aus Zinkseife |
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