DE753403C - Wasch-, Netz-, Reinigungs-, Schaum- und Dispergiermittel - Google Patents

Wasch-, Netz-, Reinigungs-, Schaum- und Dispergiermittel

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DE753403C
DE753403C DEI53689D DEI0053689D DE753403C DE 753403 C DE753403 C DE 753403C DE I53689 D DEI53689 D DE I53689D DE I0053689 D DEI0053689 D DE I0053689D DE 753403 C DE753403 C DE 753403C
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DE
Germany
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agents
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water
detergents
weight
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Expired
Application number
DEI53689D
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English (en)
Inventor
Wolf Dr Steindorff
Gerhard Dr Balle
Karl Dr Horst
Josef Dr Nuesslein
Georg Dr Schulz
Karl Pauser
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00—Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent
    • C11D1/66—Non-ionic compounds
    • C11D1/72—Ethers of polyoxyalkylene glycols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Wasch-, Netz-, Reinigungs-, Schaum- und Dispergiermittel Es wurde gefunden, daß die Polyglykoläthervonaramatischenoderhydroaromatischen Oxyverbindungen, welche im Kern durch mindestens einen Kohlenwasserstoffrest oder Acylrest mit mindestens q. Kohlenstoffatomen substituiert sind, in wäßrigen Lösungen oder Dispersionen kapillaraktive Wirkung haben, die sie zur Verwendung in den verschiedensten Zweigen der Technik hervorragend geeignet macht.
  • Die Produkte lassen sich je nach der Länge der Polyglykolkette und dem dadurch bedingten Grad der Wasserlöslichkeit als Benetzungsmittel, als Dispergier-, Emulgier-, Wasch-und Reinigungsmittel sowie als Mittel zur Schaumerzeugung verwenden. Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Waschwirkung, welche die Produkte auf Textilien aller Art ausüben und die man bisher mit rein synthetisch erhaltenen Produkten in. solchem Maße bei weitem nicht erreichen konnte.
  • Beispiele für die nach der Erfindung anzuwendenden Produkte sind die Polyglykoläther von p=tert. Butylphenol, Isohexylphenol, Isooctylphenol, p-n-Dodecylphenol, Octadecylphenol; Dodecylnaphthole, Isooctylresorcin, p-Oxydiphenyl, o- und p-Benzylphenole, p-Oxybutyrophenon, p-Oxystearophenön, p-Cyclohexylphenol, Isohexylcyclohexanol, Isododecylmethylcyclohexanole usw.
  • Die hier zu verwendenden Polyglykoläther stellen je nach der Länge der Polyglykolkette ölige bis feste wachsartige Produkte dar. Mit Wasser bilden sie milchige Emulsionen bis klare Lösungen. Die Lösungen bzw. Emulsionen sind beständig gegen Säuren und Alkalien sowie gegen die Härtebildner des Wassers. Sie können für sich allein oder im Gemisch mit anderen-Textilhilfsmitteln, mit Mitteln, welche die Ausscheidung der Härtebildner des Wassers auf der Faser verhindern, mit Bleichmitteln u. dgl. angewandt werden. Beispiele i. Von Isooctylphenylpolyglykoläther mit einem aus -io Mol Glykol bestehenden Polyglykolrest werden o,5 g im Liter Wasser gelöst. Man erhält bei Baumwolle einen sehr guten Wascheffekt. Dieser wird noch gesteigert, wenn man der Waschflotte 0,25 g Soda je Liter zusetzt.
  • 2. Mit einer Lösung von q. g Isohexylphenylpolyglykoläther mit 7 Mol Glykol und i g Soda im Liter Wasser wird mit Olivenöl geschmälzte Wollstückware .gewaschen. Der Reinigungseffekt ist hervorragend.
  • Mit demselben Erfolg kann man den Polyglykoläther des p-Oxylauroplienons verwenden, der durch Einwirkung von Äthylenoxyd auf p-Oxylaurophenon erhalten wird und der je Mol des Ketons etwa 15 bis 17 Mol Äthylenoxyd enthält.
  • 3. io g einer Mischung von 95 Gewichtsteilen XYIen01 mit 5 Gewichtsteilen Isobutylphenyltriglykoläther werden im Liter Mercerisierlauge von 30°/o NaOH-Gehalt gelöst. Der Netz- und Schrumpfeffekt auf Baumwollgewebe ist sehr gut.
  • d.. i g Isododecylcyclohexylpolyglykolditlier (enthaltend 15 Mol Glykol) im Liter Wasser gelöst gibt auf Wolle und Baumwolle in neutralem oder sodaalkalischem Bad einen sehr guten Reinigungseffekt.
  • 5. Mit einer Lösung von 2 g p-IsolieXylo-clilorplienylpolyglykoläther mit etwa 7 bis 8 Mol Glykol und 1/2 g Soda im Liter Lösung erhält man auf Wolle einen sehr guten Reinigungseffekt. .
  • An Stelle des p-Isohexyl-o-chlorphenylpolyglykoläthers können auch andere substituierte entsprechende Polyglykoläther verwendet werden.
  • 6. Baumwollwäsche wird mit reiner Lösung, welche 0,175 g Isooctyl-o-kresylpolyglykoläther mit etwa io Glykolresten im Molekül, i g iNatriumpyrophosphat .und o"2,9 Natriummetaphosphat im Liter enthält, in üblicher Weise gewaschen. Die Reinigungswirkung ist auch bei stark verschmutzter Wäsche hervorragend.
  • ;7. Haushaltwäsche wird in einer Lösung, welche je io Liter Wasser etwa 25 g Kristall-Soda und 9 g eines Dodecylphenylpolyglykolätliers mit etwa 12 bis i.¢ Glykolresten im Molekül enthält. in bekannter Weise eingeweicht. Nach dem Ausspülen kommt die Wäsche in eine Waschbrühe, welche je Liter o.9 g des obigen Dodecylphenylpolyglykolätliers, 5 g Kristallsoda und i g Natriumperborat enthält. Nach dem Einbringen der Wäsche wird langsam zum Kochen erhitzt und 15 bis 2o Minuten gekocht. Dann wird wie üblich gespült.
  • B. In 3001 Wasser von 35 bis q.o° werden i kg einer Mischung aus ioo g Rindertrockenpankreas und goo g Soda sowie 300 g Isooctylphenylpolyglykoläther, erhalten aus Isooctylphenol und 8 bis io Mol Äthylenoxyd, gelöst. Mit dieser Lösung werden etwa 6o kg Trockenwäsche 3o bis d.o Minuten auf der Maschine gewaschen. Die Wäsche wird hierauf gespült. Gewünschtenfalls kann man einen weiteren Waschgang mit Seife oder einem anderen Waschmittel ohne Enzymzusatz anschließen.
  • An Stelle von Pankreasenzymen lassen sich auch Enzyme anderer Herkunft, wie solche aus Pflanzen, oder Mikroorganismen verwenden.
  • g. Ein Isotetradecylphenylpolyglykoläther, dessen Polyglykolätherrest aus 5 Mol Äthylenoxvd besteht und der in Wasser nur emulsionsartig löslich ist, stellt ein hervorragendes Emulgiermittel für Neutralöle dar-: Man löst 5 g eines solchen Äthers in ioo g Maschinenöl oder Olivenöl und verdünnt die Lösung allmählich mit Wasser. Man erhält auf diese Weise stabile Emulsionen.
  • Verwendet man einen Isotetradecylphenylpolyglykoläther, dessen Polyglykolätherrest aus 2o Mol Ätlivlenoxyd besteht, so kann man damit saure Öle, wie Olein, in stabile, fein disperse Emulsionsform bringen. Man löst 3 g dieses Äthers in ioo g Olein und verdünnt die Lösung mit Wasser oder gießt die Lösung in Wasser. Solche Emulsionen sind in den verschiedensten Zweigen der Technik als Bohröle, Spinnöle, Schmälzöle, Spulöle u. dgl. verwendbar.
  • io. Normal verschmutzte Tisch- und Leibwäsche wird in einem Bad, das im Liter Flotte 3 g des Einwirkungsproduktes von io Mol Äthylenoxyd auf Isooctylphenol enthält, mehrere Stunden bei Raumtemperatur eingeweicht, gut gespült und dann in einem Waschbad mit Seife oder einem synthetischen Waschmittel wie üblich gewaschen. Durch das Vorweichen in der vorstehend beschriebenen Weise wird bereits ein erheblicher Teil des Schmutzes in der Kälte herausgelöst, so daß beim nachfolgenden Waschvorgang nur sehr milde Bedingungen angewendet zu werden brauchen, um eine völlig gereinigte Ware zu erhalten.
  • i i. Verschmutzte Küchenwäsche wird bei Raumtemperatur in einem Bad, das im Liter Flotte 3 g des Einwirkungsproduktes von i i Mol Äthylenoxyd auf Isooctylphenyl und 2 g Soda calc. enthält, über Nacht eingeweicht und anschließend einer üblichen Kochwäsche unterworfen. Durch die Verwendung des genannten Waschmittels im Einweichbad wird eine ausgezeichnete Vorreinigung erzielt, so daß die Kochwäsche nur der Aufwendung ganz geringer Mengen an Waschmittel bedarf.
  • 12. Leibwäsche aus Kunstseide, Zellwolle, Baumwolle oder deren Mischgewebe wird bei 30° in einem Bad mit 3 g/1 Isododecylphenylpolyglykoläther, enthaltend 13 Mol Äthylenoxyd, unter Zusatz von 2 g Soda calc. und 3 g Natriumperborat wie üblich gewaschen, gespült und getrocknet. Durch die hervorragende Reinigungskraft des genannten Waschmittels erzielt man auch unter diesen milden Bedingungen eine sehr gute Reinigung und gleichzeitig sehr gute Schonung des Fasermaterials.
  • 13. In io Gewichtsteile der 351%igen wäßrigen Lösung des Isooctylphenylpolyglykoläthers mit 6 Mol Äthylenoxyd werden nach und nach ioo Gewichtsteile Olivenöl eingerührt, und die so erhaltene Paste wird mit Zoo Gewichtsteilen Wasser langsam verdünnt. Man erhält auf diese Weise eine sehr stabile und fein verteilte Emulsion, wie sie beispielsweise zum Schmälzen von Kammgarn verwendet werden kann.
  • 14. 5 Gewichtsteile des Einwirkungsproduktes von 5 Mol Äthylenoxyd auf das Kondensationsprodukt eines Gemisches von Isohexylen und Isoheptylen mit Phenol werden in ioo Gewichtsteilen Mineralöl gelöst. Nach dem Einrühren von Zoo Gewichtsteilen Wasser liegt eine fein verteilte Emulsion vor, die für die Bearbeitung von Metallteilen mit Schneidewerkzeugen gut geeignet ist. 15. 5 Gewichtsteile des Einwirkungsproduktes von 25 Mol Äthylenoxyd auf i Mol Isooctylphenol werden in ioo Gewichtsteilen Ölsäure gelöst, und das Ganze wird unter Rühren in 3oo Gewichtsteile Wasser eingegeben. Die erhaltene stabile und fein verteilte Emulsion ist ausgezeichnet zum Schmälzen von Streichgarnmaterial geeignet.
  • 16. ioo Gewichtsteile Mineralöl werden mit 2o Gewichtsteilen des Einwirkungsproduktes von 5 Mol Äthylenoxyd auf Isooctylphenol gemischt und in diese Mischung 3oo Gewichtsteile Wasser eingerührt; nach Zugabe von 5o Gewichtsteilen Eisenoxydrot erhält man eine vorzüglich haltbare Schleifpaste vom Wasser-in-Öl-Typ.
  • 17. In eine Lösung von io Teilen Isododecylphenylpolyglykoläther mit 6 Mol Äthylenoxyd in i oo Gewichtsteilen Petroleum werden 2o Gewichtsteile Olein gegeben und dann langsam 40o Gewichtsteile Wasser eingerührt.
  • Die so erhaltene Emulsion eignet sich nach Zugabe von Schleifmaterialien als Poliermittel für Metallgegenstände.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Polyglykoläthern aromatischer oder hydroaromatischer Oxyverbindungen, die im Kern durch mindestens einen Kohlenwasserstoffrest oder Acylrest mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen substituiert sind, gegebenenfalls zusammen mit bekannten Textilhilfsmitteln, Wasserweichmachungsmitteln und Bleichmitteln, als Wasch-, Netz-, Reinigungs-, Schaum- und Dispergiermittel. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 6o5 973, 593 709= 489 681; französische Patentschriften Nr. 749 228, 721 988, 70:5 o81, 38 872 (Zusatz zu 624 174) britische Patentschrift Nr. 380431.
DEI53689D 1935-11-20 1935-11-20 Wasch-, Netz-, Reinigungs-, Schaum- und Dispergiermittel Expired DE753403C (de)

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Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE489681C (de) * 1927-09-15 1930-01-20 Goldschmidt Ag Th Verfahren zum Benetzen, Weichmaschen und Impraegnieren von Papier, Leder, Faserstoffen, Kunststoffen und anderen Materialien
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FR38872E (fr) * 1926-10-29 1931-08-07 Prod Chim Ci Devant Sandoz Fab Procédé permettant d'améliorer l'action de l'alcali sur la cellulose naturelle et ses produits de transformation
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GB380431A (en) * 1931-04-10 1932-09-12 James Yate Johnson Improvements in the manufacture and production of assistants in the textile and related industries and dispersing agents
DE593709C (de) * 1929-03-21 1934-03-10 H Th Boehme Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten der den hoeheren Fettsaeuren entsprechenden, durch Reduktion ihrer Alkylester erhaeltlichen Alkohole
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