DE7538457U - Einschlag- und Spreizdübel für Verbindungs- und Befestigungselemente - Google Patents
Einschlag- und Spreizdübel für Verbindungs- und BefestigungselementeInfo
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Description
Richard Heinze Pat/mr-hi >
4Soo herfora Gbm-124 ^
Eupener Str. 35 _ ^s
Einschlag- und Spreizdübel für Verbindungsund Befestigungselemente
Die Neuerung bezieht sich auf einen Einschlag- und/oder Spreizdübel
für Verbindungs- und Befestigungselemente, insbesondere Spannzapfen,
Gewindebolzen und Muttern.
Derartige Dübel werden beispielsweise in der Möbelindustrie dazu verwendet, um Möbelbeschlagteile, etwa Scharniere^, Verstellplatten,
Verbinder an den Möbelteilen zu befestigen.
Die bekannten in der Möbelindustrie eingesetzten Dübel bestehen aus
einem zylindrischen Schaft, der außen harpunenartiges Widerhakenprofil und innen eine Axialbohrung aufweist. Diese Dübel werden in
vorbereitete Aufnahmebohrungen in der Möbelseitenwand geschlagen.
Die Axiaibohrung, die bei selbstschneidenden Schrauben innen glatt
oder bei üblichen Cewiiideschrauben mit einem Innengewinde ausgerüstet
sein kann, nimmt zum Befestigen der Möbelbeschlagteile die Befestigungsschraube auf.
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Diese Dübel können sowohl geschlitzt und spreizbar sein (Spreizdübel)
oder ungeschlitzt als reine Einschlagdübel ausgebildet sein. Oft weisen diese Dübel einen fest eingespritzten Metallzapfen auf, der
beispielsweise mit einem Cewinde oder mit einer Hinterschneidung versehen ist und zum Befestigen eines Möbelbeschlagteiles dient.
Nachteilig ist bei diesen bekannten Dübeln, daß jede Ausführungsform (Einschlagdübel, Spreizdübel, Dübel mit fest eingespritztem
Metallzapfen) nur für einen bestimmten Einsatzbereich verwendbar ist, was die Lagerhaltung natürlich verteuert, da jeweils mehrere
Dübelarten vorhanden sein müssen.
Bei Dübeln mit eingespritztem Metallzapfen ist neben dem engen Einsatzbereich die teure Herstellung nachteilig, da der Aufbau
der Herstellungswerkzeuge für solche Dübel durch das manuelle oder maschinelle Einlegen der Metallzapfen in die Werkzeuge sehr
kompliziert und teuer ist. Dübel mit eingespritztem Metallzapfen sind außerdem weniger hoch belastbar, da durch den fest eingespritzten
Metallzapfen keine Möglichkeit besteht, innerhalb df*r
Aufnahmebohrung einen kontinuierlichen Anpreßdruck zu erzeugen, der durch das Anpressen des Möbelbeschlagteiles entsteht.
Der Neuerung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Lösungsweg für einen Dübel aufzuzeigen, der einfach und preiswert herstellbar
und vielseitig einsetzbar ist, und der sich darüber hinaus hoch belasten und einfach verarbeiten läßt, und der ferner bei starken
Anpreßkräften auch starke Spreizkräfte in der möbelseitigen Aufnahmebohrung erzeugt. Außerdem sollen als Verbindungs- und
Befestigungselemente handelsübliche Normteile Verwendung finden.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß der Dübel wenigstens aus zwei axial geteilten Hälften besteht, und jede
Hälfte eine Ausnehmung besitzt, die nach dem Zusammenfügen beider Hälften das Befestigungselement aufnimmt und formschlüssig gegen
Verdrehen und Verschieben sichert.
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In weiterer Ausgestaltung der Neuerung ist vorgesehen, daß die
Hälften einstückig hergestellt sind und durch einen dünnen, scharnierähnlichen Materialsteg miteinander verbunden sind.
Ferner hat es sich als zweckmäßig erwiesen, an den Hälften Flxierungs- und Haltemittel vorzusehen, welche die Hälften
beim Zusammenklappen in die richtige Stellung zueinander bringen und kraft- und/oder formschlüssig zusammenhalten. Dabei ist
vorgesehen, daß die Fixierungs-· und Haltemittel aus miteinander korrespondierenden Zapfen und Bohrungen bestehen.
Weiter ist vorgesehen, daß die Ausnehmung zur Aufnahme der Verbindungs- und Befestigungselemente vorzugsweise Vierkantoder
Sechskantquerschnitt aufv/eist und sich beidseitig an diese Ausnehmung eine zylindrische Bohrung anschließt.
In v/eiterer Ausgestaltung der Neuerung 1st vorgesehen, daß an
einer Seite der Ausnehmung eine sich verjüngende Kegelbohrung anschließt, die einen Hohlkegel aufnimmt, der am Verbindungsbzw. Befestigungselement anliegt und sich beim Auftreten Axialer
Kräfte geringfügig verschiebt und die Dübelhälften spreizt.
Die mit der Neuerung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß ein Dübel für mehrere unterschiedliche^Zwecke mit
verschiedenartigen Einsätzen ausgerüstet werden kann. Hierdurch läßt sich die Lagerhaltung vereinfachen und der Anwendungsbereich
vergrößern. Außerdem wird - da beispielsweise das lohnintensive Einlegen beim Einspritzen des Einsatzes entfällt eine
preiswerte Herstellung des Dübels möglich.
Darüber hinaus läßt sich durch die einlegbare Kegelhülse bzw. durch am Befestigungselement angeformte Kegelflächen in der
Aufnahmebohrung ein kontinuierlicher Anpreßdruck erzeugen, denn durch die Verschiebung de? Befestigungselementes entsteht beim
Festschrauben der Beschlagteile eine Axialkraft, .welche die
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Dübelhälften spreizt. Eine derartige Befestigung ist weitaus höher belastbar und paßt sich den benötigten Anforderungen
besser1 an als die bekannten Dübelarten.
Einige Ausführungsbeispiele der Neuerung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung die beiden aufgeklappten
Dübelhälften,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 2a eine Detailvergrößerung der Scharnierstellen der Fig. 2,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 in der
Phase des Zusammenklappens,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die auseinandergeklappten Dübelhälften mit eingelegter Sechskantschraube,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4, jedoch mit
Spreizhülse,
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5, jedoch mit eingelegter
Sechskantmutter und eingedrehter Sechskantschraube,
Fig. 7 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel mit einem eingelegten
Verbindungs- bzw. Befestigungszapfen mit Hinterschneidungen
und Kegelflächen.
Der Einschlag- und Spreizdübel 1 besteht aus den beiden Dübelhälften
2 und 3, die durch einen schmalen, flexiblen Materialsteg 4 scharnierähnlich miteinander verbunden sind. Beide Dübelhälften
2,3 besitzen eine in Axialrichtung verlaufende halbzylinderförmige
Bohrung 5, die sich int zusammengeklappten Zustand beider
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Hälften 2,3 zu einer vollständigen Bohrung addieren.
Weiter- weist jede Dübelhälfte 2,3 im Mittelteil eine Ausnehmung in Gestalt eines halbierten Sechskantes auf, welche sich im
zusammengeklappten Zustand beider Dübelteile 2,3 ebenfalls zu einem vollständigen Sechskant addiert.
Um die Dübelhälften 2,3 nach dem Zusammenklappen zusammenzuhalten
- damit beispielsweise eingelegte Verbindungs- und Befestigungselemente 7, 7u, 7b und/oder Spreizelemente 8 beim
Transportieren und Montieren nicht wieder herausfallen - sind beide Dübelhälften 2,3 mit Fixierungs- und Arretierungszapfen
und Bohrungen Io ausgerüstet. Die Durchmesser von Zapfen 9 und Bohrungen Io sind so bemessen, daß die beiden Dübelhälften 2,3
nach dem Zusammenklappen durch Preßsitz zusammengehalten werden.
Sechskantausnehmung 6 und Durchgangsbohrung 5 sind so bencsnon,
daß die Dübelhälften 2,3 als Befestigungs- bzw. Verbindungselement
entweder eine Schraube 7 (Fig. 4) oder auch eine Sechskantmutter 7a (Fig. 6) aufnehmen können.
Nach dem Einlegen von Schraube 7 oder Mutter 7a kann der Dübel 1 in bekannter, nicht näher dargestellter Weise in die möbelseitige
Aufnahmebohrung 11 geschlagen oder gepreßt werden,. An ihrem
Umfang sind die Dübelhälften 2,3 in bekannter Weise mit einem Widerhakenprofil 12 ausgerüstet, welches für einen sicheren,
zuverlässigen Sitz in der möbelseitigen Aufnahmebohrung 11 sorgt.
Die Fig. 5 und 6 zeigen ein Ausführungsbeispiel für besonders hoch belastbare Verbindungen. Und zwar ist bei diesen Ausführungsbeispielen zusätzlich eine Spreiz- bzv/. Kegelhülse 8 vorgesehen,
die auf dem Schraubenbolzen 7 geführt wird, und die in einer entsprechend angeordneten und bemessenen kegelförmigen Ausnehmung
von den Dübelhälften 2,3 aufgenommen wird.
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Beim Anbringen irgendwelcher Beschlagteile bewirken die axial auftretenden Befestigungskräfte, daß sich die Kegelhülse 8 um
einen "geringen Betrag axial verschiebt und hierbei - nach dem Prinzip der schiefen Ebene - sich radial fortpflanzende Kräfte
erzeugt. Diese Kräfte spreizen die Dübelhälften 2,3 und pressen
das Widerhakenprofil 12 in die Wandung der möbelseitigen Aufnahmebohrung 11.
Zwischen den axialen Befestigungskräften und den radial sich
fortpflanzenden Spreizkräften besteht ein unmittelbarer Zusammenhang,
so daß bei starken Befestigungskräften auch starke Spreizkräfte
auftreten. Hiermit ist sichergestellt, daß entsprechend den geforderten Belastungen angemessene Spreizkräfte vorhanden
sind, die den Dübel 1 zuverlässig in seiner Aufnahmebohrung 11 halten. Wie die Fig. 5 und 6 zeigen, eignet sich diese Ausführungs
form- sowohl zum Einlegen von Schrauben 7 als auch zum Einlegen von Muttern 7a.
Allerdings ist es auch möglich, dem Verbindungs- bzw..Befestigungs
element eine andere Form zu geben, beispielsweise - wie Fig. 7 zeigt - kann das Befestigungs- und Verbindungselement auch als
hinterschnittener Spannzapfen 7b ausgebildet sein, v/elcher mit einer entsprechend ausgebildeten Ausnehmung 14 in den Dübelhälften
2,3 formschlüssig zusammenwirkt.
Der von den Dübelhälften 2,3 umfaßte Teil 15 des Verbindungsund Befestigungselementes 7b kann hierbei - analog zur
Ausführungsform gemäß Fig. 5 und 6 mit Spreiz- bzw= Kegelhülse 8 mit
angeformten Kegel- bzw. Schrägflächen 16 versehen sein, um auch hier von der Anpreßkraft abhängige Spreizkräfte zu erzeugen.
- Schutzansprüche -
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Claims (12)
1) Einschlag- und/oder Spreizdübel für Verbindungs- und
Befestigungselemente, insbesondere Spannzapfen, Gewindebolzen und Muttern, dadurch gekennzeichnet, daß der Dübel wenigstens aus zv/ei axial geteilten Hälften besteht und jede Hälfte eine Ausnehmung besitzt, die nach dem Zusammenfügen beider Hälften das Verbindungs- bzw. Befestigungselement (7, 7a, 7b) aufnimmt und formschlüssig gegen Verdrehen und/oder Verschieben sichert.
Befestigungselemente, insbesondere Spannzapfen, Gewindebolzen und Muttern, dadurch gekennzeichnet, daß der Dübel wenigstens aus zv/ei axial geteilten Hälften besteht und jede Hälfte eine Ausnehmung besitzt, die nach dem Zusammenfügen beider Hälften das Verbindungs- bzw. Befestigungselement (7, 7a, 7b) aufnimmt und formschlüssig gegen Verdrehen und/oder Verschieben sichert.
2) Dübel nach An^Oruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hälften (2, 3) einstückig hergestellt sind und durch einen
dünnen, scharnierähnlichen Materialsteg (4) miteinander
verbunden s ind.
Hälften (2, 3) einstückig hergestellt sind und durch einen
dünnen, scharnierähnlichen Materialsteg (4) miteinander
verbunden s ind.
3) Dübel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Hälften (2, 3) Fixierungs- und Haltemittel (9, lo) vorgesehen sind, welche die Hälften (2f 3) beim Zusammenklappen in die
richtige Stellung zueinander bringen und kraft- und/oder formschlüssig zusammenhalten.
richtige Stellung zueinander bringen und kraft- und/oder formschlüssig zusammenhalten.
4) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierungs- und Haltemittel aus miteinander
korrespondierenden Zapfen (9) und Bohrungen (lo)
bestehen.
bestehen.
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5) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (6) zur Aufnahme der
Verbindungs- und Befestigungselemente (7, 7a, 7b) vorzugsweise genormten Vierkant- oder Sechskantquerschnitt aufweist.
6) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich beidseitig an die Ausnehmung (6) eine
zylindrische Bohrung (5) anschließt.
7) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Kegelbohrung (13) zum freien Ende des Verbindungs- bzw. Befestigungselementes (7a, 7b) hin
verjüngt.
8) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens an einer Seite der Ausnehmung (6) eine Kegelbobrung anschließt, die einen Hohl- bzw. Spreizkegel
(8) aufnimmt.
9) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungs- und Befestigungselement
eine Sechs- oder Vierkantschraube (7) ist,.
10) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1· bis 9, dadurch
gekennzeichnet, das das Verbindungs- und Befestigungselement eine Sechskant- oder Vierkantmutter (7a) ist.
11) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis Io, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungs- und Befestigungselement ein hinterschnittener Spannzapfen (7b) ist.
12) Dübel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Spannzapfen (7b) wenigstens einen Ansatz (.1,5) mit Kegelfläche (16) aufweist.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7538457U true DE7538457U (de) | 1976-04-29 |
Family
ID=31953164
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7538457U Expired DE7538457U (de) | Einschlag- und Spreizdübel für Verbindungs- und Befestigungselemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7538457U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1277972A1 (de) * | 2001-07-17 | 2003-01-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Spreizdübel |
| EP1277973A2 (de) | 2001-07-17 | 2003-01-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Spreizdübel |
-
0
- DE DE7538457U patent/DE7538457U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1277972A1 (de) * | 2001-07-17 | 2003-01-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Spreizdübel |
| EP1277973A2 (de) | 2001-07-17 | 2003-01-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Spreizdübel |
| EP1277973A3 (de) * | 2001-07-17 | 2003-07-16 | HILTI Aktiengesellschaft | Spreizdübel |
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