DE75390C - Kraftmaschine mit zwei absatzweise kreisenden Kolben - Google Patents
Kraftmaschine mit zwei absatzweise kreisenden KolbenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C1/00—Rotary-piston machines or engines
- F01C1/02—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents
- F01C1/063—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them
- F01C1/073—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them having pawl-and-ratchet type drive
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1893 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Neuerung an Umdrehungskraftmaschinen,
welche durch unter Druck stehende Gase oder Flüssigkeiten . betrieben werden und welche
gleichzeitig auch als Pumpwerke zur Förderung von Gasen und Flüssigkeiten dienen
können.
Das Wesen dieser Erfindung besteht darin, dafs in einem cylindrischen Gehäuse zwei absatzweise
kreisende Kolben angeordnet werden, welche, je nachdem der Druck der Betriebsflüssigkeit
auf der einen oder der anderen Seite dieser Kolben stärker ist, entweder mit der auf der Maschinenwelle sitzenden Nabe
oder mit dem Cylinderumfang in Eingriff kommen und daher entweder mit diesem Cylinder
bewegt werden oder mit der festen Nabe stillstehen. Die Verbindung der kreisenden Kolben
mit dem Cylinder und der Nabe erfolgt durch innerhalb dieser Kolben gelegene Hülfskolben,
welche mit an ihren Enden zu Sperrstücken ausgebildeten Kolbenstangen versehen sind
und welche durch den Druck der Betriebsflüssigkeit abwechselnd nach aufsen (dem Cylinderumfang
zu) oder nach innen (der Nabe zu) bewegt werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist die neue Flügelanordnung in den Fig. 1 bis 4 dargestellt,
und zwar zeigen die Fig. 1 und 3 Querschnitte durch zwei verschiedene Ausführungsformen
von Umdrehungsmaschinen. Fig. 2 veranschaulicht die Art der Verbindung beider Flügel und Fig. 4 läfst die Art der Zuführung
und Ableitung des Betriebsmittels erkennen.
Mit A ist ein ausgedrehter Cylinder bezeichnet, in dem die beiden Flügel B und C
angeordnet sind, welche abwechselnd festgestellt und freigegeben werden. Diese Flügel
sind, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, scharnierartig mit einander verbunden.
In den beiden Flügeln ist eine cylindrische Höhlung ausgespart, in der sich je ein Kolben
D oder D1 bewegt, der an beiden Seiten mit Kolbenstangen versehen ist. Jeder Kolben,
sowie auch die beiden Stangen sind mit Labyrinthdichtungen versehen, um die beiden
von jedem der Kolben DD1 gebildeten Kammern
dicht abzuschliefsen. Durch die Kanäle g· und h stehen die beiden von diesen Kolben
gebildeten Kammern bald mit der Zulafsöffnung, bald mit der Auslafsöffnung für die
Betriebsflüssigkeit in Verbindung, so dafs der eine oder andere der Kolben D oder D1 den
Druck der Betriebsflüssigkeit auf seiner einen oder seiner anderen Fläche aufnimmt, und dafs
infolge dessen seine Kolbenstange entweder nach der Achse oder nach dem Umfang der
Maschine hin bewegt wird.
Wird die Kolbenstange nach der Achse hin bewegt, so kommt sie mit einem der in der
festen Nabe E angebrachten Einschnitte in Verbindung, während sie bei Bewegung nach dem
Umfang hin in einen Einschnitt J eingreift, der auf der Innenseite des Cylinders A ausgespart
ist. Die Kolben D oder D 1 sind
folgendermafsen angeordnet:
Der Kolben D liegt in der Ebene der Linie m-n des Flügels B, Fig. 2, und der
andere Kolben D1 in der Ebene der Linie t-n
des Flügels C. Die paarigen Einschnitte an der Nabe E sind in der Ebene der Linie m η
und die unpaarigen Einschnitte in der Ebene der Linie t-n angeordnet.
Um eine Abdichtung der von den Flügeln gebildeten Kammern zu erreichen, wird jeder
Flügel mit beweglichen Dichtungskörpern versehen, die unter der Wirkung von Federn
stehen, von denen die einen cd gegen den Cylinder, die anderen cx dx gegen den cylindrischen
Theil (der Nabe) des benachbarten Flügels drücken. Aufserdem sind noch Dichtungskörper
angeordnet, um die seitliche Dichtung gegen die Kopfscheiben oder Deckel des Cylinders A zu bewirken. Die eine der
Kopfscheiben oder der Deckel dieses Cylinders A ist mit zwei Oeffnungen N und O,
Fig. ι und 4, versehen, von denen die eine N zur Einführung der -Betriebsflüssigkeit, die
andere O als Äuslafs derselben dient.
Die feste Nabe E ist mit einem Kanal ρ versehen, durch welchen die Betriebsflüssigkeit
eintritt. Der Deckel oder die Kopfscheibe M, Fig. 4, weist einen Kanal q auf, der auf der
einen Seite in den Cylinder A, auf der anderen Seite in einen Ringkanal r mündet, der in
einer im Deckel M angebrachten Hervorragung ausgespart ist, und zwar mündet er gerade an
derjenigen Stelle, wo auch der Kanal ρ mündet, so dafs also unabhängig von der radialen Stellung
des Kanals q die durch ρ übertretende Betriebsflüssigkeit in die Rinne r überfliefst
und durch den Kanal q zwischen die beiden Flügel B und C gelangt.
Um den Austritt der Betriebsflüssigkeit zu ermöglichen, ist der Kanal O durch einen
Kanal 5 verlängert, der gleichfalls in eine kreisförmige Rinne u mündet, die gegenüber
derjenigen Stelle angebracht ist, wo der Kanal V mündet, welcher in der festen Nabe E angeordnet
ist, so dafs die Flüssigkeit, um abzufliefsen, durch den Kanal O zum Kanal S
und von hier in den Ringkanal u strömt, von wo sie durch den Kanal V abläuft.
Die Wirkungsweise der im Vorstehenden beschriebenen Flügel für Umdrehungsmaschinen,
bei denen der Cylinder A durch die abwechselnde Wirkung der Flügel B und C
selbst in Drehung versetzt wird, ist folgende:
Wenn die beiden Flügel B und C sich in der in der Fig. 1 gezeichneten Stellung befinden,
so tritt die Betriebsflüssigkeit durch die Oeffnung N ein, treibt den Flügel B vor sich
her, der den zur Riemscheibe ausgebildeten Cylinder A vermittelst des äufseren Endes der
Stange des Kolbens D mitnimmt, die in den im Cylinder A ausgesparten Einschnitt J eingreift.
Die in der anderen Kammer enthaltene Flüssigkeit entweicht während der Drehbewegung
des Flügels B durch die Oeffnung O. Kurze Zeit bevor der Flügel B in Berührung
mit dem feststehenden Flügel C kommt, wird die Auslafsöffnung durch irgend ein geeignetes
Verschlufsorgan (Schieber oder Ventil) geschlossen. Die Platte -B setzt ihre Drehung
jedoch nach dem Schlufs der Auslafsöffnung fort und drückt das Gas oder den Dampf,
welcher zwischen den beiden Flügeln B und C vorhanden ist, zusammen. Der Schlufs der
Auslafsöffnung mufs zu einer solchen Zeit erfolgen, dafs die fragliche Compression stärker
wird als die Anfangspressung des bei N eintretenden Druckmittels.
Die auf diese Weise comprimirte Betriebsflüssigkeit tritt durch die Oeffnungen g und h
zu den Kolben D und Dl und strebt, den
Kolben D nach der Nabe E hin zu senken und den Kolben D' nach dem Cylinder A
hin zu schieben. Sobald das äufsere Ende der Stange des Kolbens D sich dem einen der
Einschnitte der Nabe E gegenüber befindet, greift dasselbe ein: der Flügel B wird mit der
Nabe E des zur Riemscheibe ausgebildeten Cylinders A gekuppelt. Der Cylinder A setzt
der einmal angenommenen Drehung zufolge seine Rotation fort, und der Einschnitt J stellt
sich alsdann der Stange des Kolbens D1 gegenüber und wird durch den Druck der bei h
eintretenden (in diesem Augenblick gerade der Compression unterliegenden) Betriebsflüssigkeit
mit jener Stange in Eingriff gebracht.
Zu derselben Zeit befinden sich die Oeffnungen N und O nicht mehr auf beiden Seiten
des Flügels B, sondern auf beiden Seiten des Flügels C. Ersterer Flügel ist daher unbeweglich
und der bis dahin unbewegliche Flügel C wird beweglich und nimmt nun seinerseits den
Druck des durch N eintretenden Betriebsmittels auf, worauf sich dieselben Phasen wiederholen.
Ferner ist ersichtlich, dafs die der Reihe nach zum Stillstand kommenden Flügel stets
eine Drehung erfahren, welche 3600 minus dem Winkel α beträgt, welcher von dem
Mittelarm der beiden sich berührenden Flügel gebildet wird. Der Wechsel in der Bewegung
der Flügel findet daher stets an verschiedenen Stellen statt, und zwar sind diese Stellen immer
um je einen Winkel von a° nach rückwärts mit Bezug auf die Drehrichtung der Flügel
verlegt.
Der auf diese Weise in Drehung versetzte Cylinder kann unmittelbar dazu verwendet
werden, mittelst eines um ihn gelegten Riemens oder in irgend einer anderen Weise die
Kraft zu übertragen. Unter Umständen, z. B. bei Verwendung als Pumpe, kann es nun vortheilhaft
sein, die Umsteuerung der Flügel B und C nicht durch die Compression der Betriebsflüssigkeit,
sondern durch ein Klinkwerk zu bewerkstelligen. Die Verbindung der Flügel mit der Nabe der Maschine bleibt hierbei die-
selbe, wie im Vorstehenden angegeben, und auch die Anordnung und die Bewegung der
Kolben D und -D1 und der dazugehörigen, zu Klinken ausgebildeten Kolbenstange ist dieselbe
wie bei der Umdrehungsmaschine nach Fig. ι. Anstatt jedoch die ä'ufseren Enden dei
Kolbenstangen in den Cylindermantel eingreifen zu lassen, läfst man sie auf eine in diesem
Mantel liegende drehbare Sperrklinke eingreifen, welche nach jeder Umdrehung und selbstthätig
durch an den Flügeln angebrachte Anschläge ausgeklinkt wird.
Die vorstehend beschriebene Umdrehungsmaschine läfst sich auch als Pumpe verwenden.
Es ist zu diesem Zweck nur nöthig, die Kanäle g und h zu vertauschen, so dafs sie die
in der Fig. 3 punktirt angegebenen Stellungen g1
und h1 einnehmen.
Wenn man bei einer derartigen Maschine den zur Riemscheibe ausgebildeten Cylindermantel
durch einen Riemen antreibt, so wird immer der eine Flügel von der Klinke Z mitgenommen
und treibt die vor ihm liegende Flüssigkeit zur Oeffnung O hinaus.
Bei der in der Fig. 3 angegebenen Stellung würde beispielsweise bei einer Drehung des
Cylindermantels in der Pfeilrichtung der Flügel B mitgenommen werden. Die Oeffnungen O
und N würden ihre relative Stellung gegenüber dem Flügel -B beibehalten und durch die
Oeffnung O würde Flüssigkeit fortgedrückt, durch die Oeffnung N Flüssigkeit angesaugt
werden.
Wenn sich der Flügel B demjenigen C so
weit genähert hat, dafs die schräge Fläche L3 auf die schräge Fläche L2 trifft, so wird die
Klinke Z ausgelöst und der Cylindermantel bewegt sich durch sein Beharrungsvermögen
so lange weiter, bis die Oeffnungen O und N gegenüber dem Flügel C dieselbe Stellung einnehmen,
die sie bei der gezeichneten Stellung dem Flügel B gegenüber haben, d. h. die
Oeffnung O würde alsdann, (in der Pfeilrichtung)
vor dem Flügel C und die Oeffnung N (in der Pfeilrichtung) hinter dem Flügel C
liegen. Bei dieser Stellung steht der Raum vor dem Flügel C mit dem zu speisenden
Hochbehälter etc. in Verbindung und der Druck pflanzt sich aus dem letzteren in den Cylinder
fort und hebt den Kolben U1 empor und legt
die Stange desselben in die Klinke Z ein. Zu gleicher Zeit ist durch den vom Hochbehälter
u. s. w. ausgehenden Druck der Kolben D nach der entgegengesetzten Richtung bewegt
und die dazugehörige Stange mit der Nabe der Maschine gekuppelt. Das Spiel kann also
von neuem beginnen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Kraftmaschine mit zwei absatzweise kreisenden Kolben (B und C), in welchen ein auf beiden Seiten mit einer Kolbenstange versehener Kolben (D bezw. D y angebracht ist, und zwar derart, dafs, je nachdem der Druck der Betriebsflüssigkeit durch die Kanäle (g und hj von der einen oder anderen Seite stärker ist, die Kolben die eine oder andere Endstellung einnehmen und die äufseren Enden der Stangen dieser Kolben entweder mit dem in der Nabe (E) oder mit den. am Cylinderumfang angebrachten Einschnitten (J) in Eingriff kommen und daher mit dem Cylinder bewegt werden oder mit der festen Nabe stillstehen.
- 2. Eine Kraftmaschine nach Anspruch 1., bei welcher die Einschnitte (J) durch eine . Klinke (Z) im Cylinderumfang ersetzt sind, deren Verbindung mit dem einen Kolben durch Anschlag an eine Nase (L2) am anderen Kolben gelöst wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75390C true DE75390C (de) |
Family
ID=348355
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75390D Expired - Lifetime DE75390C (de) | Kraftmaschine mit zwei absatzweise kreisenden Kolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75390C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1991019077A1 (de) * | 1988-12-01 | 1991-12-12 | Karimi Rad Houshang | Brennkraftmaschine |
-
0
- DE DENDAT75390D patent/DE75390C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1991019077A1 (de) * | 1988-12-01 | 1991-12-12 | Karimi Rad Houshang | Brennkraftmaschine |
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