DE756688C - Braunsche Roehre, insbesondere fuer Mess- oder Fernsehzwecke, mit zwei oder mehr gegeneinander gedrehten Ablenkplattenpaaren - Google Patents
Braunsche Roehre, insbesondere fuer Mess- oder Fernsehzwecke, mit zwei oder mehr gegeneinander gedrehten AblenkplattenpaarenInfo
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- H01J29/70—Arrangements for deflecting ray or beam
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Description
AUSGEGEBEN AM
25. JANUAR 1954
A 84257 VIII c 121g
In einer Braunschen Röhre, die mit zwei zueinander senkrechten Ablenkplattenpaaren versehen
ist, wie sie sich zur Verwendung in Kathodenstrahloszillographen, Fernsehaufnahme- und
-Wiedergabegeräten, als Röhre zur Gleichrichtung, Verstärkung, Frequenzvervielfachung von
Schwingungen u. dgl. eignet, entstehen trapezförmige Verzeichnungen, wenn ein oder beide
Plattenpaare mit unsymmetrischer Ablenkung betrieben werden. Genauere Untersuchungen
haben ergeben, daß dieser Fehler in weit größerem Maße auftritt, wenn das schirmnahe Ablenkplattenpaar
unsymmetrisch betrieben wird, als
wenn dasselbe mit dem kathodennahen Ablenkplattenpaar geschieht.
Es ist bekannt, diesen Fehler dadurch zu vermeiden, daß die Ablenkspannung symmetrisch
zugeführt wird. Diese Möglichkeit stößt indessen mitunter auf Schwierigkeiten, die kaum ohne
großen Aufwand zu umgehen sind. Es ist fernerhin vorgeschlagen, bei unsymmetrischer Ablenkung
den Fehler durch Hilfselektroden zu kompensieren. Die Erfindung· bezieht sich auf eine
Braunsche Röhre, bei der der Fehler überhaupt vermieden wird, obwohl die Ablenkung bei mindestens
einem Plattenpaar unsymmetrisch ist.
Bei einer Braunschen Röhre, insbesondere für Meß- oder Fernsehzwecke, mit zwei oder mehr
gegeneinander (z. B. um 90 oder 1200) gedrehten
Ablenkplattenpaaren, von denen wenigstens ein Plattenpaar unsymmetrisch gespeist wird, ist
erfindungsgemäß vorzugsweise bei allen, mindestens bei einem Plattenpaar auf einer oder beiden
Außenseiten eine zu den Platten parallele oder nahezu parallele Hilfselektrode angebracht, von
denen zur Verringerung des Trapezfehlers diejenigen, die an der Außenseite der unsymmetrisch
gespeisten Ablenkplattenpaare angebracht sind, auf Anodenpotential liegen. Die Erfindung
bezieht sich also in gleicher Weise auf Röhren mit zwei zueinander senkrechten Plattenpaaren,
wie auch auf Röhren, die mit mehr, z. B. drei gegeneinander um 1200 versetzten Plattenpaaren
ausgestattet sind. Die Hilfselektroden zur Vermeidung des Trapezfehlers können natürlich
auch dann vorgesehen sein, wenn die Plattenpaare symmetrisch gespeist werden; es genügt
jedoch, sie bei den unsymmetrisch zu speisenden Plattenpaaren anzubringen.
Zur Erklärung der Wirkungsweise der an den Platten anzubringenden Hilfselektroden soll im
folgenden die Entstehung des Trapezfehlers an Hand einer mit zwei zueinander senkrechten
Plattenpaaren versehenen Röhre erläutert werden. Aus diesen Ausführungen wird alsdann die
Wirkung von Hilfselektroden bei Röhren mit mehr als zwei Ablenkplatten ohne weiteres ersichtlich
sein.
Die beobachtete Erscheinung auf dem Leuchtschirm ist in Abb. la dargestellt, in der die
Figur wiedergegeben ist, die man erhält, wenn man an das erste (die vertikale Ablenkung bewirkende)
Plattenpaar drei verschiedene konstante Spannungen anlegt und jedesmal das zweite (die
horizontale Ablenkung bewirkende) Plattenpaar mit einerWechselspannungbetreibt (vgl. Abb.ib),
so daß je eine Platte 1, 3 jedes Paares an der geerdeten Anode liegt. Als Anode ist diejenige
Elektrode bezeichnet, deren Potential den Elektronen die im Ablenkraum (bei fehlender Ablenkspannung)
herrschende Geschwindigkeit verleiht. Beide Plattenpaare sind unsymmetrisch geschaltet,
weil ja eine Platte geerdet ist. Die Unsymmetrie könnte noch viel betonter sein,
wenn zwischen Platte und Anode noch eine beliebig hohe Spannung zwischengeschaltet wäre
(s. Abb. 2).
Es sei zunächst nur ein Plattenpaar im Raum, der außen durch eine Elektrode, z. B. die Anode
vom Potential Null, begrenzt sei, betrachtet. Die Potentiale der beiden Platten kann man
immer auf die Form bringen + V + C und — V + C. Diese Zerlegung in einen antisymmetrischen
Teil ± V und einen symmetrischen C ist nicht rein mathematischer Art, sondern hat
ihren guten physikalischen Sinn. Der antisymmetrische Teil entspricht Kraftlinien, die im
wesentlichen von Platte zu Platte laufen, und zwar innerhalb des Plattenpaares. Dabei ist die
Gesamtladung des Plattenpaares Null. Der symmetrische Teil entspricht Kraftlinien, die
sämtlich auf die Anode laufen, aber nicht von Platte zu Platte. Diese Kraftlinien verlaufen
außerhalb des Plattenpaares. Sie sind durch eine Gesamtaufladung des Plattenpaares erzeugt.
Sind zwei gekreuzte Plattenpaare innerhalb der xA.node vorhanden, so kann man ihre Potentiale
ganz analog zerlegen. Das erste (I) habe die Potentiale + F1-I-C1 bzw. — F1 +C1, das
zweite (II) entsprechend + F2 — C2 bzw. — F2
+ C2, und zwar sei die Bezeichnung erstes (kathodennahes) und zweites (schirmnahes) entsprechend
der Reihenfolge gewählt, in der die Plattenpaare vom Elektronenstrahl durchlaufen
werden.
Die beiden Plattenpaare werden sich in dem gesamten Kraftlinienverlauf gegenseitig durch
Übergriffe beeinflussen. Das Verhalten der Übergriffe sei für die folgenden Fälle erläutert:
a) C1 φ ο; C2 = ο; F1 = ο; F2 = ο
b) C1 = ο; C2 φ- ο; F1 = ο; F2 = ο
c) C1 = 0; C2 = ο; F1 φ ο; F2 = ο
d) C1 = ο; C2 = ο; V1 = ο; F2 H- ο.
Da die den C entsprechenden Kraftlinien, wie erwähnt, außerhalb der Plattenpaare verlaufen,
die den F entsprechenden im wesentlichen im Innern der Plattenpaare, so werden die Übergriffe
in den Fällen a und b (von I auf II und von II auf I) viel stärker sein als in den Fällen c
und d. Indessen sind die Fälle a und b nicht gleichwertig, sondern im Falle b macht sich der
Übergriff auf den Elektronenstrahl viel stärker geltend als der Übergriff im Falle a, und zwar
aus drei Gründen:
Abb. 3 und 4 geben die Übergriffskraftlinien in den Fällen a und b in ihrem typischen Verlauf
wieder, wobei das Plattenpaar II gegenüber der Darstellung in den übrigen Abbildungen gedreht
ist, weil so die Kraftlinien bequemer und deutlicher gezeichnet werden können. In beiden
Abbildungen ist ferner die Bahn 9 eines Elektrons eingezeichnet. Man sieht, daß im ersten
Plattenpaar die Elektronen infolge der Gleichfeldablenkung durch das Gebiet gehen, in dem
der Übergriff seinen größten Wert hat, während im zweiten Plattenpaar der Strahl an der Eintrittsseite,
wo der Übergriff besonders stark ist, noch in der Mittelebene verläuft, in der gar kein
Übergriffsfeld vorhanden ist. Er entfernt sich aus dieser Mittelebene erst um so mehr, je weiter
er zur Äustrittsseite hinüberkommt. Dort ist aber der Übergriff nur noch gering. Das ist der
erste Grund, weshalb die Störung durch Übergriff im ersten Plattenpaar (hervorgerufen durch
C2 φ ο) merklicher ist als im zweiten (hervorgerufen
durch C1 φ ο). Der zweite Grund ist, daß wegen der geometrischen W'ihältnisse
(Länge der Hebelarme) das erste Plattenpaar empfindlicher ist als das zweite. Den dritten
Grund versteht man, wenn man sich die besondere Auswirkung des Übergriffs klar macht.
Das Wechselfeld ± F2 im zweiten Plattenpaar lenkt die Elektronen von vorn nach hinten und umgekehrt ab (Vektor OA in Abb. 5). Der Übergriff von C2 auf das erste Plattenpaar hat aber eine vertikale Komponente (siehe Abb. 3). Dort
Das Wechselfeld ± F2 im zweiten Plattenpaar lenkt die Elektronen von vorn nach hinten und umgekehrt ab (Vektor OA in Abb. 5). Der Übergriff von C2 auf das erste Plattenpaar hat aber eine vertikale Komponente (siehe Abb. 3). Dort
werden also die Elektronen infolge des Übergriffs von oben nach unten und umgekehrt ein
wenig abgelenkt (Vektor OB) (abgesehen von der außerdem vorhandenen Ablenkung, etwa nach
oben, im ersten Plattenpaar durch das Gleich-.
feld i F1). Da diese beiden Ablenkungen in
gleicher Phase erfolgen, setzen sie sich zu einer nicht mehr ganz horizontalen linearen Ablenkung
(s. Abb. 5) zusammen (Vektor OC). Die Neigung gegen die Horizontale wird um so
größer, je größer ± F1 ist, weil dann der Elektronenstrahl
in Gebiete stärkeren Übergriffs kommt. Sie kehrt bei Umpolung von ± V1
ihren Sinn um, wie sich aus dem Übergriffsfeldlinienverlauf der Abb. 3 sofort ergibt. Ist
V1 = 0, muß die gesamte Ablenkung des Strahls rein horizontal sein, weil er gar nicht mehr ins
Übergriffsfeld gelangt. Alles das sieht man in Abb. ia.
Nun muß überlegt werden, wie sich der C1
entsprechende Übergriff auf das Plattenpaar II (s. Abb. 4) bezüglich des Strahlenganges auswirkt.
Die zeitlich konstante Feldstärke dieses Übergriffs hat dieselbe Richtung wie das
Wechselfeld, das von F2 herrührt. Die horizontalen
Striche werden also einfach in sich selbst ein wenig verschoben. Das merkt man im allgemeinen
nicht, jedenfalls ruft es keine Störung hervor.
Schließlich ist noch festzustellen, wie der Übergriff von F1 auf das Plattenpaar II und der
von F2 auf I wirkt (Fälle c und d). Das Plattenpaar I kann, ganz roh gesprochen, bezüglich
seiner Wirkung an der Stelle von II wie ein Dipol mit vertikaler Achse aufgefaßt werden.
Das Plattenpaar II befindet sich also in einem vertikalen Gleichfelde, das etwa von oben nach
unten gerichtet ist. Dadurch werden in den Platten von II Ladungen infhienziert (Abb. 6),
die bewirken, daß Kraftlinien vom unteren Rande zum oberen laufen, und zwar die meisten
außerhalb des Plattenpaares, einige wenige aber doch auch innerhalb. Diese lenken einfach den
Elektronenstrahl ein wenig nach unten ab, d. h. in entgegengesetzter Richtung wie das Plattenpaar
I, stören also gar nicht, und umgekehrt (Fall d) ruft die Streuung des F2 entsprechenden
Feldes zwischen den Platten von I ein schwaches horizontales Wechselfeld senkrecht zur Zeichenebene
der Abb. ia hervor, das die horizontalen Striche auch nur in sich verschieben kann, also
nicht stört.
Zusammenfassend ist demnach zu sagen, daß praktisch nur der Fall b störend wirkt, er gibt
die Trapezverzeichnung.
Man kann sie vermeiden, wenn man C2 = ο
macht, d. h. die Wechselspannung in symmetrischer Schaltung an II legt, wie dies bereits
vorgeschlagen wurde.
Vertauscht man dagegen Gleichfeld und Wechselfeld in Abb. 1 b, so daß man zu der An-Ordnung
der Abb. 7 kommt, so kann man im allgemeinen die unsymmetrische Schaltung beibehalten,
ohne eine zu große Trapezverzeichnung befürchten zu müssen, denn der Übergriff von C1
(Fall a) auf II gibt zwar ein horizontales Wechselfeld, wie in Abb. 4, aber dieses wirkt
sich kaum ablenkend aus, weil der Strahl bei seinem Eintritt in II noch nicht in horizontaler
Richtung abgelenkt ist, sich also gar nicht im Übergriffsfelde befindet, wenn er sich aber der
Austrittsseite nähert, ist der Übergriff schon sehr schwach geworden. Außerdem ist die geringere
Empfindlichkeit des Plattenpaares II auch hier wieder günstig. Auch hier muß ein
schwacher Trapezeffekt vorhanden sein; er ist aber so geringfügig, daß er bei den üblichen
Anordnungen nicht stört. Die anderen Übergriffe stören überhaupt nicht, genau so wie bei
der Abb. ib entsprechenden Schaltung.
Wesentlich für das Auftreten von Fehlern sind demnach die von der konstanten Aufladung des
Plattenpaares herrührenden Kraftlinien, die auf den Platten des anderen Paares senkrecht stehen.
Bringt man nun an der Außenseite des Ablenkplattenpaares auf der Seite derjenigen Elektrode,
die nicht an Anodenspannung liegt, eine Hilfselektrode an, die innerhalb oder außerhalb der
Röhre mit der Anode verbunden sind, so werden sich die schädlichen Kraftlinien auf diese Elektrode
richten und wird damit ihr Einfluß auf den Elektronenstrahl verhindert sein. Offenbar wird
aber der Einfluß der schädlichen Kraftlinien nicht ausgeschaltet, wenn (wie dies zur Verringerung
des Streufeldes eines Ablenkplattenpaares bekannt ist) außer der auf Anodenpotential
befindlichen Hilfselektrode noch eine weitere Hilfselektrode auf der Innenseite der
Plattenpaare in der Nähe der auf Anodenpotential liegenden Platte vorgesehen und mit der
anderen Platte direkt verbunden ist; denn von dieser Hilfselektrode gehen ja gerade wieder
neue schädliche Kraftlinien aus. Für die Aufgabe, den Trapezfehler zu verringern, sind also
Plattenpaare mit zwei Hilfselektroden der beschriebenen Art und solche ohne Hilfselektroden
als gleich ungünstig zu betrachten, so daß jene nicht einmal eine Teillösung der Aufgabe darstellen.
Die Lösung besteht darin, im ersten Fall eine oder mehrere Hilfselektroden auf Anodenpotential
hinzuzufügen, im zweiten Fall jedoch die Hilfselektrode auf Wechselpotential fortzulassen.
Ebensowenig läßt sich das Ziel der
Erfindung durch eine auf der Innenseite der auf Wechselpotential befindlichen Ablenkplatte angeordnete
Gitterelektrode auf Anodenpotential erreichen, da diese zur Beseitigung des Querstromes
vorgesehene Hilfselektrode in gleichem Maße die ablenkenden wie die schädlichen Kraftlinien
abschirmt, während bei der Röhre nach der Erfindung die Ablenkwirkung erhalten bleibt.
In den Abb. 8 bis ii sind einige Ausführungsformen von Ablenksystemen der Röhre nach der
Erfindung beispielsweise dargestellt. In Abb. 8 sind die Ablenkplatten mit i, 2, 3, 4 bezeichnet.
Dem ersten Plattenpaar i, 2 mögen die Ablenkspannungen
symmetrisch zugeführt werden. Die Platte" 3 des zweiten Paares soll auf Anodenpotential
liegen, während der Platte 4 das Ablenkpotential zugeführt wird. Deshalb ist hinter
der Platte 4 eine Hilfselektrode 5 angeordnet, welche ebenfalls mit der Anode verbunden ist.
In Abb. 9 ist das Ablenksystem 1, 2, 3, 4 einer Braunschen Röhre dargestellt, bei welchem jedoch
die Platten 1 und 3 auf Anodenpotential liegen sollen. In diesem Fall ist hinter jeder der
Elektroden 2 und 4 eine Hilfselektrode 5 angebracht. Die beiden Elektroden bestehen aus
einem einzigen Stück 5, welches so tordiert ist, daß es in der Nähe der Platte 2 parallel zu dieser,
in der Nähe der Platte 4 parallel zu letzterer ist. Die Hilfselektrode 5 liegt wieder auf Anodenpotential.
Für den Fall, daß die Röhre auch so geschaltet werden soll, daß die Platten 2 und 4 auf Anodenpotential,
die Platte 1 und 3 auf Wechselpotential liegen sollen, kann auf der Seite der Platten 1
und 3 ebenfalls eine oder zwei Hilfselektroden angebracht sein. Eine derartige Anordnung ist
in Abb. 10 dargestellt, in der die auf Anodenpotential liegenden Hilfselektroden mit 5, 6, 7
und 8 bezeichnet sind.
Es ist nicht notwendig, die Hilfselektroden in der Nähe der Platte genau parallel zu diesen zu
machen. Es kann vielmehr zweckmäßig sein, sie als eine Belegung der Röhrenwand auszubilden.
Es ist auch in vielen Fällen zweckmäßig, die Hilfselektrode so auszubilden, daß sie die Ablenkplatte
an einer zur Strahlrichtung senkrechten Kante teilweise umgibt (8 in Abb. 11)
oder daß sie sie an den beiden zur Strahlrichtung senkrechten Kanten umgibt (6 in Abb. 11). Wie
aus Abb. 11 ersichtlich, ist die Hilfselektrode 8 so gestaltet, daß sie die Platte 4 auf der dem
anderen Paar 1,2 zugewendeten Kante abschirmt.
Ferner können die Hilfselektroden innerhalb der Röhre leitend mit der Anode verbunden sein.
Es ist auch möglich, wenn ständig eine bestimmte Platte eines Plattenpaares auf Anodenspannung
liegen soll, diese im Innern der Röhre mit der Anode leitend zu verbinden.
Die Röhre nach der Erfindung findet immer dann Verwendung, wenn eine oder mehrere der
erforderlichen Ablenkspannungen in unsymmetrischer Form vorliegen. Insbesondere können
die Ablenkspannungen symmetrisch um ein vom Anodenpotential verschiedenes festes Potential
sein.
Auch dann, wenn nur das zweite (schirmnahe) Plattenpaar der Röhre nach der Erfindung mit
einer Hilfselektrode versehen ist, kann die Röhre unter Umständen an beiden Plattenpaaren mit
unsymmetrischer Spannung betrieben werden, da sich der Trapezfehler hauptsächlich nur dann
auswirkt, wenn das zweite Plattenpaar unsymmetrisch betrieben und nicht mit Hilfselektroden
versehen ist.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Braunsche Röhre, insbesondere für Meß- oder Fernsehzwecke, mit zwei oder mehr gegeneinander (z. B. um 90 oder 1200) gedrehten Ablenkplattenpaaren, von denen wenigstens ein Plattenpaar unsymmetrisch gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise bei allen, mindestens bei einem Plattenpaar auf einer oder beiden Außenseiten eine zu den Platten parallele oder nahezu parallele Hilfselektrode angebracht ist, von denen zur Verringerung des Trapezfehlers diejenigen, die an der Außenseite der unsymmetrisch gespeisten Ablenkplattenpaare angebracht sind, auf Anodenpotential liegen.
- 2. Braunsche Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Hilfselektroden die Ablenkplatten an den beiden zur Strahlrichtung senkrechten Kanten oder an einer dieser Kanten, vorzugsweise der einem anderen Paar zugewendeten, umgeben (Abb. 11).
- 3. Braunsche Röhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere zu verschiedenen Plattenpaaren gehörige Hilfselektroden miteinander vereinigt sind, vorzugsweise derart, daß sie eine tordierte Fläche bilden, die derart angeordnet ist, daß sie sich außerhalb des von den unabgelenkten und abgelenkten Elektronenstrahlen bestrichenen Raumes befindet.
- 4. Braunsche Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere der Hilfselektroden als Belag auf der Röhrenwand ausgebildet sind.
- 5. Braunsche Röhre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Hilfselektroden im Innern der Röhre mit der Anode der Röhre leitend verbunden sind.
- 6. Braunsche Röhre nach einem der Ansprüche r bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder je eine der zu verschiedenenPlattenpaaren gehörigen Platten im Innern der Röhre mit der Anode leitend verbunden ist.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteüungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:Schweizerische Patentschrift Nr. 181 366; britische Patentschrift Nr. 44g 245 ;französische Patentschriften Nr. 757 658, 763 894.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5702 1.54
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA84257D DE756688C (de) | 1937-09-18 | 1937-09-19 | Braunsche Roehre, insbesondere fuer Mess- oder Fernsehzwecke, mit zwei oder mehr gegeneinander gedrehten Ablenkplattenpaaren |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE843513X | 1937-09-18 | ||
| DEA84257D DE756688C (de) | 1937-09-18 | 1937-09-19 | Braunsche Roehre, insbesondere fuer Mess- oder Fernsehzwecke, mit zwei oder mehr gegeneinander gedrehten Ablenkplattenpaaren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE756688C true DE756688C (de) | 1954-01-25 |
Family
ID=25950093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA84257D Expired DE756688C (de) | 1937-09-18 | 1937-09-19 | Braunsche Roehre, insbesondere fuer Mess- oder Fernsehzwecke, mit zwei oder mehr gegeneinander gedrehten Ablenkplattenpaaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE756688C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR757658A (fr) * | 1932-06-27 | 1933-12-29 | Loewe Opta Gmbh | Tube à rayons cathodiques et dispositif de montage pour tubes de ce genre, en particulier pour la télévision |
| FR763894A (fr) * | 1932-10-25 | 1934-05-08 | Loewe Opta Gmbh | Tube à rayons cathodiques |
| CH181366A (de) * | 1933-10-23 | 1935-12-15 | Loewe Opta Gmbh | Verfahren und Einrichtung zur Ablenkung des Kathodenstrahles in Kathodenstrahlröhren. |
| GB449245A (en) * | 1933-10-23 | 1936-06-22 | Loewe Opta Gmbh | Cathode ray tube |
-
1937
- 1937-09-19 DE DEA84257D patent/DE756688C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CH181366A (de) * | 1933-10-23 | 1935-12-15 | Loewe Opta Gmbh | Verfahren und Einrichtung zur Ablenkung des Kathodenstrahles in Kathodenstrahlröhren. |
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