DE756874C - Verfahren zur Herstellung von Lederersatz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lederersatz

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DE756874C
DE756874C DEM144659D DEM0144659D DE756874C DE 756874 C DE756874 C DE 756874C DE M144659 D DEM144659 D DE M144659D DE M0144659 D DEM0144659 D DE M0144659D DE 756874 C DE756874 C DE 756874C
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DE
Germany
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tannic acid
substances
rubber
leather
production
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Expired
Application number
DEM144659D
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dr Knoop
Hermann Dr Miedel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lederersatz Es ist bekannt, zur Herstellung von Lederersatz einen aus Lederabfällen hergestellten wäßrigen Faserbrei mit einer wäBrigen Emulsion eines. Bindemittels, wie Kautschuk oder Kunstharz, zu mischen. Nach Fällung des Bindemittels mit Hilfe eines Koagulationsmittels wird durch Filtrieren, Absaugen oder Abpressen .die Hauptmenge des Wassers entfernt und die Masse gleichzeitig zu Platten verformt; die Platten werden hierauf getrocknet. ' Bei diesem Verfahren soll die Niederschlagung des, Bindemittels. durch das Koagulationsmittel tunlichst vollständig sein; das Filtrat vom Bindemittelfaserbrei soll also klar ablaufen. Vielfach, z. B. bei Verwendung lohgarer Lederabfälle, bereitet aber die Fällung des Bindemittels Schwierigkeiten und ist nicht vollständig zu Ende zu führen. Es zeigt sich an einem trüben Filtrat, daß Teile des Bindemittels mit dem ablaufenden Wasser fortgeführt werden. Es ist auch schon bekannt, z. B. Kautschukmilch und Kasein: miteinander zu vermischen und diese Mischung später mit Gerbsäure zu fällen. Nach diesem Verfahren geht jedoch immer noch ein durch Anwesenheit von Bindemitteln getrübtes Filtrat ab.
  • Es wurde nun gefunden, d.aß man, bei der Herstellung von Lederersatz aus wäßrigem Lederfaserbrei, wäßrigen Emulsionen von. Kautschul: und solchen Stoffen, die mit Gerbsäure amorphe b:zw. harzartige Verbindungen eingehen, unter Verwendung von Gerbsäure als Fällungsmittel eine Verbesserung der Fällung erzielen und ein klares Filtrat erhalten. kann, wodurch eine Vermeidung der Bindemittelverluste bewirkt wird, wenn: man. die mit der Gerbsäure sich verbindenden Stoffe zum Schluß zugibt: Verfährt man, wie erfindungsgemäß angegeben, so wird der größere Teil des Bindemittels auf den Fasern niedergeschlagen. Der Rest der Emulsion, der durch diese Fällung mit Gerbsäure noch in Lösung bzw. als Emulsion zurückbleibt und bisher mit dem Entfernen des Wassers verlorenging, wird nunmehr praktisch restlos seinem Verwendungszweck zugeführt, indem er durch. die am: Schluß zugefügten mit Gerbsäure amorphe bzw. harzartige Verbindungen eingehenden Stoffe niedergeschlagen wird. Bei der Bereitung der Mischungen richtet sich die Menge der zuzufügenden. Gerbsäure nach der im Faserbrei bereits vorhandenen, Menge derselben. Es gibt Lederabfälle, die bereits an sich so viel Gerbsäure enthalten, daß ein: weiterer Zusatz überflüssig wird.
  • Das Verfahren ist mit gutem Erfolg bei Verwendung der verschiedensten Bindemittelemulsionen anwendbar. So kann man eine klare Abscheidung bei wäßrigen Emulsionen vorn Kautschuk, deren Konzentraten oder kautschukähnlichen Stoffen erreichen. Aber auch bei synthetischen Stoffen, die aus organischen, ungesättigten Monomeren durch Polymerisation entstanden sind, wie B:utadienpolymerisaten und Mischpolymerisaten, Polyvinylverbindungen oder Polyacrylsäureestern erhält man sehr gute Ergebnisse.
  • Für die Fällung selbst kann man neben Gerbsäure auch deren Verbindungen oder solche enthaltende Gemische, z. B. die zum Gerbcn von Häuten verwendeten Gerbextrakte, benutzen.
  • Als Stoffe, die mit der Gerbsäure eine amorphe oder harzartige Verbindung eingehen, haben sich eine ganze Reihe von wasserlöslichen Körpern erwiesen, so beispielsweise Leim, Methylcellulose, Polväthylenoxyd oder diese enthaltende Verbindungen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Lederersatz aus wäßrigem Lederfaserbrei, wäßrigen Emulsionen von Kautschuk, kautschukähnlichen Stoffen oder svnthetischen Polymerisaten, die aus organischen, ungesättigten Motomeren entstanden sind, und solchen Stoffen, die mit Gerbsäure amorphe bzw. harzartige Verbindungen eingehen, unter Verwendung von: Gerbsäure als Fällungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Gerbsäure sich verbindenden Stoffe zum Schluß zugegeben werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als Stoffe, die mit der Gerbsäure amorphe bzw. harzartige Verbindungen eingehen, Leim, Methylcellulose oder Polyäthylenoxyd oder solches enthaltende Verbindungen verwendet. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in: Betracht gezogen worden: Französische Patentschrift Nr. 789 131: Sutermeister und Browne, »Casein anal its lndustrial Applications«, S. 385, 2. Abs., i. Satz.
DEM144659D 1939-03-26 1939-03-26 Verfahren zur Herstellung von Lederersatz Expired DE756874C (de)

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