DE75695C - Einrichtung an Pappmaschinen zur Kürzung der Filzbahn - Google Patents
Einrichtung an Pappmaschinen zur Kürzung der FilzbahnInfo
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- DE75695C DE75695C DENDAT75695D DE75695DA DE75695C DE 75695 C DE75695 C DE 75695C DE NDAT75695 D DENDAT75695 D DE NDAT75695D DE 75695D A DE75695D A DE 75695DA DE 75695 C DE75695 C DE 75695C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F9/00—Complete machines for making continuous webs of paper
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Juli l8g3 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine verbesserte Anordnung von Pappmaschinen
der Art, dafs, anstatt wie bisher, der Filz mit der Masse von der Siebwalze über die Regulirungswalze,
die Ausbreitungswalze und gewöhnlich über mehrere Leitrollen geführt wird, bei dieser Anordnung der Filz von der Siebwalze
direct nach der Formatwalze geht, wo die Masse wie gewöhnlich abgesetzt und endlich
aufgeschnitten wird. Nachdem der Filz die Masse auf die Formatwalze abgesetzt hat,
geht er über die eine Druckwalze, welche als Leitrolle dient, an einer Regulirungsvorrichtung
vorbei, über die combinirte Streck- und Ausbreitungswalze und zu der erst passirten Druckwalze
zurück, wo er zwischen dieser und einer anderen Walze eine nothwendige Auspressung
erhält, nach welcher der Filz wieder bereit ist, von der Siebwalze Masse auf die Formatwalze
zu führen u. s. w.
Nachfolgende Beschreibung und die beiliegenden Zeichnungen erläutern die Anordnung
der Filzbahn, durch welche eine Menge Leitrollen u. s. w. vermieden werden, und erklären
die Functionen der einzelnen Theile.
Fig. ι zeigt die Maschine von vorn gesehen, Fig. 2 zeigt sie in Seitenansicht,
Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten in gröfserem Mafsstabe.
Nachdem die Holzmasse auf gewöhnliche Weise präparirt ist, kommt sie in den Behälter
a, von welchem sie von der Siebwalze b
aufgesaugt wird, c ist die gewöhnliche Aufnahmewalze, welche in den Lagern c1 gelagert
ist, welche auf den am Maschinengestell drehbar befestigten Stangen d verschiebbar sind; e ist
die Filzbahn und f ist die gewöhnliche, zur Absetzung der Masse auf die Formatwalze g
nothwendige Walze. Der Siebwalze b und der Walze c so nahe als möglich sind die Walzen/
und g angebracht, so dafs die Masse unmittelbar nach dem Uebergang derselben von
der Siebwalze auf den Filz, von letzterem direct nach der Formatwalze g geführt wird.
■ Die Formatwalze g ist im Maschinengestell so gelagert, dafs dieselbe immer gegen die
Walze f und den Filz e gedrückt wird. Dies wird durch Hebelarme g1 erreicht, welche auf
die im Maschinengestell angebrachten losen Lager drücken, in welchen Lagern die Zapfen
der Walze g ruhen. Dieser Druck wird nach dem Feuchtigkeitsgrade, mit welchem die Masse
hergestellt wird, regulirt, und das hierbei ausgeprefste Wasser in eine unter der Walze f
angebrachte Rinne (die in der Zeichnung nicht weiter angegeben) abgeleitet. Der Filz wird von
der Walze/, welche ihre Bewegung von der Motorwelle erhält, in Bewegung versetzt. Auf
dem Wege von der Walze/ nach der Druckwalze h
berührt der Filz die Formatwalze g, um die Masse auf dieselbe abzusetzen; die Druckwalze
h dient also auf diesem Punkte der Bahn als Leitrolle für den Filz. Sodann geht der
Filz an einer Regulirungsvorrichtung, welche unten näher beschrieben werden soll, vorbei
auf die Streck- und Ausbreitungswalze 2, deren Zapfen in den Lagern z2 sich drehen, welche
letztere und mit ihr die Walze durch die Gewihdespindeln i1 gehoben oder gesenkt werden
können.
Die Ausbreitung und die Spannung des Filzes werden bei dieser Maschine in einer
combinirten Anordnung an einer und derselben Walze erreicht. Zu diesem Zwecke
ist die Walze i mit einer schraubenförmig rechts und links aufgewickelten Schnur versehen,
welche während der Rotation eine seitliche Streckung des Filzes bewirkt. Die Walze i
dient demnach als Streck- und auch als Ausbreitungswalze. Der Filz geht ferner von der
Walze i durch das Walzenpaar h k zurück, nachdem er auf dem Wege ein Klopfwerk Z
passirt und eine Ueberspritzung von einem gelöcherten Rohre (nicht in der Zeichnung angegeben)
zum Zweck der Reinigung bekommen hat. Zwischen den Walzen h k, von denen die Walze h als Druckwalze dient, wird der
FiIz ausgepreist, so dafs er trocken genug die Siebwalze b erreicht, um die Masse aufzunehmen
und über die Walzen c und f aufs Neue dieselbe direct nach der Formatwalze zu
führen u. s. w.
Die oben erwähnte Regulirungsanordnung ist in den Fig. ι, 2, 3 und 4 zur Veranschaulichung
gebracht und besteht (s. Fig. 4) aus zwei Walzen m1 und m2, die beiderseits der
Maschine nahe der Filzkante angebracht sind und von welchen die erste m1 länger ist. Ueber
letztere geht nur der Filz, wenn er gerade läuft, bewegt sich der Filz aber etwa nach
der einen oder anderen Seite hin, so kommt er mit der Kante zwischen die Walzen m1
und m2 und setzt die letztere in Bewegung; die Welle dieser Walze m hat eine Schneckenschraube
nl, welche in das Schneckenrad n2
eingreift. Durch die Nabe desselben geht eine Schraubenspindel ο1, welche am oberen Ende
ein Lager o2 trägt, in welchem die Walze o3
gelagert ist. Sobald also der Filz durch schiefen Gang die eine oder . andere der
Walzen m2 m2 in Bewegung versetzt, wird das
entsprechende Lager o2 gehoben, wodurch die Walze o3 in eine etwas schräge Stellung kommt,
so dafs der an derselben vorbeigehende Filz wieder in die richtige Stellung gebracht wird.
ρ ist ein Strahlrohr, welches Wasser über die rotirende Siebwalze spritzt, bevor diese die
Masse aufnimmt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Bei Pappmaschinen die Kürzung der Filzbahn dadurch, dafs der Filz (e) von der Siebwalze (b) über eine Walze (c) direct nach der die Formatwalze (g) berührenden Walze (f) geführt wird, wobei er auf dem Wege nach der Walze (h) die Stoffschicht auf die Formatwalze (g) absetzt, hierauf eine Streckwalze passirt und durch ein Paar Druckwalzen hindurch wieder zur Siebwalze zurückkehrt.
- 2. Die Anordnung der Walze (h) derart, dafs sie sowohl als Leitwalze als auch in Verbindung mit der Walze (k) als Filzentwässerungswalze dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75695C true DE75695C (de) |
Family
ID=348633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75695D Expired - Lifetime DE75695C (de) | Einrichtung an Pappmaschinen zur Kürzung der Filzbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75695C (de) |
-
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- DE DENDAT75695D patent/DE75695C/de not_active Expired - Lifetime
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