DE757701C - Loeschkammer mit Differentialpumpeinrichtung - Google Patents

Loeschkammer mit Differentialpumpeinrichtung

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DE757701C
DE757701C DEST58005D DEST058005D DE757701C DE 757701 C DE757701 C DE 757701C DE ST58005 D DEST58005 D DE ST58005D DE ST058005 D DEST058005 D DE ST058005D DE 757701 C DE757701 C DE 757701C
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DE
Germany
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chamber
piston
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pump
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DEST58005D
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English (en)
Inventor
Herbert Friebe
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STUDIENGES HOCHLEISTUNGSSCHALT
Studiengesellschaft fuer Hochleistungs Schalter GmbH
Original Assignee
STUDIENGES HOCHLEISTUNGSSCHALT
Studiengesellschaft fuer Hochleistungs Schalter GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/04Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H33/045Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts for arcs formed during closing

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Description

  • Löschkammer mit Differentialpumpeinrichtung Bei den Löschkammern mit einer Differentialpumpeinrichtung im Innern der Kammer entsteht beim Schalten zwischen den Kontakten ein Lichtbogen, der eine Verdampfung von Flüssigkeit hervorruft. Die hierbei auftretende Druckerhöhung kann so stark werden, daß der höchst beanspruchte Pumpkammerbaden abreißt. Um diese Gefahr zu beseitigen, hat man in dem Lichtbogenraum Sicherheitsventile angeordnet, die einen Teil der entstehenden Druckgase bei Überschreitung eines Grenzdruckes aus der Kammer entweichen lassen. Diese Maßnahme genügt beim Ausschaltvorgang und auch beim Einschalten; solange die Betriebsspannung eine mäßige ist. Beim Ausschaltvorgang wächst der Lichtbogen von Null aus an. Dementsprechend ist auch die Dampfentwicklung und die Druckbildung eine immerhin noch allmählich ansteigende. Wird der Grenzdruck überschritten, dann öffnen sich die Sicherheitsauslaßventile und halten den Druck in brauchbarer Höhe. Gleichzeitig ist auch der Pumpkolben in Bewegung gekommen und vergrößert den Rauminhalt der Löschkammer, wodurch der in der Kammer auftretende Druckstoß herabgesetzt wird. Auch beim Einschalten und bei mäßiger Netzspannung ist dies ähnlich der Fall, da ein Überschlag und damit eine Lichtbogenbildung erst erfolgt, wenn die Kontaktentfernung bereits sehr klein ist. Anders liegt der Fall, sobald hohe Betriebsspannungen vorliegen. Bei hoher Spannung erfolgt beim Einschalten der Überschlag bereits recht frühzeitig, wenn die Kontaktentfernung noch groß ist. Es entsteht ein Lichtbogen großer Lä nge, der erst im Verlauf des weiteren Einschaltvorganges sich mehr und mehr verkleinert. Dementsprechend ist auch der plötzliche Druckstoß beim Entstehen des Überschlages infolge der äußerst kräftigen Verdampfung ein sehr großer, und es genügen die Sicherheitsventile nicht mehr, die Bruchgefahr für die Kammer mit Sicherheit zu beseitigen. Der Druckstoß äußert sich in solch gefahrbriiigender Weise insbesondere bei den Löschkammern, bei denen beim Einschalten der Kontaktstift die Überströlnöffnung vom Pumpenraum nach dem anderen Kammerraum verschließt, bevor er den zugehörigen Gegenikontakt erreicht. Die Löschflüssigkeit kann aus dem Pumpenraum nicht verdrängt werden. Es bleibt daher auch der Pumpkolben in seiner Ruhelage stehen und verhindert eine Volumenzunahme der Löschkammer. wie sie normalerweise beim Ausschaltcorgang durch den Pumpweg des Kolbens in Erscheinung tritt. Durch das Fehlen jeglicher Vergrößerung des Kammervolumens wird der Druckstoß unelastisch in seiner vollen Stärke von den Kammerwandungen aufgefangen.
  • Es sind bei einer Löschhammer mit eingebautem Differentialpurnpkolben Einrichtungen bekannt, die bei auftretenden Druckstößen eine Vergrößerung des Raumes zunehmenden Volumens zulassen, und -zwar auch dann, wenn der Überströnikanal im Pumpkolben noch verschlossen ist. Die besondere Einrichtung ist bei diesem belcannten Schalter an dem Pumpkolben angebracht. Der Kolben ist zweiteilig, und die beiden Teile sind miteinander elastisch verbunden. Bei einem Druckstoß in der Kammer wird der eine Kolbenteil gegen den anderen verschoben und dadurch eine gewisse Volumenzunahme für den Pumpenraum geschaffen.
  • Durch die Erfindung wird eine vorteilhaftere Löschkainmereinrichtung zur Milderung der Druckstöße in der Kammer geschaffen. Zu diesem Zweck wird bei einer Löschkammer mit Differentialpumpeinrichtung für höhere Spannungen, deren Differentialpumpkolben die Löschkammer in zwei Kammern unterteilt, von denen die eine Kammer während der Bewegung des Kolbens einen Raum zunehmenden Volumens und die andere einen Rauin abnehmenden Volumens darstellt, von denen der Raum zunehmenden Volumens bei Auftreten eines Druckstoßes während des Schaltvorganges sich auch dann erweitern kann, wenn der Kontaktstift den Überströmkanal zwischen t den leiden Pumpenkammern noch verschlossen hält, erfindungsgemäß eine Vergröllerung des l#,atlines zunehmenden Volumens durch Einan der L Fischkammer ermöglicht, die beim Auftreten eines Druckstoßes eine Bewegung des Pumpkolbens trotz des bestehenden Verschlusses zwischen den beiden Punipenrätimen zulassen.
  • Im Gegensatz zti der bekannten Löschkarnmereinrichtung bleibt bei der neuen Löschkaminer der Puinpkolben einteilig und kann als Einheit seine Raumlage verändern. Dadurch wird ein besonderer Vorteil erzielt. Bei dein Schalter nach der Erfindung wird, einen gleich großen Weg der raumvergrößernden Teile bei beiden Ausführungen vorausgesetzt, durch die Betregung des ganzen Kolbens ein weit größeres Voltlinen in der Kammer freigelegt, als bei dem bekannten Schalter dtircli die Bewegung eines Kolbenteiles möglich ist. Dementsprechend ist auch die Milderung des Druckstoßes auf die Kammerwandung eine kräftigere als bei dein bekannten Schalter.
  • Die vorzusehenden Einrichtungen sind an sich für Einzelräume einer Löschkammer ohne Pumpeinbauten bekannt. Man hat entweder die Löschkammer in zwei ineinandergleitende Stücke unterteilt und zwischen den Stücken Federkraftspeicher angeordnet, deren Federspannung bei Ausdehnung der Kammer vergrößert wird, oder man hat öffnungen vorgesehen, die bei großen Druckstößen Flüssigkeit aus der Kaninier austreten lassen.
  • Bei dein Erfindungsgegenstand muß zur Ermöglichung einer Bewegung des Puinpkolliens auch bei geschlossener Cberströmöffnung eine anderweitige Verlagerung des Pumpenrauminhaltes vor sich gehen können. Zu diesem Zweck sind zwei Ausfiihruligen besonders zu empfehlen. Es wird zweckmäl:')ig der Kannnerteil abnehmenden Volumens verschiebbar zum Kammerteil zunehmenden Volumens angeordnet, wobei zwischen den beiden verschiebbaren Kammerteilen sich ein Federkraftspeicher befindet, dessen Kraftäußerung ini Sinne einer Verkleinerung des Kammerraumes zunehmenden Volumens wirkt. Es kann aber auch der Kammerraum abnehmenden Voltiinens mit dein druckfreien _"#,ußenrauni der Kammer durch Überströrnöffnungen unmittelbar in Verbindung stechen, die durch eine geringe Bewegung des Differentialkolbens verschlossen werden, so daß ein Austritt von Löschflüssigkeit aus der Löschkammer bei fortschreitendem Kolbenhub nicht mehr erfolgen kann.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt. Das erste Ausführungsbeispiel Abb. i und a zeigt eine Löschkaniiner, bei der der Kammerteil abnehmenden Volumens verschiebbar zum Kaininerteil zunehmenden Volumens angeordnet ist. Das zweite Ausführungsbeispiel Abb. 3 und q. läßt erkennen, daß während des ersten Druckstoßes beim Einschalten ein Teil des Inhaltes -der Pumpenkammer zum Raum außerhalb der Löschkammer entweichen kann. Die Abb. i und 3 zeigen den Kontaktstift in der Einschaltstellung und die Abb. 2 und d. in einer Zwischenstellung während des Einschaltens.
  • In dem Lösehkammergehäuse i, -a unterteilt derDifferentialkolben den Kammerraum W'ährend seiner Bewegung .in einen Ratzen q. abnehmenden Volumens und in einen Raum 5 zunehmenden Volumens. Der Raum 6 steht durch große Öffnungen 7 mit dem Außenraum in freier Verbindung. Der bewegliche Kontaktstift ist mit. 8 und der feststehende Gegenkontakt mit 9 bezeichnet. Die Unterteilung des Kamineraehäuses ist so gewählt; daß der obere Gehäuseteil 2, der den Raum d. abnehmenden Volumens nach außen abschließt, in dem Gehäuseteil i gleitet, der den Raum 5 zunehmenden Volumens vom Außenraum trennt. Zwischen den beiden Kammerteilen i und 2 ist eine Druckfeder io eingebaut, die bestrebt ist, die Kammerteile zusammenzuhalten. Außer dieser Druckfeder io ist in dem Ausgleichsrauin 6 noch eine Feder i i enthalten, die den Differentialkolben 3 nach Beendigung eines Schaltvorganges stets in die Anfangslage zurückführt.
  • Wird der Schalter geschlossen, so bewegt sich der Kontaktstift 8 von außen in die Löschkammer hinein. Die Abmessungen der Löschkammer sind so- gewählt, daß auf dem Wege des Kontaktstiftes 8 durch den Raum .1. hindurch noch kein Überschlag zwischen den Kontakten 8 und 9 erfolgt. Erst von dem Augenblick an, wo der Kontaktstift den Kolbenboden durchdringt und damit die Überströmöffnung zwischen Raum 4 und Raum 5 i verschließt, soll bei weiterer Annäherung des Kontaktstiftes 8 an den Kontakt 9 ein Stromüberschlag erfolgen. Der hierbei infolge der plötzlichen Verdampfung von Öl im Raum 5 in Erscheinung tretende Druckstoß verschiebt den Kolben 3 nach oben. Dies ist möglich, da der Kammerraum d. mit seinem gleichbleibenden Inhalt ausweichen kann, indem die Feder io zusammengedrückt wird. Die Raumvergrößerung des Teilraumes 5 der Löschkammer beseitigt die Spitze des Druckstoßes auf die Kammerwandung und macht damit die Pumpeinriahtung in der Löschkammer elastisch. Die Abb. z zeigt eine Zwischenstellung des Kontaktstiftes 8 während des Einschaltens, in der der Druckanstieg in der Umgebung des Licht-Bogens den Kolben 3 um ein Stück angehoben hat, obschon ein Druckausgleich zwischen dem Raum 4. und dem Raum 5 nicht erfolgen kann. Wird in der Kolbenwand eine kleine Aus- . I gleichsbohrung nach dein Raum 6 angebracht, so werden in der Einschaltstellung des Schalters allmählich der Kolben 3 und damit auch der Pumpenraum d. in ihre Anfangslage zurückgehen.
  • Auch beim Ausschaltvorgang wird der erste Druckstoß in dieser Weise elastisch abgefangen, bevor die normale Löschinittelbespülung des Lichtbogens einsetzt.
  • In dein Ausführungsbeispiel Abb. 3 und sind die beiden Kammergehäuseteile i und a starr miteinander verbunden. Der Raum .I abnehmenden Volumens hat am Umfang verteilt eine Anzahl Auslaßöffnungen 12, die dicht oberhalb des Kolbenbodens in den Raum .4 einmünden, wenn der Kolben in seiner unteren Endlage steht.
  • Wird z. B. ein Ausschaltvorgang eingeleitet, so wird der erste Druckstoß durch die Ausweichmöglichkeit des Kolbens elastisch abgeschwächt. Solange der Kontaktstift 8 die Bohrung im Kolbenboden noch verschlossen -hält, kann sich eine Flüssigkeitsströmung vom Raum .I nach dem Raum 5 hin nicht ausbilden. Da aber die Austrittsöffnungen 12 in der unteren Endlage des Kolbens freiliegen, so ist bei dein Druckanstieg im Raum 5 eine Verschiebung des Kolbens nach oben mögiich, da ein Teil des Flüssigkeitsinhaltes aus dem Rauin d. entweichen kann. Die hierbei entstehende Vergrößerung des Raumes 5 zunehmenden Volumens- beseitigt die gefährliche Druckspitze bei der durch den Lichtbogen eingeleiteten Verdampfung. Im Verlauf des weiteren Abschaltvorganges öffnet der Kontaktstift 8 die Öffnung im Kolbenboden, :echdeni der Kolben die Öffnungen 12 verschlossen hat. Von dieseln Augenblick an setzt die normale Pumpwirkung des Kolbens ein, und es geht eine Löschmittelströmung durch die Kolbenbohrung über den Lichtbogen hinweg.
  • Beim Einschalten kann der Raum 5 sich ebenfalls zur Abschwächung des Druckstoßes beim Beginn des Entstehens eines Lichtbogens erweitern, bis die Öffnungen 1.2 durch den Kolben verschlossen sind. Hierbei ist wiederum der Abstand des Kolbenbodens in seiner Endlagevom festen Kontakt so groß, daß beim Einschalten erst ein Überschlag erfolgen kann, `nenn die Kontaktspitze sich unterhalb des Kolbenbodens befindet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRCCHEi i. Löschkammer mit D.ifferentialpumpeinriahtung für höhere Spannungen, deren Differentialpump:kolben die Löschkammer in zwei Kammern unterteilt, von denen die eine Kammer während der Bewegung des Kolbens einen Raum zunehtnenden Volumens und die andere einen Raum abnehmenden Volumens darstellt, von denen -der Rauen zunehmenden Volumens bei Auftreten eines Druckstoties während des Sohaltvoiganges sich auch dann erweitern kann, wenn der Kontaktstift denL?berströnikanal zwischen den beiden Pumpenkammern noch verschlossen liült. dadurch gekennzeichnet. date eine Vergröferung des Raumes (5) zunehmenden Volumens durch 13inrichtungen an der Löschkammer ermöglicht wird, die heim Auftreten eines Druckstoßes eine Bewegung des Pumpkolhens (3) trotz des bestehenden Verschlusses zwischen den beiden Pumpenräumen zulassen.
  2. 2. Löschkarniner nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß der Kammerteil (.I) abnehmenden Volumens verschiebbar zum Kammerteil (5) zunehmenden Volumens angeordnet ist, wobei zwischen den beiden verschiebbaren Kammerteilen sich ein Federkraftspeicher (io) befindet, dessen Kraftäuferung im Sinne einer Verkleinerun- des Kammerraumes zunehmenden Volumens wirkt.
  3. 3. Löschkammer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kaninierraum (4.) abnehmenden Volumens mit dem druckfreien Außenraum der Löschkammer durch Cherströin%iffntingen (i2) unmittelbar in Verbindung stellt. die durch eine geringe Bewe-un- des Ditferentialkolbens (3) verschlossen werden, @o daß ein .'Austritt von Lö schflüssigkeit aus der Löschkammer bei fortschreitendem Kolhenhub nicht mehr erfolgen kann. ZurAbgrenzung des 1---rfindutig-sgegenstati(i.#; vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in 13etraoht gezogen worden Deutsche Patentschrift \r.637 073, österreichische Patentschrift \r. 13;) 034, schweizerische Patentschrift Nr. 177 150. schwedisohe Patentschrift N r. 55 644.
DEST58005D 1938-11-02 1938-11-02 Loeschkammer mit Differentialpumpeinrichtung Expired DE757701C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT139034B (de) * 1933-01-18 1934-10-10 Asea Ab Elektrischer Schalter.
CH177150A (de) * 1933-08-25 1935-05-15 Asea Ab Elektrischer Schalter.
DE637073C (de) * 1934-08-18 1936-10-22 Studiengesellschaft Fuer Hochl Loeschkammer fuer Fluessigkeitsschalter

Patent Citations (3)

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