DE761139C - Selbsttaetige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen - Google Patents

Selbsttaetige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen

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DE761139C
DE761139C DEN39545D DEN0039545D DE761139C DE 761139 C DE761139 C DE 761139C DE N39545 D DEN39545 D DE N39545D DE N0039545 D DEN0039545 D DE N0039545D DE 761139 C DE761139 C DE 761139C
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DE
Germany
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air
temperature
powers
heating
colder
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Expired
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DEN39545D
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English (en)
Inventor
Friedrich V Dipl-Ing Schuetz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Julius Pintsch AG
Original Assignee
Julius Pintsch AG
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61—RAILWAYS
    • B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D27/00—Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
    • B61D27/0036—Means for heating only

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Air-Conditioning For Vehicles (AREA)

Description

  • Selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen Zur selbsttätigen Regelung derLuftheizung von Eisenbahnwagen ist es bekannt, den Abteilen je in einer besonderen Leitung einen durch Temperaturfühler regelbaren erhitzten Luftstrom und einen Kaltluftstrom zuzuführen und durch Änderung der Menge der aus jeder der beiden Leitungen in jedes Abteil austretenden Warm- und Kaltluft die Temperatur der jedem Abteil zuströmenden Mischluft dem Wärmebedarf anzupassen, ohne daß hierdurch dieBeheizung der anderen Abteile beeinflußt wird, wobei die in jedes Abteil eintretende Luftmenge konstant bleibt. Hierbei wird die Temperatur der in einem Erhitzer erwärmten Warmluft in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt, indem die Wärmezufuhr zu dem Erhitzer von zwei mit Ausdehnungsflüssigkeit gefüllten Temperaturfühlern gesteuert wird, von denen der eine der Außenluft, der andere der Temperatur der Warmluft zwischen dem Erhitzer und der ersten Abzweigung von der Hauptleitung ausgesetzt ist.
  • Es ist bei Gebäudelu.ftheizungen bekannt, den Räumen ein aus zwei Luftströmen verschiedener Temperatur gebildetes Gemisch zuzuführen, dessen Temperatur durch raumtemperaturabhängige Steuerung von Mischklappen für die beiden Teilströme auf den zur Einhaltung der gewünschten Raumtemperatur erforderlichen Wert gebracht wird, und hierbei den kälteren der beiden Teilströme auf eile gleichbleibende. etwa der gewünschten Raumtemperatur entsprechende Temperatur vorzuwärmen.
  • Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen mittels eines durch Temperaturfühler regelbaren erhitzten Luftstromes und eines diesem zugesetzten kälteren Luftstromes, bei der die beiden Luftströme den Abteilen je in einer besonderen L°itung zugeführt «-erden, und mit Vorwärmung auch des kälteren Luftstromes. und kennzeichnet sich dadurch. daß der kältere Luftstrom auf eine um einen gleichbleibenden oder mit abnehmender Außentenipz ratur kleiner werdenden Betrag unter der Temperatur des wärmeren Luftstrom#,#s liegende Temperatur vorgewärmt wird.
  • Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß auch die Zuführungsleitung des kälteren Luftstromes (LauIuft) mit für den Transport derjenigen Wärmemenge in das Wageninnere herangezogen wird, die zur Deckung des durch den Wärmeiibergang durch die Wagenwand an die kalte Außenluft bedingten Wärmeverlustes des Wagens erforderlich ist. Die so erzielt; Leistungssteigerung der Heizung ermöglicht gegenüber einerLuftheizung, bei der der kältere Luftstrom nicht oder nur auf Raumtemperatur vorgewärmt wird. ent-,ved°r unter Beibehaltung der für die einzelnen Leitungen angenommenen Querschnitte die Beheizung eines größeren Wagens oder bei einem gleich großen Wagen eine Verringerung der L°itungsduerschnitte, ohne daß hierdurch die Regelung der Raumtemperatur in den Abteilen beeinträchtigt wird.
  • Dieser Vorteil läßt sich bei Vorwä rlnung des kälteren Luftstromes nur auf Raumtemperatur durch Erhöhung der Temperatur der Warmluft nicht in allen Fällen erzielen, da dann die Warmluft auf Temperaturen gebracht werden maß, die sich beispielsweise bei Betrieb des Lufterhitzers mit -Niederdruckdampf oder d,-in Kühlwasser eines Triebwagenmotors nicht erreichen lassen. Auch durch Erhöhung der Warmluftmenge Iäl,@t sich di.#- mit der Erfindung erzielte Leistungssteigerung bei einer Luftheizung mit nur auf Raumtemperatur vorgewärmter Lault:ft nicht erreichen. da die erhöhte Luftzufuhr zwangsläufig eine größere Abluftlnenge und damit einen vergrößerten Abluftverlust, also eine Verringerung der Wirtschaftlich-Izeit der Heizung zur Folge hat. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sch °matisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Längsschnitt durch zwei Wagen mit der Heizungsanlage, Abb. 2 einen waagerechten Längsschnitt, Abb.3 den Querschnitt durch den Wagen längs der Linie C-D in Abb. i, Abb.-1 den Querschnitt durch den Wagen. längs der Linie _3-ß in Abb. i, Abb. 5 eine mittels eines Thermostaten gesteuerte Üffnung der Warmluftleitung und Abb. Ü die Abhängigkeit der Temperaturen der beiden Luftströme von der Außentemperatur.
  • Die in dem Wagen i angeordnete Luftheizungsanlage besteht aus dem von einem Elektromotor 2 angetriebenen Gebläse 3, das durch ein Filter d. Frischluft ansaugt. An den Austrittsstutzen des Gebläses 3 schließt sich ein Rohr ; an. durch das zwei etwa gleich-2 Luftströme geleitet «-erden. Der eine durchströmt den beispielsweise dampfbeheizten Lufterhitzer 6 und die anschließende Leitung 8, der andere den Lufterhitzer 7 und die anschließende Leitung g. Die Leitungen 8 und g verlaufen durch den ganzen Zug. Zwischen den einzelnen Wagen i, io, i i USW. sind Kupplungsstücke 12 angeordnet. Innerhalb der Wagen sind die Leitungen 8 und g in einem an der Wagendecke angeordneten Kanal 13 eingeschlossen, der bei Abteilwagen durch Zwischenwände i-., die den Abteilwänden 15 entsprechen, unterteilt ist. Der Boden des Kanals 13 ist mit AusbIaseöffnungen 16 versehen, die zum Luftaustritt bei Belüftung des Wagens dienen und zweckmäßig mit einstellbaren '#'erschlußvorrichtungen versehen sind. Seitlich schließen sich an den Kanal 13 Abzweigekanäle 17 an, die unter die Sitzbänke geführt sind und am Ende mit Ausblaseöffnungen 18 für die im Kanal 13 gebildete -Mischluft versehen sind. Die Ausblaseöffnungen 18 können ebenfalls mit Verschlußvorrichtungen versehen sein, die bei reiner Lüftung, bei der die Ausblaseöffnungen 16 offen sind, geschlossen werden. Auf diese kann jedoch verzichtet werden, da die Luft wegen des größeren Widerstandes, den sie beim Durchströmen der Abzweigekanäle 17 erfährt, vorzugsweise durch die Öffnungen 16 austreten wird.
  • Aus den Rohren 8 und g gelangen die in den Lufterhitzern 6 und 7 auf verschiedene Temperaturen gebrachten Luftströme durch Auslässe 2o und 21 in den Wandungen der Rohre 8 und g in den Sammelkanal 13.
  • Die mittels eines Scharniers an der Warm-Iuftleitung 8 vor der Üffnung 2i befestigte drehbare Klappe 3 2 wird durch eine an ihrem Ausleger 33 angreifende Zugfeder 34 in der Offenstellung gehalten, in der sich der Anschlag 35 gegen die Wandung des Rohres 8 legt. Überschreitet die Raumtemperatur die Kontakttemperatur des im beheizten Abteil angeordneten Thermostaten 36, so wird die Spule 37 erregt. Der am Ausleger 33 angeordnete Anker 38 wird angezogen und legt die Klappe 32 vor die öffnung 21. Durch die Zugfeder 34 wird die Klappe wieder geöffnet; sobald die Raumtemperatur unter die Kontakttemperatur des Thermostaten 3.6 abgesunken und so die Erregung der Spule 37 unterbrochen ist. Die Auslässe 2o der L.auluftleitung g werden nicht gesteuert.
  • Die Regelung der Temperatur der Warmluft erfolgt in der Weise, daß das Dampfeinlaßventil 23 des Dampf lufterhitzers 6 von zwei mit Ausdehnungsflüssigkeit gefüllten Temperaturfühlern gesteuert wird, von denen der eine, 2,4, der Temperatur der aus dem Erhitzer austretenden Luft, der andere, 25, der Außentemperatur ausgesetzt ist. Die Volumenänderungen der Füllflüssigkeit bei Änderung der maßgeblichen Temperaturen werden hierbei in bekannter Weise über einen angeschlossenen Federungskörper 26 auf das Dampfeinlaßventi123 übertragen. Die Regelung der Temperatur des kälteren Luftstromes erfolgt ebenfalls durch Steuerung des Dampfeinlaß,ventils 27 des Erhitzers 7, das über einen Federungskörper 28 von einem der Temperatur der aus dem Erhitzer 7 austretenden Luft ausgesetzten Temperaturfühler 29 und einem. Außenbemperaturfühler 30 verstellt wird. Die Temperaturfühler 25 und 30 werden hierbei, um sie gegen Einflüsse zu schützen, die unter Umständen störend wirken könnten, abweichend von der in Abb. 2 schematisch dargestellten Anordnung zweckmäßig im Ansaugestutzen des Gebläses 3 untergebracht.
  • In Abb. 6 sind die Temperaturen der Warmluft t" und die des kälteren Luftstromes t1 in Abhängigkeit von der Außentemperatur t, grafisch dargestellt.. Die. Regelung der Warmlufttemperatur t", erfolgt in der Weise, da,ß sie bei einer Außentemperatur von - 250 etwa 6o0 und bei einer Außenbemperatu,r von -j- 150 etwa + 350 beträgt. Während bei der eingangs erwähnten vorbekannten Luftheizung der andere Mischluftbestandteil überhaupt nicht vorgewärmt wird, seine Temperatur tk also gleich der Außenbempera_tur, t" ist, wird hier auch der kältere Luftstrom vorgewärmt, und zwar entweder auf den Wert t12, der bei jeder Außentemperatur stets um den gleichen Betrag, beispielsweise 2o0', geringer ist als die Temperatur t" der Warmluft, oder auf den Wert t13, der bei tiefer Außentemperatur (beispielsweise - 250) gleich der Temperatur t", der Warmluft ist, bei steigender Außentemperatur um einen immer größer werdenden Betrag von der Temperatur t" abweicht und bei der Außentemperatur von -E- 150 auf den Wert t13 = 2o0 absinkt, also um volle 15'o unter der Warmlufttemperatur liegt.
  • Die jeweils gewünschte Abhängigkeit der Lufttemperatur von der Außentemperatur läßt sich durch Bemessung des Verhältnisses der Inhalte der beiden flüssigkeitsgefüllten Temperaturfühler 24 und 25 oder 29 und 30 leicht erzielen. Selbstverständlich läßt sich die gewünschte Regelung der Lufttemperatur auch mit andersartigen Thermostaten bewirken, beispielsweise mit elektrischen Kontaktthermometern, die mittels thermischer Relais die Heizmittelzufuhr zu den Lufterhitzern steuern oder unmittelbar oder über Relais elektrische Heizelemente der Erhitzer zu- und abschalten.
  • Infolge des bei der Heizung nach der Erfindung bei Sinken der Außentemperatur herbeigeführten Anstieges der Laulu:fttemperatur ist, zumindest bei tiefen Außentempe, Taturen, die Möglichkeit, unter Beibehaltung der Gesamtluftmengz die Raumtemperatur durch Änderung des Mischungsverhältnisses der beiden Luftströme aufrechtzuhalten, beschränkt. Die se Schwierigkeit läßt sich jedoch in einfacher Weise dadurch beheben, daß, wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel, nur die Auslässe 21 der Warm.luftleit:ung 8 durch die Raumtemperaturfühler 6 gesteuert werden, die Auslässe 2o der Lau-luftleitung g@ dagegen nicht absperrbar sind. Dann tritt an die Stelle der Regelung, bei der die in jedes Abteil eintretende Luftmenge konstant bleibt, eine Regelung, bei der lediglich der Warmluftstrom gedrosselt bzw. abgesperrt wird, die dem Abteil zugeführte Gesamtluftmenge also geändert wird. Bei dieser Regelung ist die durch vorübergehendes Absperren des Warmluftauslasses erzielbare. Änderung der dem Abteil zugeführten Wärmemenge bei tiefen Außentemperaturen kleiner als bei hohen Außentemperaturen. Diese Verschiedenheit der Änderungsmöglichkeit ist jedoch belanglos. Bei tiefen Außentemperaturen ist der lediglich durch die kalte Witterung bedingte Grundwärmebe@darf des Wagens so groß, daß der durch andere: Einflüsse, wie Fährwind u. dgl., bedingte, darüber hinausgehende Wärmebedarf nur gering ist. Die auf diese veränderlichen Einflüsse zurückzuführenden Änderungen des Wärmebedarfes lassen sich also durch eine im Verhältnis zur Heizleistung geringe Änderung der Heizleistung ausgleichen. Bei milder Witterung, wo das Verhältnis des durch die Außentemperatur gegebenen Grundwärmebedarfes gegenüber dem durch andere: Einflüsse bedingten Wärmebedarf bedeutend kleiner ist, ist auch die durch Abschalten der Warmluftzufuhr erzielbare Änderung der Heizleistung infolge der dann verhältnismäßig niedrigen Laulufttemperatur groß genug, um die außentemperaturunabhängigen Einflüsse auszugleichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen mittels eines durch Temperaturfühler regelbaren erhitzten Luftstromes und eines diesem zugesetzten kälteren Luftstromes, bei der die beiden Luftströme den Abteilen je in einer besonderen Leitung zugeführt werden, und mit Vorwärmung auch des kälteren Luftstromes, dadurch gekennzeichnet, daß der kältere Luftstrom auf eine um einen gleichbleibenden oder mit abnehmender Außentemperatur kleiner werdenden Betrag unter der Temperatur des «-ärmeren Luftstromes liegende Temperatur vorgewärmt wird. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift N r. 630333; Mode, »Ventilatoranlagen«, Berlin und Leipzig 193i, Verlag de Gruyter & Co., S. 68; Rietschel, »Heiz- und Lüftungstechnik«, B. Aufl., S. 130; Rybka, »Amerikanische Lüftungs- und Heizungspra.xis«, 1932, S. 131 bis 141; Powers Temperature Regulation, 1924, S. 1o und 36; Uanadian Powers Regulators Co. Ltd., Bulletin N r. Zoo, Dezember 1935, S.22, Abb. 6o; Fan Engineering, 3. Ausgabe, 1933, veröffentlicht von Buffalo Forge C., Buffalo, 1i. Y., S. 207; The Powers System der Uanadian Powers Regulators Co. Ltd., 1911, S. 12 bis 14.
DEN39545D 1936-06-13 1936-06-13 Selbsttaetige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen Expired DE761139C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1060427B (de) * 1957-04-04 1959-07-02 Aeg Be- und Entlueftungsvorrichtung fuer elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge
DE1194891B (de) * 1959-06-30 1965-06-16 Pintsch Bamag Ag Verfahren und Vorrichtung zur Luftheizung von Fahrzeugen, insbesondere der Abteile von Schienenfahrzeugen
DE1197112B (de) * 1961-12-12 1965-07-22 Friedmann Kg Alex Einrichtung zur Regelung der Temperatur in Fahrgastraeumen von Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE630333C (de) * 1933-12-16 1936-05-26 Naamlooze Vennootschap Machine Selbsttaetige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen

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