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Relais Der Gegenstand der Erfindung ist ein Relais, dessen Kern und
Spule an den übrigen Teilen des Relais als eine lösbare Einheit befestigt sind,
insbesondere für Fernsprechanlagen.
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Die Erfindung bezweckt, ein und dasselbe Relais verschiedenen Schaltbedingungen,
ohne wesentliche Änderung und ohne ein Spezialrelais verwenden zu müssen, in einfacher
Weise anpassen zu können.
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Es ist bekannt, Spulen und Spulenträger an einem Relais lösbar anzuordnen
und die Arbeitszeit des Relais dadurch zu ändern, daß man einmal eine Spule mit
einem Träger aus magnetischem Material und einmal eine Spule mit einem Träger aus
Kupfer verwendet. Diese bekannte Einrichtung hat aber den Nachteil, daß der Austausch
der Spule und des Trägers nur unter Auseinandernahme des gesamten Relais möglich
ist. Ferner können mit dieser Einrichtung nur die Schaltzeiten und nicht die Induktivitäten
geändert werden.
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Es ist auch bekannt, Kern und Spule als eine Baueinheit auszubilden,
die ohne Auseinandernahme des Relais von diesem lösbar ist. Mit dieser bekannten
Anordnung kann aber eine Veränderung der Arbeitsweise des Relais nicht erzielt werden.
Bei
Spezialrelais ist es bekannt, die Induktiv itäten zu ändern durch Verstellung der
magnetisch leitenden Teile zueinander. Die Konstruktionen dieser bekannten Anordnung
weichen aber von dem normalen Aufbau des Relais weitgehend ab und erfordern deshalb
besondere Teile und Werkzeuge.
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Ferner ist es bekannt, bei einem gewöhnlichen Relais die Impedanz
durch einen Eisenmantel für den Kern zu erhöhen, wobei der Kern so bemessen ist,
daß er zusammen mit dem Eisenmantel den gleichen Querschnitt aufweist wie ein gewöhnlicher
Kern. Bei dieser Anordnung ist aber keine Austauschbarkeit vorgesehen.
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Weiterhin sind Relais normaler Bauart bekanntgeworden, bei welchen
durch Ansetzen eines Stückes aus hochremanentem Material an den Anker die Remanenz
des Relais geändert werden kann. Bei dieser Anordnung ist aber eine gleichzeitige
Änderung sowohl der Verzögerungszeiten als auch der Induktivität nicht möglich.
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Der Gegenstand der Erfindung ermöglicht nun eine leichte Anpaßbarkeit
eines Relais, das sich nur unwesentlich von Relais normaler Bauart unterscheidet,
an die verschiedensten Schaltbedingungen sowohl in bezug auf die Verzögerungszeiten
als auch auf die magnetische Charakteristik dadurch, daß lediglich durch Austausch
der verschiedenartige Kerne aufweisenden, aber sonst gleichen Einheiten die Schaltzeiten
und/oder die Induktivität des Relais verändert werden. Dadurch, daß die von Spule
und Kern gebildeten lösbaren Baueinheiten gleiche Maße aufweisen, soweit sie mit
den übrigen Teilen des Relais in Eingriff kommen, ist ihre Austauschbarkeit sichergestellt,
gleichgültig ob die Schaltzeiten oder die Induktivität des Relais geändert werden
sollen. Dies hängt lediglich von der Art des mit der Spule verbundenen Kernes ab,
der je nach den dem Relais zu erteilenden Eigenschaften auf die verschiedenste Art
ausgebildet sein kann.
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Die leichte Lösbarkeit kann am einfachsten dadurch erzielt werden,
daß die verschiedenen mit der Spule verbundenen Kerne an ihren mit dem Joch in Verbindung
stehenden Enden gleichartig gestaltet und bemessen und durch Schellenklemmung in
einer entsprechenden Öffnung im Jochteil befestigt werden.
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Um eine einwandfreie Lage der Teile zueinander sicherzustellen, kann
man die Spulenscheibe oder Spulenscheiben der auswechselbaren Baueinheiten mit Ansätzen
oder Aussparungen versehen, die mit dem Jochteil im Eingriff stehen.
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Im folgenden ist der Gegenstand der Erfindung beschrieben und in der
Zeichnung dargestellt. Es bedeutet Fig. i eine Seitenansicht des Relais gemäß der
Erfindung mit geschnittener Spule, Fig.2 eine Ansicht der Befestigungsseite des
Kernes des Relais, Fig.3 eine Ansicht der Ankerseite des Relais unter Beiseitelassung
des Ankers und der Kontaktfedersätze; Fig. 4. zeigt die Spule mit einem lamellierten
Kern, Fig. 5 eine Seitenansicht derselben, Fig. 6 eine Spule mit einem Kern großen
Durchmessers, Fig. 7 eine Seitenansicht derselben, Fig. 8 eine Spule mit normalem
Kern und einem Eisenmantel, Fig. 9 eine Spule mit einem Kern geringeren Durchmessers
und mehreren Mänteln, Fig. io eine Seitenansicht derselben.
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An einem L-förmigen Joch i sind ein Kontaktfedersatz 2 und ein Anker
3 gelagert. Der senkrecht zur Spulenachse stehende Jochteil .I ist geschlitzt und
besitzt eine Öffnung 5, durch welche das Befestigungsende 6 des Kernes 7 hindurchgreift.
Der Kern 7 wird mit seinem Befestigungsende 6 in der Öffnung 5 des abgebogenen Jochteiles
4. durch eine Schraube 8 festgeklemmt. Auf dem Kern 7 sitzt die Spule 9 mit einer
die Lötösen io tragenden Spulenscheibe i i und einer Spulenscheibe 12, die Ansätze
13 besitzt, zwischen denen das Joch i eingreift. Durch Lösung der Schraube 8 kann
ohne weitere Veränderung oder Auseinandernahme der übrigen Teile des Relais die
Spule 9 zusammen mit dem Kern 7 entfernt und gegen eine andere durch den Kern 7
und die Spule 9 gebildete Baueinheit ausgetauscht werden. Je nach den Schaltbedingungen,
die das Relais zu erfüllen hat, wird eine Baueinheit mit einem bestimmten Kern verwendet.
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In Fig. q. und 5 ist eine Baueinheit mit einem lamellierten Kern 7
dargestellt, welcher Verwendung findet, wenn das Relais als Impulsrelais arbeiten
soll, wobei der Kern 7 aus Nickeleisenblechen bestehen kann. Fig. 6 und 7 zeigen
für ein Relais mit hoher Impedanz eine Baueinheit mit einem Kern 7 großen (Querschnittes,
der auch von einem Kern normalen Querschnittes und einem Eisenmantel gebildet werden
kann. Fig. 8 zeigt eine Baueinheit für ein Relais mit normalem Kern 7 und einem
Kupfermantel 14, das als Verzögerungsrelais arbeitet. Fig.9 und io zeigen eine Baueinheit
mit einem Kern 7 geringen Querschnittes und zwei Mänteln 15 und 16, die aus Kupfer
bzw. Eisen bestehen können, das für ein Wechselstromrelais geeignet ist.
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Als Drosselrelais kann man stark unterteilte Kerne oder Kerne aus
gepreßtem Eisenpulver für hohe Induktivität verwenden.
Sämtliche
Befestigungsenden 6 der Kerne 7 weisen die gleiche Bemessung und Form auf, so daß
sie in die Öffnung 5 des Jochteiles q. hineinpassen.
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Statt des* dargestellten Winkelankerrelais kann natürlich auch ein
Relais anderer Bauart, z. B. ein Flachankerrelais, gemäß der Erfindung ausgebildet
werden.