DE762441C - Zuendeinrichtung fuer gas- oder dampfgefuellte elektrische Entladungsroehren - Google Patents
Zuendeinrichtung fuer gas- oder dampfgefuellte elektrische EntladungsroehrenInfo
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Description
- . Zündeinrichtung für gas- oder dampfgefüllte elektrische Entladungsröhren Zum Zünden von gas- oder dampfgefüllten elektrischen Entladungsröhren, insbesondere von mit Leuchtstoffen versehenen Quecksilberniederdruckleuchtröhren, werden neuerdings die mit zwei Stromzuführungen versehenen vorheizbaren Glühelektroden der Entladungsröhren über einen sog: Bimetallglimmschalter in Reihe geschaltet. Dieser besteht bisher aus einem mit Edelgas gefüllten Glasgefäß, das den die Schaltbewegung ausführenden Bimetallstreifen und einen als Gegenelektrode dienenden Blechkörper enthält, der zur Erzielung einer genügend großen Glimmstromstärke eine verhältnismäßig große Oberfläche haben niuß und meist als U-förmig gebogenes Blech den Bimetallstreifenumschließt. Das, die zwei Elektroden enthaltende und mit zwei Stromeinführungen versehene Schaltergefäß soll möglichst kleine Abmessungen aufweisen, damit es, leicht in die Entladungsröhire bzw. in ihren Sockel oder in ihre Fassung eingebaut werden kann.
- Bei der neuen Zündeinrichtung wird zur Reihenschaltung der Glühelektroden ein Bimetallglimmschalter vorgesehen, der nach der Erfindung aus einem eine Glasfüllung enthaltenden Metallgefäß, vorzugsweise aus einem nur wenige Millimeter weiten, beiderseits geschlossenen Metallrohr besteht, das selbst als Gegenelektrode für den eingebauten, die Schaltbewegung ausführenden Bimetallstreifen wirkt und auierdem noch als Anschlagkontakt dient oderauf seiner Innenwand denAnschlagkontakt trägt. Durch die Vorsehung eines an die Stelle des bisher üblichen Glasgefälles tretenden Metallgefäßes, das gleichzeitig als groboberflächige Glimmelektrode dient sowie den Gegenkontakt bildet oder trägt, wird der Bimetallglimmschalter in seinen Abmessungen wesentlich verkleinert, so daß er besonders leicht in die Röhre, .ihren Sockel oder ihre Fassung eingebaut werden kann. Er «wird außerdem auch im Aufbau erheblich vereinfacht, da jetzt mir noch eine einzige vakuumdichte Stromeinführung notwendig ist. Zu dem weiteren Vorteil der größeren Festigkeit eines solchen Metallröhrchenschalters kommen ferner günstige Betriebseigenschaften, insbesondere wegen der guten Wärmeableitung nach außen. Zweckmäßig wird das Metallgefäß aus einer Legierung von Eisen mit -Nickel und Kobalt hergestellt, die sich mit Glas oder Keramik leicht vakuumdicht verschmelzen läßt.
- Die Zeichnung zeigt in Abb. i ein Ausführungsbeispiel der neuen Zündeinrichtung. wobei die Leitungsführung schematisch angedeutet und der Bimetallglimmschalter in stark vergrößertem Maßstab getrennt von der Entladungsröhre dargestellt ist.
- Die Abb. :2 und 3 zeigen weitere Ausführungsbeispiele des Bimetallglimmschalters. Bei der Zündeinrichtung nach Abb. i sind die beiden Glühelektroden i der Entladungsröhre 2 einerseits durch den Bimetallglimm sehalter 3 in Reihe geschaltet und anderseits über die Vorschaltdrosselspule 4 mit dem -Netzschalters verbunden. DerBimetallglimmsehalter 3 bestellt aus einem nur wenige Millimeter weiten. mit einer geeigneten Edelgasfüllung versehenen Metallröhrchen 6, in das am einen Ende der Stromzuführungsdralit ,^ E mittels der Glasperle 8 vakuumdicht eingeschmolzen ist_. der den in der Röhrenachse angeordneten Bimetallstreifen 9 trägt. Das andere Ende des 1Tetallröhrcliens (-), das bei I der Herstellung des Bimetallgliminschalters als Entlüftung,- und Einfüllstutzen dienen kann, ist an der Stelle io zugeduetscht und dicht verschweißt oder verlötet. Die als Glimmelektroden dienenden Teile sind gezebenenfalls mit den Kathodenfall herabsetzenden Stoffen-, insbesondere Erdalkalimetallen, überzogen.
- Beim Schließen des -Netzschalters @ tritt zwischen dem BimetaIlstreifen 9 und der Innenwand des Metallröhrchens 6 die volle Netzspannung und damit zwischen beiden eine Glimmentladung auf, deren Heizwirkung den Binietallstreifen 9 bis zum Anlegen an die Rölirchenwand durchkrümint, wobei er die punktiert angedeutete Stellung einnimmt. Damit wird der Heizkreis der Glühelektroden i geschlossen. und die Glimmentladung im Schalter 3 erlischt. lach kurzer, für die Rufheizung der Glühelektroden i jedoch ausreichender Zeit, entfernt sich der Bimetallstreifen 9 infolge seiner Abkühlung wieder von der Wand des --#letallröhrcliens 6, wobei der Elektiodenheizkreis unterbrochen wird und in der Vorschaltdrosselspule 4 ein Spannungsstoß entsteht, der die Entladungsröhre 2 zur Zündung bringt. Der Bimetallglimmschalter 3 ist in bekannter Weise so ausgebildet, daß die erheblich unter der Netzspannung liegende Brennspannung der Entladungsröhre 2 nicht ausreicht, um im Schalter 3 eine Glimmentladung zu erzeugen. Der Schalter 3 bleibt also bei brennender Entladungsröhre 2 in der Offenstellung. In vielen Fällen ist es vorteilhaft, am Bimetallstreifen 9 und an der Wand des 1letallröhrchens 6 Kontaktstücke aus hochschmelzendem Metall, insbesondere aus Wolfram oder :1lolvbdän, zu befestigen. Es kann beispielsweise, wie die Abb. 2 und 3 zeigen, am Bimetallstreifen 9 ein Wolframdrahtstück i i in der Achse oder quer zur Achse des 1letallröhrcheils 6 angeschweißt sein und diesem ein Sprengring 12 oder ein haarnadelförmig gebogener Drahtbügel 13 gegenüberstehen, der sich federnd an die Röhrenwand anpreßt. Das Metallgefäß 6 des Bimetallglimmschalters kann eine beliebige Gestalt aufweisen. insbesondere auch als Dose mit eingebautem spiralförmigen Birnetallstreifen ausgebildet sein.
Claims (1)
- PATEN TA` SPP L CHE: i. Zünd°@inriclitung für gas- oder dampfgefüllte elektrische Entladungsröhren mit vorheizbaren Glühelektroden, die durch einen Bimetallglimnischalter in Reihe geschaltet sind, der vorzugsweise in der Entladungsröhre oder in ihrem Sockel untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallgliminsclialter aus einem eine Gasfüllung enthaltenden Metallgefäß (6), vorzugsweise aus einem nur wenige Millimeter weiten, beiderseits geschlossenen 1letallröhrchen besteht. das als Gegenelektrode für den eingebauten, die Schaltbewegung ausführenden Bimetallstreifen (9) wirkt und außerdem als. Anschlagkontakt dient oder auf seiner Innenwand den Anschlagkontakt trägt. z. Zündeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallglimmschalter aus einem Metallrohr (6) besteht, in das am einen Ende die Stromzuführung (7) zum Bimetallstreifen (9) isoliert und vakuumdicht eingeschmolzen ist, während das andere, bei der Herstellung als Pumpstutzen dienende Rohrende (io) zugequetscht und vakuumdicht verschweißt oder verlötet ist. 3. Zündeinrichtung nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen (9) und die Wand des Metallgefäßes (6) mit Kontaktstücken (I I, 12, 13) aus hochschmelzendem Metall, insbesondere aus Wolfram oder Molybdän, versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP84120D DE762441C (de) | 1942-04-26 | 1942-04-26 | Zuendeinrichtung fuer gas- oder dampfgefuellte elektrische Entladungsroehren |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP84120D DE762441C (de) | 1942-04-26 | 1942-04-26 | Zuendeinrichtung fuer gas- oder dampfgefuellte elektrische Entladungsroehren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE762441C true DE762441C (de) | 1952-12-15 |
Family
ID=7394194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP84120D Expired DE762441C (de) | 1942-04-26 | 1942-04-26 | Zuendeinrichtung fuer gas- oder dampfgefuellte elektrische Entladungsroehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE762441C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1192724B (de) * | 1960-10-10 | 1965-05-13 | Gen Electric | Bimetall-Glimmschalter und Verfahren zu dessen Herstellung |
-
1942
- 1942-04-26 DE DEP84120D patent/DE762441C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1192724B (de) * | 1960-10-10 | 1965-05-13 | Gen Electric | Bimetall-Glimmschalter und Verfahren zu dessen Herstellung |
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