DE764767C - Verfahren zur Herstellung von festem Paraffin aus Kohlenoxyd und Wasserstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von festem Paraffin aus Kohlenoxyd und Wasserstoff

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DE764767C
DE764767C DEST56469D DEST056469D DE764767C DE 764767 C DE764767 C DE 764767C DE ST56469 D DEST56469 D DE ST56469D DE ST056469 D DEST056469 D DE ST056469D DE 764767 C DE764767 C DE 764767C
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DE
Germany
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gas
hydrogen
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synthesis
pressure
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Expired
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DEST56469D
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English (en)
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Franz Dr Fischer
Helmut Dr Pichler
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Studien und Verwertungs G M B
Original Assignee
Studien und Verwertungs G M B
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G61/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbon-to-carbon link in the main chain of the macromolecule
    • C08G61/02Macromolecular compounds containing only carbon atoms in the main chain of the macromolecule, e.g. polyxylylenes
    • C08G61/04Macromolecular compounds containing only carbon atoms in the main chain of the macromolecule, e.g. polyxylylenes only aliphatic carbon atoms

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von festem Paraffin aus Kohlenoxyd und Wasserstoff Es ist gekannt, daß bei der unter Atmosphärendruck mit hochaktiven Metallen der B. Gruppe des Periodischen Systems, insbesondere mit Kobalt, katalytisch durchgeführten Benzinsynthese aus Kohlenoxyd und Wasserstoff enthaltenden Gasen aliphatische Kohlenwasserstoffe der verschiedensten Siedepunkte, darunter auch festes Paraffin, entstehen. Je nach den Arbeitsbedingungen schwankt die Menge des gebildeten Paraffins zwischen ¢ und ioo/o. Sie liegt mengenmäßig also weit unterhalb der anderen Reaktionsprodukte, die den Reaktionsraum zum größten Teil in Dampf- oder Gasform verlassen. Die verhältnismäßig geringen Paraffinmengen, die am Katalysator zurückbleiben, können nach Beendigung einer Versuchsperiode, d. h. nach mehreren Wochen oder Monaten, aus dem Katalysator durch Extraktion oder andere bekannte Maßnahmen entfernt werden.
  • Beim Durchführen der Benzinsynthese ist es im allgemeinen am vorteilhaftesten, wenn für je i kg Kobalt oder, was damit ungefähr gleichbedeutend ist, für je io 1 Kontaktraum stündlich etwa i cbm Kohlenoxyd-Wasserstoff-Gemisch zur Umsetzung kommt. Bei diesem Verhältnis von umzusetzender Gasmenge zum Kontakt bzw. Kontaktraum kann man zu Anfang einer Betriebsperiode etwa ioo g, nach 6 bis 8 Wochen noch etwa 8o g Reaktionsprodukte je Kubikmeter Syntliesegaserhalten. Werden nur 5oo.'o oder auch nur too'o der genannten stündlichen Gasmenge durch den Kontalctrauin geleitet, dann ergibt sich eine geringfügige Erhöhung der Ausbeute. die jedoch wegen der gleichzeitig eintretenden ungünstigen Raum-Zeit-Ausbeute wirtschaftlich nicht mehr tragbar erscheint. Wird die Synthese unter Atmosphärendruck ausgeführt. so bleibt auch bei verringerter Gasströmungsgeschwindigkeit bzw. bei erhöhter Reaktionsdauer die Art der Reaktionsprodukte im wesentlichen unverändert. Die Reaktionsprodukte bestehen fast ausschließlich aus c71, Benzin und gasförmigen. nicht kondensierbaren Kolilenwasserstoffen.
  • Man hat Kohlenoxyd und Wasserstoff auch schon an Kobaltkatalysatoren unter erhöhtem Druck, z. B. bei > oder So at, zur Unisetzung gebracht. Bei diesen Versuchen ging inan hinsichtlich der umzusetzenden Gasmengen von der Überlegung aus, dar bei einer Druckerhöhung, z. B. auf das Fünffache. je Zeiteinheit auch die fünffache Gasmenge (geniessen bei Atmosphärendruck) durch die Apparate geschickt werden kann. Man ließ sich hierbei von den bei anderen Prozessen analogen Verhältnissen leiten. Bei den bisher bekannten Arbeiten wurde daher entweder unabhängig yoinDruck mit annäherndgleicher Aufenthaltsdauer der Gase im Reaktionsraum gearbeitet oder die Synthese mit ruhenden Gasen in geschlossenen Gefäßen durchgeführt, oder der Einfluß der Gasaufenthaltsdauer wurde überhaupt nicht näher berücksichtigt.
  • Demgegenüber wurde nun gefunden. daß bei der katalytischen i'berdruclc1colilenoxvdhydrierung nur dann optimale, derTheorie nahe kommende Ausbeuten an bei Zimmertemperatur festem Paraffin erzielt werden können. wenn man im Gegensatz zu den bisherigen Anschauungen die Gasaufenthaltsdauer annähernd gleichlaufend mit dein jeweils zur Anwendung kommenden Synthesedruck steigert. Unter Gasaufenthaltsdauer wird hierbei die Berührungszeit zwischen Katalysator und Synthesegas verstanden. Bei einer kontinuierlich durchgeführten Synthese wird sie einerseits durch die Länge der Kontaktschicht und andererseits durch die Gasströmttngsgeschwindigkeit bestimmt.
  • Wünscht man also beispielsweise bei einem Synthesedruck von 5 at optimale Ausbeuten an festen Kohlenwasserstoffen, so inuß man annähernd bei fünffacher. bei 2o at aber etwa mit zwanzigfacher Gasaufenthaltsdauer arbeiten. Kommt entgegen dieser Regel bei 2o at nur die halle Aufenthaltsdauer zur Anwendung, dann sind die Ausbeuten bereits ttin 30 his
    ;oo.`o geringer, trotzdem unter Berücksich-
    tigung des Gasdrucks die Aufenthaltsdauer'
    immer noch doppelt so hoch ist. wie die bei
    at optimale Gasaufenthaltsdauer.
    Eine über die erfindungsgemäße Arbeits-
    regel hinausgehende Gasaufenthaltsdauer
    bringt keine so wesentliche Ausbeuteverbesse-
    rung mit sich, daß sie wirtschaftlich zu recht-
    fertigen wäre. -Mit ruhenden Gasen ergibt
    sich sogar eine wesentliche Verschlechterung
    der Syntheseergebnisse, weil in diesem Fall
    die entstandenen Produkte unzulässig lange
    der Einwirkung des Kontaktes ausgesetzt
    sind. Besonders vorteilhafte Ergebnisse. so-
    wohl hinsichtlich der je Kubikmeter Aus-
    gangsgas erreichbaren Kohlenwasserstotiaus-
    heuten als auch hinsichtlich der Kontakt-
    lebensdauer, ergeben sich, wenn hei einem
    Synthesedruck von etwa ; bis 2o at erfin-
    dungsgemäß mit einer fünf- bi: zwanzigfach
    erhöhten Gasaufenthaltsdauer gearbeitet wird.
    Da inan hierbei als Kontaktmaterial Kobalt
    verwendet. muß bei unterhalb von 2;0 liegen-
    den Synthesetemperaturen gearbeitet «-erden.
    Führt man die. entstehende Reaktioiis«-ärme
    durch jZ@asserkühltuig a1>. dann wird 1111
    Reaktionsraum zweckmäßig der gleiche
    Arbeitsdruck aufrechterhalten, den das zur
    Verwendung kommende Kühlwasser hat.
    Zwischen Reaktionsraum und Kühlwasser-
    rauin besteht in diesem Fall keine Druck-
    difterenz, so daß die Syntheseeinrichtung sich
    besonders einfach gestaltet.
    _111 Hand des nachfolgenden Ausführungs-
    beispiels möge das Verfahren näher erläutert
    «-erden.
    Ausführungsbeispiel Ein durch Fällung hergestellter, aus Kobalt. Thorium und Kieselgur bestehender Kontakt wurde bei Atmosphärendruck zunächst mit einem aus i Raumteil Kohlenoxyd und 2 Raumteilen Wasserstoff bestellenden Gasgemisch auf seine Wirksamkeit geprüft. Hierbei stellte sich heraus. daß z. B. beim stündlichen Durchsatz von ioo 1 Synthesegas je Liter Kontaktraum. d. h. bei einer Gasaufenthaltsdauer von etwa 1; bis 20 Sekunden bei igo= eine maximale Gaskonträktion von 8o0%'0 unter Bildung größtenteils flüssiger Kohlenwasserstoffe eintrat. Eine Vermehrung des Gasdurchsatzes ebenso wie eine Erhöhung oder Erniedrigung der Temperatur verursachte eine wesentliche Verschlechterung der Ausbeuten. einerseits durch unerwünschte Bildung gasförmiger Kohlenwasserstofte, andererseits durch unvollständigen Umsatz.
  • Um nun an Stelle der flüssigen Kohlenwasserstofte erfindungsgemäß llen"en vnti festem Paraffin zti erzeugen. wurde der Synthesedruck auf das Mehrfache des Atmosphärendrucks gesteigert und die Gasaufenthaltsdauer gleichzeitig in entsprechendem Maße erhöht. Im Laufe einer längeren Betriebsperiode war es infolge des an sich bekannten, allmählichen Absinkens der Kontaktaktivität nötig, die Betriebstemperatur entsprechend zu erhöhen. Man arbeitete daher anfangs bei 18o° unter io at und einer gegenüber der Synthese bei Atmosphärendruck verzehnfachten Gasaufenthaltsdauer und später bei 2oö°' unter 15 at und fünfzehnfacher Aufenthaltsdauer.
  • Die besten Ausbeuten, nämlich etwa i 5o bis i6o g feste und flüssige Kohlenwasserstoffe je Kubikmeter Synthesegas (bezogen auf ein Gemisch von i Volumen C O zu 2 Volumen H2) erhielt man bei einem Druck von 5 bis 20 at. Nach einjähriger Betriebsdauer lieferte der gleiche Kontakt ohne Regenerierung noch annähernd ioo g Kohlenwasserstoffe je Kubikmeter Synthesegas.
  • Von den erhaltenen Reaktionsprodukten besaßen annähernd 6o% einen oberhalb 300° liegenden Siedepunkt und stellten ein rein weißes, geruchloses, bei Zimmertemperatur festes Paraffin dar, das bei etwa ioo°' voJ1-kommen klar schmolz. Die restlichen 40'/0 der Syntheseprodukte bestanden aus höhersiedendem 01, Benzin und gasförmigen, leicht kondensierbaren Kohlenwasserstoffen. Das erhaltene Paraffin ist für alle in Frage kommenden Verwendungszwecke brauchbar. Mit Rücksicht auf. die erfindungsgemäß erzielbare hohe Ausbeute kann es beispielsweise zur Herstellung von Olefinen und klopffesten Spaltbenzinen dienen. Besonders gut ist es zur Fettsäureherstel.lung geeignet.
  • Will man zur Vereinfachung der Syntheseöfen im Käntakt- und Wasserraum mit gleichem Druck arbeiten, dann lassen sich die obenerwähnten Ausbeuten bei Temperaturen von 175 bis 2o5° unter"8 bis 17 at bei einer acht- bis siebzehnfachen Gasaufenthaltsdauer erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von bei Zimmertemperatur festem Paraffin aus Kohlenoxyd und Wasserstoff enthaltenden Gasgemischen an Kobalt- oder Kobaltmischkatalysatoren bei Drucken oberhalb von 2 at, insbesondere bei 5 bis 20 at, und bei einer Temperatur unterhalb von 25o°, dadurch gekennzeichnet, daß man mit einer Aufenthaltsdauer der Gase arbeitet, die gegenüber der bei Atmosphärendruck ermittelten, hinsichtlich der Ausbeute an flüssigen Kohlenwasserstoffen, optimalen Aufenthaltsdauer annähernd proportional der Erhöhung des Druckes verlängert ist. ZurAbgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 5o5:159; britische Patentschrift Nr. 293 572; ' Brennstoff-Chemie Bd. 12 (1c931), S. 368.
DEST56469D 1937-07-31 1937-07-31 Verfahren zur Herstellung von festem Paraffin aus Kohlenoxyd und Wasserstoff Expired DE764767C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB293572A (en) * 1927-07-13 1928-07-12 Ig Farbenindustrie Ag An improved process for the production of gaseous hydrocarbons from gas mixtures containing hydrogen and oxides of carbon
DE505459C (de) * 1926-07-06 1930-08-19 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur katalytischen Herstellung von Kohlenwasserstoffen aus Oxyden des Kohlenstoffs und Wasserstoff

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE505459C (de) * 1926-07-06 1930-08-19 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur katalytischen Herstellung von Kohlenwasserstoffen aus Oxyden des Kohlenstoffs und Wasserstoff
GB293572A (en) * 1927-07-13 1928-07-12 Ig Farbenindustrie Ag An improved process for the production of gaseous hydrocarbons from gas mixtures containing hydrogen and oxides of carbon

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