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Elektrischer Geber für Beschleunigungsmesser B eschleunigungstnesser,
bei denen eine schwingfähig aufgehängte träge Masse eine mechanische oder elektrische
Einrichtung in Abhängigkeit von den Beschleunigungswerten verstellt, sind zum Unterdrücken
von Eigenschwingungen häufig mit einer Flüssigkeitsdämpfung versehen. Dabei kann
die träge Masse in einem ölgefüllten Gehäuse angeordnet sein, so daß die Dämpfungsflüssigkeit
die träge Masse unmittelbar berührt und umgibt. Bei elektrischen Gebern für Beschleunigungsmesser
mit einer trägen, auf Kohledruckwiderstände wirkenden Masse hat man aber bisher
eine andere Ausführung der Flüssigkeitsdämpfung gewählt, bei der die träge Masse
unter Zuhilfenahme von Stopfbuchsdurchführungen mit einer besonderen Flüssigkeitsdämpfungsvorrichtung
verbunden ist. Es ist nämlich nicht möglich, Kohledruckwiderstände unmittelbar in
der Dämpfungsflüssigkeit
anzuordnen. da dies zwischen die einzelnen
Elemente dringt und die widerstandswerte verändert.
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Nun sind einerseits die Kohledruckwiderstände gerade für Beschleunigungsmesser
außerordentlich geeignet, andererseits haben aber die mit Durchführungen und besonderen
Flüssigkeitsdämpfern ausgerüsteten schwingfähigen Systeme eine Reihe von nachteilen.
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Man hat daher bei Gebern für Beschleunigungsmesser mit Kohledruckwiderständen
auf die Verwendung einer Flüssigkeitsdämpfung verzichtet.
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Die Erfindung hat nun einen elektrischen Geber für Beschleunigungsmesser
mit einer trägen, auf Kohledruckwiderstände wirkenden Nasse und mit Flüssigkeitsdämpfung
zum Gegenstand und besteht darin, daß die Dämpfungsflüssigkeit die träge masse unmittelbar
berührt und umgibt. Dabei befinden sich die träge Masse. die Dämpfungsflüssigkeit
und die gegenüber dieser nachgiebig abgedichteten kohledruckwiderstände vorzugsweise
in einem gemeinsame Gehäuse.
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In der Zeichnung sind zwei Nusführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
In Fig. 1 ist das Gehäuse I mit einem aufschraubbaren Deckel 2 und einem Boden 3
versehen. Im Innern des Gehäuses ist ein als träge Masse wirkender Köprer 4 schwingfähig
aufgehängt.
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Als Aufhängung dient eine Membran 5, die entweder als gewellte oder,
nach Art de rvon Lautsprechersystemen her bekannten sogenannten Spinnen, als geschlitzte
Platte ausgebildet ist. Wichtig ist hierbei, daß die Membran nur Ausschläge senkrecht
zur membranfläche zuläßt, so daß der Körper gegen seitliche Beschleunigungen unempfindlich
ist. NIan kann auch, um eine einlvandfreie Parallelführung zu erreichen. zwei membranen
verwenden. Der ganze Innenraum 6 des Gehäusesw um den Körper herum ist mit einer
Flüssigkeit, beispielsweise Öl. gefüllt. Der Körper 4 steht nun mit zwei säulenförmig
ausgebildeten, aus einzelnen Platten bestehenden Kohledruckwiderständen 7 in Verbindung.
Die Widerstände sind mit einer Mittelbohrung versehen, durch die Stifte 8 gesteckt
sind, die in die mittelbohrungg des Körpers hineinragen. Die Stifte und der Widerstand
sind mit wenig Spiel gearbeitet, während die Bohrung 9 etwas größer ist als der
Durchmesser der Stifte.
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An dem oberen Ende der Stifte 8 ist je eine Platte 10 vorgesehen,
die einen Kontaktkörper @@ trägt. Platte und Kontaktkörper sind metallisch ausgebildet
und stehen mit der obersten Platte des Kohledruckwiderstandes in leitender Verbindung.
Hierzu ist die Kohleplatte ienseitig entweder metallisiert oder metallarmiert, wodurch
unerwünschte Verbrennungen der Kontaktfläche vermieden werden. Die Stifte 8 können
entweder aus dem gleichen metallischen Werkstoff wie die Teile 11 und 12 hergestellt
sein oder aber auch aus Isolierstoff bestehen. Im ersteren Fall müssen sie gegen
die Kohlesäulen durch Oberflächenbehandlung oder Lackschichten isoliert sein. Die
Kohlewiderstände sind nun gegen die Fl2ssigkeit in dem Hohlraum durch nachgiebige
Hülsen 12 abgedichtet, die als Schläuche, Wellrohre oder membranen ausgebildet sind
und praktisch keine mechanische Vorspannung für dens chwingenden Körper bieten.
Die Hülsen sind einerseits flüssigkeitsdicht mit dem Körper 4 verbunden und andererseits
an einem Isolierkörper 13 hefestigt, der seinerseits auf das Kontaktstück 1 1 aufgeschoben
ist und durch Lack od. dgl. abgedichtet werden kann. Zur Stromzuführung dienen Anschlußplatten
14. die mit den Teilen II leitend verbunden und gegen das Gehäuse durch isolierplatten
15 isoliert sind.
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Die Leitungen sind mittels Durchführungen 16 flüssigkeitsdicht durch
die Gehäusewandung hitldurchgeführt und mit Anschlußmitteln verbunden.
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Bei dieser Ausführungs wäre es auch möglich, durch geeignete Faltenrohre
oder -membranen 12 den Körper 4 unmittelbar schwingfähig aufzuhängen. In diesem
Fall könnte man dann auf die NIembran 5 verzichten. Jedoch ist eine derartige Anordnung
nur in besonderen Fällen zu verwenden, da sie auch für Querbeschleunigung empfindlich
ist.
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In Fig.2 ist ein anderes Beispiel dargestellt, bei dem die Abdichtung
der Kohledruckwiderstände gegen die Dämpfungsflüssigkeit zugleich die elastische
Richtkraft für die träge masse ausübt. Es ist wieder ein als träge Klasse wirkender
schwingender Körper 17 in einem Gehäuse 18 angeordnet, der auf symmetrisch angeordnete
Kohledruckwiderstände I9 wirkt. Der Körper 17 ist mittels zweier membranen 20 und
21 in dem Gehäuse schwingfähig befestigt. Die beiden Membranen sind ringförmig ausgeführt
und flüssigkeitsdicht mit dem Körper sowie mit dem Gehäuse verbunden. Der dadurch
von dem Gehäuse abgeteilte Raum 22 ist mit Dämpfungsflüssigkeit gefüllt. Um die
dämpfende Wirkung noch besonders zu erhöhen, ist der Körper 17 so bemessen, daß
er nur einen geringen Zwischenraum bis zur Gehäusewand senkrecht zu seiner Langsrichtung
übrig läßt, wodurch eine Art von Flächendämpfung durch die Flüssigkeit entsteht.
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Der übrige Teil des Gehäuses außerhalb des Raumes 22 sit von Flüssigkeit
frei, und die Kohledruckwiderstände sind innerhalb dieses Gehauseteiles mit dem
Körper 17 verbunden.
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Zur führung der beiden aus einzelnen Platten
bestehenden
Kohlesäulen dient ein gemeinsamer Stab 23, der, wie bei dem Beispiel nach Fig. I,
gegen die Kohlesäulen elektrisch isoliert ist. Der Stab kann von oben her leingeführt
werden, und zu seiner Befestigung dient eine Schraube 24, zwischen der und dem Stab
noch ein elastischer Körper 25 vorgesehen ist. Zum Einstellen der auf die Kohlesäule
wirkenden mechanischen Vorspannung dienen Schrauben 26 und 27. Zur elektrischen
Verbindung mit den Kohiedruckwiderständen sind Anschlußplatten 28, 29 vorgesehen,
die durch isolierstücke 30,31 gegen de Körper 17 isoliert sind und deren Zuführungen
durch Bohrungen 32 und 33 des Körpers I7 geführt sind. Diese sind mit Anschlußstücken
34, 35 verbunXden, die in einer Platte 36 befestigt sind, die ihrerseits durch eine
Ringmutter 37 mit dem Gehäuse I8 fest verbunden ist. Zum Füllen des Raumes 22 mit
Dämpfungsflüssigkeit sind durch Schrauben 38 verschließbare öffnungen vorgesehen.
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Durch die neue Ausführungsart werden also die Vorteile der Kohledruckwiderstände
und die der unmittelbar flüssigkeitsgedämpften schwingenden Körper vereinigt, so
daß ein Gerät vorliegt, das betriebssicher ist und sich wegen seiner gedrängten
Bauart für eine große Anzahl von Anwendungsmöglichkeiten eigne,t Ein besonderer
Vorteil besteht darin, daß sämtliche Teile drehrund ausgebildet werden können und
die ganze Anordnuiig symmetrisch ist, so daß bei der doppelseitigen Ausführung die
gleichen Teile verwendbar sind.