DE766079C - Tauchwand fuer hydraulisch gesteuerte Stauvorrichtungen - Google Patents
Tauchwand fuer hydraulisch gesteuerte StauvorrichtungenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B8/00—Details of barrages or weirs ; Energy dissipating devices carried by lock or dry-dock gates
- E02B8/02—Sediment base gates; Sand sluices; Structures for retaining arresting waterborne material
- E02B8/023—Arresting devices for waterborne materials
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Description
- Tauchwand für hydraulisch gesteuerte Stauvorrichtungen Die Erfindung betrifft hydraulisch gesteuerte Stauvorrichtungen und bezweckt die Erhöhung der Sicherheit für das ungestört selbsttätige Arbeiten dieser Vorrichtungen.
- Die hydraulisch gesteuerten Stauvorrichtungen werden durch das aufgestaute Wasser bewegt, von dem ein Teil durch einen Steuerkanal, der im Steuerpfeiler der Stauvorrichtung untergebracht ist, den Bewegungsvorrichtungen zugeleitet wird. Zum Schutz gegen das Eindringen störender Fremdkörper erhält der Einlauf des Steuerkanals einen Rech°2n, dessen Ebene vielfach mehr oder weniger in der Fließrichtung des aufgestauten Wassers liegt. Der Betrieb der hydraulischen Stauvorrichtungen zeigte nun, daß dieser Rechen sich häufig mit Geschwemmsel so stark verlegt, daß das Steuerwasser nicht mehr zu den Bewegungsvorrichtungen der Stauvorrichtung gelangen und den Stau richtig einstellen kann.
- Das Versagen der Stauvorrichtung kann zu schweren Katastrophen führen, die bisher nur dadurch verhütet werden konnten, daß der Rechen in den Zeiten starker Geschwemmselführung ständig gereinigt wurde, eine Arbeit, die bei der häufig von Wohnorten weit entfernten Lage der Stauvorrichtungen sehr lästig ist und deren Notwendigkeit die Vorteile der Selbsttätigkeit völlig cerlorengehen läßt.
- Durch die Erfindung wird das Verlegen des Rechens verhindert, und zwar durch eine Tauchwand von besonderer Form, die sich in mehreren Ausführungen sehr gut bewährt hat. Tauchwände, d. h. Holz- oder -Mauerwerkswände, die auf bestimmte Tiefe ins Wasser tauchen, sind als bewährte 'Mittel zum Abweisen von Geschwemmsel und ähnlichem schon lange bekannt. Eine solche Tauchwand wird nun auch zum Schutz des Rechens vor dem Verlegen durch Fremdkörper verwendet, und zwar wird eine Tauchwand vor dem Rechen angeordnet, deren Mittelteil etwa parallel mit der Rechenebene steht in einem Abstand, daß die Rechenharke zwischen Rechen und Tauch-,cand noch mindestens Platz hat. Wasseraufwärts schließt sich an den Mittelteil ein Flügel der Tauchwand an, der bis an den Steuerpfeiler reicht und zur besseren Wasserführung schräg gegen die Fließrichtung gestellt ist. Diese beiden Teile der Tauchwand tauchen; etwa bis zur halben Wassertiefe ein und reichen mit ihrer Oberkante über den Wasserspiegel hinaus. Der wasserabwärtige Flügel der Tauchwand, der ebenfalls vom Mittelteil bis zum Steuerpfeiler reicht und dort ansteht, wird am besten quer zur Wasserrichtung gestellt. Dieser wasserabwärtige Flügel liegt nun gemäß der Erfindung mit seiner Unterkante merklich, etwa 1/4 der Wassertiefe tiefer als die gemeinsame Unterkante des Mittelteiles und des wasseraufwärtigen Flügels und mit seiner Oberkante um etwa 1/4 der Wassertiefe unter dem Oberwasserspiegel. Das Wasser, das unter der Tauchwand am Rechen vorbeifließt, wird vom wasserabwärtigen Flügel in die Höhe geleitet, fließt senkrecht am Rechen hinauf, nimmt das noch zwischen diesen und die Tauchwand gelangte Geschwemmsel mit und fließt über die Oberkante des Flügels weiter. Die geringe zur Speisung der Steuerung erforderliche Wassermenge kann bei den überreichlichen Abmessungen des Rechens ohne jede Störung in den Steuerkanal gelangen. Die Tauchwand hat sich trotz ihrer überaus einfachen Bauart als völlig zuverlässig wirksam erwiesen und auch bei sehr schwierigen Fällen von Rechenverlagerungen ständige Abhilfe geschaffen.
- In der Zeichnung ist eine Ausführung einer Tauchwand gemäß der Erfindung als Beispiel in Grundriß, Aufriß und Seitenriß dargestellt. Die Stauvorrichtung i wird durch den Steuerwasserkanal 2, der im Steuerpfeiler 3 untergebracht ist, mit dem Steuerwasser für die Bewegungsvorrichtung versorgt.
- Vor dem Steuerwasserkanal 2 ist der Rechen .t angeordnet, und zwar in diesem Beispiel mit seiner Ebene in der Fließrichtung 5 des gestauten Wassers. Vor dem Rechen .4 ist die Tauchwand angeordnet mit dem Mittelteil 6, dein wasseraufwärtigen Flügel 7 und dem wasserabwärtigen Flügel B. Die Aufhängung und Befestigung der Tauchwand ist nicht dargestellt. Der _Mittelteil 6 liegt parallel zum Rechen .M, der wasseraufwärtige Flügel 7 stößt schräg auf den Steuerpfeiler 3 zu und schließt dort den Wasserzufluß ab. Der wasserabwärtige Flügel 8 steht quer zur Fließrichtung 5 und schließt den Raum hinter dem Mittelteil 6 ab. Mittelteil 6 und Flügel 7 tauchen bis etwa zur halben Wassertiefe mit ihren Unterkanten 9 und io ein, mit ihren Oberkanten i i und 12 reichen sie über den Oberwasserspiegel 13.
- Der wasserabwärtige Flügel 8 liegt mit seiner Unterkante 14 um etwa 1/4 der Wassertiefe tiefer als die Unterkanten 9 und io der beiden anderen Teile 6 und 7 der Tauchwand und mit seiner Oberkante 15 etwa 1/4 der Wassertiefe unter dem Oberwasserspiegel 13. Das gegen den Flügel $ strömende Wasser wird nach oben abgelenkt, strömt über die Oberkante 15 des Flügels 8 weiter und nimmt dabei alles, «-as den Rechen verlegt. mit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Tauchwand für hydraulisch gesteuerte Stauvorrichtungen, die den Rechen vor dem Steuerkanal im Steuerpfeiler umschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Tauchwand aus einem mit dem Rechen (. ungefähr parallelen Mittelteil (6) und aus zwei bis an den Steuerpfeiler (3) reichenden Flügeln (7, 8) besteht, von denen die beiden wasseraufwärtigen Teile (6, 7) der Tauchwand mit ihrer Oberkante (i 1, 12) über den Oberwasserspiegel (13) hinausreichen und mit ihrer Unterkante (9, io) mindestens bis zur halben Wassertiefe eintauchen, während der wasserahwärtige Flügel (8) mit seiner Oberkante (i5) um etwa 1/4 der Wassertiefe unter dem Oberwasserspiegel (13) liegt und seine Unterkante (1q.) um etwa das gleiche -Maß tiefer als die Unterkanten (9, io) der wasseraufwärtigen Teile (6, 7) eintaucht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV38609D DE766079C (de) | 1942-03-17 | 1942-03-17 | Tauchwand fuer hydraulisch gesteuerte Stauvorrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV38609D DE766079C (de) | 1942-03-17 | 1942-03-17 | Tauchwand fuer hydraulisch gesteuerte Stauvorrichtungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE766079C true DE766079C (de) | 1954-10-18 |
Family
ID=7590509
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV38609D Expired DE766079C (de) | 1942-03-17 | 1942-03-17 | Tauchwand fuer hydraulisch gesteuerte Stauvorrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE766079C (de) |
-
1942
- 1942-03-17 DE DEV38609D patent/DE766079C/de not_active Expired
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