DE76688C - Absenkvorrichtung für Gasleitungen - Google Patents

Absenkvorrichtung für Gasleitungen

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DE76688C
DE76688C DENDAT76688D DE76688DA DE76688C DE 76688 C DE76688 C DE 76688C DE NDAT76688 D DENDAT76688 D DE NDAT76688D DE 76688D A DE76688D A DE 76688DA DE 76688 C DE76688 C DE 76688C
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DE
Germany
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gas
pipe
shut
pipeline
leaks
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Application number
DENDAT76688D
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A. BOUVIER in Lyon, Frankreich
Publication of DE76688C publication Critical patent/DE76688C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K13/00Other constructional types of cut-off apparatus; Arrangements for cutting-off
    • F16K13/08Arrangements for cutting-off not used
    • F16K13/10Arrangements for cutting-off not used by means of liquid or granular medium

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Examining Or Testing Airtightness (AREA)

Description

KAISERLICHES Jk
PATENTAMT
In King's »Treatise on Coal Gas«, 1879, Band II, Seite 371, Fig. 256, und Seite 441, Fig. 271, ist ein Apparat beschrieben, welcher zum Aufsuchen und Bestimmen von undichten Stellen in Gasleitungen dient. Dieser Apparat besteht aus einem Gasometer mit auf- und abbewegbarer Haube, einem Blasebalg oder Druckapparat, welcher das Gas aus der Rohrleitung herauszieht bezw. in dieselbe hineindrückt, und einem zwischen dem Gasometer und der Rohrleitung eingeschalteten Mefsapparat.
Der Anschlufs an die Rohrleitung erfolgt durch zwei Hähne, welche sich an den den Blasebalg und den Mefsapparat mit der Rohrleitung verbindenden Gummischläuchen befinden, während zwischen den mit diesen Hähnen versehenen Anschlufsstutzen an der Rohrleitung ein dritter Hahn vorgesehen ist. Hervorzuheben ist, dafs sich sämmtliche drei Hähne im Erdboden befinden.
An Stelle von Hahnverschlüssen kann auch die Absperrung der Rohrleitung von der zu untersuchenden Leitungsstrecke dadurch erfolgen, dafs — nach Fig. 271 des obgengenannten Werkes — in die Leitung an gewissen Stellen Sammelbehälter für den aus den Leitungen sich abscheidenden Theer vorgesehen sind. Diese cylinderförmigen Behälter haben aufser zwei seitlichen Rohrstutzen einen in der Mittelachse des Cylinders liegenden Rohrtheil, der sich an den einen Rohrstutzen anschliefst und dessen unteres Ende offen ist. Dieses unten offene Ende kann zeitweise durch eine Haube abgeschlossen werden, welche bei offener Rohrleitung in den sich ansammelnden Theer eintaucht bezw. auf dem Boden des Sammelbehälters aufsitzt.
Soll zum Zwecke der Prüfung der Rohrleitung eine Strecke derselben abgeschlossen werden, so wird durch Drehen einer Spindel von aufsen, an deren unterem Ende die vorstehend genannte Haube sitzt, die letztere gegen den centralen Rohrtheil heranbewegt und dadurch dessen unteres offenes Ende mittelst Flüssigkeitsverschlusses abgesperrt, so dafs ein Uebertreten von Gas aus der an den einen Rohrstutzen sich anschliefsenden Rohrleitung in diejenige am anderen Rohrstutzen ausgegeschlossen ist.
Der vorstehend gekennzeichnete Untersuchungsapparat hat den Nachtheil, dafs er aufser dem Flüssigkeitsverschlufs, welcher in den Erdboden eingesetzt ■ ist, aus drei über dem Erdboden von Untersuchungsstelle zu Untersuchungsstelle zu befördernden Apparaten besteht. Die Benutzung eines mit dem Druckapparat und dem Mefsapparat zu befördernden Gasometers wird den Fassungsraum des letzteren in sehr engen Grenzen halten müssen, infolge dessen es nur möglich sein wird, ziemlich kurze Leitungen (ungefähr 200 m) von kleinem Durchmesser zu untersuchen. Ueberdies macht sich bei Anordnung der oben gekennzeichneten Sammelbehälter ein Anheben der als Flüssigkeitsverschlufs dienenden Haube nöthig.
Dieser aus mehreren Apparaten gebildeten und bekannt gewordenen Vorrichtung zum Aufsuchen undichter Stellen in Gasleitungen gegenüber hat der Apparat nach vorliegender Erfindung zu gleichem Zwecke den Vortheil
gröfserer Einfachheit, indem der Flüssigkeitsverschlüfs viel einfacher herzustellen ist. Im übrigen sollen, wie beiläufig angeführt sein möge, bei der Benutzung der vorliegenden Vorrichtung der Blasebalg und der Mefsapparat fortfallen und nur ein auf einen Wagen oder Karren aufgesetzter Gasbehälter zur Verwendung kommen; dieser gestattet es, die Compression, mit Hülfe deren vorher der Druck in der undichten Leitungsstrecke auf einen gewissen Beharrungszustand gebracht wird, sowie die eigentliche Untersuchung gemeinsam vorzunehmen. Der Gasbehälter, welcher von grofser Fassungskraft sein soll, bildet gleichzeitig die Saug- und Druckpumpe, den Druckregler und den Mefsapparat.
An Stelle von Hähnen an den Schläuchen, welche bei dem Apparat von Studholm (siehe oben angeführtes Werk von King) die Rohrleitung mit dem Blasebalg und dem Mefsapparat verbinden, kommen die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden hydraulischen Verschlüsse zur Verwendung, die an gewissen Stellen der Leitung, aber in viel gröfseren Zwischenräumen als beim Stud holm'sehen Apparate, in den Erdboden eingesetzt sind.
Die von aufsen her. auf- und abbewegbare, als hydraulischer Verschlufs dienende Haube fällt bei vorliegendem hydraulischen Ventil ganz fort, welches zu seinem Inthätigkeitsetzen nur des Einfüllens einer geringen Wassermenge bedarf, durch welche die durch eine Zwischenwand getrennten Hälften des Innenraumes des umgebenden Cylinders von einander abgesperrt werden. Hervorzuheben ist ferner, dafs die beiden seitlichen Leitungsrohre unmittelbar an den Wasserverschlufs angesetzt sind, demnach das mittlere Centralrohr des Verschlusses bei Studholm in Wegfall kommt.
Der vorstehend gekennzeichnete Apparat zum Aufsuchen von Undichtheiten in Gasleitungen ist in den Figuren, der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher
Fig. ι eine Seitenansicht des Verschlufsapparates,
Fig. 2 einen lothrechten Schnitt durch die Achse des Einfüllrohres und Fig. 3 einen Grundrifs des Apparates zeigt.·
Fig. 4 zeigt zwei in eine Gasleitung eingesetzte Verschlufsapparate.
A ist ein dichter Behälter oder Kasten aus Metall, gewöhnlich aus Gufseisen, der durch die seitlichen Stutzen α α1 mit den Rohren der Gasleitung in Verbindung steht. Der Innenraum des Verschlufsapparates ist durch eine lothrechte Scheidewand a'2 aus Gufseisen in zwei Hälften getheilt; diese Scheidewand erstreckt sich nur durch den oberen Theil des Innenraumes, während sie im unteren Theile desselben in Wegfall kommt. Hieraus ergiebt sich, dafs das beispielsweise durch den Stutzen a eintretende Gas frei unter der Scheidewand a2 hinwegstreichen kann, wenn der Apparat nicht bis zu einer gewissen Höhe mit Wasser angefüllt ist, in welches dann der untere Rand der Scheidewand eintaucht.
In letzterem Falle wird das Durchströmen von Gas gehemmt und der Verschlufsapparat spielt dann die Rolle eines Gashahnes oder einer Hydraulik. Dieser Apparat ermöglicht hierdurch, die verschiedenen Theile des Gasrohrnetzes von einander abzusperren.
Es empfiehlt sich, den Verschlufsapparat an Kreuzungsstellen sowie an tiefergelegenen Punkten des Rohrnetzes anzubringen; er kann zu jeder Zeit das sich bildende Condenswasser aufnehmen und spielt daher auch die Rolle eines Condenswassersammlers.
Am Dome oder dem Deckel des Verschlufsapparates sind drei mit Flantschen versehene Stutzen BCD angegossen; in jeden der letzteren ist entsprechend ein Rohr bed eingesetzt. Das auf dem Stutzen B sitzende Rohr b ist an seinem unteren Ende abgeschrägt und reicht als Tauchrohr bis zum Boden des Kastens A.
Genanntes Tauchrohr ermöglicht, die zur Unterbrechung des Gasstromes nöthige Wassermenge in den Apparat einzubringen und dient gleichzeitig zur Herausbeförderung des im Apparat etwa befindlichen Wassers.
Die Entleerung erfolgt mittels einer in der Zeichnung weggelassenen Handpumpe.
Die beiden Stutzen C D, von denen der eine rechts, der andere links von der Scheidewand d1 liegt, dienen bei Prüfung auf die Dichtigkeit der Gasleitung dem Gase als Leitung. Der Apparat von der vorbeschriebenen Anordnung dient zur Aufnahme der Condenswasser aus dem Gase sowie als Verbindungsstück der Leitung und als Wasserverschlufs zum Abschlufs des Gases unter allen Verhältnissen, beispielsweise im Falle eines plötzlichen Brandes oder einer Explosion, bei einer Reparatur im Rohrnetze, beim Auswechseln von Gasrohren etc. Er erleichtert ferner das Legen neuer Gasrohrleitungen, endlich leistet er sehr gute Dienste beim Aufsuchen undichter Stellen im Rohrnetze.
Die Apparate werden in geeignete Schächte oder Löcher E, eingesetzt, wie dies Fig. 4 zeigt. Linie F zeigt das Niveau des Erdbodens.
Wirkungsweise:
Beim Aufsuchen undichter Stellen in Gasleitungsnetzen wird wie folgt, verfahren: '
Ist eine bestimmte Gruppe des Gasleitungsnetzes, welche einen Theil der Strafse oder sogar mehrere angrenzende Strafsen desselben Stadtviertels, umschliefst,' mittels eines oder mehrerer, vorher mit Wasser angefüllter Verschlufsapparate (Fig. 4) von dem übrigen Gasleitungsnetze getrennt, so fährt man einen auf einem Wagen untergebrachten Gasometer
bekannter Anordnung heran. · Es sei angenommen, dafs die Stutzen α und demzufolge auch der Stutzen C mit derjenigen' Seite in Verbindung steht, auf welcher das Gas unter dem am Tage gewöhnlich herrschenden Gasdruck, beispielsweise 20 mm Wassersäule, frei und ungehindert aus der Gasfabrik zuströmt und dafs der Stutzen a1 und demzufolge der Stutzen D mit der abgesperrten Leitung verbunden ist. Man schliefst nun sämmtliche von dieser Leitung gespeisten Zweigleitungen ab,, wodurch die Abgabe von Gas an die Gasabnehmer dieses Bezirkes aufhört; diese Störung der Gaszuleitung dauert nur etwa eine halbe Stunde und tritt nur ein oder zwei Mal im Laufe des Jahres ein. Das Zuleitungsrohr am Gasometer wird nun durch einen Kautschukschlauch mit dem Rohre c in Verbindung gesetzt. Die im Gasometer vorhandene Haube steigt infolge ihres Schwimmers und füllt sich mit Gas von einem Drucke gleich 20 mm Wassersäule.
Ist die Haube mit Gas angefüllt, so wird das Zuleitungsrohr c abgesperrt und das Ableitungsrohr des kleinen Gasometers mit dem Rohre d des Verschlufsapparates und demzufolge mit der zu untersuchenden Leitung in Verbindung gesetzt. Auf die Haube werden nun eine - Anzahl von Gewichten aufgesetzt, welche genügen, um für die Untersuchung das unter der Haube befindliche Gas auf beispielsweise 100 mm Wassersäule zu bringen. Dieses unter Druck stehende Gas wird in die abgesperrte Leitung geprefst.
Sind nun in letzterer undichte Stellen vorhanden, so sinkt die Glocke im Verhältnifs zur Gröfse und Zahl dieser undichten Stellen herab.
Man notirt sich für jede Leitung, wieviel Liter Gas sie unter dem angenommenen Prüfungsdruck von 100 mm pro Minute verliert.
Man erfährt also in Zählen ausgedrückt die relative Dichtigkeit einer jeden Gasleitung oder eines jeden Bezirkes unter Bedingungen, welche die Empfindlichkeit der Prüfung sowie die Genauigkeit der Messung erhöhen; man weifs also, wo sich die undichten Stellen befinden und wie grofs ihr Umfang ist, so dafs genannte Stellen ausgebessert werden können.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    j. Abschlufsvorrichtung für Gasleitungen, bestehend in einem, in die Rohrleitung dauernd einzubauenden Gefäfs A, welches durch eine nicht bis zum Boden reichende Scheidewand in zwei Kammern getrennt ist, so dafs durch Einfüllen von Absperrflüssigkeit die Verbindung der zu beiden Seiten anschliefsenden Gasrohrleitung aufgehoben werden kann, gekennzeichnet durch die Anordnung eines bis zum Boden des Gefäfses reichenden Rohres b, durch welches die Absperrflüssigkeit eingefüllt und wieder ausgepumpt werden kann.
  2. 2. An dem unter 1. bezeichneten Apparat zwei Rohrstutzen c und d, welche bei abgesperrter Leitung die Verbindung nach beiden Seiten mit der Rohrleitung und so die Prüfung des einen Leitungsbereiches auf Undichtigkeit ermöglichen, indem durch das mit der unter Gasleitungsdruck stehenden Kammer communicirendeRohr (c bezw. d) die Füllung eines bei der Prüfung zu verwendenden Gasdruckbehälters vorgenommen, durch das andere, mit dem zu prüfenden Rohrstrang in Verbindung stehende Rohr (d bezw. c) jedoch aus dem Gasdruckbehälter Gas in den zu prüfenden Rohrstrang eingeprefst werden kann, zwecks Beobachtung der etwa aus der von dem übrigen Netz abgesperrten Leitung ausströmenden Gasmenge.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76688D Absenkvorrichtung für Gasleitungen Expired - Lifetime DE76688C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10047312A1 (de) * 2000-09-25 2002-05-08 Hilti Ag Steuerbares Planetengetriebe

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