DE767034C - Haftverfahren - Google Patents

Haftverfahren

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Publication number
DE767034C
DE767034C DEC56658D DEC0056658D DE767034C DE 767034 C DE767034 C DE 767034C DE C56658 D DEC56658 D DE C56658D DE C0056658 D DEC0056658 D DE C0056658D DE 767034 C DE767034 C DE 767034C
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DE
Germany
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rubber
chlorinated
vulcanized
solution
synthetic rubber
Prior art date
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Expired
Application number
DEC56658D
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhold Bernhardi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental AG
Original Assignee
Continental Gummi Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Gummi Werke AG filed Critical Continental Gummi Werke AG
Priority to DEC56658D priority Critical patent/DE767034C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE767034C publication Critical patent/DE767034C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J5/00Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
    • C08J5/12Bonding of a preformed macromolecular material to the same or other solid material such as metal, glass, leather, e.g. using adhesives
    • C08J5/124Bonding of a preformed macromolecular material to the same or other solid material such as metal, glass, leather, e.g. using adhesives using adhesives based on a macromolecular component
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2309/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of conjugated diene hydrocarbons

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Haftung von vulkanisierten Körpern aus Mischpolymerisaten des Butadiens mit Acrylsäurenitrilen oder aus einem Verschnitt dieserPolymerisate mit Naturkautschuk oder kautschukähnlichen Massen an Teilen aus anderen festen Stoffen, insbesondere Metallteilen, unter Verwendung von Chlorkautschukoder Chlorkunstkautschuklösung als Bindemittel.
Es sind bereits mehrere Verfahren bekannt, um Vulkanisate aus Natur- oder Kunstkautschuk mit anderen festen. Stoffen, z. B. Metall, Glas, Holz oder Kunststoffen derart zu verbinden, daß sich Haftfestigkeitszahlen ergeben, die in der Nähe der Zerreißfestigkeit der Vulkanisate liegen öder diese sogar überschreiten. Solche Bauteile finden z. B. vielfach Verwendung als störwirkungsisolierende Federn zur Lagerung störkrafterregender Maschinen oder gegen. Störkräfte empfindlicher Geräte, als Abdichtungselemente, als Gehäuse für Luftreif enventile, als Gleiskettenpolster und für ähnliche Zwecke. Die bekannten hochwertigen Bindeverfahren haben aber alle den Mangel, daß sie zur Erreichung der hohen Bindefestigkeiten eine starke Erwärmung notwendig machen, die immer mit der Vulkanisation zusammengelegt wird. Dies bedingt, daß der Gummirohling und die vorbehandeln Metall-
teile zusammen in eine sehr feste und der gewünschten Fertiggestalt des Bauteiles genau entsprechende Vulkanisierform eingelegt werden müssen. Es wird daher für jede Bauteilart bzw. jede Bauteilgröße eine besondere Form erforderlich, die infolge der bei der Herstellung notwendigen Genauigkeit und der zur Aufnahme des Überdruckes bei der Vulkanisation erforderlichen Festigkeit sehr teuer wird. Bei Bauteilen großer Längenausdehnung, wie schienenförmige Schwingungsdämpfer, Abdichtungen u. dgl., sind diese Formen auch unhandlich.
Es ist schon vorgeschlagen worden, Körper aus synthetischem Kautschuk mittels Chlorkautschuk mit anderen Stoffen zu verkleben. Hierbei ist auch die Möglichkeit erwähnt, daß die Vulkanisation des Kunstkautschukrohlings vorgängig zum Einstreichen mit der Chlorkautschuklösung und dem Zusammenbringen mit dem Metallteil erfolgen kann, so daß die Verklebung zwischen Kunstkautschukkörper und Metallteil bei üblicher Raumtemperatur erfolgt. Bei diesem Kalthaftverfahren werden aber nur Bindefestigkeiten erreicht, die geringe Bruchteile der Bindefestigkeiten darstellen, welche bei Durchführung des Heißbindeverfahrens während der Vulkanisation ■ erreicht werden.
Es wurde nun gefunden, daß beim Kalthaftverfahren eine wesentliche Steigerung der Bindefestigkeiten erreicht werden kann, wenn erfindungsgemäß die Kautschukkörper vor der . Vulkanisation mit der Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschuklösung eingestrichen oder oberflächlich chloriert und dann vulkanisiert werden und darauf an den Metallteilen zur j Haftung gebracht werden, nachdem diese, ge- ! gebenenfalls nach einer Anrauhung oder An- , ätzung, mit einem Einstrich von Chlorkaut- I schuk- oder Chlorkunstkautschuklösung ver- ; sehen worden sind. Es kann vorteilhaft sein, i die präparierten und bereits vulkanisierten Körper vor dem Anhaften ebenfalls mit einem j Einstrich von Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschukiösung zu versehen.
Mit dem erfindungsgemäßen Kalthaftverfahren werden Bindefestigkeiten erzielt, die J den nach dem gebräuchlichen Heißhaftver- j fahren erhaltenen Bindefestigkeiten nahekommen oder sie erreichen.
Da der erforderliche Mindestanteil der Mischpolymerisate des Butadiens mit Acrylsäurenitrilen an der Masse des Körpers nur gering ist, es genügen beispielsweise io°/o der Gesamtmischungsmenge, besteht in der Zusammensetzmöglichkeit der Körper so weitgehende Freiheit, daß mit dem hier beschriebenen Kalthaftverfahren fast alle die Aufgaben gelöst werden können, zu deren Lösung bisher die Heranziehung eines Heißhaftverfahrens erforderlich war. Dies bringt bemerkenswerte technische Vorteile mit sich.
Aus dem Zwange heraus, die am Gummi zur Haftung zu bringenden Metallteile mit in die Vulkanisierform einlegen zu müssen, verbot es sich in den meisten Fällen, z. B- den Gummi unmittelbar an den abzufedernden Bauteilen zu befestigen, da diese Bauteile meist recht sperrig und mit abzudichtenden Hohlräumen usw. versehen sind. Es war daher fast immer erforderlich, besondere metallischeZwischenplatten oder sonstwie geformte Anschlußteile vorzusehen, die in der Vulkanisierform mit dem Gummi verbunden werden konnten und dann ihrerseits später mit den abzufedernden Bauteilen, z. B. einem Motorgehäuse, verschraubt, vernietet oder sonstwie verbunden wurden. Das erfindungsgemäße Verfahren gibt die Möglichkeit, die metallischen Anschlußplatten oder sonstigen Anschlußteile wegfallen zu lassen und die Gummiteile unmittelbar auch an den sperrigsten Konstruktionsteilen zu befestigen. Neben einer Kostenersparnis infolge des Wegfalls der Anschlußteile und der zu ihrer Befestigung notwendigen Bearbeitung tritt auch eine Gewichtsverminderung ein, was z. B. für den Fahr- und Flugzeugbau sehr wesentlich ist.
Schienenförmige Gummi-Metall-Bauteile mußten bisher in ihrer endgültigen, d. h. meist in gerader Form geheizt werden. Die Vulkanisierform mußte dann noch ein gewisses Stück länger sein als der Bauteil, wodurch infolge der Handhabungsschwierigkeiten die Konstruktionslänge solcher Bauteile bald eine Begrenzung fand. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren muß der Gummistreifen eines solchen Bauteils nicht in gerader Lage vulkanisiert werden, sondern kann in aufgewickeltem Zustande frei oder in Spiralnuten einer Trommel eingelegt geheizt werden.
Die Bindefestigkeit ist von der Werkstoffart des mit dem Rohling zu verbindenden Körpers und auch von der Temperatur, der die Bindungsstelle später unterliegt, weitgehend unabhängig, was als ein besonderer Vorzug des Verfahrens anzusehen ist.
Ausführungsbeispiel
(Schutzstreifen für Motorhauben) Eine Kunstkautschukmischung, die 28 Gewichtshundertteile Mischpolymerisat von Butadien mit Acrylsäurenitrilen und 22 Gewichtshundertteiie Mischpolymerisat von Butadien mit Styrol enthält und im übrigen wie üblich zusammengesetzt ist, wird unter dem Kalander in eine Platte von 1,5 mm Dicke gezogen. Die Platte wird auf einer Seite zweimal mit einer Lösung von 1 Teil Chlorkautschuk und 10 Teilen Xylol bestrichen und
nach dem Trocknen in Luft 25 Minuten lang bei 1500 und 4atü vulkanisiert. Die vulkanisierte Platte wird darauf in Streifen der verlangten Breite geschnitten.
Das mit dem Gummibelag zu versehende Leichtmetallblech wird entfettet und zweimal mit der obengenannten Lösung von Chlorkautschuk in Xylol eingestrichen. In schwach feuchtem Zustande wird der Gummistreifen an das Blech angerollt. Nach einer Lagerzeit von etwa 12 Stunden ist die höchste Bindefestigkeit erreicht.

Claims (1)

  1. ; PaTENTANSPBUCH:
    Verfahren zur Haftung von vulkanisierten Körpern aus Mischpolymerisaten des Butadiens mit Acrylsäurenitrilen oder aus einem Verschnitt dieser Polymerisate mit Naturkautschuk oder kautschukähnlichen Massen an Teilen aus anderen festen Stoffen, insbesondere Metallteilen, unter Verwendung von Chlorkautschuk- oder Chlorkunistkautschuklösung als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Körper vor der Vulkanisation mit der Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschuklösung eingestrichen, dann vulkanisiert werden und darauf an den Metallteilen zur Haftung gebracht werden, nachdem diese, gegebenenfalls nach einer Anrauhung oder Anätzung, mit einem Einstrich von Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschuklösung versehen worden sind.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden:
    Französische Patentschrift Nr. 821 714.
    1 834 7.
DEC56658D 1941-07-18 1941-07-19 Haftverfahren Expired DE767034C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC56658D DE767034C (de) 1941-07-18 1941-07-19 Haftverfahren

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE895113X 1941-07-18
DEC56658D DE767034C (de) 1941-07-18 1941-07-19 Haftverfahren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE767034C true DE767034C (de) 1951-07-26

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ID=25955855

Family Applications (1)

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DEC56658D Expired DE767034C (de) 1941-07-18 1941-07-19 Haftverfahren

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DE (1) DE767034C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001786B (de) * 1951-05-18 1957-01-31 Adhesive Tapes Ltd Klebstreifen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1210552B (de) * 1955-01-27 1966-02-10 Du Pont Verfahren zum haftfesten Verbinden von metallischen oder nichtmetallischen Unterlagen mit einem elastischen Film

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR821714A (fr) * 1936-05-15 1937-12-11 Metallgesellschaft Ag Procédé pour unir de façon solide à l'arrachement des produits synthétiques analogues au caoutchouc à des surfaces métalliques, de verre, de porcelaine, etc.

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