DE767034C - Haftverfahren - Google Patents
HaftverfahrenInfo
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- DE767034C DE767034C DEC56658D DEC0056658D DE767034C DE 767034 C DE767034 C DE 767034C DE C56658 D DEC56658 D DE C56658D DE C0056658 D DEC0056658 D DE C0056658D DE 767034 C DE767034 C DE 767034C
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Classifications
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- C08J5/124—Bonding of a preformed macromolecular material to the same or other solid material such as metal, glass, leather, e.g. using adhesives using adhesives based on a macromolecular component
-
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- C08J2309/00—Characterised by the use of homopolymers or copolymers of conjugated diene hydrocarbons
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Haftung von vulkanisierten Körpern aus
Mischpolymerisaten des Butadiens mit Acrylsäurenitrilen oder aus einem Verschnitt dieserPolymerisate
mit Naturkautschuk oder kautschukähnlichen Massen an Teilen aus anderen festen Stoffen, insbesondere Metallteilen,
unter Verwendung von Chlorkautschukoder Chlorkunstkautschuklösung als Bindemittel.
Es sind bereits mehrere Verfahren bekannt, um Vulkanisate aus Natur- oder Kunstkautschuk
mit anderen festen. Stoffen, z. B. Metall, Glas, Holz oder Kunststoffen derart zu verbinden,
daß sich Haftfestigkeitszahlen ergeben, die in der Nähe der Zerreißfestigkeit
der Vulkanisate liegen öder diese sogar überschreiten. Solche Bauteile finden z. B. vielfach
Verwendung als störwirkungsisolierende Federn zur Lagerung störkrafterregender Maschinen oder gegen. Störkräfte empfindlicher
Geräte, als Abdichtungselemente, als Gehäuse für Luftreif enventile, als Gleiskettenpolster und
für ähnliche Zwecke. Die bekannten hochwertigen Bindeverfahren haben aber alle den Mangel,
daß sie zur Erreichung der hohen Bindefestigkeiten eine starke Erwärmung notwendig
machen, die immer mit der Vulkanisation zusammengelegt wird. Dies bedingt, daß der
Gummirohling und die vorbehandeln Metall-
teile zusammen in eine sehr feste und der gewünschten Fertiggestalt des Bauteiles genau
entsprechende Vulkanisierform eingelegt werden müssen. Es wird daher für jede Bauteilart
bzw. jede Bauteilgröße eine besondere Form erforderlich, die infolge der bei der
Herstellung notwendigen Genauigkeit und der zur Aufnahme des Überdruckes bei der Vulkanisation
erforderlichen Festigkeit sehr teuer wird. Bei Bauteilen großer Längenausdehnung,
wie schienenförmige Schwingungsdämpfer, Abdichtungen u. dgl., sind diese
Formen auch unhandlich.
Es ist schon vorgeschlagen worden, Körper aus synthetischem Kautschuk mittels Chlorkautschuk
mit anderen Stoffen zu verkleben. Hierbei ist auch die Möglichkeit erwähnt, daß die Vulkanisation des Kunstkautschukrohlings
vorgängig zum Einstreichen mit der Chlorkautschuklösung und dem Zusammenbringen mit dem Metallteil erfolgen kann, so
daß die Verklebung zwischen Kunstkautschukkörper und Metallteil bei üblicher Raumtemperatur
erfolgt. Bei diesem Kalthaftverfahren werden aber nur Bindefestigkeiten erreicht,
die geringe Bruchteile der Bindefestigkeiten darstellen, welche bei Durchführung des Heißbindeverfahrens
während der Vulkanisation ■ erreicht werden.
Es wurde nun gefunden, daß beim Kalthaftverfahren eine wesentliche Steigerung der
Bindefestigkeiten erreicht werden kann, wenn erfindungsgemäß die Kautschukkörper vor der
. Vulkanisation mit der Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschuklösung eingestrichen oder
oberflächlich chloriert und dann vulkanisiert werden und darauf an den Metallteilen zur j
Haftung gebracht werden, nachdem diese, ge- ! gebenenfalls nach einer Anrauhung oder An- ,
ätzung, mit einem Einstrich von Chlorkaut- I schuk- oder Chlorkunstkautschuklösung ver- ;
sehen worden sind. Es kann vorteilhaft sein, i die präparierten und bereits vulkanisierten
Körper vor dem Anhaften ebenfalls mit einem j Einstrich von Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschukiösung
zu versehen.
Mit dem erfindungsgemäßen Kalthaftverfahren werden Bindefestigkeiten erzielt, die J
den nach dem gebräuchlichen Heißhaftver- j fahren erhaltenen Bindefestigkeiten nahekommen
oder sie erreichen.
Da der erforderliche Mindestanteil der Mischpolymerisate des Butadiens mit Acrylsäurenitrilen
an der Masse des Körpers nur gering ist, es genügen beispielsweise io°/o
der Gesamtmischungsmenge, besteht in der Zusammensetzmöglichkeit der Körper so weitgehende
Freiheit, daß mit dem hier beschriebenen Kalthaftverfahren fast alle die Aufgaben
gelöst werden können, zu deren Lösung bisher die Heranziehung eines Heißhaftverfahrens
erforderlich war. Dies bringt bemerkenswerte technische Vorteile mit sich.
Aus dem Zwange heraus, die am Gummi zur Haftung zu bringenden Metallteile mit in
die Vulkanisierform einlegen zu müssen, verbot es sich in den meisten Fällen, z. B- den
Gummi unmittelbar an den abzufedernden Bauteilen zu befestigen, da diese Bauteile
meist recht sperrig und mit abzudichtenden Hohlräumen usw. versehen sind. Es war daher
fast immer erforderlich, besondere metallischeZwischenplatten
oder sonstwie geformte Anschlußteile vorzusehen, die in der Vulkanisierform mit dem Gummi verbunden werden
konnten und dann ihrerseits später mit den abzufedernden Bauteilen, z. B. einem Motorgehäuse,
verschraubt, vernietet oder sonstwie verbunden wurden. Das erfindungsgemäße
Verfahren gibt die Möglichkeit, die metallischen Anschlußplatten oder sonstigen Anschlußteile
wegfallen zu lassen und die Gummiteile unmittelbar auch an den sperrigsten Konstruktionsteilen zu befestigen. Neben einer
Kostenersparnis infolge des Wegfalls der Anschlußteile und der zu ihrer Befestigung
notwendigen Bearbeitung tritt auch eine Gewichtsverminderung ein, was z. B. für den
Fahr- und Flugzeugbau sehr wesentlich ist.
Schienenförmige Gummi-Metall-Bauteile mußten bisher in ihrer endgültigen, d. h.
meist in gerader Form geheizt werden. Die Vulkanisierform mußte dann noch ein gewisses
Stück länger sein als der Bauteil, wodurch infolge der Handhabungsschwierigkeiten
die Konstruktionslänge solcher Bauteile bald eine Begrenzung fand. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren muß der
Gummistreifen eines solchen Bauteils nicht in gerader Lage vulkanisiert werden, sondern
kann in aufgewickeltem Zustande frei oder in Spiralnuten einer Trommel eingelegt geheizt
werden.
Die Bindefestigkeit ist von der Werkstoffart des mit dem Rohling zu verbindenden
Körpers und auch von der Temperatur, der die Bindungsstelle später unterliegt, weitgehend
unabhängig, was als ein besonderer Vorzug des Verfahrens anzusehen ist.
Ausführungsbeispiel
(Schutzstreifen für Motorhauben) Eine Kunstkautschukmischung, die 28 Gewichtshundertteile
Mischpolymerisat von Butadien mit Acrylsäurenitrilen und 22 Gewichtshundertteiie
Mischpolymerisat von Butadien mit Styrol enthält und im übrigen wie üblich zusammengesetzt ist, wird unter dem
Kalander in eine Platte von 1,5 mm Dicke gezogen. Die Platte wird auf einer Seite
zweimal mit einer Lösung von 1 Teil Chlorkautschuk und 10 Teilen Xylol bestrichen und
nach dem Trocknen in Luft 25 Minuten lang bei 1500 und 4atü vulkanisiert. Die vulkanisierte
Platte wird darauf in Streifen der verlangten Breite geschnitten.
Das mit dem Gummibelag zu versehende Leichtmetallblech wird entfettet und zweimal
mit der obengenannten Lösung von Chlorkautschuk in Xylol eingestrichen. In schwach
feuchtem Zustande wird der Gummistreifen an das Blech angerollt. Nach einer Lagerzeit
von etwa 12 Stunden ist die höchste Bindefestigkeit erreicht.
Claims (1)
- ; PaTENTANSPBUCH:Verfahren zur Haftung von vulkanisierten Körpern aus Mischpolymerisaten des Butadiens mit Acrylsäurenitrilen oder aus einem Verschnitt dieser Polymerisate mit Naturkautschuk oder kautschukähnlichen Massen an Teilen aus anderen festen Stoffen, insbesondere Metallteilen, unter Verwendung von Chlorkautschuk- oder Chlorkunistkautschuklösung als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Körper vor der Vulkanisation mit der Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschuklösung eingestrichen, dann vulkanisiert werden und darauf an den Metallteilen zur Haftung gebracht werden, nachdem diese, gegebenenfalls nach einer Anrauhung oder Anätzung, mit einem Einstrich von Chlorkautschuk- oder Chlorkunstkautschuklösung versehen worden sind.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden:Französische Patentschrift Nr. 821 714.1 834 7.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC56658D DE767034C (de) | 1941-07-18 | 1941-07-19 | Haftverfahren |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE895113X | 1941-07-18 | ||
| DEC56658D DE767034C (de) | 1941-07-18 | 1941-07-19 | Haftverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE767034C true DE767034C (de) | 1951-07-26 |
Family
ID=25955855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC56658D Expired DE767034C (de) | 1941-07-18 | 1941-07-19 | Haftverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE767034C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1001786B (de) * | 1951-05-18 | 1957-01-31 | Adhesive Tapes Ltd | Klebstreifen und Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE1210552B (de) * | 1955-01-27 | 1966-02-10 | Du Pont | Verfahren zum haftfesten Verbinden von metallischen oder nichtmetallischen Unterlagen mit einem elastischen Film |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR821714A (fr) * | 1936-05-15 | 1937-12-11 | Metallgesellschaft Ag | Procédé pour unir de façon solide à l'arrachement des produits synthétiques analogues au caoutchouc à des surfaces métalliques, de verre, de porcelaine, etc. |
-
1941
- 1941-07-19 DE DEC56658D patent/DE767034C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR821714A (fr) * | 1936-05-15 | 1937-12-11 | Metallgesellschaft Ag | Procédé pour unir de façon solide à l'arrachement des produits synthétiques analogues au caoutchouc à des surfaces métalliques, de verre, de porcelaine, etc. |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1001786B (de) * | 1951-05-18 | 1957-01-31 | Adhesive Tapes Ltd | Klebstreifen und Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE1210552B (de) * | 1955-01-27 | 1966-02-10 | Du Pont | Verfahren zum haftfesten Verbinden von metallischen oder nichtmetallischen Unterlagen mit einem elastischen Film |
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