DE767355C - Anordnung zur Kollisionsverhuetung im Luftverkehr - Google Patents
Anordnung zur Kollisionsverhuetung im LuftverkehrInfo
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- DE767355C DE767355C DEL92820D DEL0092820D DE767355C DE 767355 C DE767355 C DE 767355C DE L92820 D DEL92820 D DE L92820D DE L0092820 D DEL0092820 D DE L0092820D DE 767355 C DE767355 C DE 767355C
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Description
Im Hauptpatent ist eine Anordnung .zur Kollisionsverhütung im Luftverkehr vorgeschlagen
worden, /bei der jedem Flugzeug eine Sende- und Empfangseinrichtung zugeordnet
ist . und die Sendeeinrichtung dauernd in Abhängigkeit von, der Flughöhe
veränderte Signale gibt. Die.Anordnung ist so getroffen, daß jede Flughöhe durch eine
bestimmte, einmal festgelegte Frequenz gekennzeichnet ist, die .auf einen besonderen
.Träger, ■ beispielsweise einen solchen _ im .Xiezimeterwellenbereich^ moduliert wird. Im
Empfänger wird eine Schwebungsfrequenz durch Überlagerung der empfangenen, von
der Flughöhe abhängigen Modulationsfrequenz erzeugt, und zwar ist für diesen Zweck ein
besonderer Überlagerer vorgesehen^ dessen Frequenz dauernd kontinuierlich über einen
bestimmten Bereich geändert wird. Mit Hilfe eines auf einen festen Resonanzwert eingestellten
Bandfilters wird eine bestimmte Schwebungsfrequenz ausgesiebt. Diejenige
Überlagerungsfrequenz, und damit Stellung der Überlagererabstimmung, .welche gerade
die Schwebungs- (Zwischen-) Frequenz ergibt, ist dann ein Maß für die Flughöhe eines benachbarten
Luftfahrzeuges.
Die kontinuierliche Änderung der Überlagerungsfrequenz wird durch einen rotierenden
Abstimmkondensator erreicht und die Empfangsfrequenz durch die Stellung dieses Überlagerungskondensators in bezug auf eine
z. B. 360 D-Skala gekennzeichnet. Zur Anzeige der Empfangsfrequenz wird eine Einrichtung
verwendet, die mit der Einrichtung zur periodischen Änderung der Überlagerungsfrequenz
mechanisch gekuppelt ist. Als Anzeigeorgan dient beispielsweise eine rotierende Glimmlampe,
die auf einer Skala dann aufleuchtet, wenn ihr Energie über den Zwischenfrequenzteil
zugeführt wird.
Es ist weiterhin vorgeschlagen worden, als Anzeigeeinrichtung ein Braunsches Rohr zu
verwenden, dessen Elektronenstrahl in Abhängigkeit vom rotierenden Kondensator des
Überlagerers gesteuert wird. Diese Anzeigemethode besitzt den Nachteil, daß die gesamte
Anlage durch ein besonderes Kippgerät und durch die Synchronisierungseinrichtung
zur Steuerung des Kippgerätes sehr wesentlich kompliziert wird. Der vorliegenden Erfindung
liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein besonderes Kippgerät zu ersparen und die
Steuerung des Braunschen Rohres in Abhängigkeit von der Stellung des rotierenden Überlagerungskondensators
zu vereinfachen.
Xach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die von fremden Flugzeugen ausgesendeten,
eine bestimmte Empfangsfrequenz ergebenden Signale, welche infolge der schnellen
und kontinuierlichen Veränderung der empfangsseitigen Abstimmung als kurze Impulse
erscheinen, spannungsmäßig in Abhängigkeit von der Stellung des rotierenden Überlagerungskondensators in zwei Komponenten
zerlegt tind auf die Ablenkplattenpaare des Braunschen Rohres gegeben werden. '
Hierdurch wird der Impuls vom Ruhepunkt des , Kathodenstrahles als Lichtzeiger radial nach 1
außen gesteuert. Die zeitliche Lage des Im- j pulses und damit die Köhe des angezeigten ,
Flugzeuges in bezug auf die eigene Höhe ist ι bei dieser Anordnung genau wie bei der j
früher vorgeschlagenen rotierenden Glimm- j lampe als Winkelwert ablesbar. Die Länge j
des Lichtzeigers ist von der Amplitude des j Impulses abhängig, so daß hieraus ebenso wie
bei dem bisher vorgeschlagenen Anzeigeverfahren auf die Entfernung des angezeigten
Flugzeuges geschlossen werden kann.
Als Zerlegesystem kann beispielsweise ein Goniometer verwendet werden, dessen Drehspule
mit dem rotierenden Überlagerungskondensator im Verhältnis 2:1 gedreht wird
und dessen Feldspulen mit den Ablenkplat- [ ! tenpaaren des Braunschen Rohres verbunden
. sind. In Abb. r ist ein derartiges Goniometer • prinzipmäßig dargestellt. Die Drehspule ist
mit 5" bezeichnet und die senkrecht zueinander angeordneten Feldspulen mit I und II. Wird
der Impuls der Drehspule S zugeführt, so Hießt in dieser ein Strom J. Hierdurch wer-
: den in den Feldspulen Spannungen induziert, die in der Feldspule I einen Strom /j und in
der Feldspule II einen Strom /j zur Folge haben. Der Strom /j ist dann proportional
J -cos α und der Strom /K proportional J · sin a
wobei α die Winkelstellung der Drehspule zu den Feldspulen bezeichnet. Die durch diese
Ströme an Außenwiderständen hervorgerufenen Spannungen U χ und U^ werden Plattenpaaren
des Braunschen Rohres zugeführt. Die Spannung EJ1 lenkt den Kathodenstrahl
z. B. in der Horizontalen und die Spannung U% in der Vertikalen ab, d. h. die resultierende
Ablenkung erfolgt jeweils unter dem Winkel, der der Winkelstellung der Drehj spule entspricht.
Da die Impulsfolgefrequenz etwa 500 Hz beträgt, wäre es sehr ungünstig, wie bereits
vorgeschlagen, den niederfrequenten Impuls zur Anzeige zu benutzen, denn ein für diese
Frequenz konstruiertes Goniometer müßte sehr viel Kupfer und Eisen erhalten und würde
infolgedessen ein zu großes Gewicht besitzen und einen zu großen Raum einnehmen. Aus
diesem Grunde wird nach der weiteren Erfindung nicht der Xiederfrequenzimpuls, sondern
der Zwischenfrequenzimpuls zur Anzeige verwendet. Die Zwischenfrequenz wird direkt auf die Drehspule des Goniometers gegeben
und die Gleichrichtung am Ausgang der Feldspulen durchgeführt. Wenn die am Ausgang dieser Gleichrichter entstehende niederfrequente
Impulsspannung zur Steuerung des Braunschen Rohres sehr gering ist, können hier Niederfrequenzverstärker vorgesehen
werden.
In Abb. 2 ist ein Prinzipschaltbild der Steuerung des Braunschen Rohres über ein
Goniometer dargestellt. Der Drehspule S wird der Zwischenfrequenzimpuls zugeführt und
entsprechend der Winkelstellung dieser Drehspule in den Feldspulen I und II eine Spannung
induziert, die in den Gleichrichtern G1, G2 bzw. G1' und C2' gleichgerichtet und über
Aussenwiderstände bzw. Kondensatoren den Ablenkplatten des Braunschen Rohres B zugeführt
wird. Die Gleichrichter können Trokkengleichrichter oder irgendwelche anderen bekannten Ausführungsformen, wie Röhrengleichrichter
(Dioden), sein. Die Schaltung der Gleichrichter G1 und G2 bzw. G1 und G3,'
ergibt sich daraus, daß über das Goniometer außer der induktiven Komponente eine kapazitive
Komponente übertragen wird, so daß
im- wesentlichen die Differenz der induktiven
und kapazitiven Komponente zur Wirkung kommt. Der hochfrequente Phasensprung bei
Drehung der Drehspule geht .in den· NF-'Impuls ein. . .
■In Abb. 3 ist dieselbe Schaltung für den
Fall dargestellt, daß hinter den Gleichrichtern eine niederfrequente Verstärkung durch die
Verstärkerröhren R1 und R2 erfolgt. Die
ίο übrigen. Elemente dieser Schaltung entsprechen
denjenigen der Abb. 2.
Die Anordnung mit Goniometer als Zerlegersystem besitzt noch den Nachteil, daß
das Goniometer, dessen Drehspule mit einer Tourenzahl von 2000 -bis 35000 U/min ro-.
tieren soll, sehr sorgfältig hergestellt werden muß. Es läßt zudem nur eine sehr schwierige
Korrektur der Kopplung-der einzelnen Spulen in Abhängigkeit vom Drehwinkel zu. Der
letztgenannte Nachteil ist z. B. bei den zur Richtungsbestimmung elektromagnetischer
Wellen benutzten Goniometern unter den Bezeichnungen Koppelfehler bzw. Halb-, Vier-
und Achtelkreisigkeit bekannt.
Zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten wird nach der weiteren Erfindung vorgeschlagen,
als Zerlegesystem ein (rotierendes) kapazitives Goniometer zu verwenden. Dieses besitzt einen feststehenden Beleg, bestehend aus
vier Sektoren, die je ungefähr einen Viertelkreis überdecken. Über diese feststehenden
Sektoren hinweg dreht sich ein einzelner Viertelkreissektor, der dieselben nacheinander
überstreicht und dem die Zwischenfrequenz zugeführt wird. Die feststehenden Sektoren
sind über Belastungswiderstände an Erde gelegt, an denen der niederfrequente Impuls abgegriffen
und nach Verstärkung den Ablenkplatten des Braunschen Rohres zugeführt wird.
Die Kapazität des rotierenden Kondensators kann sehr klein gehalten werden, so daß
auch die räumlichen Abmessungen sehr klein bleiben. Da der Winkel des rotierenden Sektors
mit dem des umlaufenden Zeigers genau übereinstimmen muß, wobei außerdem bei gleichbleibender zugeführter Spannung die
Amplitude des Zeigers im Braunschen Rohr über 3600 konstant bleiben soll, ist eine Korrektur
"nicht vermeidbar. Diese läßt sich jedoch bei dem rotierenden Kondensator durch
Änderung des Plattenschnittes in sehr einfacher Weise erreichen.
Das Schaltbild der Anordnung mit rotierendem Kondensator ist in Abb. 4 dargestellt.
Der Zwischenfrequenzimpuls gelangt von der Empfangsanordnung 1 mit Mischstufe, Oszillator
und Zwischenfrequenzteil an den rotierenden Plattenteil des Kondensators. Der
feststehende Teil besteht aus den vier Sektoren 3, 4, 5, 6, wobei die jeweils gegenüberliegenden
Paare über Widerstände 7 und 8 und Gleichrichter 9 und -io mit den Gittern
der Verstärkerröhren 11 verbunden sind. Die Ausgangsspannung der Verstärker wird den
Ablenkplattenpaaren des Braunschen' Rohres zugeführt. Je zwei Gleichrichter (9, io) sind
so geschaltet, daß die Spannung von jeweils zwei gegenüberliegenden Sektoren in einem
gemeinsamen Rohr verstärkt werden. Der Arbeitspunkt der Verstärkerröhren ist deshalb
so eingestellt, daß eine lineare Aussteuerung der Kennlinie nach oben und nach unten
erfolgen kann.
Bei der rein kapazitiven Übertragung mit Hilfe des rotierenden Kondensators wird die
gesamte zur Verfügung stehende Impulsspannung gleichgerichtet und zur Anzeige verwendet,
während bei der Anordnung mit Goniometer lediglich die Differenz der induktiven
und 'kapazitiven Komponente zur Anzeige kommt. Die Verstärkung kann also* bei
der rein kapazitiven Zerlegung geringer gehalten werden, was sich im günstigen Sinne
auf die Impulsform, d. h. auf das Bild des rotierenden Zeigers auswirkt.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Anordnung zur Kollisionsverhütung im Luftverkehr gemäß Anspruch 9 des Patents 767 306 bei der als Anzeigegerät ein Braunsches Rohr verwendet wird, das in Abhängigkeit von der kontinuierlichen veränderlichen Überlagerungsfrequenz gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfangsimpuls den Kathodenstrahl vom Schirmmittelpunkt radial nach außen steuert und als Lichtzeiger in Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung des Über- Ί00 lagererkondensators dargestellt wird.2: Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein System, das den Impuls in Abhängigkeit von der Stellung des Überlagerungskondensators in zwei Komponenten zerlegt, die den Plattenpaaren des Braunschen Rohres zugeführt werden.3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zerlegesystem einen rotierenden, den Impuls aufnehmenden Teil besitzt, der in Abhängigkeit von der Stellung des Überlagerungskondensators gedreht wird und dessen feststehender Teil mit den Ablenk-* platten des Braunschen Rohres verbunden ist.4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Zerlegesystem ein Goniometer verwendet wird, J20 dessen Drehspule in Abhängigkeit vom Uberlagererkondensator gedreht wird unddessen Feldspule mit den Ablenkplattenpaaren des Braunschen Rohres verbunden sind.5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Zerlegersystem ein rotierender Kondensator mit vier feststehenden, z. B. je einen Viertelkreis überdeckenden Teilen und einem rotierenden Teil verwendet wird, bei dem je zwei gegenüberliegende Teile mit zwei gegegenüberliegenden Ablenkplatten des Braunschen Rohres verbunden sind.6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3 und 5, gekennzeichnet durch eine derartige Plattenform der Teile des rotierenden Kondensators, daß der Winkel des rotierenden Sektors mit dem Winkel des im Braunschen Rohr entstehenden Lichtzeigers genau übereinstimmt und außerdem bei gleichbleibender zugeführter Empfangs- ao spannung die Amplitude des Lichtzeigers über 3600 konstant bleibt.7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der niederfrequenten Impulskomponenten zwei Verstärkerröhren benutzt werden, deren Arbeitspunkt so eingestellt ist, daß eine lineare Aussteuerung der Kennlinie nach oben und nach unten erfolgen kann.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden.USA.-Patentschrift Xr. 1 924 174.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen5218 6.52
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL92820D DE767355C (de) | 1936-11-14 | 1937-07-03 | Anordnung zur Kollisionsverhuetung im Luftverkehr |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL91454D DE767306C (de) | 1936-11-14 | 1936-11-14 | Anordnung zur Kollisionsverhuetung im Luftverkehr |
| DEL92820D DE767355C (de) | 1936-11-14 | 1937-07-03 | Anordnung zur Kollisionsverhuetung im Luftverkehr |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE767355C true DE767355C (de) | 1952-06-19 |
Family
ID=25986406
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL92820D Expired DE767355C (de) | 1936-11-14 | 1937-07-03 | Anordnung zur Kollisionsverhuetung im Luftverkehr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE767355C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1924174A (en) * | 1930-05-19 | 1933-08-29 | Submarine Signal Co | Means and method of measuring distance |
-
1937
- 1937-07-03 DE DEL92820D patent/DE767355C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1924174A (en) * | 1930-05-19 | 1933-08-29 | Submarine Signal Co | Means and method of measuring distance |
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