DE767548C - Schalter mit Lichtbogenloeschung und Betaetigung durch einen Druckmittelstrom - Google Patents

Schalter mit Lichtbogenloeschung und Betaetigung durch einen Druckmittelstrom

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DE767548C
DE767548C DEA84451D DEA0084451D DE767548C DE 767548 C DE767548 C DE 767548C DE A84451 D DEA84451 D DE A84451D DE A0084451 D DEA0084451 D DE A0084451D DE 767548 C DE767548 C DE 767548C
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    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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    • H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/80—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid flow of arc-extinguishing fluid from a pressure source being controlled by a valve
    • H01H33/82—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid flow of arc-extinguishing fluid from a pressure source being controlled by a valve the fluid being air or gas
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    • H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02—Details
    • H01H33/53—Cases; Reservoirs, tanks, piping or valves, for arc-extinguishing fluid; Accessories therefor, e.g. safety arrangements, pressure relief devices
    • H01H33/56—Gas reservoirs

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  • Circuit Breakers (AREA)
  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

Erteilt auf Grund der VO. vom 12. 5.1943 - RGBl. II S. 15O
AUSGEGEBEN AM 8. DEZEMBER 1952
RE ICHS PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 C GRUPPE 35io
A8445iVIIIb/2ic
Nachträglich gedruckt durch das Deutsche Patentamt in München
(§ 20 des Ersten Gesetzes zur Änderung und Überleitung von Vorschriften auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes vom 8. Juli 1949)
Die Erfindernennung unterbleibt auf Antrag
Ateliers de Constructions Electriques de Charleroi Societe Anonyme,
Brüssel
Schalter mit Lichtbogenlöschung und Betätigung durch einen Druckmittelstrom
Patentiert im Deutschen Reich vom 10. Oktober 1937 an
Patenterteilung bekanntgemacht am 17. Juli 1952 Die Priorität der Anmeldung in Belgien vom 23;. Oktober 1936 ist in Anspruch genommen
Es sind bereits Schalter mit Lichtbogenlöschung und Betätigung durch einen Druckmittelstrom bekannt, bei denen der Druckmittelstrom aus einem der Behälter ausströmt, auf welchem der teilweise in den Behälter eingreifende Ventilkörper für die Druckmittelsteuerung befestigt ist. Bei diesen Schaltern ist der Steuermechanismus der Kontakte von dem die Öffnung des Druckmittelventils bewirkenden Mechanismus getrennt. Dies macht die ganze Einrichtung umständlich, zumal zwischen den beiden Mechanismen auch noch verschiedene Verriegelungen erforderlich sind. Bekannt sind weiterhin Schalter mit Lichtbogenlöschung durch strömendes Druckgas, bei denen das Blasventil über ein Gestänge mit dem mechanischen oder elektromagnetischen Antrieb des beweglichen Kontaktes verbunden ist und von diesem betätigt wird. ao
Die Erfindung bietet den bekannten Schaltern gegenüber den Vorteil eines einfacheren und übersichtlicheren Aufbaus, da durch sie die Anzahl der notwendigen Bestandteile des Schalters vermindert wird und die gegenseitige Verriegelung in Fortfall kommt. Dies ermöglicht eine beträchtliche Platzersparnis und Preisverminderung sowie eine leichtere Wartung des Schalters. Erfindungsgemäß ίο wird dies dadurch erreicht, daß die Öffnung des Blasventils und die Bewegung der beweglichen Kontakte in die Ausschaltstellung durch einen mittels des Druckgases betätigten Kolben erfolgen, dessen Kolbenstange mit ihrem nach dem Behälter zu gerichteten Ende das mit dem Kolben koaxial angeordnete Blasventil betätigt und mit ihrem anderen Ende über etwa senkrecht zu der Kolbenstange verlaufende Isolierhebel die Verschiebung der beweglichen Kontakte bewirkt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar ist
Abb. ι ein senkrechter Schnitt durch den Schalter,
Abb. 2 ein Grundriß eines dreipoligen Gerätes und
Abb. 3, 4 Schnitte gemäß Abb. 1, die den Schalter in verschiedenen Stellungen in kleinerem Maßstab darstellen.
R ist der zu jedem Schalter gehörige Behälter, A das Zuführungsrohr für die Druckluft, RA ein Verschlußhahn, VR ein Rückschlagventil und VM ein Minimaldrucksicherheitsventil. VA ist ein Ventilgehäuse, das teilweise in das Innere des Behälters R hineinragt und auf diesem mittels einer Brücke befestigt ist. Es enthält zwei übereinanderliegende Kammern C und C, die durch eine Zwischenwand ν getrennt sind und in denen sich der doppelt wirkende Antriebskolben PM bzw. der kolbenförmige Ventilkörper PA bewegt, der durch die Feder RE in der oberen Stellung gehalten wird. / ist eine Dichtung, die auf dem Ventilkörper PA angebracht ist und mit dem Sitz 5" auf dem Ventilgehäuse VA zusammenarbeitet. Die Kammer C, d. h. die eine bzw. andere Seite des Antriebskolbens PM, kann mit dem Behälter R durch die Leitungen r und r' in Verbindung gebracht werden, die jede auf einer der Flächen des Kolbens PM münden. Die Kammer C steht mit dem Behälter R und einem Rohr TU durch Öffnungen V1, z\2 in Verbindung, wobei die Öffnungen V1 in dem Ventilgehäuse VA zu beiden Seiten des Sitzes S vorgesehen sind.
Der Ventilkörper PA trägt ein Rohr TB,
das mit einem geeigneten Riegel V versehen ist. Dieser wird durch eine Rückzugsfeder RR und eine Rolle G gesteuert, die auf einer [ schrägen Fläche RP des Ventilgehäuses VA j rollen kann.
; Die Feder RE stützt sich an einem Ende ; gegen die untere Fläche des Ventilkörpers PA j und am anderen Ende gegen den Boden des j Ventilgehäuses VA.
Der Kolben PM ist mit einer Stange T \ verbunden, die die Wand ν und die Haube des Ventilgehäuses VA durchdringt. Das untere Ende dieser Stange T, die in das Rohr TB hineinreicht, betätigt mittels des Riegels V den Ventilkörper PA, während das obere Ende die beweglichen Elektroden EM des Schalters mittels der Isolierstangen L betätigt, die sich in einer Achse 1 drehen können. Abb. 1 zeigt nur eine bewegliche Elektrode EM und eine Isolierstange L.
EVD und EVE sind die Elektroventile für die Aus- und Einschaltung, die an die Leitungen r und r' angeschlossen sind, und M ist der Griff mit zwei Stellungen, der die Aus- und Einschaltung steuert. SC sind die Klemmen der Hilfsstromquelle. / ist der Tragisolator der Hochspannungsstromzuführung AC für die bewegliche Elektrode EM. IC ist der Hohlisolator, der als Träger für den festen Kontakt CF dient und der die Blasluft dem Rohr TU zuführt, das durch einen Abzug CH beendet wird.
Die Isolatoren / und IC sind in passender Anzahl radial an dem Ventilgehäuse VA befestigt, das ihnen als Träger dient, ihre Winkellage kann beliebig sein. Im Fall eines dreipoligen Schalters können die Teile z. B. wie in Abb. 2 gezeigt angeordnet werden.
Die Bauart des Gerätes ist die folgende: Der Behälter R dient für das ganze Gerät als Träger und kann liegend oder stehend angeordnet sein. Er wird gleichmäßig durch ein Zuführungsrohr A mit Druckluft gespeist. Xach Durchgang durch den Verschlußhahn RA und das Rückschlagventil VR dringt die Luft in den Behälter R. Das Minimaldruckverriegelungsventil VM steht in Verbindung mit dem Behälter R und seine Kontakte öffnen den Steuerkreis für die Aus- und Einschaltung des Schalters, wenn der Luftdruck einen bestimmten Wert unterschreitet.
Das Ventilgehäuse VA, das auf dem Behälter R befestigt ist, dient als Träger für den eigentlichen Schalter.
Die Wirkungsweise des Gerätes ist die folgende: Das Gerät ist in Abb. 1 in Ruhe und eingeschaltet dargestellt. Die Luft des Behälters R kann durch die Öffnungen V1 nicht entweichen, da die Dichtung / des Ventilkörpers PA den Ventilsitz S verschließt. Der Antriebskolben PM ist in seiner oberen Stellung, und die beweglichen Elektroden EM sind in die festen Kontakte CF eingeführt. Wenn der Druck in dem Behälter R
genügend groß ist, erregt man, indem man den Griff M in die Ausschaltstellung bringt, das Ausschaltalektroventil EVD. Die in die Kammer C über den Antriebskolben PM eingeführte Druckluft bewirkt dessen Bewegung nach unten. Die mitgenommene Stange T verschiebt die beweglichen Elektroden EM mittels der Isolierstangen L nach oben und veranlaßt dadurch die Unterbrechung des ίο Hochspannungskreises AC und CF. Zugleich bewirkt die Stange T die Senkung des Ventilkörpers PA, so daß die Luft des Behälters R durch die öffnungen V1, den Sitz S, die öffnungen V2, die Hohlisolatoren IC, die Blas- rohreTU und die AbzugsrohreCH entweichen kann.
Wenn die Rolle G des Riegels V an der Schräge RP des Ventilgehäuses VA zu rollen anfängt, entfernt sich der Riegel V aus dem
• 20 Rohr TB entgegen der Rückzugsfeder RR, so daß die Stange T von diesem Augenblick ab ohne Wirkung auf den Ventilkörper PA ist. Die Feder RE, die zusammengedrückt wurde, bewirkt den Wiederaufstieg des Ventilkörpers PA und den Verschluß des Ventilsitzes 6" durch die Dichtung /, so daß die komprimierte Luft nicht mehr in das Rohr TU eintreten kann und somit ein Luftverbrauch vermieden wird, sobald der Schalter geöffnet ist.
Der Kolben PM vollendet nach dem Ausrücken des Riegels V seinen Weg nach unten, und die beweglichen Elektroden EM nehmen dann die Öffnungsstellung ein.
Der Schalter befindet sich dann in der j vollständig geöffneten Stellung.
Zur Einschaltung muß der Griff M in die Einschaltlage gebracht werden, wodurch das Einschaltelektroventil EVE erregt wird, das Druckluft unter den Antriebskolben PM einläßt. Dieser verschiebt sich nach oben unter Mitnahme der Stange T, die die beweglichen Elektroden EM einrückt. Am Ende des Weges verläßt die Stange T den Riegel V, der unter der Wirkung der Feder RR die mechanische Verbindung dieser Stange T mit dem Ventilkörper PA im Sinne der Abwärtsbewegung wiederherstellt. Der Schalter ist dann für eine neue Ausschaltung bereit.
Abb. 3 und 4 zeigen den Schalter in zwei aufeinanderfolgenden Ausschaltlagen. ■ Abb. 3. Das Ausschaltelektroventil EVD ist erregt. Die Luft ist oberhalb des Antriebskolbens PM eingedrungen, der die beweg- liehen Elektroden PM anhebt und den Ventilkörper PA nach unten mitnimmt, bis zu dem Augenblick, wo die Rolle G den Riegel V gelöst hat. Der Ventilkörper PA ist in seiner äußersten Mitnahmestellung dargestellt. Die Luft entweicht aus dem Behälter R zu den Rohren TU. Die beweglichen Elektroden EM sind aus den festen Kontakten CF entfernt.
Abb. 4. Der Antriebskolben PM hat seinen Weg nach unten beendet. Die beweglichen Elektroden PM nehmen die Öffnungsstellung ein, und der entriegelte Ventilkörper PA hat sich unter der Wirkung der Feder RE gegen den Sitz 6* gelegt, wodurch er den Austritt der Luft nach den Rohren TU verschließt.
Der Ausschaltvorgang ist beendet.
Der Einschaltvorgang wird durch Erregung des Elektroventils PFP bewirkt, das den Antriebskolben PM nach oben schickt und ihn ebenso wie die anderen Teile in die Lage der Abb. ι zurückbringt.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schalter mit Lichtbogenlöschung durch strömendes Druckgas, das einem Behälter entnommen wird, auf dem das durch Isolierhebel mit dem Antrieb' der* beweglichen Kontakte verbundene Blasventil befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung des Blasventils und die Bewegung der beweglichen Kontakte in die Ausschaltstellung durch einen mittels des Druckgases betätigten Kolben {PM) erfolgen, dessen Kolbenstange (T) mit ihrem nach dem Behälter (R) zu gerichteten Ende das mit dem Kolben (PM) koaxial angeordnete Blasventil (PA) betätigt und mit ihrem anderen Ende über etwa senkrecht zu der Kolbenstange verlaufende Isolierhebel (L) die Verschiebung der beweglichen Kontakte (EM) bewirkt.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebskolben (PM) mit dem Ventilkörper (PA) nur bei eingeschaltetem Schalter in kraftschlüssiger Verbindung steht.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende der Stange (T) des Antriebskolbens (PM) in einen mit dem Ventilkörper fest verbundenen rohrförmigen Ansatz (TB) eingreift und diesen nach unten mitnimmt, indem es sich gegen einen Riegel (V) ab- no stützt, bis dieser am Wegende unter der Wirkung einer Abschrägung (RP) oder eines Anschlages kippt und den Ventilkörper freigibt, der sich unter der Wir-~ kung einer Feder (RE) wieder schließt.
4. Schalter nach den Ansprüchen 1 bis 3 in mehrpoliger Ausführung, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützisoiatoren (I) für den Führungsmechanismus der beweglichen Kontakte und die die Düsen mit dem Löschmittel speisenden Hohlisolatoren (/C) an dem Ventilgehäuse (VA) mit
beliebiger, insbesondere radialer Winkelstellung: befestigt sind.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
Deutsche Patentschriften Xr. 171 457, I/I458' 305797· 56643i- 579295. 609 S75, 611 597, 631686, 659030, to
680 029;
französische Patentschriften Xr. 681 315.
788 600, 801 352;
britische Patentschrift Xr. 27$ 764.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 55S3 11.52
DEA84451D 1936-10-23 1937-10-10 Schalter mit Lichtbogenloeschung und Betaetigung durch einen Druckmittelstrom Expired DE767548C (de)

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DE (1) DE767548C (de)
FR (1) FR828080A (de)

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FR828080A (fr) 1938-05-10
BE418054A (fr) 1936-11-30

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