DE767687C - Anordnung zur Erdschlussloeschung an Hoechstspannungsleitungen - Google Patents

Anordnung zur Erdschlussloeschung an Hoechstspannungsleitungen

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DE767687C
DE767687C DES142298D DES0142298D DE767687C DE 767687 C DE767687 C DE 767687C DE S142298 D DES142298 D DE S142298D DE S0142298 D DES0142298 D DE S0142298D DE 767687 C DE767687 C DE 767687C
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DES142298D
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Walter V Dr-Ing Mangoldt
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H9/00Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
    • H02H9/08Limitation or suppression of earth fault currents, e.g. Petersen coil

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Anordnung zur Erdschlußlöschung an Höchstspannungsleitungen Bei Höchstspannungsfreilleitungen muß bekanntlich der Durchmesser der verwendeten Seile zur Vermeidung von unzulässig hohen Koronaverlusten über einem bestimmten Mindestwert liegen. Diese Tatsache führt zur Ausführung der bekannten: Kupferhohlseile, um den erforderlichen Durchmesser bei wirtschaftlichen Querschnittsabmessungen zu erreichen. Bei den ebenfalls verwendeten Stahl-Aluminium-Seilen liegen die Verhältnisse so, daß bis zu Spannungen von 2ao kV der wirtschaftlich notwendige Aluminiumquerschnitt ein volles Seil ergab, dessen äußerer Durchmesser den .Koronabedngungen noch entspricht. Bei den bisherigen Höehstspannungsübertragungen bis z2o kV war es außerdem sowohl mit Kupferhohlseilen als auch mit Stahl-Aluminium-Vollseilen möglich, den Durchmesser der Seile unter Einhaltung der Wirtschaftlichkeit auf einer solchen Höhe zu halten, daß auch im Erdschlußfall, bei dem die Feldstärken an den gesunden Leitern auf das r,5fache gegenüber den Feldstärken bei Normalbetrieb steigen, noch keine zu großen Koronaverluste auftreten. Hohe Koronäverluste sind im Erdschlußfall besonders störend, da sie die Erdschlußlöschung durch Überlagerung eines. Ohmschen Erdschlußs.tromes sehr erschweren. Fig. i der Zeichnung zeigt an den Kuren a. b und c das Ansteigen der Koronaverluste --%-" in Abhängigkeit von der Leitungsspannung. Die Kurve a. zeigt die Koronaverluste für ein Seil, wie es normal für die heutigen :22o-lzV-Übertragungen angewendet -wird. Man sieht, daß sowohl die Verluste bei Nennspannung von aoo 1;V als auch bei der i,5fachen Spannung im Erdschlußfall von 3001A7 noch gering sind und im letzteren Fall noch zu keiner Störung der Erdschlußlösehung führen.
  • Bei Steigerung der Übertragungsspannung für neue Großkraftübertragungen, z. B. auf 4oo kV, muß der Durchmesser der Seile -wesentlich größer als für die 22o-kV-Leitungen gewählt -werden. Die Kurve b in Fig. i zeigt z. B. die Koronaverluste für ein Seil. das bei der _N.ennspannung von aoo. 1.:V etwa die gleichen Verluste aufweisen -würde -wie die bisher normal verwendeten Seile der jetzigen 200-kV-Übertragung bei Nennspannungsbetrieb.
  • Aus der Fig. i erkennt man nun, daß im Erdschlußfall die Koronaerscheinungen bei einer .ioo-l:V-Llbertragung -wesentlich ungünstiger -werden als bei einer @oo-I@V-LTbertragung, -weil im Erdschlußfall die absolute Feldstärkenerhöhung an den gesunden Seilen bei der .loo-kV-Ü. praktisch doppelt so hoch ist als bei der aoo-l:V-t;Tbertragung. Deshalb reicht, -wie die Kurve b der Fig. i zeigt, für diese übertragungen ein Seildurchiness°r, der im Normalbetrieb keine oder nur geringe Koronaerscheinungen zeigt, nicht mehr aus, um auch im Erdschlußfall die Koronaerscheinungen in zulässigen Grenzen zu halten, sondern es müssen hier, wie die Kurve c zeigt, Seile mit noch größerem Durchmesser verwendet werden, damit auch im Erdschlußfall die Koronaverluste noch zulässig sind.
  • Die genauere Untersuchung zeigt nun, dar) mit zunehmender Übertragungsspannung, beispielsweise mit der Verwendung einer Übertragungsspannung von aoo IX, die Durchmesser der Seile für den Fall, daß auch im Erdschlußfall die Koronaerscheinungen in zulässigen Grenzen liegen sollen, so groß sein müssen, daß durch die damit erhöhten Anlagekosten der Leitung die Wirtschaftlichkeit der gesamten Übertragung stark beeinträchtigt -wird.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung an Höchstspannungsleitungen, die diesen Nachteil vermeidet, die aber andererseits auch das Auftreten von die Erdschlußlöschung erschwerenden unzulässig hohen Koronaverlusten unterdrückt. Erfindungsgemäß wird während der Dauer des Erdschlusses die Leitungsspannung auf ein derartiges Maß herabgesetzt, daß die Koronaverluste in für die Erdschlußlöschlin- zulässigen Grenzen bleiben. Der die Spaimungslieral)s2tzung bewirkende Schaltvorgang vollzieht sich dabei etwa folgendermaßen: Beim Eintritt des Erdschlusses wird entweder durch Strom- oder Spannungsanregung die Umschaltung der Höchstspannungsleitung vom "Zormalbetrieb auf Betrieb mit abgesenkter Spannung vollzogen. Der im ersten Augenblick bei voller Betriebsspannung infolge der noch vorhandenen hohen Koronaverluste hohe Erdschlußreststroin -wird dadurch infolge der Herabsetzung der Koronaströme auf ein solches Maß verringert, dali nunmehr der mit dem übrig bleibenden Erdschlußstrom gespeiste Erdschlußliclitbogen von selbst auslöscht. Sobald das geschehen ist, -wird -wieder auf normalen Betrieb tungeschaltet. Während bei der bisher bekannten Erdschluß-Fortschaltung zur Löschung des Erdschlußlichtbogens eine vollständige Abschaltung der fehlerhaften Strecke vorgesehen ist, bleibt bei der Einrichtung nach der Erfindung die fehlerhafte Strecke lediglich finit einer etwas verminderten Spannung ini P:-trieb. Dies ergibt wesentliche Vorteile. Bei der bekannten Erdschlußfortschaltung muß zur sicheren Auslöschung des ErcIschlußlichtbogens die Leitung eine gewisse Zeit abgeschaltet sein. Dies hat aber zur Folge. daß beim Wiedereinschalten die Spannungsvektoren eine die Stabilität gefährdende Phasenabweichung aufweisen können, was hei der Anordnung nach der Erfindung nicht der Fall ist.
  • Fig. i der Zeichnung zeigt noch. (-lag die Koronaverluste für ein gegebenes Seil außerordentlich stark mit der Spannung anwachsen. Aus einer Betrachtung der Kurve b geht z. B. hervor, daß eine Herabsetzung der Spannung von hoo 1X im Erdschlußfall um etwa i5 °.'o bereits eine Verringerung der auftretenden Koronaverluste auf etwa 1(1o des Wertes hei 6oo kV ergibt. Während die Koronav-erluste bei 6oo kV im Erdschlußfall °ilie starke Beeinträchtigung der Erdsclilußlösclittng bewirken -würden, macht eine gemäß der Erfindung um etwa i j °/u herabgesetzte Spannung infolge der Verminderung der Koroliaverluste noch eine einwandfreie Erdschlußlöschung möglich. Ohne Anwendung der Erfindung müßte im beschriebenen Fall zur Erzielung für die Ercischlußlöschung erträglicher Koronav2rluste ein -wesentlich stärkeres und daher unwirtschaftliches Seil gewählt -werden.
  • Die Herabsetzung der Spannung an der Höchstspannungsleitung -während des Erdschlusses kann mit verschiedenen Mitteln herbeigeführt -werden. Man kann zunächst daran denken, die gewünschte Spannungsabsenkung durch Herabregelung der die Leitung speisenden Generatoren zu erreichen. Es ist dabei aber zu beachten, daß eine derartige Schwächung der Generatorerregung zu einer unerwünschten Erschwerung der Stabilitätsverhältnisse führen kann, da untererregte Generatoren bekanntlich leicht zu Pendelungen neigen.
  • Es ist daher vorteilhafter, die Herabsetzung der Leitungsspannung mit Hilfe von. Transformatoren herbeizuführen, wobei man entweder für diese Umschaltung besondere Zusatztransformatoren vorsehen kann oder auch an den bereits. vorhandenen, Leitungstransformatoren Umschaltungen vornehmen. kann.
  • Die Fig. 2, 3 und 4 der Zeichnung zeigen Ausführungsbeispiele für eine derartige Spannungsherabsetzung mit Hilfe von Transformatoren. In Fig. 2 ist i eine HöchstslJannungs.-leitüng von 4oo kV, 2 ist der die Leitung speisende Transformator, 3 die Erdschlußdrossel. Die Niederspannungsseite des Transformators 2 ist .über die beiden parallelgeschalteten Verbindungsleitungen 4 und 5 an die ioo-kV-S-ammelschiene 6 angeschlossen. In die Verbindungsleitung 4 ist ein spannungsherabsetzender Zusatztransformator 7 eingeschaltet. Mit Hilfe der Schalter 8 und 9 kann der Transformator 2 wahlweise über die Leitung 5 unmittelbar an die Sammelschiene 6 angeschlossen werden oder über die Leitung 4 über den die Spannung herabsetzenden Zusatztransformator. Im Normalbetrieb: wird die Unterspannungswicklung des Haupttransformators 2 über den Schalter 9: direkt gespeist. Im Erdschlußfall wird- der Schalter 9 geöffnet und kurz, darauf der Schalter 8 geschlossen, so daß nunmehr die Speisung des Haupttransformators mit entsprechend verminderter Spannung erfolgt. Bei der Anordnung der Fig. 3 ist 2 wieder der die Leitung i speisende Haupttransformator. Die Niederspannungswicklung dieses Transformators besitzt eine Anzapfung 12, und mit Hilfe der Schalter io und i i kann die Niederspannungswicklung wieder entweder über diese Anzapfung oder über die äußeren Wicklungsenden an die Sammelschiene 6 angeschlossen werden. Im Erdschlußfall wird der Schalter i i geöffnet und kurz darauf der Schalter io, der die äußeren Enden speist, geschlossen. Auf diese Weise wird ebenfalls die gewünschte Herabsetzung der Spannung im Erdschlußfall bewirkt. Bei der Anordnung der Fig. 4 ist die Anzapfung auf der Niederspannungsseite des Transformators 2 in den Sternpunkt des Transformators verlegt. Mit Hilfe der Schalter 13 und 14 kann der Sternpunkt entweder an der Anzapfung der Niederspannungswicklung gebildet werden oder an den rechten äußeren Enden. Bei den Anordnungen der Fig. 2 bis 4 sind zweckmäßig die beiden Schalter 8 und 9 b:zw. io und ii oder 13 und 714 nacheinander zu betätigen, um einen Kurzachluß des die Spannung herabsetzenden Zusatztransformators bzw. des. entsprechenden Wicklungsteiles am Haupttrans.formato,r2 über die beiden Schalter zu vermeiden. Man könnte aber auch die Schalter gleichzeitig betätigen, wenn man durch Einschaltung von Widerständen oder Drosselspulen ein zu starkes Ansteigen des kurzzeitig auftretenden Kurzschlußstromes. verhindert. Beispielsweise könnte man: zu diesem Zweck Wasserschalter (Expansionsschalter) mit eingebauten Dämpfungswiderständen benutzen.
  • F'ig. -5 der Zeichnung zeigt eine Relaisschalturig, bei der in Abhängigkeit von dem Erdschlußs.trom (öderderErdschlußspannung) an der Hochspannungswicklung des Transformators 2 die beiden Schalter 8 und 9 nacheinander aus- und eingeschaltet werden und dadurch die Spannungsherabsetzung entweder gemäß Fig. 2 öder gemäß Fig. 3 und q. bewirkt wird. In den. Stromkreis der Erdschlußdrossel 3 des Haupttransformators 2 ist ein Stromtransformator 15 eingeschaltet, dessen Sekundärwicklung ein Ü"berstromrelais 16 speist. Das überstromredais besitzt einen Schalthebel 17, der im urierregten Zustand des Relais die Leitung i8 an den Pluspol der Gleichstromquelle i9 legt, während bei Erregung des Relais. 16 durch den Stromtransformator 15 der Schalthebel 17 die Leitung 20 an den Pluspol der Gleichstromquelle anschließt. Die Leitung 2o ist über die Ausschaltspule2i des Schalters 9 und über die im geschlossenen Zustand des Schalters 9 geschlossenen Kontatke 22 mit dem negativen Pol der Stromquelle i9 verbunden. Die Einschaltspule 23 des Schalters 8 ist einerseits unmittelbar reit dem positiven Pol der Stromquelle ig verbunden, andererseits über die im geöffneten Zustand des Schalters 8 geschlossenen Kontakte 24 und über die im geöffneten Zustand des. Schalters 9 geschlossenen Kontakte 25 mit dem negativen Pol der Stromquelle i9 verbunden. Wenn daher im Erdschlußfall der Stromtransformator 15 erregt wird und dementsprechend der Schalthebel 17 an die Leitung 2o angeschlossen wird, so wird zunächst durch Erregung der Spule 2i der Schalter 9 geöffnet. Dadurch werden: die Kontakte 25 geschlossen, so daß auch die Einschaltspule 23 des Schalters 8 von der Stromquelle 19 aus erregt wird und den Schalter 8 schließt. Ein gleichzeitiges Schließen der Schalter 8 und 9 ist infolge der Sperre durch denn Kontakt 25 nicht möglich. Nach dem öffnen des Schalters 9 und dem Schließen des Schalters .8 ist die Höchstspannungsdeitung an die verminderte Spannung angeschlossen. Zach dem Aufhören des Erdschlusses verbindet das überstromrelais 16 infolge Weg- fall seiner Erregung die Leitung 18 mit dem Pluspol der Stromquelle ig. Wenn man zunächst annimmt, daß die Kontakte 26 des Zeitrelais 27 geschlossen sind; sor wird dadurch einerseits die Ausschaltspule 29 des Schalters 8 über die im geschlossenen Zustand des Schalters 8 geschlossenen Kontakte 3o an den negativen Pol der Stromquelle ig angeschlossen und dadurch der Schalter 8 geöffnet. Andererseits wird in Parallelschaltung die Einschaltspule 28 des Schalters g über die im geöffneten Zustand des Schalters g geschlossenen Kontakte 31 und über die im geöffneten Zustand des Schalters 8 geschlossenen Kontakte 32 an den negativen Pol der Stromquelle ig angeschlossen und dadurch der Schalter g geschlossen. Durch die gegenseitige Verriegelung mit Hilfe der Kontakte 32 wird also -wiederum dafür gesorgt, daß beim Rückschalten des Transformators 2 auf die volle Leitungsspannung ein gleichzeitiges Schließen der Schalter 8 und g und damit ein Kurzschluß vermieden wird.
  • Bei der Betätigung der Relaisanordnung über den Stromkreis 2o sind kurze Zeit sowohl der Schalter 8 als: auch der Schalter g geöffnet. Die Höchstspannungsleitung ist also kurzzeitig abgeschaltet. Dies kann zur Folge haben. daß das Ü'berstromrelais 16 in der Erdverbindung der Löschspule wieder abfällt, so daß die Leitung 2o von dem Pluspol der Stromquelle ig abgetrennt wird und die Leitung 18 Erregung von der Stromquelle ig aus bekommt. Da beide Schalter geöffnet sind und dementsprechend die Kontakte 31 und 32 geschlossen sind, so würde die Einschaltspule 28 Strom bekommen und den Schalter g -,wiederum schließen. Die beabsichtigte Verminderung der Leitungsspannung durch Offnen des Schalters g und Schließen des Schalters B wäre also nicht zu erzielen. Um dies zu vermeiden, ist in die Leitung 18 ein Zeitrelais 27 eingeschaltet, dessen Erregerstromkreis über die bei geöffnetem Schalter g geschlossenen Kontakte 33 an die Gleichstromquelle ig angeschlossen ist. Wenn also der Schalter g geöffnet ist, so bekommt das Zeitrelais 27 Erregung und öffnet für eine li gewisse Zeit die Kontakte 26 und unterbricht dadurch den Stromkreis 18. Dadurch wird der geschilderte Nachteil, der infolge des Abfallens der Kontakte am Stromrelais 16 eintreten könnte, unterdrückt, da bei der kurzzeitigen Abschaltung der Höchstspannungsleitung i infolge des Offenstehens der Schalter 8 und g ein Wiedereinschalten des Schalters g durch das Zeitrelais infolge Unterbrechung des Stromkreises 18 verhindert wird. Zach einer gewissen Zeit, nach der die Umschaltung auf die verminderte Spannung bereits voll durchgeführt ist, werden die Kontakte 26 am Zeitrelais wieder geschlossen, so daß nach dem endgültigen Wegfall des Erdschl:ü@sses die oben geschilderte Rückschaltung auf die volle Leitungsspannung ohne Beeinträchtigung durch das Zeitrelais durch die übrigen Relais, wie geschildert, durchgeführt werden kann.
  • Wie bereits erwähnt, wird man die Schaltfolge der Schalter 8 und g möglichst rasch hintereinander legen, um den geöffneten Zustand beider Schalter möglichst abzukürzen. Um eine schnelle Schaltfolge der beiden Schalter zu erreichen, kann dabei das Einschaltkommando für den Schalter 8 mit einer gewissen Voreilung gegeben «-erden, wie dies an sich bereits für ähnliche Schaltvorgänge bekannt ist. Statt die Schalter 8 und g elektrisch derart miteinander zu kuppeln, daß die Schalter gleichzeitig nicht geschlossen sein können, könnte man auch eine mechanische Kupplung für denselben Zweck vorsehen.
  • Für die Speisung der Höchstspannungsleitung mit verringerter Spannung während des Erdschlusses müssen sämtliche die Fernleitung speisenden Haupttransformatoren mit einer der geschilderten Spannungsabsenkvorrichtungen ausgerüstet «-erden. Um nun im Erdschlußfall eine gleichzeitige Spannungsabsenkung an den Haupttransformatoren zu erzielen, kann man die einzelnen Spannungsabsenkvorrichtungen über irgendwelche Zwischenhilfsmittel synchron steuern. Derartige synchrone Steuerungen sind an sich bekannt. Beispielsweise kann man das Telenerg-System für diesen Zweck benutzen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Erdschlußlöschung an Höchstspannungsleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß während der Dauer des Erdschlusses die Leitungsspannung derart herabgesetzt wird, daß die Koronaverluste der Leitungen in für die Erdschlußlöschung zulässigen Grenzen :ich bewegen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß für die Herabsetzung der Spannung Transformatoren vorgesehen sind, insbesondere daß hierfür normale, bereits in der Übertrangungsleitung vorhandene Transformatoren dienen.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Herabsetzung der Spannung ein Zusatztransformator in die Leitung eingeschlltet wird.
  4. Anordnung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß für die Herabsetzung der Spannung an dem normalen Leitungstransformator eine Umschaltung, insbesondere ein Anschluß der speisenden Spannung an niedere Spannung ergebende Anzapfpunkte der Niederspannungswicklung, yorgeno:mmen wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sternpunkt der Niederspannungswicklung des normalen Leitungstransformators an niedere Spannung ergebende Anzapfpunkte der Wicklung angeschlossen wird.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Herabsetzung der Leitungsspannung in Abhängigkeit vom Erdsehlußstrom bzw. von der Erdschlüßspannung erfolgt.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Umschaltung auf die ermäßigte Spannung dienenden Schalter mechanisch oder elektrisch so gekuppelt sind, daß die Schalter hintereinander, jedoch nicht unmittelbar gleichzeitig schalten. B. Anordnung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Hintereinanderschalten der Schalter bedingte Unterbrechung des Erdschlußstromes oder -spannung mit Hilfe ,°ines. Zeitrelais in seinem Einfluß auf den Schaltvorgang für die Herabsetzung der Leitungsspannung ausgeschaltet ist. g. Anordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche die Höchstspannungsleitung speisendenTransformatoren , mit einer Spannungsabsenkvorrichtung ausgerüstet sind, und daß die Spannungsabsenkungen an den einzelnen Transformatoren synchron gesteuert werden. Zur Abgrenzung des, Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in. Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 385 571, 313473.
DES142298D 1940-09-18 1940-09-18 Anordnung zur Erdschlussloeschung an Hoechstspannungsleitungen Expired DE767687C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE313473C (de) *
DE385571C (de) * 1921-12-14 1923-11-26 Aeg Einrichtung zur Unterdrueckung des Erdschlussstromes von Hochspannungsnetzen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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