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Zeigermeßvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Zeigermeßvorrichtung
mit einem Schleppz.eiger. In bekannter Weise bleibt der Schleppzeiger, der beispielsweise
bei jeder Ablesung in eine bestimmte Ausgangslage von Hand zurückgebracht wird,
in der Stellung größten Ausschlages des Mitnehmers stehen, während der Mitnehmer
periodisch von seinem Antrieb abgekuppelt und in die Nullage zurückgebracht wird.
Man kann also z. B. an der Stellung des Zeigers erkennen, wie groß maximal der Verbrauch
einer Anlage innerhalb einer Meßperiode war. Die Angaben des Schleppzeigers können
in bekannter Weise für statistische oder tarifliche Zwecke ausgenutzt werden.
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Nun ist es aber dem Eiekfrizitätswerk unter Umständen erwüns.ch,
daß der Verbraucher zu bestimmten Tageszeiten oder an bestimmten Tagen, z. B. an
Sonne und Feiertagen, viel Strom entnimmt, während zu anderen Tageszeiten und Tagen,
z. B. in der Zeit der Spitzenbelastung, eine übermäßige Stromentnahme durch den
Verbraucher unerwünscht ist. Wollte man nun auf Grund der Schleppzeigerangaben schlechthin
den Stromverbraucher bei erhöhter Stromentnahme zu entsprechender Kostendeckung
heranziehen,
dann würde dies unnötige Härten mit sich bringen und
gar nicht immer den Wünsche des Lieferwerkes entsprechen, denn das Maximum kann
genau so gut in den Zeiten geringer wie erhöhter Werksbelastungen aufgetreten sein.
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Die Erfindung hat die Aufgabe den Zeitpunkt für das Auftreten des
Maximums zu registrieren. Man könnte zwar hierfür ohne weiteres einen sogenannten
schreibenden oder druckenden Maximumzähler verwenden, doch sind die Anschaffungskosten
und der Betrieb solcher Zähler für mittlere und kleinere Betriebe zu hoch. Das Zählergehäuse
wird durch die Zusatzeinrichtungen größer. Weiter sind die Einrichtungen für die
graphische Ermittlung der Zählerangaben wie Schreibscheibe oder -rolle mit Schreibgerät,
deren Antrieb usw., sehr empfindlich gegen robuste Behandlung. Auch entstehen dem
Elektrizizätswerk zusätzliche Kosen durch die Wartung dieser Schreibvorrichtungen,
insbesondere beim Auswechseln und Neueinsetzen der Registrierstreifen, Instandsetzen
des Schreibstiftes od. dgl. Dabei muß das Zählergehäuse jeweils geöffnet und nach
Aufsetzen wieder plombiert werden. Die Auswertung der Registrierstreifen solcher
Apparate macht viel Arbeit.
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Ein Elektrizitätswerk wäre gar nicht in der Lage, die Registrierstreifen
der kleineren und mittleren Abnehmer auszuwerten. Durch die Erfindung wird es nun
möglich, mit einem einfachen und verhältnismäßig billigen Gerät auch die kleineren
und mittleren Abnehmer tariflich genau zu erfassen. Erfindungsgemäß ist das Zeitwerk,
vorzugsweise das Zeitwerk des Maximumwerkes, zu einem bekannten Zeitpunkt ingangsetzbar.
Ferner hält ein beim Auftreffen des Meßwertzeigers auf den Schleppzeiger z. B. durch
elektrische Kontaktgabe eingeschaltetes Laufwerk, dessen Zeiger dem Zeiger des Zeitwerkes
nacheilt, beim Einholen des Zeitwerkzeigers z. B. ebenfalls durch elektrische Kontaktgabe
das Laufwerk an, wobei dessen Nachlaufweg durch ein Zählwerk gemessen wird.
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Die Erfindung soll an Hand des in der Zeichnung dargestellten Beispiels
näher erläutert werden.
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1 ist ein Maximumwerk, das in bekannter Weise von einem Zähler 2
und einem Zeitwerksmotor 3 betätigt wird, 4 ist der Mitnehmer, 5 der Schleppzeiger
des Maximumwerkes.
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Das Zeitwefl 3 treibt über ein Vorgelege 6 und eine nicht näher dargestellte
Rutschkupplung den Arm 7 an. Das Übersetzungsgetriebe des Vorgeleges 6 ist so gewählt,
daß innerhalb einer Ableseperiode der Arm 7 höchstens einen vollen Umlauf macht.
8 ist ein aus dem Gehäuse des MAximumwerkes herausgeführter plombierter oder sonstwie
für den Verbraucher unzuganglich gemachter Rückstellknopf, durch den von dem Werksbeamten
der Arm 7 bis in die durch den Anschlag 9 bestimmte Anfangsstellung zurückgebracht
werden kann.
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Ein Laufwerk 10 triebt über eine Rutschkupplung ein Zeit- oder Datumzählwerk
11 an, das durch einen ebenfalls für den Verbraucher unzugänglich gemachten oder
plombierbaren Handgriff 12 entweder auf Xull oder auf die Ablesezeit und auf den
Ablese tag eingestellt werden kann. Ferner treibt es über eine weitere Rutschkupplung
den Arm 13 an, der gemeinsam mit dem Arm 7 durch den Knopf 8 zurückgestellt werden
kann. Bei dem in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel bilden
die Teile 4 und 5 und 7 und 13 je die beiden Kontakte eines Schalters; der Teil
4 ist leitend mit der Klemme a, der Teil 5 mit der Klemme b, der Teil 7 mit der
Klemme c und der Teil 13 mit der Klemme d verbunden. Für den Schleppzeiger 5 ist
der Einfachheit halber die übliche Rückstellvorrichtung weggelassen. Das Laufwerk
10, beispielsweise ein elektrischer Kleinmotor, ist über den Schalter 14. der voll
dem Relais 24 gesteuert wird, an die Klemmen e, f angeschlossen, die an der Netzspannung
liegen. Das Relais steuert einen weiteren Schalter 34, der mit dem Schalter 35 in
Reihe liegt, der durch das Relais 25 betätigt wird.
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Bei der in der Zeichnung vorausgesetzten Arbeitsstromschaltung entsprechen
die Schalterstellungen dem stromlosen Zustand der Relais. Selbstverständlich kann
auch mit Ruhestromschaltung gearbeitet werden.
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Die NTorrichtung arbeitet folgendermaßen Angenommen der Arm I3 befinde
sich in seiner Ausgangsstellung, also gegenüber dem Anschlag 9 und in der gegenwärtig
laufenden Registrierperiode erreiche der Mitnehmer 4 den Schleppzeiger 5, dann wird
das Relais 24 eingeschaltet und schließt die Schalter 14 und 34. Durch 14 wird das
Laufwerk 10 eingeschaltet. durch 34 wird eine Selbsthaltung für das Laufwerk hergestellt.
Das Laufwerk treibt dann den Arm 13 so lange an und nimmt dabei das Zählwerk 11
mit, bis er auf den Arm 7 trifft. In diesem Augenblick wird das Relais 25 eingeschaltet,
und dadurch die Selbsthaltung durch öffnen des Schalters 35 unterbrochen. Inzwischen
wurde der Mitnehmer 4 in bekannter Weise vom Zählerantrieb abgekuppelt und in die
Ausgangslage zurückgebracht. Für den Fall, daß beim Nachdrehen des Armes I3 der
Kontakt bei 4, 5 noch nicht unterbrochen sein sollte, gleicht man die Zugkraft des
Motors 10 bzw. die zwischen dem Motor 10 und dem Arm 13 liegende Rutschkupplung
so ab daß der Arm I3 den Arm 7 nicht vor sich herschieben kann.
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Man kann aber statt dessen auch durch das Relais 25 noch einen weiteren,
mit dem Schalter 14 in Reihe liegenden Unterbrechungsschalter betätigen lassen,
der auch bei bestehendem Kontakt zwischen den Teilen 4, 5 ein Abschalten des Zeitwerkes
10 bewirkt.
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Erreicht bis zur nächsten Ableseperiode der Zeiger 4 nicht mehr den
Zeiger 5, dann gibt bei der Ablesung die Stellung des Zeigers 5 das erreichte Maximum
an und das Zählwerk II die Zeit, in der dieses Maximum erreicht wurde. Wird aber
vor der Ablesung das bisher erreichte Maximum überschritten, dann wird nochmals
der Kontakt bei 4, 5 geschlossen, und, wie oben beschrieben, der Arm 13 und das
Zählwerk II SO lange nachgestellt, bis ein Kontaktschluß bei 7 und I3 zustande kommt.
Auch dann gibt wieder der Zeiger 5 das erreichte Maximum und das Zählwerk II die
Zeit an, in der dieses Maximum erreicht wurde. Nach der Ablesung werden die Arme
7 und I3 in ihre Ausgangslage gebracht, ebenso wird der Schleppzeiger 5 auf Null
oder auf eine bestimmte Freigrenze zurückgestellt, das Zählwerk 11 wird auf Null
gestellt oder auf die Ablesezeit.
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Im Ausführungsbeispiel wird das Laufwerk 10 elektrisch gesteuert;
man kann aber statt dessen auch mechanische Steuerungen verwenden, indem man z.
B. zwischen die Teile 4, 5 und 7, I3 Differentialgetriebe einschaltet, die je, wenn
der eine Teil den anderen eingeholt hat, mechanisch das Laufwerk ein- oder ausrücken.