DE767867C - Aus Pumpen-, Turbinen- und Leitraedern bestehendes Fluessigkeits-wechselgetriebe fuer selbsttaetige Momentsteigerung beim Anfahren, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Aus Pumpen-, Turbinen- und Leitraedern bestehendes Fluessigkeits-wechselgetriebe fuer selbsttaetige Momentsteigerung beim Anfahren, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

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DE767867C DEF75401D DEF0075401D DE767867C DE 767867 C DE767867 C DE 767867C DE F75401 D DEF75401 D DE F75401D DE F0075401 D DEF0075401 D DE F0075401D DE 767867 C DE767867 C DE 767867C
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H41/00Rotary fluid gearing of the hydrokinetic type
    • F16H41/24Details
    • F16H41/26Shape of runner blades or channels with respect to function

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Aus Pumpen-, Turbinen- und Leiträdern bestehendes Flüssigkeitswechselgetriebe für selbsttätige Momentsteigerung beim Anfahren, insbesondere für Kraftfahrzeuge Bei den bekannten Turbotransformatoren, bestehend aus Pumpen-, Turbinen- und Leiträdern, kann sich die Sekundär- oder die Turbinendrehzahl yz je nach dem zu überwindenden Widerstand in weiten Grenzen ändern, wie in Abb. r der Zeichnung veranschaulicht ist.
  • Hält man die Pumpendrehzahl konstant, so wird bei einem gewissen Turbinendrehmomentll,T", dem sogenannten Normalmoment, bei normaler Drehzahl der günstigste Wirkungsgrad 17" erreicht. Verringert man die Turbinendrehzahl bis zum Anfahren oder Festbremsen (n=o), so steigt das Turbinendrehmoment M selbsttätig um einen Betrag, der von der Anzahl, den Radien und den Beschaufelungen der Turbinenräder und Leitapparate sowie von der Art der Pumpe abhängt (linke Äste der M-Kurven). Einer steigenden Turbinendrehzahl entspricht umgekehrt ein Abfall der Drehmomente gemäß den rechten Ästen der M-Kurven. Bei der sogenannten Leerlaufdrehzahl IU sinkt das Moment auf Null.
  • Hat das Getriebe, z. B. beim Kraftwagen, der Reihe nach verschiedene Zugkräfte, d. h. auch verschiedene Drehmomente M zu überwinden, so stellt sich die Turbinendrehzahl und damit die Fahrgeschwindigkeit vollkommen selbsttätig und stufenlos auf den erreichbaren Betrag ein. Man erhält also eine selbsttätige Momentsteigerung, ähnlich wie hei dem elektrischen Reihenschlußmotor.
  • Die ersten bekannten Turbinengetriebe waren für Schifte und nur auf -Maximalwirkungsgrad rin gebaut, da ein -Momentanstieg beim Anfahren dort unnötig und zwecklos war. So ergab sich eine ungefähr geradlinige Momentcharakteristik I (Abb. i), deren Anfahrmoment (n = a) ungefähr den doppelten Betrag des Normalmomentes @LI" und deren Leerlaufdrehzahl rrL ungefähr den doppelten Betrag der Normaldrehzahl der Turbine erreichte. Der zugehörige Wirkungsgrad verlief etwa nach der Parabel rj.
  • Später entstand bei den Anwendungen für Landfahrzeuge, Hebezeuge usw. der Wunsch, die Zugkraft beim Anfahren schon durch geeignete Rücksichtnahme bei der hydraulischen Gestaltung möglichst weitgehend zu steigern. Zur Beurteilung der bei irgendeinem verlustlosen Getriebe erreichbaren Idealdrehmomente 1I bzw. -zugkräfte ist in Abb. i die sogenannte ideale Zugkrafthyperbel gestrichelt eingetragen, welche die erwähnte Momentlinie I der Schiffsgetriebe bei Normaldrehzahl berührt. Diese Hyperbel würde die gleichfalls gestrichelte horizontale il-Linie konstanten Wirkungsgrades entsprechen. Beim Anfahren würde eine unendlich große Zugkraft erreicht werden, woraus zu schließen ist, daß jedes -technische Getriebe beim Anfahren den Wirkungsgrad rj = o haben muß.
  • Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, für Landfahrzeuge, Hebezeuge u. dgl. eine möglichst günstige, zwischen der Geraden I und der idealen Hyperbel liegende -Moment- oder Zugkraftlinie mit erheblich einfacheren Mitteln als bisher zu verwirklichen. Alsdann ergibt sich von selbst ein möglichst völliger, zwischen der parabolischen und der gestrichelten rj-Linie liegender Verlauf des Wirkungsgrades.
  • Zur Lösung der genannten Aufgabe sind bereits die verschiedensten Vorschläge gemacht worden.
  • Die Urausführung des Getriebes mit zwei Turbinenstufen erreichte. wie schon erwähnt wurde, den geradlinigen -Momentverlauf I. In früheren Patenten ist unter anderem die Anwendung nur von außen nach innen beaufschlagter Turbinen (Francis-Typ) und die von drei bis fünf Turbinenstufen empfohlen, in späteren Patenten die Vereinigung von zwei oder drei vollen Turbinenkreisläufen gleichen Drehsinns.
  • Das Rieseler-Getriebe hat im hydraulischen Gang mit zweistufiger Turbine und abwechselnd festbrenisbarem oder frei laufendem i Leitapparat nur die unter der geraden Linie ' liegende, nach unten gekrümmte Moment Linie III erreicht.
  • Ljtingströin hat für die Erzielung eine nach oben gekrümmten Momentlinie 1I di( I Anwendung unendlich vieler Turbinenstufen mindestens jedoch die von drei Stufen be radialer Beschaufelung (davon zwei Francis. Turbinen), sowie die Anwendung besonder< steiler Austrittswinkel vorgeschlagen. Be diesem Getriebe ist dafür gesorgt, daß eine volleEiitziehungderTangentialkomponentenc, der absoluten Strömungsgeschwindigkeit vor @, dem Rücktritt des Wassers in die Pumpe erfolgt (sogenannter senkrechter Eintritt). Schließlich wird bei einem weiteren Flüssig-, keitsgetriebe die Anwendung einer Leitvorrichtung für nötig erachtet, welche aus einem festen und fünf beweglichen Leit-E schaufelkränzen besteht, die entweder einzeln frei umlaufen können oder deren Schaufeln frei drehbar sind. Die Turbine ist dabei nach I F r a n c i s mit großem Eintritts- und kleinem Austrittsradius durchgebildet.
  • ` -Nach dem bisherigen Stand der Technik konnte sonach eine zwischen der Geraden I und der Idealhyperbel liegende Zugkraftsteigerung i nur mit ungewöhnlich verwickelten Bauarten erzielt werden.
  • Demgegenüber ist nun durch theoretische l Berechnungen und dann durch -Versuche festgestellt, daß ähnliche Zugkraftsteigerungen, wie bei Linie II der Abb. i, die bisher erst mit drei Turbinenstufen (sechs Rädern) oder mit einem festen Leitkranz und fünf drehbaren Leitkränzen (sechs Rädern) erreicht wurden, schon mit einer einzigen Turbinenstufe in einem Kreislauf aus drei festen Rädern erzielt werden können, also mit einem Bruchteil der bisher nötigen -Mittel.
  • Diese nach dem bisherigen Stand der Technik völlig unerwartete, ja den Anschauungen anderer Fachleute völlig entgegengerichtete Wirkung wird nun erfindungsgemäß hauptsächlich durch die Kombination von drei bestimmten Merkmalen erreicht: a) die Anordnung einer einzigen Turbinenstufe, deren Eintrittsradius kleiner als der Austrittsradius ist (also keine Francis-Turbine) im Kreislauf; b) die Umfangsgeschwindigkeit rc am Austritt der Turbine muß von der Größenordnung der dortigen relativen Austrittsgeschwindigkeit ze sein, wobei sieh Austrittswinkel kleiner als 35' ergehen (Abb. 2). c) die Schaufeln der Turbine müssen am Eintritt stark verdickt sein.
  • Jedes dieser -Merkmale ist für sich bekannt, aber in anderen Kombinationen, und demzufolge mit minderwertiger 1Monientsteigerung, während erst die Gesamtheit derselben den hier enthüllten überraschenden Fortschritt ergibt. Die bisher übliche Hinzufügung von Zentripetalturbinen des Francis-Typs (Eintrittsradius größer als Austrittsradius) zu der hier mit stark veränderlicher Förderhöhe (und Wassermenge) arbeitenden Pumpe verschlechtert z. B. merklich die Momentsteigerung etwaiger Turbinen nach Merkmal a) oder b) und c).
  • Die vielfach dargestellten und noch neuerdings besonders empfohlenen steilen Schaufelwinkel lassen die hier beabsichtigte Wirkung, insbesondere bei Kraftwagen, ebensowenig erreichen wie die Verwendung dünner Blechschaufeln oder ungenügend verdickter Schaufeln.
  • Die sowohl schon bei Wasserturbinen als auch bei Flüssigkeitsgetrieben für Kraftfahrzeuge an sich bekannten stark verdickten Schaufelköpfe dienen hier noch zu dem besonderen Zweck, um das hochgesteigerte, bei den älteren Bauarten auf zwei oder drei Turbinenkränze verteilte Drehmoment (insbesondere beim Anfahren) in hydraulisch und vom Festigkeitsstandpunkt günstiger Weise durch einen einzigen Turbinenkranz genügend betriebssicher zu schaffen.
  • Die Erfindung beruht noch auf der folgenden wichtigen Erkenntnis: Man hat gelegentlich schon bei den alten Fourneyron-Turbinen (Austrittsradius größer als Eintrittsradius) beobachtet, dgß die Momentcharakteristik gegen den Festbremspunkt hin etwas nach oben gekrümmt ausfiel. Diese in Flüsse eingebauten Turbinen arbeiten aber unter anderen hydraulischen Bedingungen als die vorliegenden Wechselgetriebe (Momentwandler). Bei einer Drehzahlverstellung zwischen Normal und Null bleibt nämlich das Gefälle des Flusses konstant. Bei dem in sich geschlossenen Turbogetriebe dagegen ändert sich nicht nur das Gefälle für die Turbine erheblich, sondern auch die Wassermenge, weil nämlich in dem kurzgeschlossenen Kreislauf sofort eine Rückwirkung auf die Pumpe eintritt, die keine konstante Förderhöhe, sondern eine mit der Wassermenge sehr stark veränderliche (vgl. Q-H-Charakteristik) Förderhöhe liefert. Die Wassermenge stellt sich aber so ein, daß die Gesamtwiderstände in Pumpe, Turbine und Leitvorrichtung (Reibungen, Stöße und nützlich heruntergearbeitete Gefälle) bestritten werden.
  • Die Erkenntnis, daß die besondere Anwendung kleinerer Eintritts-, größerer oder mindestens gleicher Turbinenaustrittsradien unter den eigenartig verschlungenen Strömungsbedingungen der vorliegenden Wechselgetriebe überraschend hohe Momentsteigerungen entscheidend mitbedingt, stellt einen wesentlichen Fortschritt der Getriebetechnik dar, insbesondere weil dadurch mit Vorurteil aufgeräumt wird, daß die an sich für den Scheitelwirkungsgrad günstige Francis-Turbine, mit größerem Eintritts-, kleinerem Austrittsradius, auch für die selbsttätige Zugkraftsteigerung beim Anfahren überlegen sei.
  • Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der oder die Leitapparate in Gebiete möglichst großer Radien gelegt und der verbleibende Rücklaufkanal zur Pumpe als schaufelloser Raum mit Innenkern ausgeführt wird. Der Leitapparat hat dem Wasser einen bestimmten Drall cu . r (Umfangskomponente mal Radius) zu erteilen. Wird insbesondere die Austrittskante des Leitapparates auf großes r gelegt, so kann c" und damit die ganze Strömungsgeschwindigkeit c und der dem c2 proportionale Reibungsverlust erheblich verringert werden, da die glatten Seitenwände des folgenden schaufellosen Raumes poliert werden können und -daher geringste Reibungsverluste für das nach innen anwachsende c" bedingen.
  • Abb. a der Zeichnung stellt das eine der üblichen Turbinendreiecke dar, in welchem die Umfangsgeschwindigkeit u und die Strömungsgeschwindigkeit (hier Relativgeschwindigkeit am Kanalaustritt) erfindungsgemäß von ungefähr gleicher Größenordnung sind. Bei Festbremsung erhöht sich w beträchtlich. Als Schaufelwinkel ß2 ergeben sich dann Winkel von kleiner als 3ä°, während bei größeren Winkeln sich ungünstige Verhältnisse u : w (nämlich zu kleine u im -Vergleich zu w) ergeben würden. Die Schaufel kann beispielsweise die dargestellte abgerundete, bei Dampfturbinen, Propellern, Pumpen und Wasserturbinen an sich bekannte Form besitzen, sie kann aber auch in geeigneter Weise zugespitzt sein, jedenfalls aber muß sie stark verdickte Eintrittsenden besitzen.
  • Abb.3 der Zeichnung zeigt ein Flüssigkeitsgetriebe, das gemäß der Erfindung ausgebildet ist. Auf der Primärwelle i sitzt das Pumpenradz, welches das Wasser unmittelbar in das gleichachsige Turbinenrad 3 ausgießt, das durch die Scheibe 8 mit der Sekundärwelle 9 gekuppelt ist. Darauf strömt das Wasser durch den auf größtem Radius angeordneten Leitkranz q. des feststehenden Gehäuses 7 und dann zurück zur Pumpe durch den schaufellosen Raum 6. Mit dieser einfachen Anordnung sind besonders gute Momentcharakteristiken ähnlich Linie II in Abb. i erzielt worden.
  • In besonderen Fällen, z. B. zwecks Erzielung zylindrischer Schaufelkanäle oder zwecks Anordnung axial verschiebbarer Leitkanäle, können dieselben statt an der Stelle q. auch an der Stelle q.' angeordnet sein.
  • Zur weiteren Steigerung der Anfahrzugkräfte und zugleich der Wirkungsgrade können die Leitapparate auch doppelt oder mehrfach ausgeführt und für sich in dem gleichen. sonst urgeänderten Kreislauf je nach der gewünschten Gangart axial eingeschoben werden. Von früheren Vorschlägen unterscheidet sich diese Nahnahme dadurch, daß früher mit dem Verschieben des Leitapparates (bei gleichem Drelisinn) zugleich ein Übergang auf einen neuen, vorher untätig ge-,vesenen Z@@.-eig de: Irreislaufes verbunden war, während jetzt derselbe urverzweigte Kreislauf in Benutzung bleibt.
  • Diese Maßnahme kann nun ertindungsgemäß noch weiter dahin verbessert werden, daß nicht mir ein neuer Leitapparat. sondern zugleich ein neues Turbinenrad in geeigneter Weise. z. B. gleichfalls durch Axialverschiebung, eingeschaltet wird. Es entspricht dann jedem einzelnen Leitapparat ein der betreffenden Gangart angepaßtes Turbinenrad.
  • In manchen Fällen entsteht dabei jedoch der Nachteil. daß der mechanische Zusammenhang zwischen Gehäuse und Kern des Kreislaufes oder anderen entsprechenden Teilen verloren wird, so daß besondere Stützschaufeln, welche den Drall im wesentlichen unverändert lassen. angewendet werden müssen, um diesen Zusammenhang wieder herzustellen.
  • Dieser an sich nicht erhebliche Nachteil kann null durch eine weitere Erfindungsmaßnahme überwunden werden, indem nämlich die betreifenden Leitschaufeln. des Leitapparates und die oder die Laufschaufeln der Turbine in einen Einlauf- und einen Auslaufteil zerlegt werden. von denen der letztere ständig benutzt wird und gleichzeitig zur Verbindung voll Außenwand und Innenkern des Kreislaufen dient, während der Einlaufteil so gestaltet wird, daß er den nur für -höhere und mittlere Geschwindigkeiten geeigneten Auslaufteil zu einer Art Hakenschaufel ergänzt. welche wiederum für kleinere Geschwindigkeiten und insbesondere für die Erzeugung höchster Anfahrztigkräfte bestgeeignet ist. Hierdurch werden gewissermaßen die nach früheren Vorschlägen zwei- oder mehrfach verzweigten Kreisläufe für Wechselgetriebe in einen einzigen Kreislauf zusammengelegt und dadurch eine wesentliche Vereinfachung und Verbesserung erzielt, zumal sich gezeigt hat. daß die in jedem Fall gemeinsame Pumpe schon in sich hydraulisch für beide Gangarten günstige Eigenschaften verkörpern kann.
  • Abb. d. stellt derartige aus einem Einlaufteil 30 und einem Auslaufteil 3z bestehende Sonderschaufelli dar, welche sowohl für die Veränderung der Leitapparate als auch für eile der Turbinenläufer verwendet werden können. 3l hat z. B. die besondere Form der L`berdruckschaufeln entsprechend höherer und mittlerer Geschwindigkeit der Turbine, während die Vereinigung voll 30 und 31 eine günstige Gleichdruckturbinenschaufelung ergibt.
  • In weiterer Ausbildung dieser Anordnung können all Stelle der Einlaufschaufeln 30 oder zusätzlich zu diesen Vorschaufeln 37 vorgesehen werden, die beispielsweise durch Schlitze der Radwandungen axial in den Kreislauf eingeschoben «-erden. Diese Vorschaufeh 37 greifen dann hinter die verdickten Tröpfe der ständig wirksamen Hauptschaufeln 31 und bilden mit diesen all sich bekannte spaltflügelartige Hilfskanäle.
  • 31s «-eitaus bestes Mittel zur Herstellung einer solchen L niversalschaufelung eignet sich hierbei wiederum das Mittel der Axialverschiebung des Ergänzungskranzes 30.
  • Eine solche Einrichtung ist in 3bb. 5 dargestellt. 31 bezeichnet den dauernd benutzten Kranz des Leitapparates, während 3o der Ergänzungsring ist. der in die mit der festen Leitvorrichtung verbundene Kammer 32 verschoben werden kann. Die Bewegung erfolgt z. D. in bekannter Weise mit Hilfe des livdraulischen Druckes im Getriebe selbst. Der Ergänzungskranz 30 liegt selbstverständlich im Strömungssinn vor dem dauernd benutzten Auslaufkranz 31. also hier z. B. auf größerem Radius als 31. > In entsprechender Weise kann zur Erzeugung der höchsten Anfahrzugkräfte und Wirkungsgrade auch ein Turbinenauslaufkrallz 3l' mit dem Gehäuse 3 und dem Kern 33 fest verbunden sein, während der Zusatzkranz 30' in die Kammer 3.1 des Sekundärläufers bei mittleren und 'höheren Fahrtstufen verschwinden kann. Die Verstellung kann hierbei wiederum selbsttätig erfolgen. Die Aufnahmekammern 32 und 34 können je nach Wunsch im Innern des Kerns oder auf der Außenseite des Gehäuses liegen.
  • In Abli. ; ist ferner noch die als Reibungs-oder Zahnkupplung ausgebildete Feststellvorricht1111933 angedeutet. mittelsderderPrimärteil i und der Sekundärteil 9 fest miteinander verbunden werden können. Die Abbildung zeigt schließlich, daß auch bei geteilten Leitradkränzen 30. 31 außer der Axialbewegung des Ergänzungskranzes 30 noch ein Freilaufenlassen beider Leitkränze zusammen 111 einfachster Weise möglich ist. sobald gewünscht wird, dala der genannte Leitapparat beim L'bergang von Wandler- auf Kupplungsbetrieb im Sinne der Dralländerung unwirksam gemacht werden soll.
  • Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung können die nur bei kleinereil Turbinendrehzahlen in Tätigkeit gesetzten Vorschaufeln auch all einer von den Hauptschaufeln vollkommen getrennten Stelle liegen. S0 kiillllte z. B. in Abb. 3 der Turbinenkranz 3 beweglich eingerichtet werden und als Vorschaufel Verwendung finden, während bei sinngemäßer Verlängerung des Turbinenrades an Stelle des Leitkranzes q. am äußeren Scheitel ein weiterer Turbinenkranz als Hauptschaufel ständig benutzt wird. In ähnlicher Weise kann auch der Vorkranz eines Leitapparates von seinem Hauptkranz räumlich erheblich getrennt sein. Diese Trennung kann auch hydraulische Vorteile bieten, um ungeordnete Strömungen, wie sie bei Stoßgang vielfach auftreten, möglichst frühzeitig stromauf oder stromab zu ordnen und dadurch Zugkraft und Wirkungsgrad zu steigern. Auch läßt sich vielfach eine erheblich bessere Raumausnutzung des Kreislaufes erzielen und die Reynoldssche Kennziffer der Schaufelkanäle erheblich vermehren, was auf die Reibungsv erluste günstig wirkt.
  • In besonderen Fällen können die Vorschaufeh gegebenenfalls mit doppelter oder dreifacher Schaufelzahl des Hauptkranzes ausgeführt sein, um die Stoßverluste bei besonders langsamer Gangart, d. h. bei kleinem n,, weitgehend zu verringern und dadurch die Anfahrzugkräfte besonders stark zu steigern.
  • Zwecks weiterer Verbesserung der Momentsteigerung wird gemäß der Erfindung amEintritt der. Pumpe ein Vordrall c" - r1 von 25 bis 5o °/o des Austrittsdralls c,2 - r2 durch geeignete Gestaltung der Schaufelung des vorhergehenden Rades (Leitkranzes oder Turbinenkranzes) hergestellt. DieseMaßnahme hat sich als besonders günstig erwiesen, um eine möglichst einfache Schaufelung für die Pumpe zu erzielen. Ja man kann sogar so weit gehen, daß der relative Eintrittsdrall w,1 # r1 zu Null wird, so daß auch wul (Umfangskomponente der relativen Eintrittsgeschwindigkeit) zu Null wird, d. h. die Pumpenschaufel unter ungefähr rechtem Winkel gegen den Umfang des Pumpenrades steht (Abb. 6, rechter Winkel R). Da nun' nach den hydrodynamischen Gesetzen in einem richtig konstruierten Transformatorkreislauf im schaufelfreien Raume vor der Pumpe überall derselbe Drall c"1 - y1 herrschen muß, unabhängig von der Radialkomponente c,. der Strömungsgeschwindigkeit c, so ergibt sich die grundlegend wichtige Tatsache, daß man bei Innehaltung der genannten Vorschrift zylindrische Schaufeln für die Pumpe verwenden kann, ohne befürchten zu müssen, däß erhebliche Stoßverluste infolge der sehr ungleichartigen Meridiangeschwindigkeiten c., bestehend aus c, und c., erzeugt werden.
  • Die genannte Maßnahme zeigt also einen Weg, eine genau richtige Potentialströmung in den scharf gekrümmten Kreisläufen schon mit Hilfe -zylindrischer Schaufeln herstellen zu können. Dies bedeutet einen wichtigen Fortschritt in bezug auf Verbilligung derartiger Getriebe, weil zylindrische Schaufeln nicht nur im Guß oder in der sonstigen Herstellung billiger sind, sondern vor allem auch viel leichter zu bearbeiten und zu polieren sind.
  • Selbstverständlich braucht die genannte Vorschrift relativ senkrechten Eintritts nicht mathematisch streng durchgeführt zu werden, es genügt schon, wenn durch hinreichend großen Vordrall ein entsprechend steiler Eintrittswinkel erzielt wird.
  • Ein weiterer Vorteil der genannten Maßnahme besteht darin, daß die sonst meistens bei den Pumpen unumgängliche Verzögerung der relativen Eintrittsgeschwindigkeit w1 auf einen wesentlich kleineren Betrag w2 < w1 vermindert, ja in die wesentlich günstigere Relativbeschleunigung w2 > ze@l verwandelt werden kann. Verzögerung in Turbinenkanälen ist bekanntlich in jedem Falle ungünstig, in besonderem Maße jedoch Relativverzögerung in Pumpen- oder Turbinenlaufrädern. Bemerkenswert ist dabei, daß der einzige Konstrukteur, der bisher mit lauter festen, d. h. nicht irgendwie regelbaren Turbinenschaufelungen, die stark nach oben gekrümmte Momentlinie 1I der Abb. z erzielt hat, empfiehlt, vor der Pumpe keinen Vordrall zuzulassen, sondern die Umfangskomponente der Strömung durch die vorhergehenden Laufräder möglichst vollständig bis auf Null zu entziehen, damit nämlich der angebliche Austrittsverlust aus der letzten Turbine, der in Wahrheit beim Transformator überhaupt nicht besteht, möglichst gering werde. Die Erfindung stellt daher auch diesen grundlegenden Irrtum durch eine neue Vorschrift richtig.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aus Pumpen, Turbinen- und Leiträdern bestehendes Flüssigkeitswechselgetriebe für selbsttätige Momentsteigerung beim Anfahren, insbesondere für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine einzige, von innen nach außen beaufschlagte Turbinenstufe (3) verwendet wird, deren am Eintritt stark verdickte, gegebenenfalls abgerundete Laufschaufeln am Austritt unter so flachen Winkeln (ß2) gegen den Umfang gestellt sind, daß die relative Austrittsgeschwindigkeit (w2) und die dortige Umfangsgeschwindigkeit (u2) in der Größenordnung bei der Turbinendrehzahl übereinstimmen, bei welcher für die jeweils gegebene Pumpendrehzahl der Wirkungsgradscheitel erreicht ist.
  2. 2. Flüssigkeitswechselgetriebe nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitapparate (q.) in der Gegend möglichst geringer Umfangskomponenten (c,) der Absolutgeschwindigkeit (e). d.li. auf möglichst großem Radius, angeordnet sind und daß zwischen der Austrittskante des letzten Schaufelrades und der Eintrittskante der Pumpe ein schaufelloser Kanal (6) von möglichst großer Radialerstrekkung sich befindet. der allseitig von glatten Wänden gebildet ist.
  3. 3. Flüssigkeitswechselgetriebe nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet. daß die Leitvorrichtungen aus zwei Kränzen (30. 3 i) bestehen, von denen der eine ständig tätige Leitschaufeln (3 i ) trägt. während der andere nur bei langsamer Drehzahl der Turbine benutzte Vorschaufeh (30) enthält, die bei höheren Drehzahlen durch Axialverschiebung aus dem Kreislauf entfernt werden.
  4. Flüssigkeitswechselgetriebe nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Turbinen aus zwei Kränzen (30' . 3i') bestehen. von denen der eine ständig tätige Laufschaufeln (3i') trägt, während der andere nur bei langsamen Drehzahlen der Turbine benutzte Vorschaufeln (30) enthält, die bei höheren Drehzahlen durch Axialverschiebung aus dem Kreislauf entfernt werden.
  5. 5. Flüssigkeitswechselgetriebe nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen nach den Ansprüchen 3 und 4 zusammen in demselben Kreislaut eingebaut sind.
  6. 6. Flüssigkeitswechselgetriebe nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ständig tätigen Leitschaufeln (3i) und die Vorschaufeln (30) entweder einzeln für sich oder zusammen wahlweise frei umlaufen oder festgebremst werden können. . Flüssigkeitswechselgetriebe nach den 7 Ansprüchen 3 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschaufeln in Form von Spaltschaufeln (37) gegebenenfalls durch Schlitze hindurch hinter die verdickten Köpfe der ständig tätigen Hauptschaufeln (V) greifen und nach ihrer axialen Einschiebung spaltflügelartige Hilfskanäle bilden. Flüssigkeitswechselgetriebe nach den Ansprüchen 3 bis ; , dadurch gekennzeichnet, daß die Haupt- und Vorschaufeln (3i. 31' bzIv. 30, 30'. 37) voneinander räumlich getrennt liegen. g. Flüssigkeitswechselgetriebe nach den Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der Torschaufeln (30,30', 37) ein Vielfaches der Hauptschaufeln (3 i, 31") beträgt. i o. Flüssigkeitswechselgetriebe nach den Ansprüchen i bis g. dadurch gekennzeichnet, daß der Eintrittsdrall (c", # r,) vor der Pumpe so bemessen ist, daß die Umfangskomponente (c111) gleich der Umfangsgeschwindigkeit (rri) der Pumpenschaufeln wird, zu dem Zweck, für die Pumpenschaufeln angenähert radiale Eintrittsenden und damit einfache zvlindrische Formen zu erhalten. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften 1r. 221 422. 425 151, -1-13 100. 457 882, 469 oo5. -1-7-1. 00-1. 51 1 494, 557 774, 558 445; französische Patentschriften N r. 585 734. 643 825; britische Patentschriften 1r. 2o6 igi. 280 889, 439 628, 6861 vom Jahre igo9; schwedische Patentschrift -Nr. 69 20:1; USA.-Patentschriften 1 r. 975 795, 1 024 982, 1 298 990, 1 551 055, i ()o0 1i8; Zeitschrift »Der 1lotorwagen«. 192' . S. 142; Stodola, »Dampf- und Gasturbinen «. 1924. 6642, Abb. 777.
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