DE7705534U - Tibiaskop zur Messung des Schienbeinkopf-Durchmessers - Google Patents
Tibiaskop zur Messung des Schienbeinkopf-DurchmessersInfo
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Description
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Hubertusstr. 83 V2 · D-8035 Gauting · ® (089) 8 50 25 24 · Telex 5 21 707 lore d · * Brevet · Telekopierer X 400 -
22. Februar 1977 Meine Akte: S 161-j,DT
Salomon GmbH.
8000 München 60
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Tibiaskop zur Messung des Schifnbrinkopf-Durchmessers
Die Neuerung bezieht sich auf ein Tibiaskop zur Messung des Schienbeinkopf-Durchmesser s, mit zwei gegeneinander bewegbareil
Meßschnäbeln, deren Schnabelspitzen Anlegestellen zur Anlage an den Schienbeinkopf aufweisen und die in mit Meßpunk'jmarkierungen
versehene Fortsätze übergehen, deren veränderliche gegenseitige Lage der Meßpunktmarkierungen dem jeweiligen gegenseitigen Abstand
der Anlegestellen fest zugeordnet ist.
Solche Tibiaskope dienen in der Werkstatt oder im Sportgeschäft, wo Sicherheits-Skibindungen montiert und eingestellt werden, der
Ermittlung der erforderlichen Öffnungshärte in Abhängigkeit vom Knochenbau des betreffenden Skifahrers. Die Skibindung muß öffnen,
bevor die auftretende Belastung zu einem Knochenbruch führen kann.
Für die Öffnungshärte der Skibindung ist eine willkürliche Skala
von Einstilziffern 1 bis 10 für Erwachsene und 1 bis 6 für Kinder herausgegeben worden ("IAS-Tabelle", Arbeitskreis für Sicherheit
im Skilauf). Den Einstellziffern entsprechen jeweils zwei Einstellwerte
für die verschiedenen Bindungsfabrikate, nämlich ein Einstellwert für den Bindungskopf und einer für die Fersenautomatik.
Dem mit Hilfe des Tibiaskops ermittelten Wert des Schienbeinkopf-Durchmessers sind mit Hilfe von Tabellen die zugehörigen
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Einstellziffern der IAS-Tabelle und die Einstellwerte der verschiedenen
Fabrikate zuzuordnen.
In der Absicht, die Messung möglichst genau aufzuführen, ist es üblich, mit Hilfe von konvexen Schnabelspitzen der Meßschnäbel
eine nahezu punkt- oder linienförmige Berührung der Beinpartie unterhalb des Knies über dem Wadenbeinköpfchen an dem dort fühlbaren,
sehr nahe an die Haut heranreichenden Schienbeinkopf (tibia tarsus) zu erzielen und auf in die Fortsätze der Meßschnäbel eingebauten
Tabellen, die sich jeweils auf ein Bindungsfabrikat beziehen, dessen Einstellwerte abzulesen. Die Praxis hat jedoch gezeigt,
daß trotz dieser genauen Meßmöglichkeit und gegebenen MeßwertZuordnung
Fehleinstellungen, die zu Knochenbrüchen führen, nicht zu vermeiden sind. Als Grund hierfür ist überraschenderweise
erkannt worden, daß bei den Messungen und MeßwertZuordnungen, die im allgemeinen von in anatomischer und ingenieurmäßiger Hinsieht
Nichtfachleuten durchgeführt werden, sondern von Bindungsmonteuren oder Verkäufern, beim Ansetzen des Tibiaskops und bei
der Bestimmung der Einstellwerte für wechselnde Fabrikate leicht Fehler unterlaufen können.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Tibiaskop der genannten
Art zu schaffen, das universell auch vom Laien bei großer Fehlersicherheit verwendet werden kann. Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Anlegestellen an den Schnabelspitzen als konkave, einander mit der offenen Seite gegenüberliegende
Bögen ausgebildet sind, die sich also aufgrund ihrer Form nur zur Anlage an der richtigen Meßstelle eignen und dadurch zumindest
hinsichtlich der Frage, wie weit das Tibiaskop über das Bein geschoben werden soll, von selbst zur Wahl der richtigen Meßstelle
führen. Bei der üblichen plattenförmigen Ausbildung der Tibiaskop-Meßschnäbel sind die gegenüberliegenden Bögen nach Anspruch
2 Kanten oder, genauer gesamt, Zylinderflächen mit der Höhe
der Plattendicke. Es ist jedoch auch möglich, gemäß Anspruch 3 an den Meßstellen Schalen anzubringen, die auch in dieser Richtung
der Plattendicke konkav sind und damit auch hinsichtLich der Höhe des Ansetzens des Tibiaskops am Bein die richtige Meßstellen-
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wahl herbeiführen. Die Meßablesung erfolgt zweckmäßigerweise in / cm des Abstands der tiefsten Punkte der konkaven Bögen der Anlegestellen,
die den Durchmesserpunkten des Schienbeinkopfs entsprechen,
wobei eine korrekte und neutrale Angabe erfolgt, der für die unterschiedlichsten Fabrikate die zutreffenden .Einstellwerte zugeordnet
werden' können.
Vorzugsweise weisen die mit Meßpunktmarkierungen versehenen Portsätze
gemäß den Ansprüchen 5 und 6 eine beklebbare Platte mit einer ausreichenden Fläche auf, die das Aufkleben von Wertezuordnungstabellen
für ein oder mehrere Fabrikate erlaubt. Diese Fläche ist zweckmäßigerweise nicht durch den Gelenkpunkt unterbrochen,
der von den Meßschnabelspitzen möglichst weit entfernt liegt, so daß einerseits eine nur mäßig verkleinerte und gut ablesbare Skala
entsteht und andererseits für die aufklebbaren Tabellen eine ausreichende ununterbrochenene Fläche zur Verfügung steht.
Die Neuerung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert;, die einzige
Figur zeigt ein Tibiaskop in Draufsicht.
Das in der Figur dargestellte Tibiaskop besteht aus zwei in einem Gelenkpunkt 1 durch eine Niete miteinander gelenkig verbundenen
Kunststoffplatten 2 und 3, von denen jede aus einem etwa kreisringsegmentförmigen
Meßschnabel 4 bzw. 5 und einem plattenförmigen Fortsatz 6 bzw. 7 besteht. Der Gelenkpunkt 1 verbindet die plattenförmigen
Fortsätze 6 und 7 im Bereich ihrer von den Meßschnäbeln 4 und 5 abgewandten Enden. Die Meßschnäbel 4 und 5 lassen
sich somit auseinander und aufeinander zu verschwenken.
Das Tibiaskop dient der Messung des Schienbeinkopf-Durchmessers unterhalb des Knies. Zu diesem Zweck werden die Meßschnäbel 4 und
5 in voneinander entfernter Stellung über die betreffende Partie des Beins geschoben und dann zusammengedrückt, so daß sie mit Anlegestellen
8 bzw. 9 beiderseits an der Stelle am Bein anliegen, an der der Schienbeinkopf durch eine dünne darüberliegende Haut-
und Bindegewebsschicht hindurch fühlbar ist. Die Anlegestellen 8 und 9 sind konkav mit einem Bogen ausgebildet, dessen Form der
durchschnittlichen Wölbung des Schienbeinkopfs an der richtigen
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Meßstelle entspricht. Bei der Anlage gibt der Abstand D der am
weitesten voneinander entfernten, also der tiefsten Punkte der bogenförmig konkaven Kanten der Anlegestellen 8 und 9 voneinander
den gesuchten Meßwert an.
Am plattenförmigen Fortsatz 6 der Kunstftoffplatte 2 befindet sich
an ihrem den Anlegestellen 8 und 9 zugewandten Rand eine Skala 10 und am plattenförmigen Fortsatz 7 der Kunststoffplatte 3 befindet
sich am entsprechenden Rand eine Ablesemarke 11, die bei der gegenseitigen
Verdrehung der Meßschnäbel an der Skala 10 entlanggleitet. Der plattenförmige Fortsatz 7 ist an diesem Rand gegenüber
dem plattenförmigen Fortsatz 6 etwas zurückgesetzt, um die Skala 10 zum Vorschein kommen zu lassen, außerdem sind die beiden
Ränder konzentrische Kreisbögen um den Gelenkpunkt 1, so daß für jeden Meßwert eine gute Ablesung ermöglicht ist.
Die Skala 10 ist in cm des Abstands D geeicht. Die interessierende
Spanne von D liegt im allgemeinen zwischen 6 und 12 cm. Die Skala 10 ist gegenüber einer echten cm-Skala im Verhältnis der
Abstände der Skala 10 und der im Bogen tiefsten Punkte der konkaven Anlegestellen 8 und 9 vom Gelenkpunkt 1 verkleinert, aufgrund
der Anordnung des Gelenkpunkts 1 weitgehend am Ende der plattenförmigen Fortsätze 6 und 7 ist jedoch noch eine leichte Ablesung
gewährleistet.
Diese Anordnung des Gelenkpunkts 1 am Ende der Fortsätze 6 und 7 schafft auf jedem der plattenförmigen Fortsätze eine große freie
Fläche 12 zum Aufkleben von Umwertungstabellen, mit deren Hilfe der Maßangabe in cm für ein gegebenes Fabrikat, dessen Tabelle
aufgeklebt ist, die entsprechenden Bindungseinstellwerte durch einfache Ablesung zugeordnet werden können. Aufgrund der freien
Fläche 12 kann also das Tibiaskop beliebigen Fabrikaten nur «furch Aufkleben der entsprechenden Tabelle zugeordnet werden und kann
auch der Weiterentwicklung der Modelle folgen, indem für neuere Bindungsmodelle fortgeschriebene Tabellen übergeklebt werden. Die
Messung am richtigen Meßpunkt ist damit ergänzt durch eine auch vom Laien leicht durchzuführende Wertezuordnung, so daß er mit erhöhter
Sicherheit die zutreffenden Angaben in ,die Werkstatt liefert.
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Claims (6)
1. Tibiaskop zur Messung des Schienbeinkopf-Durchmessers,
mit zwei gegeneinander bewegbaren Meßschnäbeln, deren Schnabelspitzen Anlegestellen zur Anlage an den Schienbeinkopf
aufweisen und die in mit Meßpunktmarkierungen versehene Fortsätze übergehen, deren veränderliche gegenseitige Lage
der Meßpunktmarkierungen dem jeweiligen gegenseitigen Abstand der Anlegestellen fest zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlegestellen (8,9) an den Schnabelspitzen als konkave, einander mit der offenen Seite gegenüberliegende
Bögen ausgebildet sind.
2. Tibiaskop nach Anspruch 1 mit Meßschnäbeln aus im wesentlichen plattenförmigen! Material, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anlegestellen (8,9) konkave bogenförmige Kanten sind.
3. Tibiaskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anlegestellen der Meßschnäbel (4,5) konkave Schalen sind.
4. Tibiaskop nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß, wenn die einer Ablesemarke (11) am einen der Fortsätze (7) gegenübergestellten Meßpunktmarkierungen (10)
am anderen der Fortsätze (6) in Abständen voneinander angeordnet sind, welche konstanten Unterteilungen der Strecke (D)
zwischen Bezugspunkten an den Anlegestellen (8,9) entsprechen, diese Strecke zwischen den den größten gegenseitigen Abstand
aufweisenden Punkten der konkaven Anlegestellen (8,9) liegt.
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5. Tibiaslcop nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dessen
Meßschnäbel um einen Gelenkpunkt verschwenkbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der Fortsatz (,/) wenigsten eines der Meßschnä'bel (4,5) als zumindest teilweise zwischen
dem Meßschnabel und dem Gelenkpunkt (1 ) liegende Platte ausgebildet ist.
6. Tibiaslcop nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gelenkpunkt (1) im von den Meßschnäbeln (4,5) abgewand ten Viertel des Portsatzes (7) mit der beklebbaren freien
Fläche (12) liegt.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7705534U true DE7705534U (de) | 1977-08-25 |
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