DE7710068U - Vorrichtung zum Befeuchten eines Glasgemengeflusses - Google Patents

Vorrichtung zum Befeuchten eines Glasgemengeflusses

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DE19777710068
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Description

Anmelder: Zippe KG., Kiesweg 1, 6980 Wertheim
Vorrichtung zum Befeuchten eines Glasgemengeflusses
Die Neuerung bezieht sich auf eine mit einer im wesentlichen waagerecht angeordneten Förderstrecke versehenen Vorrichtung zum Befeuchten eines vorzugsweise kontinuierlichen Glasgemengeflusses mit Hilfe von Sprühdüsen.
Glasgemenge, beispielsweise solche, die zum Agglomerieren verglasbarer Chargen auf einer Förderstrecke gefördert werden, müssen zum Vorbereiten in geeigneter Weise homogenisiert und angefeuchtet werden. Dabei wird, wie an sich bekannt, das Anfeuchten dadurch vorgenommen, daß mit Hilfe von Sprühdüsen das fließende Glasgemenge, beispielsweise auf einem Förderband, von oben mit Wasser besprüht wird. Diese Art der Befeuchtung hat jedoch den Nachteil, daß die Durchfeuchtung nicht gleichmäßig erfolgt. Zwar wird die Oberfläche des Glasgemengeflusses stark durchtränkt, die Feuchtigkeit sinkt jedoch nicht in die Tiefe, sondern benetzt in erster Linie die Oberfläche. Es ist deshalb erforderlich, derartige Glasgemenge noch einmal sorgfältig umzuschaufeln, bevor sie zum Agglomerieren gegeben werden.
Es stellt sich demnach die Aufgabe, eine Vorrichtung anzugeben, bei der eine sehr genaue und gleichmäßige Verteilung der Feuchtigkeit innerhalb des gesamten Glasgemenges zuverlässig erfolgt.
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Es soll auch nicht mehr erforderlich sein, das Gut nach dem Durchfeuchten nochmals mechanisch durchzurühren.
Diese Aufgabe wird gemäß Neuerung dadurch gelöst, daß bei der Vorrichtung zum Befeuchten des Glasgemengeflusses eine Fallkante am Ende der Förderstrecke vorhanden ist, von der das Gemenge über eine Fallstrecke fällt, und bei der wenigstens eine im Bereich der Fallstrecke des Gemenges angeordnete, auf das fallende Gemenge gerichtete Sprühvorrichtung vorhanden ist. Die Vorrichtung gemäß Neuerung beruht auf dem Prinzip, den Gemengestrom einer Fallstufe zuzuführen. Das sich im freien Fall befindende Gemenge weist eine aufgelockerte Struktur auf, d.h. keine dichte Packung, sodaß die eingesprühte Flüssigkeit den Gemengestrom durchdringen kann. Entsprechend der Gemengeart wird dann u.U. eine zweite Förderstrecke eingeschaltet, die zur besseren Verteilung der Feuchtigkeit eine Beruhiguiigsstrecke sein kann, üblicherweise fällt jedoch das Gemenge direkt in eine Weiterverarbeitungsmaschine oder wird anderweitig entfernt.
Die Sprühvorrichtung ist vorzugsweise derart angeordnet, daß der Strahl zwischen 50 und 100 mm unterhalb der Fallkante der Förderstrecke das Gemenge trifft. In diesem Bereich hat das Gemenge die richtige Geschwindigkeit und Struktur, um die günstigste Durchfeuchtung zu erzielen.
Wie bereits angedeutet, können als Förderstrecken sowohl For-
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derbänder als auch Schwingplatten angeordnet sein. Vorzugsweise werden Schwingplatten verwendet, die keine drehenden Teile aufweisen und daher weniger wartungsanfällig sind. Derartige Schwingplatten können starr miteinander verbunden sein, wodurch ihr Antrieb vereinfacht wird. Sie können auch mit einem Gehäuse starr verbunden sein, das Staubflug und dergleichen verhindert.
Weiterhin ist möglich, auf der Vorder- und Rückseite des fallenden Gemenges Sprühdüsen anzuordnen. Hierdurch kann das fallende Gemenge etwas dicker sein, wodurch die Kapazität erhöht wird.
Schließlich ist möglich, die Förderstrecke als geschlossenen, nur mit Einfüll- und Auslauföffnung versehenen Schwingkasten zu gestalten.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, oberhalb der oberen Schwingplatte einen Schichthohenbegrenzer anzubringen, sodaß die Vorrichtung an beliebige Leistungserfordernisse und Gemengezusammensetzungen angepaßt werden kann.
Ausführungsbeispiele der Neuerung sind in der Zeichnung dargestellt. Die Figuren zeigen:
Figur 1 schematisch eine Seitenansicht der neuerungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform; Figur 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Figur 1; Figur 3 schematisch eine Seitenansicht einer anderen Ausführungs-
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Figur 4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Figur 3.
Die Vorrichtung gemäß den Figuren 1 und 2 besteht aus einem Schwingtrog 3 mit einer Bodenplatte 4, unterhalb der ein Schwingungserreger 1 angebaut ist. Über Streben, Wandungen und dergleichen ist die Bodenplatte mit der oberen Randbegrenzung 5 verbunden. Weiterhin ist ein Auslaufkanal 6 vorhanden, der am Ende der Bodenplatte 4 angebracht ist und eine öffnung für einen freien Fall nach unten besitzt. Weiterhin ist am Beginn der Schwingplatte an der Randbegrenzung ein Gemengetrichter 10 angebracht, in den das Gemenge 11 eingefüllt wird. Anschließend wandert es über die schwingende Bodenplatte 4 in Richtung Auslaufkanal 6. Der Schwingtrog 3 ist über Abstützungen 8 und elastische Polster 81 mit Konsolen 9 verbunden. Die Konsolen sind seitlich an (nicht dargestellten) Wänden befestigt. Wie an sich bekannt, bewegt sich das gesamte schwingung?fähige System mit einer gewissen Frequenz, sodaß das Gemenge gefördert wird.
Die Förderstrecke ist im wesentlichen waagerecht angeordnet und besitzt dort, wo der Auslaufkanal 6 beginnt, eine Fallkante 12, von der aus das Gemenge über eine Fallstrecke fällt. Im Bereich der Fallstrecke sind auf das Gemenge gerichtete Sprühdüsen 20, 21 angeordnet, die Wasser in das fallende Gemenge sprühen. Die Sprühvorrichtungen sind derart angeordnet, daß ihr Strahl zwischen 50 und 100 mm unterhalb der Fallkante das
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Gemenge trifft. Das angefeuchtete Gemenge fällt dann in eine Weiterverarbeitungsmaschine, auf ein weiteres Förderband oder dergleichen. Durch die Anordnung von zwei Sprühdüsen auf der Vorder- und Rückseite des fallenden Gemenges kann eine größere Gemengedicke durchfeuchtet werden. Insgesamt ist möglich, das schwingende System, insbesondere den Schwingtrog, als allseitig geschlossenes Gebilde oder als seitlich offene Rinne zu gestalten.
In den Figuren 3 und 4 ist eine andere Ausführungsforiti der neuerungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Sie besitzt eine Basisplatte 17, auf der elastische Abstützungen 14, 14" aufgebaut sind, wie sie im allgemeinen aus der Schwingungstechnik bekannt sind. Die Abstützungen 14, 14' tragen ein aus oberer Schwingplatte 13, unterer Schwingplatte 18 und einer Verbindung bestehendes Schwingelement. Das Schwingelement ist über die Abstützungen (Konsolen) und über Seitenwände 22 mit einer Haube 23 verbunden. Durch die Haube hindurch ragt der Gemengetrichter 10, in den das Glasgemenge einzufüllen ist.
Gleichzeitig ist mit der Haube ein an sich bekannter Schwingungserreger 1 verbunden, der beispielsweise mit einem Exzentermotor die elastisch gelagerten Teile zum Schwingen bringt. Ausserdem ist in die Haube 23 ein Schichthöhenbegrenzer 2 eingebaut, der verstellbar ist und auf die geforderte Leistung und die jeweilige Gemengestruktur eingestellt werden kann, wobei jeweils eine gleichmäßige Höhe erreicht wird. Ein derartiger
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Schichthöhenbegrenzer ist auch bei der Vorrichtung gemäß Figur \ 1 und 2 vorgesehen (Bezugszeichen 2). \
Unterhalb der oberen Schwingplatte, im Bereich der Verbindung \
zwischen oberer und unterer Platte, befindet sich eine Sprüh- ;
vorrichtung 15, die aus einem Traggestell 16 mit daran befestig- !
ten Sprühdüsen 19 besteht. Der Strahl der Düsen i£i auf das \
fallende Gemenge 11 gerichtet. Die Sprühdüsen sind derart ange- j ordnet, daß der Sprühstrahl zwischen 50 und 1CXD mm unterhalb Ij der Fallkante das Gemenge trifft. - ■ .1
Die Funktion der Vorrichtung ist demnach wie folgt:
Das sich im Gemengetrichter 10 befindliche Gemenge wird durch das ständige Schwingen der beiden parallel angeordneten, in Förderrichtung und in der Höhe versetzten Schwingplatten 13, 18 auf der oberen Schwingplatte gefördert, wobei die Höhe durch den Schichthöhenbegrenzer limitiert wird. Sobald das Gemenge an das Ende der oberen Schwingplatte gerät, fällt es herab und wird vom Sprühstrahl getroffen und gründlich getränkt. Dabei ist die Menge des zugeführten Wassers selbstverständlich variabel und an das jeweilig vorliegende Gemenge anzupassen. Die eigentliche Wasserzufuhr ist nicht dargestellt. Durch das gleichmäßige Schwingen wird außerdem eine gleichmäßige Fördergeschwindigkeit und damit Fallmenge pro Zeiteinheit eingehalten. Das
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durchfeuchtete Gemenge fällt auf die untere Schwingplatte 18 und wird auf dieser kontinuierlich bis zum Auslauf 24 gefördert. Anschließend fällt es herab und wird einer weiteren Verarbeitung zugeführt. Dabei wirkt die Förderstrecke auf der unteren Schwingplatte als eine Art Beruhigungsstrecke zur besseren Verteilung der vorhandenen Feuchtigkeit.
Anstelle von Schwingförderern könner. selbstverständlich auch Förderbänder eingesetzt werden, ohne daß der Rahmen der Neuerung verlassen wird. Während die Funktion der neuerungsgemäßen Vorrichtung schwingen demnach obere und vintere Schwingplatte sowie das Gehäuse synchron, da die Schwingplatten untereinander und nut dem Gehäuse starr verbunden sind.
Es hat sich erwiesen, daß ein Glasgemengestrom, bestehend aus feinerem und gröberem Gemenge sowie Scherben crleichmäßig durchfeuchtet werden kann.
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Claims (9)

Schutzansprüche :
1. Mit einer im wesentlichen waagerecht angeordneten Förderstrecke versehene Vorrichtung zum Befeuchten eines vorzugsweise kontinuierlichen Glasgemengeflusses mit Hilfe von Sprühdüsen, gekennzeichnet durch eine Fallkante (12) am Ende der Förderstrecke (41, 13), von der das Gemenge (11) über eine Fallstrecke fällt, und wenigstens eine im Bereich der Fallstrecke des Gemenges angeordnete, auf das fallende Gemenge gerichtete Sprühvorrichtung (5) bzw. Sprühdüse (19; 20, 21).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1f dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühvorrichtung derart angeordnet ist, daß ihr Strahl zwischen 50 und 100 mm unterhalb der Fallkante der Förderstrecke das Gemenge trifft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderstrecke als Schwingtisch ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Vorder- und Rückseite des fallenden Gemenges Sprühdüsen (20, 21) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderstrecke als geschlossener, nur mit Einfüll- und Auslauföffnung versehener Schwingkasten gestaltet ist.
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• * * ff ·
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen oberhalb der oberen Schwingplatte angebrachten Schichthöhenbegrenzer (2) .
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei
parallel angeordnete, in Förderrichtung versetzte Schwingplatten (13, 18) als Förderstrecken.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch starr untereinander verbundene Schwingplatten (13, 18).
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingplatten starr mit einem Gehäuse verbunden sind.
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DE19777710068 1977-03-30 Vorrichtung zum Befeuchten eines Glasgemengeflusses Expired DE7710068U (de)

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