DE7711097U1 - Gleitschienenfuehrung mit feststellvorrichtung fuer fahrzeugschiebesitze - Google Patents
Gleitschienenfuehrung mit feststellvorrichtung fuer fahrzeugschiebesitzeInfo
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PATENTANWÄLTE DIPL.-ING. WERNER FREISCHEM
DiPL.-iNQ. ILSE FREISCHEM
5000 KÖLN 1 HEUMARKT 14 TELEFON: (02 21) 23 58 68
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C. Rob. Hammerstein GmbH. 5650 Solingen-Merscheid
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Gleitschienenfuhrung mit Feststellvorrichtung
für Fahrzeugschiebesitze
H 11 PaGm 77/2
Die Erfindung betrifft eine Gleitschienenfuhrung mit Feststellvorrichtung
für Fahrzeugschiebesitze, bestehend aus zwei parallel zueinander angeordneten Gleitschienenpaaren, die jeweils
aus einer geführten, zum Beispiel am Fahrzeugsitz zu befestigenden Schiene und einer mit dieser geführten Schiene zusammenwirkenden,
führenden, zum Beispiel am Fahrzeugboden zu befestigenden Schiene zusammengesetzt sind.
Um unter anderem die Einstellung der Sicherheitsgurte von der Stellung des Fahrzeugsitzes unabhängig zu machen, geht man in
der Kraftfahrzeug-Technik dazu über, die Sicherheitsgurte am Fahrzeugsitz und nicht an der Karosserie des Fahrzeugs zu befestigen.
Damit ist es nicht allein Zweck der Gleitschienenführungen, den Sitz verschiebbar und arretierbar zu machen, sondern
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diese Gleitschienenführungen müssen auch die bei Unfällen, insbesondere
Frontal- und Auffahrunfällen,, auftretenden Massenträgheitskräfte
der beschleunigten oder abgebremsten Person aufnehmen und übertragen können. Vor allem bei Unfällen mit Beschädigung
der Frontal- oder Heckpartie des Fahrzeuges werden bei Sitzgurten die Gleitschienenführungen in vertikaler
Richtung hoch beansprucht. Dadurch kann es bei einem Unfall vorkommen, daß die ineinander greifenden Schienen reißverschlußartig
aufgerissen werden. Die am Sitz angeschnallte Person hat in einem solchen Fall keine Verbindung mehr mit dem Fahrzeug
und kann daher während des weiteren Unfallablaufs schwerwiegend
verletzt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sitzschienenprofil zu schaffen, das den hohen, bei einem Unfall auftretenden
Biegemomenten - vor allem in horizontaler Richtung - gewachsen ist, sich bei nicht zu schweren Unfällen lediglich elastisch
verformt - und damit wiederverwendbar bleibt - und sich auch bei sehr schweren Unfällen möglichst nicht aufreißen läßt.
Zudem soll es einfach und kostengünstig zu fertigen und zu warten sein.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jede der beiden Schienen
hochstegig ausgebildet ist und beide Schienen nahezu deckungsgleiche
Bereiche U-förmigen Querschnitts aufweisen, deren Höhe etwa doppelt so groß ist wie deren Breite und die mit ihrem
jeweils innenliegenden Schenkel wechselseitig unter Ausnutzung fast der gesamten Tiefe des länglichen U-Querschnitts in das
U-Profil der jeweils anderen Schiene greifen, wobei zwischen diesem Schenkel und den Innenwänden des U-Querschnitts seitlich
jeweils nur ein kleiner Luftspalt freibleibt, die außenliegenden Schenkel über die Länge der innenliegenden Schenkel
hinaus verlängert sind und die Auß^-enrundung des Bereichs mit
U-förmigem Querschnitt der geführten Schiene von dem zur Außenrundung hin gebogenen, außenliegenden Schenkel der geführten
Schiene umgriffen wird.
Dieses Sitzschienenprofil ist sehr hochstegig,die beiden Schienen
umklammern sich über einen relativ großen vertikalen Abstand. Durch diese Profilgestaltung wird erreicht, daß sehr hohe
Biegemomente in vertikaler Richtung aufgefangen werden können und es weitgehend verhindert wird, daß sich die beiden Schienen
in Art eines Reißverschlusses auseinanderreißen lassen. Die freien Schenkel der jeweils einen Schiene, die tief in das
Innere des U-Profils der jeweils anderen Schiene hineinragen, verhindern, daß die sich umklammernden Schienen aufgebogen
werden. Zweckmäßigerweise erfolgt die Dimensionierung der Profilteile so, daß das Material bei überlast zu fließen beginnt,
und zwar bevor die sich umklammernden Flansche aufgebogen werden können.
Es ist zweckmäßig, die Schienen so zu dimensionieren, daß unter einem Winkel von etwa 30 Grad nach vorn und oben angreifende
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Belastungen bis zu 3000 kp ohne Auseinanderschälen eier Schienenhälftsn
aufgenommen werden können. Innerhalb dieses Bereichs
verhindern die langen, freien Schenkel ein Hochbiegen der wenigen, horizontal verlaufenden Teile der Schienen. Die freien
Schenkelenden stützen sich dabei gegen die Innenkrümmung des zugehörigen U-Profils der anderen Schiene ab, so daß nach Abfall
der Belastungsspitze das Schienenprofil im wesentlichen erhalten bleibt.
Als Vorteil der Gleitschienenführung nach der Erfindung ist anzusehen,
daß die eigentliche Führung eine Symmetrie besitzt. Jede Schiene umgreift die andere Schiene in der gleichen Weise
im Sinne von zwei ineinander gehakten U-Profilen. Dadurch wird verhindert, daß sich bevorzugt die eine Schiene aufbiegt und
die andere Schiene aus dieser herausgerissen werden kann. Da. der größte Teil des verwendeten Materials in vertikaler Richtung
verläuft, ist auch die Belastbarkeit in vertikaler Richtung groß.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß zwischen der Außenrundung der geführten Schiene und der Innenseite des um diese Außenrundung
gebogenen, außenliegenden Schenkels der führenden Schiene mindestens ein Längskanal zur Aufnahme von 'leitmitteln angeordnet
ist. Über diese Gleitmittel wird das Gewicht des Sitzes und gegebenenfalls das Gewicht einer auf diesem Sitz befindlichen
Person von der einen auf die andere Schiene übertragen und die Verschiebbarkeit gewährleistet.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß die Gleitmittel Kugeln sind,
die zwischen den Ecken der führenden Schiene und zwei auf der Außenrundung der geführten Schiene eingeprägten Laufrillen angeordnet
sind. Diese Laufrillen werden bei der Prägung der Schienen
zugleich mit ausgeformt, die Rillen entstehen also durch entsprechende Formung der Matrize. Da die Prägung kalt geschieht,
entsteht im Bereich der Kugellaufrillsn eine erwünschte Kaltverfestigung. Es ist zweckmäßig, die Kugeln in einem Käfig anzuordnen.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß der innenliegende Schenkel der führenden oder geführten Schiene an seiner Schmalseite mit einem
Strang elastischen Materials verbunden ist und Strang und Schmalseite von einem Gleitschuh umgriffen werden, der mit seiner Außer
fläche an der Innenkrümmung des U-Profils der geführten oder führenden Schiene gleitend anliegt. Der Strang aus elastischem
Material bewirkt, daß beide Schienen im entlasteten Zustand spielfrei sind, so daß vor allem Klappergeräusche vermieden werden.
Der Strang aus elastischem Material ist allseitig umschlossen, bei einer Verschiebung der beiden Schienen gegeneinander
gleitet das mit der geführten Schiene verbundene elastische Material daher nicht auf der führenden Schiene und kann sich
daher nicht durch Reibung abnutzen. Das elastische Material dient lediglich zur Federung und bewirkt, daß die Kugeln in die
Ecken der führenden Schiene hineingedrückt werden. Bei einer Verschiebung einer Schiene relativ zur anderen gleitet der Gleitschuh
mit seiner Außenfläche auf der Innenkrümmung des U-Profils
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der führenden Schiene. Dieser Gleitschuh umschließt auch die Stirnkanten der geführten Schiene.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß zumindest einer der außenliegenden
Schenkel Teil einer vertikalen Verstellvorrichtung des Sitzes ist. Das Sitzschienenprofil wird nicht endlos gerollt
oder gewalzt, sondern es wird aus einem jeweils genau ausgestanzten Blechstück mittels Matrize und Patrize in die gewünschte
Form gedrückt. Dieses Herstellungsverfahren erlaubt, daß zumindest einer der außenIjegenden Schenkel einer Schiene
als tragendes oder verbindendes Teil einer Sitzhöhen- oder Neigungsverstellung ausgebildet ist.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß mindestens eine Sperrklinke durch eine Ausnehmung im außenliegenden Schenkel des U-förmigen
Bereichs in mindestens eine Rastausnehmung des innenliegenden Schenkels des U-Querschnitts der anderen Schiene eingreift.
Die Hochstegigkeit der Profile beider Schienen erlaubt eine einfache und problemlose Unterbringung einer Rastvorrichtung. Da
die gegeneinander zu arretierenden Teile dicht nebeneinander liegen, sind die Sperrklinken im wesentlichen nur auf Scherung
beansprucht.
Zudem wird vorgeschlagen, mindestens eine Schiene mit einem J-förmigsn Profil auszubilden. Dieses Profil wird dadurch
gebildet, daß ein Schenkel des U-förmigen Querschnitts in seiner Verlängerung etwas oberhalb der Höhe der Schmalseite des anderen
Schenkels rechtwinklig ab- und auf diese Schmalseite hingebogen ist. Dadurch kann man auf Gleitmittel verzichten, es
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-T-
kann zum Beispiel die Außenrundung der anderen Schiene mit Erhebungen,
Runzeln und so weiter zur Verminderung der Gleitreibung versehen werden.
Schließlich wird vorgeschlagen, daß die beiden am Fahrzeugsitz befestigten Schienen,zum Beispiel die geführten Schienen,einen
integrierten Sitzrahmen ausbildend miteinander verbunden sind. Durch die Verbindung der beiden Sitzschienen und gleichzeitiger
Integration zu einem Sitzrahmen wird bei geringer Materialstärke des verwendeten Stahlblechs eine günstige Befestigung
der Schienen am Fahrzeugsitz erreicht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Gleitschienenführung
nach der Erfindung,
Fig. 2 ein Schnittbild nach einem senkrecht zur Verschieberichtung
der Gleitschienenführung durchgeführten Schnitt durch die Gleitschienenführung,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer Gleitschienenführung
mit Rastvorrichtung,
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Fig. 3 mit geänderter
Rastvorrichtung,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der führenden Schiene mit einem weiteren Ausführungsbeispiel der Rastvorrichtung,
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Fig. 6 eine perspektivische Darstellung der Gleitschienenführung mit Parallelogramm-Höhenverstellung,
Fig. 7 eine Darstellung entsprechend Fig. 6 mit kombinierter Längs- und Höhenverstellung,
Fig. 8 eine Darstellung entsprechend Fig. 6 mit Höhenverstellung durch Rastzapfen,
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung eines integrierten Sitzrahmens durch Verbindung der geführten Schienen,
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels
für den integrierten Sitzrahmen durch Verbindung der führenden Schienen.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel für die Gleitschienenführung 1 ist die geführte Schiene 3 ortsfest,
die führende Schiene 2 kann mittels Befestigungsvorrichtungen 20, die hier als Löcher ausgebildet sind, mit dem Sitz verbunden
werden. Am hinteren Ende der führenden Schiene 2 ist eine Gurtbefestigung 26 angeordnet.
Wie aus Fig. 1 und Fig. 2 zu ersehen ist, sind die vertikalen Abmessungen der nahezu deckungsgleichen Bereiche mit U-Querschnitt
4,5 beider Schienen größer als die halbe Gesamthöhe der Gleitschiene 1. Ein großer Teil des verwendeten, geprägten Flach
materials verläuft daher in vertikaler Richtung, so daß eine große Stabilität der Gleitschienenführung 1 gegenüber vertikalen
Belastungen gewährleistet ist. Der Gesamtquerschnitt der
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Gleitschier.enführung 1 nach Fig. 1 und 2 ist länglich, die Breitenabmessung
ist etwa die Hälfte der Höhenabmessung.
Beide Schienen, die führende Schiene 2 und die geführte Schiene 3 haben Bereiche mit einem U-förmigen Querschnitt 4,5. Diese
U-Querschnitte 4,5 sind so angeordnet, daß jeweils ein Schenkel 6,7 unter Ausnutzung nahezu der gesamten Tiefe des U-Querschnitts
4,5 von der offenen Seite dieses Querschnitts aus in den U-Querschnitt 4,5 hineingreift. Dabei bleibt zwischen
den Seitenwänden der innenliegenden Schenkel 6,7 und den Innenwänden 8,9 der U-förmigen Querschnitte 4,5 jeweils nur ein
kleiner Luftspalt frei, der, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, auf beiden Seiten der innenliegenden Schenkel 6,7 die gleiche Abmessung
hat. Die Dimensionierung der beiden nahezu deckungsgleichen U-Querschnitte 4,5 ist in den Ausführungsbeispielen
nach den Fig. 1 und 2 so gewählt, daß diese U-Profile 4,5 etwa doppelt so hoch sind, wie sie außen breit sind, sie haben also
eine schlanke, längliche Form.
Durch diesen wechselseitigen Eingriff der beiden U-Querschnitte 4,5 wird erreicht, daß die führende Schiene 2 genauso in die
geführte Schiene 3 eingreift, wie diese in die führende Schiene 2 eingreift. Der Bereich des Eingriffs hat also eine Symmetrie,
keine Schiene kann sich bevorzugt vor der anderen aufweiten oder hochbiegen. Werden die beiden Schienen 2,3 - zum Beispiel
bei einem Unfall - in Vertikalrichtung auseinandergezogen, so kommen zunächst die Schmalseiten 10,11 der innenliegenden
Schenkel 6,7 in Berührung mit der Innenkrümmung 19 der beiden U-förmigen Bereiche 4,5. Ein Auseinanderreißen der Führung ist
nur möglich, wenn die U-Querschnitte 4,5 aufgebogen werden. Sobald jedoch die innenliegenden Schenkel 6,7 sich nach außen
biegen, stoßen sie gegen die Innenwände 8,9 der U-förmigen Querschnitte 4,5. Geringfügige Deformationen der Schienen 2,3
innerhalb dieses Bereichs bleiben elastisch. Die Schienen 2,3 nehmen nach dem Abklingen einer derartigen Belastung in vertikaler
Richtung ihre alte Form wieder an.
Die jeweils außen liegenden Schenkel 23, 24 der beiden Schienen 2,3 sind über die Länge der innenliegenden Schenkel 6,7 hinaus
verlängert und dienen zur Befestigung und Führung. Der außenliegende Schenkel 23 der führenden Schiene 2 verläuft zunächst,
unter leichter Parallelversetzung nach außen, in der alten Richtung weiter, und ist anschließend zweimal so im rechten Winkel
zur Gleitschiene 1 hin abgewinkelt, daß er sich unter Freilassung eines Abstandes in etwa der Außenrundung 13 der geführten
Schiene 3 anpaßt. Dadurch entstehen längliche Kanäle, in denen Kugeln 16 angeordnet sind. Die Kugeln 16 stützen sich dabei einerseits
in den Ecken 15 der führenden Schiene 2 ab und andererseits auf Laufrillen 14 in der Außenrundung 13 der geführten
Schiene 3. Diese Laufrillen 14 werden schon während des Herstellungsverfahrens
eingeprägt. Da die Schienen 2, 3 kaltgeprägt
werden, erhält man Kaltverfestigung auch der Laufrillen 14. Zweckmäßigerwe.ise laufen die Kugeln in einem Käfig 25.
Durch Kugeln 16 oder Rollen als Gleitmittel zwischen den beiden Schienen 2 und 3 lassen sich Druckkräfte auf die Gleitschienenführung
1 von der einen zur anderen Schiene übertragen, ohne daß die Verschiebbarkelt beeinträchtigt wird. Die Gleitschienenführung
1 ist jedoch im unbelasteten Zustand nicht spielfrei. Deshalb ist die Schmalseite 11 der führenden Schiene
2 mit einem Strang 17 aus elastischem Material, vorzugsweise Gummi, verbunden. Dieser Strang 17 und die Kanten der Schmalseite
11 sind wiederum von einem Gleitschuh 18 umschlossen, der einen U-förmigen Querschnitt hat. Dieser Gleitschuh 18 umschließt
auch die Stirnkanten der Schmalseite 11. Strang 17 und Gleitschuh 18 sind also fest mit der geführten Schiene 3 verbunden
und bewegen sich mit dieser. Dabei gleitet die Außenseite des Gleitschuhs 18 auf der Innenwand 8 des U-förmigen Profils 4
der führenden Schiene 2. Durch die Federkraft des Strangs 17 aus elastischem Material werden die Kugeln 16 in die Ecken 15 der
führenden Schiene 2 gedrückt, so daß die Gleitschienenführung 1 spielfrei wird. Der Strang 17 dient dabei rein zu Federzwecken,
bei Verschiebung der Schienen 2,3 gegeneinander wird er nicht auf Reibung beansprucht und dabei nicht abgenutzt. Er ist
vielmehr durch den Gleitschuh 18f der aus hartem Material hergestellt
wird, geschützt.
Die geführte Schiene 3 ist damit - wie Fig. 2 zeigt - in drei Punkten mit der führenden Schiene 2 gleitend verbunden. Die Führung
der Schienen 2,3 ist damit statisch bestimmt. Natürlich ist es auch möglich, Gleitschuh 18 und Strang 17 an der Schmalseite
10 des innenliegenden Schenkels 16 anzubringen. Dadurch erreicht man zwar, daß das statische Dreieck gleichschenklig
wird, jedoch werden die Hebelarme bei seitlicher Belastung ungünstiger.
In Fig. 2 ist weiterhin eine Feststellvorrichtung eingezeichnet. Eine Sperrklinke 30 ist mit der führenden Schiene 2 verbunden
und um eine parallel zu dieser führenden Schiene verlaufende Achse 32 schwenkbar. In der führenden Schiene 2 ist mindestens
eine Ausnehmung für mindestens einen Sperrzahn 31 vorgesehen.
Bei Arretierung der Gleitschienenführung 1 greift dieser Sperrzahn 31 in Rastausnehmungen 22 im innenliegenden Schenkel 7 der
geführten Schiene 3. Durch die Hochstegigkeit der Profile der Schienen 2,3 ist eine einfache und problemlose Unterbringung
der Rastvorrichtung möglich. Die Sperrklinke 30 wird über die Feder 33 in Sperrstellung gehalten.
In den Fig. 3-5 sind weitere Ausführu^gsbeispiel für die
Arretierung der Gleitschienenführung 1 nach der Erfindung gezeigt. In Fig. 3 ist die geführte Schiene 3 ortsfest, in
Fig. 4 jedoch verschiebbar. Beide Möglichkeiten sind realisier-
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bar. Pie Ausführung nach Fig. 4 hat den Nachteil, daß leichter
Schmutz in die Laufbahnen der Kugeln 16 geraten kann, als dies beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 der Fall ist. Die Sperrklinke
30 nach Fig. 3 ist über eine Achse mit der führenden Schiene 2 schwenkbar verbunden und greift durch zwei Rastbuchten
21 in einem mit der führenden Schiene 2 fest verbundenen Winkel in Rastbuchten 21 oder Rastauisnehmungen 22 am außenliegenden
Schenkel 24 der geführten Schiene 3. Bei dieser Konstruktion nach Fig. 3 werden die Bereiche mit U-förmigem Querschnitt
4,5 nicht durch die Feststellvorrichtung geschwächt.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind Rastausnehmungen 22
im verlängerten,· außenliegenden Schenkel 23 der geführten Schiene vorgesehen. Durch diese Rastöffnungen 22 greifen die
beiden Sperrzähne 31 der Sperrklinke 30 in zwei Rastausnehmungen
22 im Bereich des U-Querschnitts der geführten Schiene Ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Rastvorrichtung ist in
Fig. 5 gegeben. Dabei hat die Sperrklinke 30 zwei oder mehr Rastausnehmungen 2.2, die mit Rastbuchten 21 am verlängerten,
außenliegenden Schenkel 23 der führenden Schiene 2 in Eingriff
gebracht werden können.
Vorteilhaft bei all diesen Feststellvorrichtungen ist es, daß die gegeneinander zu sperrenden Teile unmittelbar nebeneinander
leigen. Die Sperrzähne 31 werden daher praktisch nur auf Scherung beansprucht.
Jed.es Sitzschienenprofil Wird, einzeln geprägt. Die Sitzschlenenproflle
werden also nicht endlos gerollt oder gewalzt und danach auf Länge geschnitten, sondern es wird ein jeweils genau gestanztes
Blechstück bestimmter Stärke in Matrize und Patrize in die
gewünschte Form gedrückt. Nur durch diese Herstellungsart ist es möglich, die notwendigen Toleranzen einzuhalten. Dieses
Herstellungsverfahren erlaubt aher auch, daß die außenliegenden
Schenkel 23, 24 zumindest einer der beiden Schienen 2,3 so weit verlängert werden,daß sie als tragendes oder verbindendes
Teil einer Sitzhöhen- oder Sitzneigungsverstellung benutzt werder können. Verschiedene Ausführungsbeispiele hierzu sind in den
Fig. 6-8 gegeben.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der außenliegende Schenkel
24 der geführten Schiene 3 verlängert und über zwei Schwingen 34 mit dem Fahrzeug verbunden. Dadurch wird eine
Parallellogramm-Höhenverstellung erreicht.
Eine kombinierte Längs- und Höhenverstellung ist im Ausführungs beispiel nach Fig. 7 skizziert. Auch hier ist der außenliegende
Schenkel 24 der geführten Schiene 3 verlängert. Er steht einerseits mit einer Rolle 27 und andererseits über ein Führungsrohr
28 mit dem Kraftfahrzeug in Verbindung.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 8 gegeben. Bei sem Ausführungsbeispiel ist im Gegensatz zu den Fig. 6 und 7
2A
-15·
die geführte Schiene 3 mit dem Sitz verbunden. Ebenfalls wieder sind die außenliegenden Schenkel 24 der geführten Schiene 3
verlängert, sie tragen Bohrungen 35, in die Rastzapfen 29 des Sitzes eingesteckt werden können.
Die gezeigte Ausbildung der Schienen eignet sich nicht nur für eine Integration mit einer kombinierten Längs- und Höhenverstellung
des Fahrzeugsitzes, sondern auch und zugleich für eine Integration der am Fahrzeugsitz befestigten Schienen 2,3
in einem Sitzrahmen 36.
Ein erstes Ausführungsbeispiel eines kombinierten Sitzrahmens ist in Fig. 9 gezeigt. Dabei sind die über die Länge der innenliegenden
Schenkel 6,7 ragenden Bereich der außenliegenden Schenkel 23,24 in Schienenrichtung als Außenschenkel 3 8 verlängert,
rechtwinklig umgebogen und miteinander verbunden. Diese Verbindung kann, wie in Fig. 9 dargestellt, mittels einer
zusätzlichen Traverse 37 erfolgen oder, wie in der gleichen Fig. ebenfalls gezeigt, durch die Außenschenkel· 38 selbst erreicht
werden. Durch die steife Verbindung beider Schienen 2,3 werden auf eine Schiene 2,3 wirkende Kräfte auch auf die andere
Schiene 2,3 weitergeleitet, so daß die Materialstärke des verwendeten Blechs reduziert werden kann ohne einen Sicherheitsnachteil gegenüber den anderen gezeigten Ausführungsbeispielen
in Kauf nehmen zu müssen.
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| -16- | Gleitschienenführung | für einen kombinierten Sitzrah- | führenden, am Fahrzeug- | 2 | Führungsrohr | |
| Ein | zweites Ausführungsbeispiel | führende Schiene | beiden | 2 sind über zwei Traversen 37 | 3 | Rastzapfen |
| men | ist in Fig. 10 gezeigt. Die | geführte Schiene | Sperrklinke | |||
| sitz zu befestigenden Schienen | Bereich mit U-Querschnitt der führenden Schiene Bereich mit U-Querschnitt der geführten Schiene innenliegender Schenkel von innenliegender Schenkel von Innenwand von 4 |
Sperrzahn Achse Feder Schwinge Bohrung integrierter Sitzrahmen |
||||
| miteinander fest verbunden. | Innenwand von 5 Schmalseite von 6 |
28 | Traverse verlängerter Außenschenke] |
|||
| Bezugszeichenlisfce | Schmalseite von 7 | 29 | ||||
| 1 | Außenrundung von 4 | 30 | ||||
| 2 | Außenrundung von 5 | 31 32 33 4 34 5 35 36 |
||||
| 3 | Laufrille | 37 38 |
||||
| 4 5 6 7 8 |
Ecke | |||||
| 9 10 |
Kugel | |||||
| 11 | Strang | |||||
| 12 | Gleitschuh | |||||
| 13 | Innenkrümmung | |||||
| 14 | Befestigungsvorrichtung | |||||
| 15 | Rastbucht | |||||
| 16 | Rastausnehmung | |||||
| 17 | außenliegender Schenkel von | |||||
| 18 | außenliegender Schenkel von | |||||
| 19 | Käfig | |||||
| 20 | Gurtbefestigung | |||||
| 21 | Rolle | |||||
| 22 | ||||||
| 23 | ||||||
| 24 | ||||||
| 25 | ||||||
| 26 | ||||||
| 27 |
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Claims (13)
1. Gleitschienenführung mit Peststellvorrichtung für Fahrzeugschiebesitze,,
bestehend aus zwei parallel zueinander angeordneten Gleitschienenpaaren, die jeweils aus einer geführten, zum
Beispiel am Fahrzeugsitz zu befestigenden Schiene und einer mit dieser geführten Schiene zusammenwirkenden, führenden,, zum
Beispiel am Fahrzeugboden zu befestigenden Schiene zusammengesetzt
sind, dadurch gekennzeichnet,
daß jede der beiden Schienen (2,3) hochstegig ausgebildet ist und beide Schienen (2,3) nahezu deckungsgleiche Bereiche U-förmigen
Querschnitts (4,5) aufweisen, deren Höhe etwa doppelt so groß ist wie deren Breite und die mit ihrem jeweils innenliegenden
Schenkel (6,7) wechselseitig unter Ausnutzung fast der gesamten Tiefe des länglichen U-Querschnitts (4,5) in das
U-Profil (4,5) der jeweils anderen Schiene greifen (2,3), wobei zwischen diesem Schenkel (6,7) und den Innenwänden (8,9) des
U-Querschnitts (4,5) seitlich jeweils nur ein kleiner Luftspalt freibleibt, die außenliegenden Schenkel (23,24) über die Länge
der innenliegenden Schenkel (6,7) hinaus verlängert sind und die Außenrundung (13) des Bereichs mit U-förmigem Querschnitt
(5) der geführten Schiene (3) von dem zur Außenrundung hin gebogenen, außenliegenden Schenkel (2,3) der geführten Schiene
umgriffen wird.
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-II-
2. Gleitschienenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Außenrundung (13) der geführten Schiene (3)
und der Innenseite des um diese Außenrundung gebogenen, außenliegenden
Schenkels (23) der führenden Schiene mindestens ein Längskanal zur Aufnahme von Gleitmitteln angeordnet 1st.
3. Gleitschienenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleitmittel Kugeln (16) sind, die zwischen den Ecken
(15) der führenden Schiene (2) und zwei auf der Außenrunöung
(13) der geführten Schienen (3) eingeprägten Laufrillen (14)
angeordnet sind.
4. Gleitschienenführung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kugeln (16) in einem Käfig (25) laufen.
5. Gleitsc.hienenführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der innenliegende Schenkel (7) der führenden oder geführten Schiene (3) an seiner Schmalseite (11) mit einem
Strang elastischen Materials verbunden ist und Strang (17) und Schmalseite (11) von einem Gleitschuh (18) umgriffen werden,
der mit seiner Außenfläche an der Innenkrümmung (19) des ü-Profils
der führenden oder geführten Schiene (2) gleitend anliegt.
6. Gleitschienenführung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der außenliegenden
Schenkel (23,24) Teil einer vertikalen Verstellvorrichtung des Sitzes ist.
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-III-
7. Gleitschienenführung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine Sperrklinke (30) durch eine Ausnehmung (22) im außenliegenden Schenkel (23,24) des U-förmigen
Bereichs (4,5) in mindestens eine Rastausnehmung (22) des innenliegenden
Schenkels (6,7) des U-Querschnitts (4,5) der anderen Schiene (2,3) eingreift.
8Gleitschienenführung nach einem der Ansprüche 1-6, gekennzeichnet
durch ein J-förmiges Profil mindestens einer Schiene (2,3) .
9. Gleitschienenführung nach Anspruch 2 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitmittel Rollen sind.
10. Gleitschienenführung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollen hanteiförmig ausgebildet sind.
11. Gleitschienenführung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden am Fahrzeugsitz befestigten Schienen (2,3) zum Beispiel die geführten Schienen (3),
einen integrierten Sitzrahmen (36) ausbildend miteinander verbunden
sind.
-IV-
12. Gleitschienenführung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet daß die Schienen (2,3) mittels Traversen (37) miteinander verbunden
sind.
13. Gleitschienenführung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schienen (2,3) mittels des über die Länge der innenliegenden Schenkel (6,7) ragenden Teils der in Schienenrichtung
verlängerten außenliegenden Schenkel (38) verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19777711097 DE7711097U1 (de) | 1977-04-07 | 1977-04-07 | Gleitschienenfuehrung mit feststellvorrichtung fuer fahrzeugschiebesitze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19777711097 DE7711097U1 (de) | 1977-04-07 | 1977-04-07 | Gleitschienenfuehrung mit feststellvorrichtung fuer fahrzeugschiebesitze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7711097U1 true DE7711097U1 (de) | 1977-08-18 |
Family
ID=6677592
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19777711097 Expired DE7711097U1 (de) | 1977-04-07 | 1977-04-07 | Gleitschienenfuehrung mit feststellvorrichtung fuer fahrzeugschiebesitze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7711097U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2415555A1 (fr) * | 1978-01-25 | 1979-08-24 | Hammerstein Gmbh C Rob | Dispositif d'arret a crans |
| DE3049241A1 (de) * | 1980-12-27 | 1982-07-22 | P.A. Rentrop Hubbert & Wagner, Fahrzeugausstattungen GmbH &Co KG, 3060 Stadthagen | Gleitschienenfuehrung fuer fahrzeugsitze |
-
1977
- 1977-04-07 DE DE19777711097 patent/DE7711097U1/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2415555A1 (fr) * | 1978-01-25 | 1979-08-24 | Hammerstein Gmbh C Rob | Dispositif d'arret a crans |
| DE3049241A1 (de) * | 1980-12-27 | 1982-07-22 | P.A. Rentrop Hubbert & Wagner, Fahrzeugausstattungen GmbH &Co KG, 3060 Stadthagen | Gleitschienenfuehrung fuer fahrzeugsitze |
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