DE77152C - Drainage-Anlage für Wasserreinigungszwecke - Google Patents
Drainage-Anlage für WasserreinigungszweckeInfo
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- DE77152C DE77152C DENDAT77152D DE77152DA DE77152C DE 77152 C DE77152 C DE 77152C DE NDAT77152 D DENDAT77152 D DE NDAT77152D DE 77152D A DE77152D A DE 77152DA DE 77152 C DE77152 C DE 77152C
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- drainage system
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- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F3/00—Biological treatment of water, waste water, or sewage
- C02F3/02—Aerobic processes
- C02F3/04—Aerobic processes using trickle filters
- C02F3/046—Soil filtration
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
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Description
PAT E NTA MT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. December 1893 ab.
Bei verschiedenen Grundstücken, ob dieselben höher gelegen als die Vorflut, oder
auch tiefer als diese, handelt es sich oft um Entwässerung derselben.
Ist das nasse oder überflutete Grundstück höher gelegen als die sogenannte Vorflut, so
genügt eine einfache Drainage zur Trockenlegung. Ist die zu entwässernde oder bewässerte
Fläche zur Ableitung des Wassers zu tief gelegen, so mufs das Drainwasser aus
solchen Lagen mit maschineller Kraft, Göpel, Windmotoren oder dergleichen gehoben und
in die Vorflut abgeleitet werden. Werden nun die soeben gekennzeichneten Grundstücke
mit schmutzigem Wasser bedeckt, welches den zu entwässernden Boden verschlammt, so hört
sehr bald der gewöhnliche Drainstrang (in beiliegender Zeichnung mit b bezeichnet) auf
zu kufen, und das betreffende Grundstück versumpft. Um dieses zu verhindern, soll
folgende neue Drainage-Anordnung angewendet werden.
Unterhalb des Drainstranges b wird ein weiterer Drain f nach einem tieferen Punkte,
gelegt, der, wie aus der Zeichnung ersichtlich, z. B. nach einem Brunnen B führt. Aufserdem
wird noch eine tiefer liegende Drainage-Anlage h in den Boden eingebaut, erforderlichenfalls
auch noch eine dritte, /, in noch tieferer Erdschicht. Versagt nun der oberste Drainstrang b, so sinkt der Wasserspiegel in
dem Brunnen B durch Auspumpen des Drainwassers, und zwar so lange, bis der Drainstrang
h anfängt in Wirkung zu treten, und wenn auch dieser versagt, der nächst tiefere,
in der Zeichnung mit Z bezeichnete u. s. w.
Dadurch, dafs der oberste Drain b freiliegt, erhält derselbe einen starken Luftzutritt, so dafs
sich die in b eintretende Luft durch die sogenannten Sammeldrains b über die ganze zu
entwässernde Erdschicht vertheilt. Dieser Drainstrang b mit seinen Sammeldrains wirkt also
in diesem Falle als Luftdrainage des Ackerstückes und wird die Luft oxydirend und
reinigend auf die organischen Bestandtheile, die in dem auf. der Parzelle (Wiese etc.) stehenden
Wasser enthalten sind, einwirken und dadurch eine Reinigung dieses Wassers bewirken, da
die nun aus dem Wasser ausgeschiedenen organischen Bestandtheile von der Erde als
Filtermaterial sofort aufgenommen werden.
Der tiefer gelegene Drain h bezw. / u. s. w. führt dann auch nur gereinigtes Wasser in die
Brunnenanlage B.
Selbstredend kann der Senkbrunnen A ebenfalls
so vertieft werden, dafs in denselben alle tieferen Drains einmünden. Das angesammelte
Wasser kann durch ein ähnliches Saugrohr d, wie solches in dem Brunnen B angeordnet ist,
durch irgend welche mechanische Kraft ausgepumpt werden. Für diese Anordnung kommt
der Brunnen £ und der Drainstrang_/ in Wegfall;
die tiefer liegenden Etagendrains münden dann mit dem entsprechenden Gefälle in den
Senkbrunnen A.
Bei beiden Anordnungen wirken stets die oberen aufser Wirkung getretenen Drains als
Luftdrains, weil das Wasser mit Vorliebe in die tieferen Erdschichten eindringt, um dort
von dem letzten Drain aufgenommen zu werden.
Die vorliegende Erfindung, welche vornehmlich zvjr Reinigung schwer zu klärender Ab-
wasser industrieller Anlagen etc. dient, gewährt
den Vortheil, dafs eine Reinigung von Abwässern auf einer viel kleineren Erdfläche als
bisher möglich ist, sodann, dafs durch die Wirkung der oberen Drains als Luftdrainage
eine wirksame Reinigung des Abwassers in der Erde selbst durch chemische Reaction und
Oxydation der schädlichen Bestandteile geschieht, und dafs schliefslich die Möglichkeit
vorliegt,' dieses derart gereinigte Abfallwasser einer Industrie oder eines Gewerbes für viele
technische Betriebe abermals zu verwenden, oder ein sonst natürlich zulaufendes unreines
Wasser zu klären, chemisch günstiger zu gestalten und Mikroben und Bacillen daraus zu
entfernen. Auch läfst sich für viele Industrien, welche mit Wassermangel zu kämpfen haben,
bei fortgesetzter Wiederverwendung derartig gereinigten Wassers der Betrieb vollständig
aufrecht halten, welcher sonst ohne frischen Wasserzulauf vollständig ausgeschlossen wäre.
Die neue Drainage-Anlage läfst somit eine doppelte Benutzung des mit ihr versehenen
Grund- oder Feldstückes zu. Ist nämlich der Erdboden als natürliches Filtermittel des
Schmutzwassers erschöpft, d. h. hat er die Schmutztheile des Wassers theilweise in veränderter
Form aufgenommen, so kann er zum Feldbau benutzt werden, welchem die aus dem Wasser aufgenommenen Stoffe als Pflanzennährstoffe zu Gute kommen. Durch den Feldbau
wird aber der Ackerboden wieder zur Wasserreinigung befähigt gemacht. Diese doppelte, bisher noch nicht bekannte Benutzungsart
der Anlage ist nur möglich, wenn der. Erdboden mit mehrfach unter einander liegenden Drainsträngen durchzogen ist, weil
nur dann eine wirkliche Reinigung des Wassers in der geschilderten Weise erfolgt und gleichzeitig
der Boden diejenigen Stoffe erhält, welche er für den nachfolgenden Feldbau benöthigt.
Kurz noch einmal zusammengefafst, besteht das Wesen der Erfindung darin, dafs eine
mehrreihige Etagendrainirung vorgesehen ist und dafs infolge dieser ein und dasselbe Grundoder
Feldstück je länger als Filteranlage zum Wasserreinigen benutzt werden kann, je mehr
Drainstränge unter einander zu verlegen möglich sind. Die. Drainstränge wirken nach einander
wasserabführend in dem Mafse, wie sie durch klumpige Ablagerungen organischer Stoffe, welche als Unreinlichkeiten aus dem
Wasser durch den Ackerboden entfernt sind, auf und um die Drainröhren unwirksam gemacht
werden. Dieselbe Anzahl neben einander liegender Drainstränge würde die Gebrauchszeit
für die Wasserreinigung nicht in dieser Weise verlängern können, weil alsdann
alle Stränge gleichzeitig zu wirken beginnen und die verstopfenden Ablagerungen auf alle
Stränge gleichzeitig erfolgen, so dafs alle Stränge schon unwirksam geworden sind, wenn
bei der neuen Etagendrainirung erst der oberste Strang unwirksam geworden ist.
Um die zur Wasserreinigung dienenden Ackerflächen dauernd hierfür benutzen zu
können, mufs der Feldbau als Mittel dienen, damit die genannten stofflichen Ablagerungen
von den Pflanzen wieder aufgenommen werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Drainage-Anlage für Wasserreinigungszwecke, gekennzeichnet durch mehrfach unter einander im Ackerboden eines Grund- oder Feldstückes angeordnete und nach einander wasserabführend wirkende Drainstränge, welche für einen dauernden Betrieb von den auf sie sich ablagernden Abscheidungsstoffen des durch den Ackerboden gereinigten Wassers durch die Pflanzenthätigkeit eines mit dem Reinigungsbetriebe wechselnden Feldbaubetriebes befreit werden können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77152C true DE77152C (de) |
Family
ID=349982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77152D Expired - Lifetime DE77152C (de) | Drainage-Anlage für Wasserreinigungszwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77152C (de) |
-
0
- DE DENDAT77152D patent/DE77152C/de not_active Expired - Lifetime
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