DE77247C - Steuerung für schwungradlose Zwillingskraftmaschinen mit stetiger Drehung eines quer über dem Dampfcylinder gelagerten Flachschiebers - Google Patents
Steuerung für schwungradlose Zwillingskraftmaschinen mit stetiger Drehung eines quer über dem Dampfcylinder gelagerten FlachschiebersInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L29/00—Reversing-gear
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Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: /Dampfmaschinen.
GEBRÜDER BARNEWITZ in DRESDEN.
dem Dampfcylinder gelagerten Flachschiebers.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31, Januar 1894 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Steuerung der durch D. R. P. Nr. 57178 bekannten
Art, bei welcher durch Drehung einer Hülfswelle die Bewegung auf die Steuerungsqrgane
übertragen wird. Bei vorliegender Steuerung jedoch wird die Hülfswelle gleichzeitig
als Drehachse der steuernden Flachschieber benutzt.
Da der Steuerungsmechanismus der beiden Kraftcylin.der B und D (für Dampf- oder
Wasserbetrieb) genau gleich ist demjenigen der Pumpencylinder A und C, so ist in der
Beschreibung nur von ersterem die Rede. In der. Praxis unterscheiden sich die beiden
Cylinderpaare nur durch die Gröfsenverhältnisse. Die gröfseren Cylinder werden stets die Kraftcylinder
sein. In der. Construction ist es ganz gleich/ ob B D oder A C dazu dienen sollen.
<Die allgemeine Anordnung dieser Pumpe
besteht aus vier paarweise neben einander liegenden Cylindern ABCD, deren Kolben
paarweise an einer Kolbenstange wirken, wie die schematische Darstellung (Fig. 1 bis 3) zeigt.
In der Mitte der beiden Kolbenstangen befindet sich ein Bund, an welchem die seitlichen
Hebel ab und ei so befestigt sind, dais die bei b und d gelagerten und um diese Punkte
oscillirenden Stangen b e und df bei der Mittelstellung in eine Linie mit ρ und r zu
liegen kommen. Die Hebel α b und c d bekommen ihre bestimmte Geradführung parallel
den Kolbenstangen durch die Oeffnungen b und d, Fig. 2, und durch die durch dieselben
gehenden festliegenden Stangen / m und η ο, Fig. 3. Die Zapfenlöcher der Stangen b c
und ef sind bei e und f um so viel länglich gemacht, dafs die damit verbundenen Kurbeln
ep und fq nur dann bei einer Bewegung der
Kolbenstangen mitgenommen werden,- wenn sie mit den Mittellinien bp. und dq einen
Winkel von mindestens 45° bilden. Diese Anordnung hat den Zweck, dafs die hin- und
hergehende Bewegung der beiden Kolbenstangen nur so lange auf Y4 Umdrehung der
Kurbeln um die Schieberachse ρ q hinwirken kann, als die Stangen b e und df den
günstigsten Hebelarm zur Drehung haben. Dadurch wird auch vermieden, dafs diese Stangen
die zugehörigen Kurbeln Y8 Umdrehung vor und nach den todten. Punkten angreifen, weil
die Verbindung durch die Zapfen e und f mit den Kurbeln auf diesem" Wege aufhört. Die
beiden Kurbeln ep und fq stehen nun ferne/ senkrecht auf einander, wodurch die vier
Kolbenhube (zwei hin und zwei her) bei. je Y4;
zusammen eine volle Umdrehung der Kurbeln bewirken. Durch die Stangen eg und /fr
wir.d die Schieberachse des anderen Gylinderpaares mitgedreht. Damit werden gleichzeitig alle
vier Cylinder durch zwei Schieber gesteuert. Da beide Schieber einander gleich' sind, so
folgt hiermit nur die nähere Beschreibung des Schiebers E, welcher den Zweck hat, die vier
Kolbenseiten der beiden Cylinder B und D abwechselnd mit dem Ein- oder Ausgang zu
verbinden. .
Das Schiebergehäuse (Fig. 4 bis 10) besteht aus zwei bei α zusammengeschraubten Haupt-
theilen. Der eine Theil enthält die vier Verbindungen (i. bis 4) mit den vier Kolbenseiten
"und dem Ausgang b und c. Erstere sind 1 innerhalb des Gehäuses concentrisch um. c angeordnet.
' Die fünf Kanäle münden in eine geschliffene Fläche α α aus, auf welcher der
Schieber d rotirt, welcher ebenfalls an der Berührungsfläche geschliffen ist. Dieser Schieber
ist innerhalb des anderen Gehäusetheiles, an welchem das Zuführungsrohr / (Dampf oder
Wasser) sitzt, in den inneren Enden g und h
der aus zwei Theilen bestehenden Schieberachse ρ q gelagert und wird von denselben
mittelst der Daumen i und k in Umdrehung versetzt und durch die Spiralfeder /, sowie
auch durch den Ueberdruck gegen die Dichtfläche angedrückt. Der Schieber verbindet
also gewissermafsen die beiden getrennten Achsentheile wieder, so dafs er stets von demjenigen
Theil mitgenommen wird, der gerade seine Viertelumdrehung verrichtet und dabei gleichzeitig den leergehenden Theil mitschleppt.
Damit jeder Achsentheil durch zwei Lager geführt wird, läuft der hohlzapfenförmige Schieber
bei g und h in einem entsprechend geformten Lager des Gehäuses, wodurch gleichzeitig auch
der Schieber selbst Führung erhält. Der Schieber besteht aus einer geschliffenen Grundplatte
d, welche in zwei sich gegenüberstehenden Quadranten ebenso gelocht ist, wie die
vier Kanäle (1 bis 4) der Platte a a. Aufserdem
ist die mittlere Oeffnüng c c der Platte a a auch in dem Schieber fortgesetzt und mit der
einen Oeffnüng n. verbunden (s. Fig. 4). An die sich daraus ergebende Form der letzteren
Oeffnüng schliefst sich ein ebenso geformter Cylinder bis zu dem diesen Theil des Schiebers
abschliefsenden kuppeiförmigen Boden 0 an, welcher entsprechende Ansätze und Aussparungen
hat, um die beiden durch ihn bei g getrennten Achsentheile und deren Daumen
aufzunehmen und alle drei TJieile zu führen. Zwischen den beiden Schieberöffnungen, also
in den beiden anderen Quadranten, ist die Schieberplatte d d voll und ohne Oeffnüng.
Dreht sich nun der Schieber durch die im Anfang beschriebene Einrichtung, so vermittelt
er abwechselnd die Verbindung mit dem Ein- oder Ausgang oder schliefst auch die Kanäle 1
bis 4 zeitweise ganz ab, was während des Ueberganges über die todten Punkte nothwendig
ist. Aus der Zeichnung (Fig. 6) ergiebt sich auch, dafs die eine Seite eines Verbindungskanales
mit dem Kolben stets ebenso viel.geöffnet ist wie die andere Seite, wodurch
Zu- und Abflufskanäle stets gleichen Querschnitt haben. Aufserdem ergänzen sich die Quer-.
Schnittsöffnungen, wenn sie in zwei verschiedenen Quadranten liegen, stets zu einer
vollen Quadrantenöffnung (Fig. 7). In der Stellung, in welcher z. B. ein Zugang ganz
offen, der andere ganz geschlossen ist, also immer wenn ein Kolbenpaar die Richtung
wechselt, ist die Querschnittsöffnung ohnehin eine volle Quadrantenöffnung. Dadurch ergiebt
sich, dafs die Pumpe bei jeder Geschwindigkeit ohne alle Stöfse arbeitet und
auch in jeder Lage angeht.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Steuerung für schwungradlose ZwillingSr kraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung der beiden Kolbenstangen in bekannter Weise, z. B. durch Arme (c d und α b) und der mit Schlitzen versehenen Pleuelstangen (b e und df) auf die um go° versetzten Kurbeln (ep und fq) auf beiden Seiten der oben quer über die Arbeitscylinder gelegten Flachschieberachse (pq) übertragen wird, so dafs diese eine stetige kreisende Bewegung durch. die Verbindung der Kurbeln jeder Seite mittelst der Parallelstangen (g e und hf) unmittelbar auch auf die Achse des anderen, über den getriebenen Pumpencylindern (A und C) sitzenden Flachschiebers übertragen werden kann. ■
- 2. Eine Steuerung nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dafs die Flachschieber auf einem feststehenden, je vier Kanäle für ein Cylinderpaar und einen Abgangskanal- in der Mitte enthaltenden Theil kreisen, und dafs die durch dieselben unterbrochenen Achsen mittelst der Aussparungen Ii und k, Fig. 9 und 10), in welche die Daumen der getrennten Achsentheile passen, so wieder verbunden werden, dafs der Flachschieber dem Druck der zur Anpressung an die Sitzfläche dienenden Feder (I) nachgeben kann und gleichzeitig der dichte Abschlufs zwischen Ein- und Ausgang ohne Anwendung einer Stopfbüchse gewahrt bleibt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77247C true DE77247C (de) |
Family
ID=350071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77247D Expired - Lifetime DE77247C (de) | Steuerung für schwungradlose Zwillingskraftmaschinen mit stetiger Drehung eines quer über dem Dampfcylinder gelagerten Flachschiebers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77247C (de) |
-
0
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