DE7732550U1 - Werkzeughalter - Google Patents
WerkzeughalterInfo
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Description
Willich 3 -,&hiefbcihi>·. \.:
Am Nordkanal ■■ Postfach 80
Am Nordkanal ■■ Postfach 80
Werkzeughalter
Bei der automatischen Bearbeitung von Werkstücken auf Werkzeugmaschinen
ist man bestrebt, die einzelnen Bearbeitungsgänge des Werkstückes in kürzester Zeit durchzuführen. Bei Drehmaschinen
wird deswegen häufig das Überdrehen von rohrförmigen Werkstücken so durchgeführt, daß zwei sich gegenüberstehende Bearbeitungswerkzeuge axial so an das Werkstück herangebracht werden, daß
beide Werkzeuge gleichzeitig auf der Außen- und Innenwandung des Werkstückes zum Eingriff kommen. Nach Ende des spanabhebenden Bearbeitungsvorganges
werden diese Werkzeuge wieder vom Werkstück axial zurückgezogen, wobei allerdings die Gefahr besteht, daß
die Werkzeuge beim schnellen Zurückziehen auf der Oberfläche des Bearbeitungswerkstückes noch eine Spur hinterlassen können.
Dies ist besonders beim Drehen von Kunststoffen der Fall, da Kunststoffe nicht die Steifigkeit von Metallen besitzen und bei
der spanenden Bearbeitung durch den Anpressdruck etwas nachgeben können, wobei sie nach Nachlassen des Verspanungsdruckes sich
wieder rückverfarmen können.
Man bemüht sich desv/egen bei solchen Aufgaben schon seit geraumer
Zeit das Bearbeitungswerkzeug geringfügig abzuheben und in dieser abgehobenen Stellung zurückzuziehen. Wichtig ist dabei, daß das
Werkzeug oder wie im bereits beschriebenen Beispiel das Werkzeugpaar beim automatischen Drehen für das nächste Werkstück anschließend
wieder absolut die gleiche Position einnimmt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, hier einen Werkzeughalter
zu finden, der eine genügend große Äbhebebewegung, vorzugsweise
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von 2 sich gegenüberstehenden Bearbeitungswerkzeugen zuläßt,
wie auch gewährleistet, daß die Werkzeuge für den nächsten Arbeitsgang wieder in der absolut gleichen Position zueinander
und zum Werkstück stehen. Außerdem ist es aus mechanischen, bearbeitungstechnischen Gründen erforderlich, daß ein solcher
Werkzeughalter einen möglichst geringen Raumbedarf einnimmt. Es sind Werkzeughalter bekannt, die über eine mechanische Verstellung,
beispielsweise durch einen Exzenter,ein Verstellen des Werkzeuges, beispielsweise eines graden oder hakenförmigen Drehstahles
zulassen, jedoch sind diese Vorrichtungen zu groß, um bei kleinen Werkstücken zwei Drehstähle in geringer Entfernung
von einander einspannen zu können.
Es sind auch bereits hydraulisch verstellbare Werkzeugträger bekannt, wobei jedoch die Verstellbarkeit des Werkzeughalters
einem anderen Zweck dient.
Hier soll durch eine besonders fein einstellbare Halterung primär ein Nachkorrigieren des Werkzeuges möglich sein, um entweder Abnutzungen
am Werkzeugstahl auszugleichen, oder eine aus der automatischen Genauigkeitsüberwachung herrührende Korrektur zu
ermöglichen. Deswegen wird bei diesen Werkzeughaltern die Verstellung allgemein in Schritten durchgeführt, die selbst sehr klein
sind und auch der max. Verstellwert axs Summe der möglichen Verstellschritte ist gering, er beträgt beispielsweise 0,2 mm. Dies
wird dadurch erreicht, daß das auf eine Biegefeder montierte Werkzeug durch elastische Verformung des Federgelenkes durch sehr hohe
hydraulische Stellkräfte bewegt wird. Das Werkzeug kommt in der elastisch verstellten Halterung zum Eingriff, d.h. die Halterung
bleibt unter der Verstellspannung während des Bearbeitungsvorganges stehen.
Für eine Anwendung gemäß der Aufgabe ist eine solche Werkzeug-
Für eine Anwendung gemäß der Aufgabe ist eine solche Werkzeug-
halterung wenig geeignet, da ihre Verstellwege sehr klein sind und für eine zangenartige Halterung von zwei Werkzeugen zwei
Halterungen benutzt werden müssen, die dann für ein kleineres Werkstück zu großen Raumbedarf aufweisen.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch einen Werkzeughalter,
der gleichzeitig zwei Werkzeuge in einem vorgegebenen Abstand aufnehmen kann, wobei der Werkzeughalter stimmgabelähnlich
ausgebildet ist und die beiden Schenkel der Gabel, auf denen die Werkzeuge befestigt sind, elastisch verformt werden. Die
Spannkraft zur elastischen Verformung der gabelförmigen Vorrichtung wird durch eine Kraftquelle z.B. einen hydraulisch betätigten
Druckzylinder aufgebracht, wobei dieser Zylinder zweckmäßig zwischei
den Schenkeln der Gabel angeordnet wird und bei Druckbeaufschlagung!
die Gabel mit ihren auf den Schenkeln befindlichen Werkzeugen gespreizt wird. Die Werkzeuge selbst sind auf den Schenkeln in
üblicher Weise mechanisch befestigt. Der Werkzeughalter selbst ist an der der Werkzeugaufnahme entgegengesetzten geschlossenen Seite
der Gabel in üblicher Form auf dem Werkzeugträger einer Werkzeugmaschine
befestigt. Innerhalb der elastischen Verformung des Materials übt die gabelförmige Werkzeughalterung eine Öffnungsbewegung
aus, deren Größe und damit der Abhebeweg des Werkzeuges vom Werkstück durch die aufgewandte Kraft begrenzt wird. Werden
die Werkzeuge nach Abschluß der Öffnungsbewegung wieder in die Arbeitsposition gebracht, federt die gabelförmige Halterung nach
Fortfall des hydraulischen oder pneumatischen Druckes in ihre Aus- ι gangsstellung zurück, wobei diese Lage zweckmäßig durch einen Anschlag
begrenzt werden kann. Wenn die gabelförmige Halterung sich unter geringer Vorspannung in Arbeitsposition wieder auf den Festanschlag
geschlossen hat, ist gewährleistet, daß die Werkzeugstähle die Ausgangslage angenommen haben.
Es ist natürlich auch möglich, durch eine entsprechende Wahl von
Es ist natürlich auch möglich, durch eine entsprechende Wahl von
(•■4·)·:
Bauart oder Anordnung des Kraftzylinders die gabelförmige Halterung zusammenzupressen, statt zu öffnen, so daß das Abheben
des oder der Werkzeugstähle durch eine Schließbewegung der Gabel erreicht wird.
Die neue Bauart einer Werkzeughalterung zeichnet sich gegenüber den ähnlichen Vorrichtungen des Standes der Technik durch folgende
Vorteile aus:
Bei kleiner Baugröße ist eine Bestückung durch zwei Werkzeuge möglich, die Werkzeuge sind in Arbeitsstellung fest auf ein vorgegebenes
Maß durch einen Anschlag fixiert, der mögliche Öffnungsweg der zangenförmigen Halterung ist größer als es bisher bei fein
verstellbaren Werkzeugträgern bekannt war, schließlich ist die Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung einfacher und preiswerter
als die der bisherigen Vorrichtungen.
Bild 1 und 2 zeigen eine mögliche Ausführung des erfindungsgemäßen
verstellbaren Werkzeughalters. Der stimmgabelförmige Grundkörper (1)
der Vorrichtung kann beispielsweise durch den Ansatz (2) in allen üblichen Werkzeugträgern einer Werkzeugmaschine aufgenommen werden.
Um die Elastizität zu vergrößern und Kerbspannungen zu vermeiden, ist der gabelförmige Grundkörper an den inneren Ecken mit entsprech
den Ausfräsungen (3) versehen. An den beiden Schenkeln der gabelförmigen Vorrichtung sind auf übliche Weise, beispielsweise durch
Klemmschrauben (4), (Dreh-) Werkzeuge (5) befestigt. Ein solches Werkzeug kann beispielsweise aus einem Stück mit geeigneter Formgebung
bestehen oder aus einem Werkzeugschaft und einem am Ende aufgesetzten Drehmeißel (6) zusammengesetzt sein.
Dieser Drehmeißel ist entweder mechanisch fixiert oder kann auch durch eine Mikrometerschraube (7) in radialer Richtung fein verstellbar
sein. Durch diese Anordnung können die Außen- und Innen-
* flächen des rohrförmigen Werkstückes zugleich spanabhebend be-
arbeitet werden. Der hydraulische Zylinder (8), dem seitlich
in bekannter Weise das Druckmedium zugeführt wird, spreizt unter Druck die Schenkel des Halterkörpers auseinander. In drucklosem
Zustand bilden die beiden Stirnflächen des Hydraulikzylinders, die wegen der definierten Kraftübertragung ballig ausgeführt
sind, gleichzeitig den Festanschlag für den unter geringer Spreizspannung stehenden gabelförmigen Grundkörper des Werkzeughalters.
Es ist auch möglich, aus Gründen der größeren Genauigkeit, einen festen Anschlag in Form einer auf einen Stift befindlichen DistanzbUchse (11) zwischen den Schenkeln im Bereich der vorkragenden Ecke (9)
anzuordnen. Dieser Stift kann so ausgebildet sein, daß er gleichzeitig die Funktion einer Überlastsicherung durch Begrenzung des
Öffnungsmaßes der gabelförmigen Halterung übernimmt. Die Schraube (10) dient lediglich zur Fixierung des Kraftzylinders
in der Halterung.
Der erfindungsgemäße Werkzeughalter ermöglicht ein schnelles und
gleichzeitiges Abheben zweier Drehwerkzeuge in ausreichendem Maße, um auch bei Kunststoffteilen ein spurenfreies, schnelles axiales
Entfernen der Werkzeuge vom Werkstück zu ermöglichen. Durch entsprechende Kopplung der Kraftbetätigung für den Werkzeughalter ist es, insbesondere bei automatisch arbeitenden Werkzeugmaschinen, möglich, den Öffnungs- oder Schließvorgang an die Bewegungsrichtung des Bearbeitungswerkzeuges oder an die Weglänge
des Bearbeitungsvorganges am zu bearbeitenden Teil zu koppeln.
Claims (2)
- Al» Me»dkonol - Postfach 00 ; ;WHIieh 3 - Schief bahn "' "■SCHUTZANSPRÜCHE1» Werkzeughalter eingerichtet fUr die Befestigung von einem, zwei oder mehreren Werkzeugen vorzugsweise für die Drehbearbeitung von rohrförmigen Werkstücken, insbesondere Kunststoffrohrlingen, bei der die Drehwerkzeuge nach Abschluß des Bearbeitungsvorganges vor dem Zurückziehen von dem Werkstück leicht abgehoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter gabelförmig ausgebildet ist und für den Abhebevorgang elastisch verformt wird, während die Bearbeitungswerkzeuge während des Arbeitsganges durch einen festen Anschlag in ihrer Lage genau fixiert werden.
- 2. Werkzeughalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schenkel des gabelförmigen Werkzeughalters mit durch Mikrometer verstellbaren DreheinsUtzen (7) versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19777732550 DE7732550U1 (de) | 1977-10-21 | 1977-10-21 | Werkzeughalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19777732550 DE7732550U1 (de) | 1977-10-21 | 1977-10-21 | Werkzeughalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7732550U1 true DE7732550U1 (de) | 1979-11-29 |
Family
ID=6683793
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19777732550 Expired DE7732550U1 (de) | 1977-10-21 | 1977-10-21 | Werkzeughalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7732550U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2022194317A1 (de) | 2021-03-16 | 2022-09-22 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Werkzeug sowie vorrichtung und verfahren zur herstellung einer buchse |
| DE102022103502A1 (de) | 2021-03-16 | 2022-09-22 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Werkzeug sowie Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Buchse |
-
1977
- 1977-10-21 DE DE19777732550 patent/DE7732550U1/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2022194317A1 (de) | 2021-03-16 | 2022-09-22 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Werkzeug sowie vorrichtung und verfahren zur herstellung einer buchse |
| DE102022103502A1 (de) | 2021-03-16 | 2022-09-22 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Werkzeug sowie Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Buchse |
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