DE78140C - Walzwerk zur Herstellung von Ketten ohne Schweifsung aus einem Stab von kreuzförmigem Querschnitt - Google Patents

Walzwerk zur Herstellung von Ketten ohne Schweifsung aus einem Stab von kreuzförmigem Querschnitt

Info

Publication number
DE78140C
DE78140C DENDAT78140D DE78140DA DE78140C DE 78140 C DE78140 C DE 78140C DE NDAT78140 D DENDAT78140 D DE NDAT78140D DE 78140D A DE78140D A DE 78140DA DE 78140 C DE78140 C DE 78140C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
links
rod
rolling mill
ring grooves
row
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT78140D
Other languages
English (en)
Original Assignee
O. KLATTE, Neuwied a. Rh
Publication of DE78140C publication Critical patent/DE78140C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L5/00Making chains or chain links by working the starting material in such a way that integral, i.e. jointless, chains links are formed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Querschnitt.
In dem ersten Zusatz zum Patent Nr. 65548 ist angegeben, dafs das durch das Haupt-Patent geschützte Verfahren so abgeändert werden solle, dafs erst das Trennen der Kettenglieder durch Abscheeren zu erfolgen habe und dann der mittlere Pfropfen durchzuschneiden oder abzureifsen sei.
Nachdem der kreuzförmige Stab das WaIz^ werk passirt und dadurch die Gestalt in einander greifender Kettenglieder erhalten hat, ist also die in waagrechter Ebene liegende Gliederreihe von der in senkrechter Ebene liegenden Gliederreihe zu trennen, d. h. mit anderen Worten, die Verbindung an den Stellen aufzuheben, wo die beiden Gliederreihen sich durchkreuzen, zwei in einander greifende Glieder also sich ihre Innenflächen zukehren.
Diesem Zwecke dient das in folgendem näher beschriebene Walzwerk. Dasselbe besteht aus zwei oder drei über einander liegenden Walzen, die in ihrem Umfang. solche Eindrehungen (Ringnuthen) haben, dafs beim Durchführen des Kettenstabes durch diese Eindrehungen die waagrecht liegende Gliederreihe in Bezug auf die senkrechte verschoben und dadurch das Metall an den genannten Stellen abgescheert wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein derartiges, aus drei Walzen bestehendes Walzwerk dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht der drei Walzen und
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 1 -1 der Fig. 1,
Fig. 3 giebt die Oberansicht eines Kettenstabes, dessen Glieder noch rohe, unvollendete Form haben.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 3 und
Fig. 5 ein gleicher Schnitt, nachdem aber die eine Gliederreihe in Bezug auf die andere verschoben ist.
Die Fig. 6, 7 und 8 geben gleiche Ansichten wie die Fig. 3, 4 und 5 von einem Kettenstabe, dessen Glieder ziemlich fertige Form haben.
Die Fig. 9, 10 und 11 veranschaulichen in denselben Ansichten wie die Fig. 3, 4 und 5 einen Kettenstab, dessen Glieder fertige Form aufweisen.
In den Fig. 3 bis 11 ist die senkrechte Gliederreihe mit t und die waagrechte Gliederreihe mit 2 bezeichnet. Der durch Walzung gebildete Kettenstab weist an den Aufsenseiten und den Innenseiten der Glieder dünne Barte auf, die durch Ausstofsen so weit entfernt werden, wie dies in den Fig. 3, 6 und 9 an der rechten Seite durch Schraffirung angedeutet ist. Die eine Gliederreihe 1 hängt mit der anderen .2 an den Stellen 3 zusammen und die Glieder jeder Reihe sind unter sich an den Stellen 4 verbunden.
Man bewirkt nun die Trennung der beiden Gliederreihen von einander an den Stellen 3,
indem man die eine Reihe gegen die andere verschiebt. Damit die Cohäsion der Molecule dabei auch sicher aufgehoben wird und ein Abscheeren eintritt, geschieht diese Verschiebung bei einer bestimmten Temperatur, bei welcher die Festigkeitseigenschaften des Materials grade für das Abscheeren günstige sind und die von der Art des Materials abhängig ist, bei Flufseisen 150 bis 2000 beträgt und bei Stahl der sogenannten Blauhitze entspricht.
Die Verschiebung der beiden Gliederreihen und damit das Abscheeren an den Stellen 3 wird ausgeführt mittelst des Walzwerkes Fig. 1. Dieses besteht aus drei über einander gelagerten Walzen 5, 6 und 7, die annähernd gleiche Durchmesser haben. Diese Walzen lagern mit ihren Zapfen 8, 8, 9, 9, 10, 10 in zwei Gestellen oder Böcken und werden jede für sich mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben.
Die Erzeugende des Mantels jeder Walze ist eine gebrochene Linie 11, 11, 11, 11 und jede WTalze ist mit verschieden tief eingedrehten Ringnuthen 12, 12, 13, 13, 14, 14 und 15, 15 versehen. Die Form der Erzeugenden 11 und die Lage und die Tiefe der Ringnuthen sind so gewählt, dafs, wenn man den Walzen einen Abstand von einander gleich der Dicke eines Kettengliedes giebt, die Ringnuthen einander gegenüberstehen und der Abstand der Böden zweier gegenüberstehender Ringnuthen gleich der Höhe oder Breite eines Kettengliedes ist. Die Ringnuthen 12 aller drei Walzen sind gleich tief. Führt man einen Kettenstab' mit seiner senkrechten Gliederreihe durch zwei gegenüberstehende Ringnuthen 12 hindurch, während die waagrechte Gliederreihe zwischen den Erzeugenden 11 passirt, so werden die Gliederreihen in Bezug auf einander nur ausgerichtet. Die Ringnuthen 13 der mittleren Walze 6 sind weniger tief als die Nuthen 12, die Nuthen 14 dieser Walze weniger tief als deren Nuthen 13 u. s. f. Dagegen sind die Nuthen 13 der Walzen 5 und 7 tiefer als die Nuthen 12, die Nuthen 14 dieser Walzen tiefer als deren Nuthen 13 u. s. f. Der Abstand der Böden je zweier gegenüberstehender Nuthen bleibt aber immer gleich der Höhe eines Kettengliedes. Infolge dieser Anordnung wird daher, wenn man den Kettenstab nach einander durch die Ringnuthen 13, 13, 14, 14, 15,15 u. s. w. hindurchführt, die waagrechte Gliederreihe in Bezug auf die senkrechte immer mehr verschoben und hierbei das Abscheeren an den Stellen 3, Fig. 4, 7 und 10, bewirkt. Nach dem Abscheeren nehmen die Glieder in Bezug auf einander die in Fig. 5, 8 und 11 gezeigte Lage ein. Das Hindurchführen der Kettenstäbe durch die Ringnuthen geschieht mindestens zweimal, und zwar so, dafs beim zweiten Mal die Gliederreihe senkrecht steht, welche zuvor waagrecht lag.
Nachdem die beiden Gliederreihen von einander getrennt sind, hat man noch die Glieder jeder Reihe an den Stellen 4, Fig. 3, 6 und 9, zu trennen. Dies geschieht bei dem in Fig. 3 dargestellten Stab mittelst Durchsägens, bei den in Fig. 6 und 9 veranschaulichten Stäben einfach durch Abreifsen der kreuzförmigen Verbindungszapfen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Walzwerk zum Trennen der beiden Gliederreihen von Kettenstäben durchAbscheeren gemäfs dem durch das Patent Nr. 65548 geschützten, nach dem ersten Zusatz-Patent Nr. 78322 abgeänderten Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dafs zwei oder mehrere mit gleicher Geschwindigkeit umgetriebene Walzen mit Ringnuthen von verschiedener Tiefe in der Weise versehen sind, dafs die Ringnuthen der einen Walze denen der anderen gegenüberstehen und beim Hindurchführen von Kettenstäben zwischen diesen Walzen und durch auf einander folgende Ringnuthen die eine Gliederreihe in Bezug auf die andere nach und nach verschoben und dabei an den Stellen abgescheert wird, wo die Glieder sich mit den Innenseiten berühren.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78140D Walzwerk zur Herstellung von Ketten ohne Schweifsung aus einem Stab von kreuzförmigem Querschnitt Expired - Lifetime DE78140C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE78140C true DE78140C (de)

Family

ID=350892

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT78140D Expired - Lifetime DE78140C (de) Walzwerk zur Herstellung von Ketten ohne Schweifsung aus einem Stab von kreuzförmigem Querschnitt

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE78140C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4400185B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer zwei Flansche und einen Steg aufweisenden Schiene für Hängedecken
DE3612316A1 (de) Stricknadel und verfahren zu deren herstellung
DE1402731B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen rundquerschnittiger,mit haftungserhoehenden Einpraegungen versehener Betonbaustaehle
DE69007677T2 (de) Rippenstahl mit hoher Haftfestigkeit und dessen Herstellungsverfahren.
DE3033866C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines im Querschnitt Knochenform aufweisenden Träger-Rohlings
DE2757071B2 (de) Verfahren zum Herstellen gleichzeitig mehrerer Knüppel
DE3222930A1 (de) Verfahren zur herstellung eines traegerrohlings fuer universaltraeger
DE2932964C2 (de)
DE538635C (de) Verfahren zur Herstellung durchbrochener Metallgegenstaende
DE2542313A1 (de) Verfahren zum walzen metallischer rohlinge
DE3542672A1 (de) Pressvorrichtung zur herstellung einer zahnstange
DE2415805A1 (de) Vorrichtung zur umformung von rotationsgegenstaenden durch keilquerwalzen mit drei walzen
DE4319300A1 (de) Verfahren zum Herstellen von mit ausgestanzten Laschen versehenen Blechteilen
DE2657040C2 (de) Kontinuierlich arbeitende Vor- oder Fertigpresse zum Herstellen von Platten, wie Span-, Faserplatten o.dgl
DE1527680C3 (de) Vorrichtung zum Abflachen der Enden von Stäben aus Metall
DE2655323A1 (de) Vorrichtung zum umformen eines einzelnen, metallischen werkstuecks
DE2449256A1 (de) Maschinenrahmen
DE2829208C2 (de)
DE78322C (de) Verfahren und Walzwerk zur Herstellung von Ketten ohne Schweifsung aus einem Stab von kreuzförmigem Querschnitt
DE704659C (de) Walzverfahren zur Erzeugung von Blechen oder Profilen
DE3100271C2 (de) Rundmesserschere zum Zerschneiden eines warmen Metallstücks in schmalere Abschnitte
DE321499C (de) Einrichtung zum Wellen von Papier, Pappe o. dgl. in der Laengsrichtung
DE65548C (de) Verfahren und Walzwerk zur Herstellung von Ketten ohne Schweifsung aus einem Stab von kreuzförmigem Querschnitt
DE2337313B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Warmwalzen von metallischen, profilierten Stäben mit in vier um 90 Grad gegeneinander versetzten in Reihen periodisch angeordneten Erhebungen
DE1402731C (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen rundquerschnittiger, mit haftungserhöhenden Einprägungen versehener Betonbaustähle