DE78278C - - Google Patents

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DE78278C
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    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F9/00Details other than those peculiar to special kinds or types of apparatus
    • G07F9/02Devices for alarm or indication, e.g. when empty; Advertising arrangements in coin-freed apparatus

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden Neuerungen an dem durch . das D. R. P. Nr. 76260 geschützten selbstkassirenden Briefmarken-Verkäufer. Dieselben beheben verschiedene Mangel desselben, und zwar bewirken sie, dafs
1. ein Verkäufer nur durch eine bestimmte Münzsorte (ein Zehnpfennigstück) in Thätigkeit gesetzt wird;
2. die erfolgte Leerung des Verkäufers durch einen Schieber angezeigt wird, welcher sich gleichzeitig vor den Einwurf schiebt und denselben verschliefst;
3. die Möglichkeit genommen ist, zu gleicher Zeit mehrere Marken dem Selbstverkäufer zu entnehmen.
In beiliegender Zeichnung ist der mit diesen Neuerungen versehene Selbstverkäufer dargestellt, und zwar bedeutet
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch denselben, während
Fig. 2 bis 4 Einzelheiten veranschaulichen.
Das Einstecken eines gröfseren Geldstückes wird einfach dadurch verhindert, dafs man die Einwurföffnung genau den Abmessungen eines Zehnpfennigstückes anpafst, während durch die Einrichtung des Hebels b verhindert wird, dafs die Vorrichtung auch nach Einwurf einer kleineren Münzsorte, z. B. eines Zweipfennigstückes, wirkt. Der Hebel b hat an dem Ende, auf welches die Münze fällt, einen Schlitz c, welcher in seiner Breite und Länge der Stärke und dem Durchmesser eines Zehnpfennigstückes entspricht. Ueber diesen Schlitz c schiebt sich zum Theil eine Platte d, jedoch nur so weit, dafs ein Zweipfennigstück, welches bekanntlich ca. ι mm kleiner ist, unbehindert durchfallen kann, ein Zehnpfennigstück dagegen stecken bleibt. Die Platte besitzt auf beiden Seiten Zapfen d1, welche sich in Hebeln e drehen. Diese Hebel schwingen in festen Drehpunkten f, und zwar liegen diese Drehpunkte so, dafs, wenn der Hebel b und mit ihm der Schieber d durch die Münze veranlafst wird, abwärts zu schwingen, der Schieber d die Oeffnung dann ganz freigiebt, wenn der Hebel b in seiner tiefsten Stellung angelangt ist.
Um zu verhindern, dafs der. Selbstverkäufer noch Geld annimmt, wenn keine Marken vorhanden sind, ist ein Schieber h vorgesehen. Derselbe wird vor den Einwurf α geführt und in gehobener Stellung, also bei geöffnetem Einwurf, durch die an einem Arm eines Winkelhebels k sitzende Nase i gehalten. Der Hebel wird durch einen Stift Z ausgerückt, der an der Trommel befestigt ist, und in Thätigkeit tritt, d. h. gegen den Hebel drückt, sobald die letzte Marke vor die Oeffnung m gelangt.
Sobald dieses geschieht, schnellt der Schieber h, durch zwei Spiralfedern η getrieben, vor die Oeffnung α und verschliefst so dieselbe. Die Spiralfedern sind um zwei Stifte 0 gelagert und drücken gegen zwei an der Vorderwand des Gehäuses befestigte Wider-

Claims (3)

  1. lager ρ, welche zugleich den Stiften ο als Führung dienen. Ueber dem Einwurf h ist in der Vorderwand des Gehäuses noch eine Oeffnung q angebracht, welche der Schieber, wenn er sich gesenkt hat, verdeckt, und hier irgend eine Bemerkung kenntlich macht, welche anzeigt, dafs der Selbstverkäufer geleert ist. .,
    Die Marken kann man zweckentsprechend in kleine, mit Geschäftsanzeigen bedruckte Kartons falten und diese dann in der Trommel r festklemmen.
    Die Stirnplatte des Gehäuses ,ist vorn vor der Trommel nach aufsen gewölbt, so dafs die aus der Trommel hervorstehenden Marken frei bis in die Oeffnung m gelangen können, hier jedoch gegen die untere Kante m1 derselben stofsen, so dafs die Trommel infolge der Steifigkeit der Marken bezw. der um die Marken gefalteten Umschläge (Kartons) festgestellt wird und nicht mehr, wie es bei dem Haupt-Patent der Fall war, durch ihre lebendige Kraft weiterschwingen kann. So kann nur immer z. Z. eine einzige Marke vor die Oeffnung m geführt werden, und die Trommel kann sich erst wieder weiter drehen, wenn die eine Marke entfernt und ein neues Geldstück in den Selbstverkäufer geworfen ist.
    Der Arbeitsgang der Vorrichtung ist nun folgender:
    Nach Einwurf eines Zehnpfennigstückes fällt letzteres auf das Ende des Hebels b, und zwar wird es unmittelbar in den Schlitz c geführt, wo es stecken bleibt, da der Schlitz durch die Platte d theilweise verdeckt ist (eine kleinere Münze würde sofort frei hindurchfallen). Gleichzeitig wird der Hebel b durch das Gewicht der Münze heruntergedrückt werden, die Trommel r um einen gewissen Winkel gedreht und eine neue Marke vor die Oeffnung η geführt. Der Schieber d wird, wenn der Hebel b an der untersten Stellung angelangt ist, die Oeffnung c freigeben und die Münze hindurchfallen lassen.
    Paten τ-An SP rüche:
    ι . Ein selbstkassirender Briefmarken-Verkäufer der durch das Patent Nr. 76260 geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs an einem Hebelende b ein Schlitz c angeordnet ist, welcher durch einen um feste Drehpunkte/ schwingenden Schieber d, der von den zwei Hebeln e theilweise verdeckt und erst in seiner tiefsten Stellung ganz geöffnet wird, so dafs die Münze herausfallen kann.
  2. 2. Ein Briefmarken-Verkäufer nach Anspruch 1. mit Anordnung einer in Widerlagern t geführten Platte h, welche im Ruhezustand in gehobener Stellung von einer an einem Winkelhebel k sitzenden Nase i gehalten, durch einen Stift / ausgelöst wird und sich vor den Einwurf schiebt, wenn die letzte Marke ausgegeben wird.
  3. 3. Ein Briefmarken-Verkäufer nach Anspruch 1. mit einer Wölbung der Vorderwand, zu dem Zwecke, dafs die vor der Trommel vorstehende Marke, welche in Kartons mit Geschäftsanzeigen verpackt sein kann, unmittelbar bis vor die Oeffnung m gelangen kann, hier jedoch gegen die Unterkante derselben stöfst und die Trommel an der Weiterdrehung verhindert.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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