DE78344C - Verfahren zur Wiedergewinnung ' des Zinns aus Weifsblechabfällen - Google Patents

Verfahren zur Wiedergewinnung ' des Zinns aus Weifsblechabfällen

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DE78344C
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th. G. hunter, Philadelphia, Penns., V. St. A
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B25/00Obtaining tin
    • C22B25/06Obtaining tin from scrap, especially tin scrap
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nutzbarmachung der Weifsblechabfälle durch Entfernung des Zinnüberzuges von den Blechstücken ; dieses Verfahren läfst sich auf billige Weise durchführen und giebt verschiedene, einen gewissen Handelswerth besitzende Producte.
In beiliegender Zeichnung ist ein zur Ausführung dieses Verfahrens geeigneter Apparat dargestellt, der sich übrigens auch in passender Weise abändern läfst.
Wie ersichtlich, ist F ein geeigneter Behälter, vortheilhaft aus Holz, der oben offen und nahe dem Boden mit einem absperrbaren Auslauf y versehen ist. Etwas oberhalb des Bodens ist ein Korb oder Rost G angebracht, der an verticalen seitlichen Stangen g hängt, die oberhalb des Behälters in Augen g' endigen, in welchen Ketten h befestigt sind, um, wenn nöthig, den Rost aus dem Behälter herausheben zu können. Der Rost G und die Stangen g sind vortheilhaft aus Kanonenmetall oder einem anderen durch Kupfersulfat nicht angreifbaren Metall hergestellt. Ueber dem Behälter .F befindet sich ein absperrbares Rohr J, durch welches bei der nachfolgend beschriebenen Spüloperation Wasser eingeleitet wird.
Unter der Ebene des Behälterbodens ist ein Gefäfs K aufgestellt, welches oben offen und in verschiedenen Höhen an einer oder mehreren Seiten mit Zapflöchern Z versehen ist, durch welche der Inhalt abgelassen werden kann. Dieses Gefäfs nimmt den Inhalt des Behälters F durch ein Zuleitungsrohr oder eine Rinne M auf. An geeigneter Stelle oberhalb des Gefäfses K befindet sich ein absperrbares Zuleitungsrohr N, durch welches das beim Scheuern benutzte Wasser zugeleitet wird. Bei Ausführung des Verfahrens werden in den Behälter F Weifsblechabfälle eingetragen, die auf den Rost zu liegen kommen, so dafs zwischen demselben und dem Behälterboden ein Zwischenraum freibleibt. In den Behälter wird sodann ein Sulfat, vortheilhaft eine Lösung von Kupfer-. vitriol, eingegossen, dessen Säureradical zufolge seiner gröfseren Affinität zum Zinn als zum Kupfer sich mit dem Zinn zu Zinnsulfat verbindet, so dafs das Kupfer ausgefällt wird und unter den Rost auf den Behälterboden sinkt. Nach einiger Zeit hat sich der Zinnüberzug vollständig mit dem Kupfersulfat umgesetzt und Zinnsulfat gebildet, während die Blechstücke selbst in reinem Zustande zurückbleiben.
Da das Säureradical des so gebildeten Zinnsulfates eine gröfsere Affinität zum Eisen hat, so verbindet es sich sofort mit dem letzteren und bildet Eisenvitriol, während sich metallisches Zinn niederschlägt.
Die Wirkung des Zinnsulfates auf das Eisen hört auf, sobald es alles Eisen, welches es in Lösung erhalten kann, aufgenommen und in Eisenvitriol umgewandelt hat. Ist alles Zinn ausgefällt, so wird das Eisenvitriol sammt dem metallisch niedergeschlagenen Zinn und Kupfer aus dem Behälter F abgelassen und fliefst durch das Rohr M in des Gefäfs K.
Durch nachfolgendes Ausspülen des Behälters F mit Wasser werden alle zurückbleibenden Zinntheilchen ausgewaschen, fallen auf den Behälterboden und werden wie früher in das Gefäfs K abgelassen. Der Rost G, welcher mit Seitenwänden versehen und als Korb aus-
geführt sein kann, wird dann mittels der Seile oder Ketten h herausgehoben und die rein gespülten Blechabfälle werden entfernt.
Die in das Gefäfs K gelangte Mischung besteht aus metallischem Kupfer, metallischem Zinn, in mehr oder weniger Wasser gelöstem Eisenvitriol· und kleinen Mengen von Verunreinigungen, wie Blei, Wismuth und Phosphor.
Die Producte und Nebenproducte können auf irgend eine der in den bezüglichen Industrien bekannten Arten Verwendung finden: so kann der Eisenvitriol vortheilhaft getrocknet werden, während Kupfer und Zinn zu einer Legirung zusammengeschmolzen oder nach irgend einem bekannten Verfahren von einander getrennt werden, die Eisenblechabfälle dagegen werden zwecks weiterer Verwendung eingeschmolzen.
, In der Zeichnung ist noch eine Dampfschlange s dargestellt, welche den mit den Weifsblechabfällen beschickten Korb oder Rost umgiebt, so dafs gegebenenfalls zur leichteren Durchführung des Verfahrens Wärme angewendet werden kann; dieses Schlangenrohr kann aus irgend einem vom Kupfersulfat nicht angreifbaren Metall hergestellt werden.
Da die Anwendung eines sauren Salzes zur Bildung von Zinnsulfat aus Weifsblechabfällen und die nachfolgende Benutzung von Zinkblech zum Ausfällen des Zinns bekannt ist, so bildet dies keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Wiedergewinnung des Zinns aus Weifsblechabfällen durch Behandlung derselben mit Kupfersulfatlösung, wobei unter Ausfällung von Kupfer Zinnsulfat in Lösung geht, aus welcher nach Freilegung des Eisens der Weifsbleche Zinn unter Bildung von Eisenvitriol in metallischer Form ausgeschieden wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT78344D Verfahren zur Wiedergewinnung ' des Zinns aus Weifsblechabfällen Expired DE78344C (de)

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