DE78402C - Maschine zur Herstellung von Blockzündspänchen - Google Patents
Maschine zur Herstellung von BlockzündspänchenInfo
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- DE78402C DE78402C DE189378402D DE78402DA DE78402C DE 78402 C DE78402 C DE 78402C DE 189378402 D DE189378402 D DE 189378402D DE 78402D A DE78402D A DE 78402DA DE 78402 C DE78402 C DE 78402C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06F—MATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
- C06F1/00—Mechanical manufacture of matches
- C06F1/26—Production lines for complete match manufacture
Landscapes
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- Manufacturing & Machinery (AREA)
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 78: Sprengstopfe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1893 ab.
Vorliegende Maschine, die zur Herstellung ■von Blockziindspänchen dient, ist dadurch gekennzeichnet,
dafs eine Zündstoffabgabetrommel den Zündstoff von einem unterhalb derselben
angeordneten und in einem Zündstoffbehälter umlaufenden Transportband erhält, während
das Papier, aus welchem die Zündspänehen hergestellt werden sollen, von einer Papierrolle
über Vorschubwalzen der Zündstoffabgabetrommel zugeführt wird, um, den Zündstoff
tropfenweise aufzutragen. Um die Zündspänehen bequem vom Block abtrennen zu
können, ist eine der Vorschubwalzen mit Schneiden versehen, welche das Papier während
des Vorschiebens in Längs- und Querrichtung durchstechen.
Nach Auftragen des Zündstoffes wird das so durchstochene Papier über eine Rolle geleitet,
worauf es nach dem Trocknen in Blockform aufgeschichtet wird.
Fig. ι zeigt die Hinteransicht einer solchen Maschine,
Fig. 2 eine Endansicht,
Fig. 3 einen senkrechten Querschnitt der Maschine,
Fig. 4 in gröfserem Mafsstabe den Längsschnitt eines Theiles der Zündstoffabgabetrommel,
Fig. 5 einen Querschnitt hiervon,
Fig. 6 die Oberansicht eines zur Herstellung der Zündspänehen von der Maschine vorgerichteten
Blattes,
Fig. 7 das Blatt aufgerollt,
Fig. 8 das Blatt in über einander gelegten Schichten in offenem Umschlag,
Fig. 9 in verschlossenem Umschlag;
Fig. ίο zeigt die Art, wie ein mit dieser
Maschine hergestelltes Zündspänehen beim Anzünden gehalten wird.
Das Gestell A der Maschine, an welchem sämmtliche Maschinentheile angebracht sind, ist
durch Querstreben abc, Fig. 3, abgesteift.
Der abnehmbar angebrachte Zündstoffbehälter B ist mit einem Mantel d umkleidet,
so dafs zwischen Behälter und Mantel eine Kammer e zur Einführung von Dampf oder
heifsem Wasser bleibt, um den Zündstoff zu erhitzen und ihn in halbflüssigen Zustand zu
bringen.
In diesem Behälter B sind zwei Rollen g h auf Wellen i k gelagert, welch letztere durch
Zahnrad Z, Fig. 1, gedreht wird. Auf diese Rollen ist ein nachgiebiges Zündstofftransportband C aufgebracht. Im oberen Theil des Behälters
B befindet sich ein Abstreicher m, der die mitzuführende Zündstoffmenge regelt und
der auf passende Weise verstellt werden kann.
Auf der in den Ständern ο ρ gelagerten
Welle η sitzt die Zündstoffabgabetrommel D, die durch ein Zahnrad q, Fig. 1 und 2, in
Drehung versetzt wird. Letzteres hat Eingriff mit einem Zahnrad r der Welle s, auf welcher
auch die Scheibe E angebracht ist.
In der Trommel D,. Fig. 4 und 5, befinden sich Längsnuthen t, in welche Stäbe u eingeschoben
werden, die mit einer Anzahl von
Bohrungen ν versehen sind, um den Zündstoff
aufzunehmen und ihn an das Papier, aus welchem die Zündspänehen hergestellt werden,
abzugeben; die Nuthen t sind auf dem Umfang der Tfommel D gleichmäfsig vertheilt. Der
Raum zwischen denselben ist gleich der Länge der Zündspänehen, so dafs der Zündstoff nahe
einem Ende und auf einer Seite der Zündspänehen aufgebracht wird. Die Bohrung ν
endigt in eine vorstehende Tülle w und ist mit einem Kolben y versehen.
Die Kolben einer Reihe sind mit einem gemeinsamen Querhaupt \ verbunden (Fig. 4
und 5), so dafs sie gleichzeitig bethätigt werden und bei Drehung der Trommel D
rechtzeitig den Zündstoff aufnehmen und abgeben.
An den Enden des Querhauptes befinden sich Rollen α1, Fig. 4, die in Nuthen b1 an
der Innenseite der Deckel c1 liegen, welche von der Trommel getrennt und unbeweglich
sind. Die.Nuthen sind mit einem gegen die Trommelachse zurücktretenden Theil d\ Fig. 3,
versehen, der an einem Punkt e1 gerade unter der Mitte der Trommelachse beginnt und wodurch
die Kolben y gehoben werden, wenn die Kammern in senkrechter Stellung sind, um
Zündstoff aufzunehmen. Dieser Theil dl endigt
an der Stelle f\ so dafs der Zündstoff abgegeben wird, wenn die Kopfflächen der Tüllen w
auf das über die Scheibe E geführte Papier stofsen. Die Kolbenj' werden so weit zurückgezogen,
dafs sie in die Kammern ν einen Tropfen Zündstoff hineinziehen, der zur Entzündung
des Zündspänchens genügt.
Der Zündstoff wird so lange mitgeführt, bis das Ende fl des Theiles d1 erreicht ist und
die Kolben sich abwärts bewegen und den Zündstoff auf das Papier übertragen.
Nach Fig. 3 ist in den in Armen h1 der
Trommel D befindlichen Schlitzen g1 je ein
Querhaupt geführt.
Die Papierrolle F kann auf eine im Gestell A gelagerte Welle i1 aufgeschoben werden. Das
Papier wird unter der Walze G, Fig. 3, und zwischen dieser und der Walze //vorgeschoben.
Diese beiden Walzen nehmen das Papier durch Reibung mit. Die Walze H ist an ihrem Umfange
mit parallelen Schneiden kl versehen, welche das Papier in Längsrichtung einschneiden
, um zwischen den anstofsenden Seiten der Streichhölzer eine leicht trennbare Verbindung herzustellen.
Die in Längsrichtung der Walze liegenden Schneidekanten Z1 schneiden in derselben Weise
das Papier nur in Querrichtung ein, um leicht trennbare Verbindung zwischen den anstofsenden
Enden der Zündspänehen herzustellen.
Von dem auf diese Weise vorgeschnittenen bezw. vorgestochenen Papier kann ein Zündspänehen
abgetrennt werden. Die Walze G wird von einem Zahnrad m1, Fig. 2, in Drehung
versetzt, welches in ein auf der Welle der Walze H angebrachtes Zahnrad nl greift ,und
mit dem Rad r mittelst eines Zahntriebes o1 in Verbindung steht.
Die Maschine kann beispielsweise dadurch angetrieben werden, dafs man eine Riemscheibe
auf einer der die Zahnräder tragenden Wellen anbringt.
Nach Verlassen der Trommel D gelangt das in Zündspänehen p1 gefheilte Papier J, wobei
jedes Zündspänehen mit einem Tropfen Zündstoff versehen ist, über die Walze K, und nachdem
man dasselbe eine zur Trocknung des Zündstoffes genügende Entfernung laufen gelassen,
rollt man das Papier wieder auf.
Eine solche Rolle ist bei L, Fig. 7, veranschaulicht. In solcher Form werden die Zündspänehen
aufgewickelt, um sie in marktfähiger Weise zu verpacken. Die Spänchen können auch unmittelbar von der Rolle verbraucht
werden, besonders da, wo grofse Mengen nöthig sind. Die Rolle kann für solchen Fall
in einem passenden Halter angebracht werden, wie dies beispielsweise für durchlochtes Papier
üblich ist.
Die Tafel kann in Karten r1 abgetrennt werden, von denen jede aus zwei Zündspanlängen
besteht, die in der Mitte umgebogen, in Buchform gebracht und mit einem passenden
Umschlag s1 versehen werden, an welchem die Karten angebracht sind,'Fig. 8 und 9. Die
Aufsenseite des Deckels s1 ist mit einer Zündfläche
ί1 für die Zündspänehen versehen.
In dieser Form können die Zündspänehen bequem in der Tasche getragen werden. Bei
Gebrauch werden die Zündspänehen einfach abgerissen, im Uebrigen bleiben die Karten
unversehrt, bis sie verbraucht worden sind.
Um die Zündspänehen auzuzünden, werden sie zweckmäfsig zwischen Daumen und Zeigefinger genommen, während der Ballen des
Mittelfingers auf die dem Zündstoff ^1 gegenüberliegende
Seite des Zündspänchens zu liegen kommt, Fig. 10. Hierauf wird das
Zündspänehen gegen eine passende Fläche gerieben und dadurch entzündet.
Das Papier für die Zündspänehen kann verschiedener Art sein, doch wird Manilla oder
Stroh vorgezogen. Das Papier mufs genügend stark seid, damit das Zündspänehen nicht
bricht, und wird zunächst präparirt, indem man es mit einem passenden entzündbaren Stoff,
beispielsweise Paraffin, Wachs oder dergleichen, tränkt, bis das Papier durchtränkt ist, worauf
es getrocknet und gerollt wird.
Zu bemerken ist noch, dafs jeder Theil des Papierblattes in Zündspänehen verwandelt wird,
so dafs irgend ein Abfall nicht entsteht. Die
Zündspä'nchen sind ferner vollständig gleichmäfsig, und wenn sie in Rollen- oder Schachtelform
gebracht werden, liegt der Zündstoff der einen Karte auf der Hinterseite der anliegenden
Karte.
Claims (2)
1. Eine Maschine zur Herstellung von Blockzündspänchen,
dadurch gekennzeichnet, dafs die Zündstoffabgabetrommel (D) den Zündstoff
von einem unterhalb derselben angeordneten und in einem Zündstoff behälter (B)
umlaufenden Transportband (C) erhält, während das Papier von einer auf eine
Welle (P) aufgewickelten Papierrolle (F) über Vorschubwalzen (G HE), von welchen
die Walze (H) das Papier beim Vorschieben gleichzeitig in Längs- und Querrichtung
durchsticht, der Zündstoffabgabetrommel (D) zugeführt wird, um den Zündstoff tropfenweise
aufzubringen, worauf das mit dem Zündstoff ,versehene und in Längs- und
Querrichtung durchstochene Papier (I) über eine Rolle (K) läuft, um nach dem Trocknen
in Blockform aufgeschichtet zu werden.
2. Eine Maschine nach Anspruch i. gekennzeichnet
durch ein in einem Zündstoffbehälter (B) über drehbare Rollen (g h)
laufendes nachgiebiges Transportband (C), über welchem ein stellbarer Abstreicher (m)
angebracht ist, um die an die Trommel (D) abzugebende Zündstoffmenge zu regeln.
Eine Maschine nach Anspruch i., dadurch gekennzeichnet, dafs eine Vorrichtung zum Vorschieben und Durchstechen des Papiers angeordnet ist, bestehend aus den auf passende Weise in Drehung versetzten Walzen (G H), zwischen welche das Papier von der Papierrolle (F) über die Walze (E) unter die Trommel (D) geschoben wird, wobei die Walze (H) mit das Papier in Längs- und Querrichtung durchstechenden Schneiden (kl bezw. I1) versehen ist, um während des Vorschubs des Papiers zwischen den anstofsenden Seiten der Zündspänehen eine leicht trennbare Verbindung herzustellen.
Eine Maschine nach Anspruch i., dadurch gekennzeichnet, dafs eine Vorrichtung zum Vorschieben und Durchstechen des Papiers angeordnet ist, bestehend aus den auf passende Weise in Drehung versetzten Walzen (G H), zwischen welche das Papier von der Papierrolle (F) über die Walze (E) unter die Trommel (D) geschoben wird, wobei die Walze (H) mit das Papier in Längs- und Querrichtung durchstechenden Schneiden (kl bezw. I1) versehen ist, um während des Vorschubs des Papiers zwischen den anstofsenden Seiten der Zündspänehen eine leicht trennbare Verbindung herzustellen.
Eine Maschine nach Anspruch i., dadurch gekennzeichnet, dafs eine über dem Transportband
angeordnete, auf passende Weise in Drehung versetzte Zündstoffabgabetrommel (D) angebracht ist, welche am
Umfang mit verschiedenen, den Zündstoff aufnehmenden und abgebenden Reihen von Kammern versehen ist, wobei jede Reihe
unter sich mit einem gemeinsamen Querhaupt (\) verbunden ist, so dafs sie gleichzeitig
bethä'tigt werden und bei Drehung der Trommel (D) den Zündstoff aufnehmen
und tropfenweise abgeben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE78402T | 1893-06-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78402C true DE78402C (de) | 1894-12-17 |
Family
ID=40673506
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189378402D Expired DE78402C (de) | 1893-06-19 | 1893-06-19 | Maschine zur Herstellung von Blockzündspänchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78402C (de) |
-
1893
- 1893-06-19 DE DE189378402D patent/DE78402C/de not_active Expired
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