DE78664C - Künstlicher Brennstoff - Google Patents
Künstlicher BrennstoffInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/34—Other details of the shaped fuels, e.g. briquettes
Landscapes
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- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
WILLIAM BAKER HARTRIDGE in BALHAM (County of Surrey, England).
Künstlicher Brennstoff.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. April 1894 ab.
Gewöhnliche Kohlenbriketts, wie solche gegenwärtig fäbricirt werden, haben als Hauptbestandtheil
eine Mischung von Kohle, Theer oder anderen Brennmaterialien oder Bindemitteln und werden stets in compacter Form
hergestellt.
Bei diesen Briketts ist eine sehr grofse Hitze erforderlich, um sie zu entzünden, und, einmal
brennend, fangen sie schon nach kurzer Zeit an zu bersten. Die sich nun entwickelnden
Gase ziehen gewöhnlich als schwerer Rauch ab, da an den Stellen, wo die Gasentwickelung
stattfindet, die Hitze gewöhnlich nicht genügend ist, um die Gase zu entzünden, und
geht infolge dessen ein grofser Theil der Gase unverbrannt durch den Schornstein.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf die Herstellung von künstlichem Brennmaterial
in Stücken in der Art, dafs gewöhnliches Brennmaterial und brennbare Stoffe von geringem
Werth mit verwendet werden können und dabei doch eine durchaus vollständige, gute Verbrennung ohne jede Raucherzeugung
erzielt wird.
Dieser Zweck wird im wesentlichen dadurch erreicht, dafs durch die Verbrennung des
äufseren Umfanges des Brennklotzes die inneren Theile desselben destillirt werden.
Die Herstellung eines derartigen, den genannten Anforderungen genügenden Brennklotzes
erfolgt in der Weise, dafs zunächst eine Mischung von Kohlenstaub oder Kohlenstückchen
und vegetabilischen oder thierischen Abfällen mit Bindemitteln als plastische Masse
hergestellt wird.
Mittelst eines Stempels oder dergleichen werden aus dieser Masse oben offene Kästen
geformt. Diese Kästen werden alsdann mit Kohle gefüllt und mittelst Deckel verschlossen,
die aus gleichem Material wie die Schale bestehen. Der auf diese Weise geformte Brennkörper
wird alsdann getrocknet und hierdurch an seinem Umfang porös.
Im übrigen ist zu bemerken, dafs für Bildung der teigigen Masse Leimstoffe oder andere
Bindemittel aller Art verwendet werden können; man wird natürlich hierzu die jeweilig billigsten
nehmen, da sie alle vollkommen ihren Zweck erfüllen.
In Zucker, Stärke oder dergleichen producirenden Gegenden sind die Abfälle der Rüben,
Kartoffeln etc., in Hopfen bauenden Orten andererseits z. B. die Hopfenabfälle gut zu
diesem Procefs zu verwenden.
Wird der Brennkörper angezündet, so wirkt der äufsere Kasten gewissermafsen als Retorte,
in welcher die Gase der Füllung destillirt werden. Diese Gase treten durch die Poren
des Gehäuses hindurch und verbrennen an den Aufsenflächen, da sie hier die erforderliche
Verbrennungsluft vorfinden.
Auf diese Weise wird eine nahezu rauchlose, dunstfreie Verbrennung erzielt und die so
gebildeten Brennklötze sind gleich zweckmäfsig für alle möglichen Feuerungen.
Für Zimmerfeuerungen verwendet man vortheilhaft z. B. granulirte Kohle zur Herstellung
der Kästen, für Kesselfeuerungen und dergl. am besten Koks oder Kohle von anthracitischer
Natur.
Ein wesentlicher Vortheil dieser Brennklötze liegt noch darin, dafs für Kesselfeuerungen
z. B. auch Kohlengrus oder verschlammende Kohle verwendet werden kann, ohne dafs ein
Hindurchfallen der Kohle durch den Rost bezw. ein Versickern oder Verschlacken desselben
eintreten kann. Diese schlechten Kohlen werden in diesem Falle einfach in die Kästen
der Brennklötze eingefüllt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Künstlicher Brennstoff, bestehend aus· einer undurchbrochenen, aber porösen, brennbaren Hülle, die mit Kohle gefüllt ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78664C true DE78664C (de) |
Family
ID=351373
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78664D Active DE78664C (de) | Künstlicher Brennstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78664C (de) |
-
0
- DE DENDAT78664D patent/DE78664C/de active Active
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