DE78706C - Verfahren zum Entsilbern und Reinigen von Blei - Google Patents

Verfahren zum Entsilbern und Reinigen von Blei

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DE78706C
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DE
Germany
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lead
zinc
desilvering
collector
silver
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DENDAT78706D
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J. A. mays, London
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/06Refining
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    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/06Refining
    • C22B13/08Separating metals from lead by precipitating, e.g. Parkes process
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/02Refining by liquating, filtering, centrifuging, distilling, or supersonic wave action including acoustic waves
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Das vorliegende Verfahren bezweckt die wirksame Entsilberung und Reinigung von Blei mittels geschmolzenen Zinks oder ähnlicher Metalle oder Legirungen durch Centrifugiren. Zu diesem Zweck dient eine Vorrichtung, welche aus einem in Drehung versetzten , mit geschmolzenem Zink und dergl. beschickten Behälter besteht, welchen das von der Mitte her zugeführte silberhaltige bezw. unreine Blei vermöge der Centrifugalkraft durchströmt und . nach Abgabe des Silbers bezw. der Verunreinigungen an das Bad verläfst, um in einem Sammler aufgefangen zu werden.
Aufser Silber kommen für die Trennung in Betracht: Gold, Kupfer, Antimon und Arsen. Als Bad flüssigkeit sind aufser Zink alle Metalle oder Metalllegirungen zu verwenden, welche zu den im Blei enthaltenen Metallen eine gröfsere chemische Verwandtschaft als zum Blei selbst und zugleich ein geringeres specifisches Gewicht als Blei besitzen; hierhin gehören besonders Legirungen des Zinks mit Kupfer und Aluminium.
Die beiliegende Zeichnung stellt einige Ausführungsformen des Erfindungsgedankens dar, und zwar:
Fig. ι und 2 eine Ober- und Seitenansicht in theilweisem Schnitt,
Fig. 3 und 4 eine Oberansicht und einen Verticalschnitt, zum Theil abgebrochen,
Fig. 5 einen Verticalschnitt,
Fig. 6 einen Horizontalschnitt nach Linie 1-1 der Fig. 5, beide ebenfalls theilweise abgebrochen, und
Fig. 7 einen Horizontalschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 5.
Die feststehenden geschnittenen Theile sind von links oben nach rechts unten schraffirt, die rotirenden entgegengesetzt.
Fig. ι und 2 zeigen die Aufsenansicht einer Centrifuge,
Fig. 3 und 4 das Innere derselben.
Das zum Entsilbern und Reinigen des Bleies dienende Zink wird durch Trichter U eingegossen, gelangt durch Trichterrohr u in den centralen Raum ^ und tritt durch die Rohre ^1, deren aufwärts steigende Enden Z perforirt sind, in die eigentliche Centrifugentrommel K ein. Nachdem es hier das Silber und die Verunreinigungen aus dem Blei aufgenommen, wird es durch die Rohre N in den Zinksammler G abgeführt, welcher zur Verhütung des Üeberspritzens mit der ringförmigen Ablenkungsscheibe g versehen ist.
Das zu entsilbernde bezw. zu reinigende Blei wird durch Trichter L und Trichterrohr / in den ringförmigen Raum T eingeführt, durch die Oeffnungen t gegen den Cylinder O geleitet und tritt durch dessen Perforationen ο in fein vertheiltem Zustande in die Centrifugentrommel K ein. Nachdem es das hierin befindliche Zinkbad durchflossen und sein Silber bezw. seine Verunreinigungen an dasselbe abgegeben, gelangt es durch Rohr M in den Bleisammler F, welcher ähnlich dem Zinksammler G mit Ablenkungsfläche f versehen ist und durch f1 entleert werden kann.
Um eine Abkühlung des Zinkbades und des geschmolzenen Bleies während des Reinigungs-
processes zu vermeiden, ist die Centrifugentrommel i^mit dem Mantel H und dem Deckel h .versehen und der Raum zwischen ihnen mit einem schlechten Wärmeleiter ausgefüllt. Die gesammte Centrifuge ist aufserdem von einem Schutzmantel Dd1 umgeben, der nebst den übrigen nicht bewegten Theilen mittels Säulen d auf der Fundamentplatte A ruht.
Der Antrieb der Centrifugentrommel geschieht mittels Riemscheibe b und Riemens b1. Die Centrifugenwelle B ist zu diesem Zweck in den Spurlagern a1 und dem in den Lagerböcken C angebrachten Halslager c gelagert. Um die durch die Rotation hervorgerufenen Erschütterungen aufzunehmen, sind das Spurlager α x und die Lagerböcke C nicht direct mit der Fundamentplatte A, sondern mit einer Hülfsplatte α verbunden, welche von ersterer durch elastisches Material getrennt ist.
Fig. 5, 6 und 7 zeigen eine etwas . abgeänderte Ausführungsform, bei welcher nur das zu reinigende Blei continuirlich den Apparat durchströmt, während das zur Reinigung dienende Zinkbad so lange in der Centrifugentrommel K bleibt, bis es völlig mit den aus dem Blei aufgenommenen Metallen gesättigt ist, worauf der Betrieb unterbrochen wird und eine neue Beschickung der Trommel mit Zink erfolgt. Die Bedeutung der Buchstaben ist dieselbe wie in Fig. 1 bis 4.
Das silberhaltige, unreine Blei tritt wiederum durch den mittels d'2 am Schutzdeckel d1 befestigten Trichter Ll in den ringförmigen Raum T ein, wird durch die Oeffnungen t gegen den rostartigen Cylinder O, Fig. 5 und 7, geführt und gelangt, durch dessen Schlitze 0 in die Centrifugentrommel K. Nach Abgabe der in ihm enthaltenen fremden Metalle an das Zinkbad tritt das Blei über die Ringscheibe m und gelangt durch Rohr M in den in f1 gestützten Bleisammler F. Die Entleerung des Zinks nach Sättigung desselben mit den im Blei enthaltenen Metallen geschieht unter der Ringscheibe η durch Rohr N.
Der Apparat ist aufserdem mit Heizvorrichtung für die Centrifugentrommel und den Sammler F versehen. Das zur Heizung dienende Medium (heifse Luft, brennbares Gas oder ein Gas- und Luftgemisch) tritt durch Rohr P1 ein, strömt bei P in den durch den Konus t1 gebildeten Raum aus und wird hier (sofern nicht heifse Luft angewendet wurde) verbrannt, wobei zur Erleichterung der Verbrennung das Rohrende P zweckmäfsig brennerartig gestaltet wird. Die Verbrennungsproducte (bezw. die heifse Luft) gelangen sodann durch die Kanäle und den Hohlraum ρ um die Trommel herum in den durch die Platten r1 gebildeten Schornstein R und umspülen schliefslich den Bleisammler F.
Beim praktischen Gebrauch der Apparate wird zweckmäfsig zunächst etwas Blei eingeführt und der Apparat sodann erst mit dem geschmolzenen Zink beschickt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zum Entsilbern und Reinigen von Blei, bei dem einem in Drehung versetzten, mit geschmolzenem Zink oder dergleichen beschickten Behälter das silberhaltige Blei von der Mitte her zugeführt wird, worauf das Blei, durch Schleuderkraft nach der Peripherie getrieben, nach Durchströmen des Bades dieses an geeigneter Stelle verläfst und in einen Sammler gelangt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78706D Verfahren zum Entsilbern und Reinigen von Blei Expired DE78706C (de)

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