DE78833C - Wechselstrom maschine mit Stromwender, in deren einzelne Ankerspulen Nutzwiderstände geschaltet sind - Google Patents
Wechselstrom maschine mit Stromwender, in deren einzelne Ankerspulen Nutzwiderstände geschaltet sindInfo
- Publication number
- DE78833C DE78833C DENDAT78833D DE78833DC DE78833C DE 78833 C DE78833 C DE 78833C DE NDAT78833 D DENDAT78833 D DE NDAT78833D DE 78833D C DE78833D C DE 78833DC DE 78833 C DE78833 C DE 78833C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- machine
- commutator
- ring
- armature coils
- brushes
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 3
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 claims 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 description 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000005405 multipole Effects 0.000 description 1
- 239000005060 rubber Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Dc Machiner (AREA)
Description
ceo Siaiierficfie
1
6
c/a!v-u!"amb.
L
KAISERLICHES
Patentamt.
PATENTSCHRIFT
f 78835*"
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
■::*; ' MAURICE HUTIN^n PARIS
geschaltet -sind.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2g. Juni i8<}3 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bildet eine Wechselstrommaschine mit Stromwender, die sich besonders für den Betrieb
des durch das Patent Nr. 76814 geschützten. Stromwandlers eignet.
Um die Erklärung der Erfindung zu erleichtern, soll gezeigt werden, wie die Erfindung
sich auf eine Abänderung der Gramm eschen Gleichstrommaschine zurückführen läfst.
- Die kennzeichnende Eigenschaft einer solchen Maschine ist die, dafs keine Selbstinductionswirkung
auftritt. Man macht die Maschine zur Erzeugung eines Gleichstromes nutzbar, indem
man zwischen ihre Bürsten A und B, Fig. 1, einen Widerstand oder beliebige Stromverbraucher,
wie z. B. Lampen,, Motoren u. s. w., einschaltet. Bezeichnet man mit ς den inneren
Widerstand des Ringes, zwischen den Bürsten genommen, mit R den Widerstand des äufseren
Stromkreises der Maschine und mit I die Stärke des von der Maschine erzeugten Stromes,
so wird die in der Maschine ohne Nutzen verbrauchte Energiemenge gleich ς1/2 und die
nutzbar gemachte Energiemenge gleich R I2.
In diesem Falle wird, wenn man die Anzahl der Abtheilungen des Ringes ,'mit 2 η bezeichnet,
der Widerstand jeder dieser Abtheilungen
2 η
sein.
Nimmt man jetzt an, dafs man, anstatt, in den äufseren Stromkreis zwischen den Bürsten
einen Widerstand R einzuschalten, die Bürsten kurz schliefse, und dafs der Widerstand jeder
der Abtheilungen gleich
werde,
in in
so wird der Widerstand der hinter einander geschalteten 2 η - Abtheilungen gleich
AC A. R \
— 1— = 4 ς + 4 R und der
in
in ) τ 5 ι τ .
zwischen den Bürsten genommene Widerstand gleich Y4 des eben genannten Werthes, d. h.
gleich ς 4- R, ferner wird die in dem Ring
verzehrte Energie gleich (ς -4- R) /2 und die
in idem äufseren Stromkreis verzehrte Energie gleich Null. Es. ist aufserdem klar, dafs an
der Wirkungsweise des Stromwenders nichts geändert worden ist, und dafs die auf diese
Art gebildete und in sich kurz geschlossene Gramme-Maschine fortfahren.wird zu arbeiten,
oHne dafs die Erscheinungen der Selbstinduction in; Wirksamkeit treten.
: Die einzige Abänderung, welche die Erfinder an der Maschine getroffen haben, besteht darin,
dafs sie in jede Abtheilung einen Widerstand
■4 .R
— eingeschaltet haben. Nichts hindert aber
in
anzunehmen, dafs. 'diese Abtheilung ihren ursprünglichen
Widerstand —-— bewahrt habe,
und dafs in Reihe mit ihr ein Widerstand
gleich
4*
2 η geschaltet sei, so wie man dies
aus Fig. 2 ersehen kann. In dieser Figur sind .die Abtheilungen beib und die zusätzlichen"
Widerstände bei r dargestellt; die Bürsten A und B sind durch einen Leiter m kurz geschlossen.
Andererseits werden bei einer so abgeänderten Gramme-Maschine die 2 «-Spulen des.
Ringes und folglich die 2 η -Widerstände r von einem Strom gleichbleibender Stärke durchflossen,
der seine Richtung in jeder Spule in dem Augenblick wechselt, wo sie unter einer
der Bürsten hinweggeht. Der Abstand zwischen den Zeitpunkten des Richtungswechsels des
Stromes in zwei benachbarten Spulen ist >
2 π
wenn T die Zeit bezeichnet, die der Anker zur Ausführung einer Umdrehung braucht.
Dies ist durch die Fig. 2 a versinnlicht, wo die Curven I und II die Aenderungen der
elektromotorischen Kräfte in zwei benachbarten Spulen darstellen. Diese Curven sind dadurch
erhalten, dafs man die Werthe der Zeit, gerechnet von t = 0 bis t=T, als Abscissen
und die entsprechenden elektromotorischen Kräfte als Ordinaten aufgetragen hat.
Man erkennt also, dafs. man diese Maschine einer Mehrphasenerzeugermaschine mit 2 η
verschobenen Strömen vergleichen kann, unter der Bedingung jedoch, dafs die Widerstände r
solche Widerstände sind, die Arbeit nützlich verzehren können, oder dafs man die Widerstände
r durch Stromkreise ersetzt hat, welche Sitze gegenelektromotorischer Kräfte sind, deren
Wirkung derjenigen dieser Widerstände gleichwerthig sind.
Alle Eigenschaften des Gramme-Ringes gelten auch für die in Fig. 2 dargestellte Maschine,
denn der Grundgedanke, auf dem das Arbeiten der Gramme-Maschine beruht, ist in Nichts
beeinflufst durch die Aenderung, welche die Erfinder an der Maschine getroffen haben und
die, wie gesagt wurde, darin besteht, unter die verschiedenen Abtheilungen des Ankers die
Widerstände oder die gegenelektromotorischen Kräfte gleichmäfsig zu vertheilen, die man gewohnt war, zwischen die Bürsten zu schalten.
Es ist also klar, dafs diese Aenderung an allen zweipoligen oder vielpoligen Gleichstrommaschinen
der Gramme'schen oder Siemensschen Art getroffen werden kann.
Um den von dieser Maschine gelieferten Strom nutzbar zu machen, verbindet man die
Maschine mit dem Wechselzahl- und Spannungsumwandler, der in der Patentschrift Nr. 76814
beschrieben ist, indem man die Widerstände r, von denen bisher gesprochen wurde, von den
Spulen mit Sinuswickelung bildet, die den einen der beiden Umwandlerstromkreise des Apparates
und in diesem Falle den primären Stromkreis bilden. Es ist aus der genannten Patentschrift
bekannt, dafs in diesen Spulen die Stromstärke gleichbleibend sein und die Stromrichtung
periodisch umgekehrt werden mufs. Die Zeitpunkte dieser Richtungsumkehrungen sind durch
Zeitabstände getrennt, die gleich
2 η
sind, sobald man von einer Spule zur folgenden übergeht. Unter diesen Bedingungen wird in jeder
dieser Spulen eine elektromotorische Kraft erzeugt, die zwar merklich gleich derjenigen ist,
die in der mit ihr in Reihe geschalteten Abtheilung des Ankers entwickelt wird, aber ungleiches
Vorzeichen hat.
. Man kann auf diese Art die Ströme, die durch die vorliegende Maschine mit Stromwender
erzeugt werden, in zwei, drei oder mehr regelmäfsig verschobene Wechselströme
beliebiger Spannung umwandeln, die in äufseren Stromkreisen nutzbar gemacht werden.
Die vorliegende Maschine mit Stromwender kann als Empfangsmaschine benutzt werden,
unter der Bedingung, dafs sie Ströme empfängt, die denjenigen ähnlich sind, welche sie hervorbringt,
wenn sie als Erzeuger läuft. Man erhält dieses Ergebnifs dadurch, dafs man der Maschine einen Stromwandler, der gleich dem
durch das Patent Nr. 76814 geschützten ist, beigesellt und diesen mit zwei, drei oder mehr
regelmäfsig verschobenen Wechselströmen von beliebiger Spannung speist.
Beschreibung eines Maschinenmodelles.
Die Fig. 4 und 5 geben Ansichten der Maschine und Fig. 3 zeigt das Schema der Verbindungen.
Wenn man die Fig. 2 betrachtet, so sieht man, dafs, da der Ring / beweglich ist und
die Nutzstromkreise r fest sind, es nöthig wird, die Verbindungen zwischen den Enden von r,
den Spulen b und den Stegen des Sammlers mittelst Ringe und Reiber herzustellen. In
den Fig. 3 und 4 sind die Ringe bei / und die Reiber bei f dargestellt; die Nutzstromkreise
werden bei r, Fig. 3, zwischen die Reiber// eingeschaltet; die Verbindungen sind
in der Weise hergestellt, dafs immer ein Nutzstromkreis zwischen das Austrittsende einer
Spule b und das Eintrittsende der folgenden eingeschaltet ist. Das Schema Fig. 3 ist nur
eine Wiederholung der Fig. 2 mit Hinzufügung der Ringe und der Reiber, die zur Vereinigung
der festen und der beweglichen Theile nöthig sind.
Bei der Ausführungsform Fig. 4 ist jeder Reiber f mit einer Klemme K verbunden und
zwischen diese Klemmen sind die Stromkreise r eingeschaltet.
Die dargestellte Maschine hat zwei Pole, aber sie kann mehr als zwei Pole haben und
mit einer beliebigen Gramme- oder Siemens-Wickelung ausgerüstet sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine mit Stromwender ausgestattete Wechselstrommaschine, deren inducirende Pole durch einen Gleichstrom erregt werden, gekennzeichnet durch einen inducirten Ring, der ebenso wie ein Gramme- oder Siemens-Ring mit einer Reihe Abtheilungen bewickelt ist, in deren jede ein äufserer Stromkreis (besonders die Spulen mit Sinuswickelung des durch das Patent Nr. 76814 geschützten Wechselzahl- und Spannungsumwandlers) eingeschaltet ist, wobei die auf dem Stromwender schleifenden Bürsten von verschiedener Polarität kurz oder über einen Widerstand geschlossen sind, so dafs die genannten a'ufseren Stromkreise der Sitz von elektromotorischen Kräften werden, die der Maschine, je nachdem sie als Erzeuger oder als Empfänger benutzt wird, Energie entnehmen oder mittheilen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78833C true DE78833C (de) |
Family
ID=351525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78833D Expired - Lifetime DE78833C (de) | Wechselstrom maschine mit Stromwender, in deren einzelne Ankerspulen Nutzwiderstände geschaltet sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78833C (de) |
-
0
- DE DENDAT78833D patent/DE78833C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE78833C (de) | Wechselstrom maschine mit Stromwender, in deren einzelne Ankerspulen Nutzwiderstände geschaltet sind | |
| DE2240738A1 (de) | Spannungsregler fuer eine gleichstromquelle | |
| DE1765454A1 (de) | Impulsgenerator zur impulsweisen Steuerung elektrischer Schaltungselemente | |
| DE220551C (de) | ||
| DE214062C (de) | ||
| DE183103C (de) | ||
| DE102009045337A1 (de) | Elektrische Schaltung | |
| DE213733C (de) | ||
| DE84649C (de) | ||
| DE117195C (de) | ||
| DE107432C (de) | ||
| DE74462C (de) | Elektromotor für Wechselströme | |
| DE157883C (de) | ||
| DE208341C (de) | ||
| AT46407B (de) | Einrichtung zur Erzeugung eines synchronen Wechselstromes begrenzter Stärke. | |
| DE194055C (de) | ||
| DE223649C (de) | ||
| DE407083C (de) | Anordnung zur funkenfreien Kommutierung bei Kollektormaschinen mit zwei auf einem gemeinsamen Ankerkern liegenden Ankerwicklungen | |
| DE232359C (de) | ||
| DE234140C (de) | ||
| DE410484C (de) | Einrichtung zum Erregen von sich drehenden Magneten oder zum Speisen von sich drehen-den Leitungen mit Gleichstrom ohne Anwendung von Schleifringen und Schleifringbuersten | |
| DE943543C (de) | Wechselstrom-Kollektormaschine | |
| DE397944C (de) | Mehrpolige dynamoelektrische Maschine mit mehreren Buerstengruppen auf dem Stromwender | |
| DE73892C (de) | Schaltungsweise zur Speisung einer Dreileiteranlage durch eine gemeinsame Stromerzeugermaschine | |
| DE571366C (de) | Gleichstromkommutatormaschine mit in beliebigem Abstand voneinander angeordneten primaeren und sekundaeren Buersten |