DE78838C - Neuerung an Stations- und Haltestellenanzeigern - Google Patents

Neuerung an Stations- und Haltestellenanzeigern

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DE78838C
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Germany
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drum
rubber ball
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DENDAT78838D
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O. SCHMIDT, Berlin, Pücklerstr. 4
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D41/00Indicators for reserved seats; Warning or like signs; Devices or arrangements in connection with tickets, e.g. ticket holders; Holders for cargo tickets or the like
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C22/00Measuring distance traversed on the ground by vehicles, persons, animals or other moving solid bodies, e.g. using odometers, using pedometers

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  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche auf pneumatischem Wege die Stationen oder Haltestellen der Pferdebahn, Eisenbahn, eines Dampfschiffes u. s. w. sowohl optisch als auch akustisch anzeigen soll.
Eine Ausführungsform dieser Vorrichtung, welche sich besonders zum Gebrauch für Pferdebahnen und Omnibusse eignet, ist in beiliegender Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 eine Oberansicht der Vorrichtung,
Fig. 4 die Ansicht der Vorrichtung in einem Pferdebahnwagen.
Die Construction und Wirkungsweise der Anzeigevorrichtung ist folgende:
In dem auf der Platte α befestigten Gestell s ist eine Trommel b drehbar gelagert, welche an ihrem Umfange eine der Anzahl der Stationen bezw. Haltestellen entsprechende Menge Schilder c trägt. Diese Schilder sind derartig an der Trommel b befestigt, dafs sie sich um ihre Achse drehen können und für gewöhnlich vertical nach unten hängen. Auf den Seitenflächen der Trommel b sind zwei concentrische Ringe d angebracht, welche Stifte e tragen, deren Anzahl derjenigen der Schilder c entspricht. Gegen die Stifte e liegen federnde Sperrstücke f an, welche auf der Platte α befestigt sind und die Trommel b in'ihrer jeweiligen Stellung sichern.
In der Mitte der Platte α sind zwei Schieber o1 und o2, von denen einer durch den nachstehend beschriebenen Bewegungsmechanismus bei der Drehung der Trommel zurückgezogen wird, so dafs ein Schild c durch die Schieberöffnung nach unten fällt und unterhalb der Platte α sichtbar wird.
Die Bewegung der Trommel geschieht nun folgendermafsen:
Durch Zusammendrücken des Gummiballes g\ welcher gegen die Platte u anliegt, mittelst des Zuges h wird durch die Luftleitung i der in einer Hülse k befindliche Gummiball r aufgeblasen und hierdurch die gegen den Gummiball r anliegende Scheibe / zurückgedreht. Infolge dessen dreht sich der mit der Scheibe I verbundene Hebel m um seinen Befestigungspunkt χ und zieht dadurch den mit ihm gelenkig verbundenen Winkelhebel w zurück. Durch den Arm η des Winkelhebels w wird der in der Mitte der Platte α, befindliche Schieber o1 zurückgezogen, so dafs das gerade über diesem Schieber liegende Schild c nach unten fallen kann. Gleichzeitig wird die Trommel b durch die an dem Hebel m drehbar befestigte Klinke \, welche sich gegen einen der Stifte e legt, um die Entfernung eines Stiftes weiter gedreht. Bei der Drehung des Hebels m bringt dieser mit seinem unteren Ende die beiden Contactfedern y1 und y2 zusammen, so dafs die von einer elektrischen Batterie zu einem Läutewerk führende elektrische Leitung geschlossen wird und mit dem Heraustreten des Schildes c gleichzeitig ein Glockensignal ertönt.
Beim Nachlassen des Zuges auf den Gummiball g1 wird der Mechanismus durch die Federn t\ t2 und i3 wieder in seine frühere Lage zurückgebracht. Die Klinke ^ dreht sich beim Rückgange des Hebels m in seine frühere Lage um ihren Befestigungspunkt und legt sich

Claims (1)

  1. hinter den nächsten Stift e, so dafs sie bei der wiederum erfolgenden Drehung des Hebels m die Drehung der Trommel bewirken kann. Die auf der Platte α befestigten Klinken ν dienen dazu, die Schilder c umzulegen und zum Durchtritt durch die Schieber-Öffnung in der Platte α vorzubereiten.
    Soll der Apparat bei der Rückfahrt benutzt werden, die Drehung der Trommel b also im entgegengesetzten Sinne erfolgen, so geschieht dies von dem Gummiball g2 aus, welcher einen an der entgegengesetzten Seite der Trommel b angeordneten, der vorstehend beschriebenen Vorrichtung vollkommen entsprechenden Mechanismus in Thätigkeit setzt. Der Vorgang beim Zusammenpressen des Gummiballes g2 ist genau derselbe, nur dafs jetzt eine entgegengesetzte Drehung der Trommel bewirkt und der Schieber d2 zurückgezogen wird. Der Gummiball g2 kann in derselben Weise zusammengeprefst werden wie der Gummiball g1, oder aber mittelst eines Druckknopfes p, wie in Fig. 4 angedeutet ist.
    Der vorstehend beschriebene Apparat wird, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, zweckmäfsig in dem mittleren Oberlichtraum des Wagens angebracht, so dafs das herausfallende Schild c von jedem der Passagiere bequem gelesen werden kann. Die aus den beiden Gummibällen gl und g2 bestehende pneumatische Vorrichtung braucht nicht mit der Anzeigetrommel b direct verbunden zu sein, sondern kann natürlich auch am Ende des Wagens an geeigneter' Stelle angebracht werden. Von der pneumatischen Vorrichtung führen zu den Perrons des Wagens Leisten oder Riemen h, welche an dem gegen den Gummiball gl anliegenden Arm q befestigt sind, so dafs der Gummiball g1 vom Perron aus zusammengeprefst und dadurch der mit ihm in Verbindung stehende Bewegungsmechanismus' in Thätigkeit gesetzt werden kann. Dies geschieht seitens des Conducteurs, wenn der Wagen an einer Haltestelle angelangt ist.
    Der in beiliegender Zeichnung dargestellte Apparat ist für 40 Stationen eingerichtet, und zwar sind die Schilder für die einzelnen Stationen mit verschiedenen Nummern bezeichnet. Selbstverständlich kann der Apparat je nach der Länge der zu durchfahrenden Strecke für mehr oder weniger Stationen eingerichtet werden.
    Die Vorrichtung zeigt sowohl bei der Hinais auch bei der Rückfahrt die Stationen bezw. Haltestellen an, ohne dafs eine Aenderung des Mechanismus vorgenommen zu werden braucht.
    Die Anzeigevorrichtung eignet sich deshalb vorzüglich für Pferdebahnwagen und Omnibusse, weil das mit dem Ausrufen der Haltestellen verbundene Oeffnen der Thür beim Gebrauch dieser Vorrichtung gänzlich in Wegfall kommt und die Passagiere den unangenehmen Einwirkungen der Zugluft nicht ausgesetzt werden.
    Paτεnt-A NSPrüch:
    An Stations- und Haltestellenanzeigern, bei welchen die einzelnen Anzeigeschilder nach unten beiderseitig sichtbar hervortreten, in der die Vorrichtung nach unten abschliefsenden Platte die Anordnung zweier federnder, sich nach entgegengesetzter Richtung bewegender Schieber, deren einer je nach der Fahrrichtung ■so zurückgezogen wird, dafs ein Schild nach unten durchtritt, worauf die Durchtrittsöffnung durch selbstthätige Rückbewegung des Schiebers wieder geschlossen-wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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