DE801178C - Verfahren zur Herstellung schmelzbarer und saeurefaellbarer Ligninharze aus Sulfitcelluloseablaugen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schmelzbarer und saeurefaellbarer Ligninharze aus Sulfitcelluloseablaugen

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DE801178C
DE801178C DE1949P0036595 DEP0036595D DE801178C DE 801178 C DE801178 C DE 801178C DE 1949P0036595 DE1949P0036595 DE 1949P0036595 DE P0036595 D DEP0036595 D DE P0036595D DE 801178 C DE801178 C DE 801178C
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Germany
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acid
parts
fusible
sulphite
production
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DE1949P0036595
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English (en)
Inventor
August-Wilhelm Dr Phil Na Sohn
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Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Original Assignee
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H6/00Macromolecular compounds derived from lignin, e.g. tannins, humic acids

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung schmelzbarer und säurefällbarer Ligninharze aus Sulfitcelluloseablaugen
    Die Erfindung betrifft ein `'erfahren zur Her-
    stellung schmelzbarer lind s;iuref:illl>arer Ligninharze
    aus SulfitcellulosenliI;iuge. Zur Herstellung von als
    Klebstoff, Füllkörper, Appreturinittel usw. verwert-
    barer Massen aus Sulfitablauge wurde in der Patent-
    schrift 334 Rio der Vorschlag gemacht, Sulfitablauge
    mit organischen Basen, z. B. Anilin, Aldehyden, z. B.
    Formaldehyd, und Säure, z. B. Schwefelsäure, gleich-
    zeitig zii behandeln. 1,-,in weiteres Verfahren nach der
    Patentschrift .f,9ct Zoo beruht darauf, claß man auf die
    in der Lange enthaltenen I_igiiinsiilfos;iuren einerseits
    Plienole der Benziilreihe, aromatische Amiiie oder
    Harnstoff und ;indererscits Aldehyde hei Gegenwart
    oder Abwesenheit von 1@<,ndeiisatioiisiuitteln ein-
    wirken ließ.
    Da eine Ausf;illung finit Salzs;iiii-e und Chlornatrium
    erfolgt, gestalteten sich die bekannten Verfahren
    etwas umständlich, und es wurden bei der einstufigen
    Behandlung finit aromatischen Aminen (Anilin) und
    Aldehyd (Formaldehyd) infolge einer Reaktion der
    zugegebenen Kondensationsmittel unter sich keine
    einheitlichen Produkte mit größerer Teilchengröße
    erhalten.
    Die Erfindung besteht nun darin, daß die Lignin-
    bestandteile von roher, ungereinigter, vergorener oder
    unvergorener Sulfitahlauge zunächst mit kondensie-
    renden Mitteln vorbehandelt werden und sich hieran
    erst eine gesonderte Behandlung mit aromatischen
    Aminoverbindungen od. dgl., wie z. B. Harnstoff,
    löslichem Eiweiß usw., anschließt.
    Mit einem kondensierenden :Mittel, z. B. Form-
    aldehyd, wird die I-igninsulfosäure zu einem höher-
    molekularen Komplex vorkondensiert, was in einer
    Erhöhung der Viskosität der Lösung zum Ausdruck
    kommt. Als kondensierende Mittel kommen z. B. auch Phenol und Formaldehyd oder Furfurol in Betracht. Die Vorkondensation kann sauer, neutral oder alkalisch durchgeführt werden. In der zweiten Behandlungsstufe läßt man erst auf die vorkondensierte Ligninsulfosäure aromatische Aminoverbindungen, z. B. Anilin, einwirken. Hieraus ergibt sich, daß das Endprodukt einheitlich und mit größerer Teilchengröße anfällt, d. h. sich eine bedeutend größere Viskosität der Lösung ergibt. Außerdem ist die Fällbarkeit mit Säuren günstiger als bei den bekannten Verfahren. Wesentlich für das Verfahren ist, daß die Vorkondensation nur so weit getrieben wird, daß keine unlöslichen Anteile oder Ausfällungen auftreten. Beispiel i Zu vergorener Fichtenholzsulfitablauge, gegebenenfalls unter Mitverwendung von Buchenholzablauge, wird gasförmiges oder flüssiges Ammoniak in solcher :Menge zugegeben, bis die Ablauge gegen Lackmus nicht mehr sauer reagiert, wonach bis auf 3o0/0 Be eingedampft wird. Hierauf wird ein Gemisch aus äquivalenten Mengen Oxalsäure und Schwefelsäure von 6o0/0 8e, die mit der gleichen Menge Wasser verdünnt ist, eingerührt, so daß keine wesentlichen Kalkmengen ungefällt bleiben. Die in der Lösung verbleibende reine Ligninsulfosäure wird von der Kalkfällung abgezogen. 12 Teile einer solchen konzentrierten Ligninsulfosäurelösung, die 5 Teile Trockensubstanz enthält, werden mit 0,3 Teilen Schwefelsäure und i Teil 250/0igem Formaldehyd versetzt und 2 Stunden bei ioo bis 1o5° gerührt. Dann werden =langsam 2 Teile Anilin zugegeben und nochmals i Stunde zum Sieden erhitzt. Anschließend wird das Wasser bis auf einen Gehalt, von '15 bis 20°/0 entfernt. Dieses Ligninkondensat schmilzt bei 8o bis 85°. Beispiel 2 io Teile eingedickte rohe Fichtensulfitablauge von 22,501`0 Be werden mit einer Mischung aus o,6 Teilen 5o0/0iger Natronlauge und i Teil 250/0igem Formaldehyd i Stunde auf ioo° erhitzt. Dann werden 2 Teile Anilin zugegeben und nochmals i Stunde auf too bis iio° erhitzt. Danach wird das entstandene Harz bis auf 3o0/0 Wassergehalt konzentriert. Das Kondensat schmilzt unter ioo" und ist aus alkalischer Lösung mit Säuren fällbar. erhitzt. Sodann werden 1,3 Teile Anilinchlorhydrat, in Wasser gelöst, zugegeben und nochmals i Stunde erhitzt. Durch Zusatz von Salzsäure und Chlornatriumlösung wird das Kondensationsprodukt ausgefällt. Das erhaltene Kondensat ist in Ammoniak löslich und ergibt eine Viskositätszahl von 144.
  • Das mit gleichen Mengenverhältnissen aber nach Patent 459 700 in einer Stufe hergestellte Produkt ergibt, zu gleicher Konzentration in Ammoniak gelöst, nur eine Viskositätszahl von 8o. Beispiel 4 27 Teile von Kalk befreite pulverförmige Ligninsulfosäure werden mit einer Lösung aus 3,7 Teilen Wasser, 1,5 Teilen konzentrierter Schwefelsäure und 5 Teilen 250/0igem Formaldehyd 45 Minuten bei ioo" geknetet. Dann werden langsam innerhalb von 15 Minuten io Teile Anilin zugegeben und eine weitere Stunde bei gleicher Temperatur geknetet. Es resultiert eine harzige Masse in einer Ausbeute von 47,2 Teilen und einem Wassergehalt von 2o0/0. Beispiel 5 Kondensation nach Beispiel i mit folgenden Mengenverhältnissen 1. Stufe 12 Teile Ablauge von 25 Be, 2 Teile Formaldehyd 250/0 0,5 Teile Phenol; 2. Stufe i Teil Anilin.
  • Das Produkt ist hellbraun, erweicht bei 7o" und ist aus alkalischer Lösung mit Säuren fällbar.
  • i Beispiel 6 Kondensation nach Beispiel i mit folgenden Mengenverhältnissen i. Stufe 12 Teile vergorene Ablauge nach Beispiel i, 0,3 Teile konzentrierte Schwefelsäure, i Teil 250/0iges Formaldehyd; 2. Stufe 2 Teile Harnstoff.
  • Das Produkt schmilzt bei 6o° und ist säurefällbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Beispiel 3 15 Teile eingedampfte rohe Buchensulfitablauge von 28" Bc werden mit i Teil Formaldehyd (300;70) 2 Stunden Verfahren zur Herstellung schmelzbarer und säurefällbarer Ligninharze aus Sulfitcelluloseablaugen in Verbindung mit aromatischen Aminen, Harnstoff, löslichen EiweiCi"verbindungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Ligninbestandteile der Sulfitablauge mit kondensierenden :Mitteln vorbehandelt werden und sich hieran eine gesonderte Behandlung mit den aromatischen Arninoverbindungen oder ähnlich wirkenden Verbindungen anschließt.
DE1949P0036595 1949-03-13 1949-03-13 Verfahren zur Herstellung schmelzbarer und saeurefaellbarer Ligninharze aus Sulfitcelluloseablaugen Expired DE801178C (de)

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