DE801562C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Steine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher SteineInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung künstlicher Steine Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zur Herstellung künstlicher Steine, wie solche für Bauzwecke verwendet werden. Dieselben werden bekanntlich aus einer Beton- oder einer ähnlichen Masse, wie Bims, Schlacke usw., in Mischung mit Zement oder einem ähnlichen Bindemittel hergestellt.
- Das Neue besteht darin, daß der die Form füllende Behälter schüttelnd (vibrierend) die Form füllt, ferner in dem Verfahren und einer Einrichtung zur Entnahme der Steine aus einer ruhenden Form statt des bisher üblichen Abziehens der beweglichen Form von den ruhenden Steinen. Das Neue wird ferner in dem Verfahren und der Einrichtung einer ein- und ausfahrbaren Vibrierplatte oder einesVibriertisches gesehen, wobei diesePlatte oder dieser Tisch gleichzeitig als Preßplatte oder -tisch dient. Gemäß der neuen Ausführung erreicht man durch das vibrierende Füllen ein schnelleres und leichteres Füllen der Form. Die Steinvorproduktmasse rutscht nicht allein schneller nach, sondern fällt infolge ihres Eigengewichtes und insbesondere durch die gleichzeitige Vibration auch besser und zuverlässiger in eine etwas profilierte Gestaltung der Form bei gleichzeitiger Vorpressung der Steine.
- Die verbesserte Formfüllung mit gleichzeitiger Vorpressung der Steine nach dem Schüttelverfahren, und zwar ohne Schlag- oder Fallwirkung, ist von wesentlicher Bedeutung. Eine Entnahme der Steine aus der ruhenden Form hat den Vorteil, daß die bisher vielfach vorkommenden Beschädigungen der frischen Formlinge durch Ausheben der Form aus den Steinen gänzlich vermieden werden. Die stündliche Produktion wird beim Gebrauch der neuen Maschine wesentlich erhöht.
- Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
- Fig. z zeigt eine Seitenansicht der -Maschine, und zwar das Füllen der Form bei gleichzeitiger Vibration des Füllkastens.
- Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Maschine mit aus.@t°fahrenem @ibrationstisch und dem aus ruhen-Ilerl,tIrt7i nach unten abgesenkten fertigen F(@rrnling.
- 1)rr Einbau der einzelnen Maschineneletneilte erfolgt zwischen zwei allgemein bekannten seitlich('n Standern I mit (1t'171 in Ausführung und Wirkung bekannten sog. Fallbär 2, dessen Segelente 3 der Forrii der Steit1forrnöfinungen entsprechen. Unter einem bekannten 1# ülltrichter 4 ist der Füll-3, auf Rollen fahrbar, eingebaut. Zwei seitlich des 1'üllkastens 5 auf einer t'1 elle 6 aufgekeilte "Zahnräder 7 mit Treibstockverzahnung greifen in seitlich (ges Füllkastens angebrachte, aus runden l',olzen gebildete Zahnstangen B. Durch eine Kurlrel c) Nverden Welle 6 und Füllkasten S betätigt.
- 1)ie Forin io ist in -zwei seitlichen Säule;l 11 gelagert. Mittels eitles Gestänges 12 illit Rolle 13 kann die hornl io durch Senken des Hebels 14 Tiber Welle 1 5 und Kurve 16 leicht gehoben und gesenkt werden. Bei weiterer Senkung des Hebels 14 wird (furch ein Anschlagsegment 17 ein auf der Welle i 5 h,sv gelagerter Hebel 18 mitgenommen und fährt Gien \'ibrationstisch nach hinten (Fig.2).
- Der \'ilirationstiscli 19 ]tat Rollen und ist fahrbar und trägt den Motor 2o zum Antrieb des \ ibrators, wie bekannt.
- Zur Aufnahme und zum Absenken der fertigen l#'ortlilinge ist seitlich an den Ständern i je ein 11"iiil<eleisen 21 mit je zwei Fiihrtiligsstangen 22 in (gen Buchsen 23 geführt, eingebaut und mit Hebel 24 verbunden. Durch leichtes \achuntendriicken des Ilcliels 24 wird das Auflagebrett 25 finit (gen daraufliegenden Formlingen 26 nach unten gesenkt. Der Hakeil 27 dient zum Halten des Hebels 28, der (las Hochhalten des Fallbärs 2 in Ruhestellung bewirkt.
- Die \1'irkuiigsweise der Maschine ist folgende: Nach Füllung des fahrbaren Füllkastens 5 fährt inan ihn durch Linksdrehen der Kurbel 9 über die Forin i o. Nunmehr findet die Entleerung des Fiillkastetis 5 statt, der auf der Form i o lagert.
- Da der durch den Motor 2o betriebene Vibrator in Tätigkeit ist, findet das Entleeren des Füllkastens 5 und das Füllen der Form io vibrierend statt.
- Sobald die Form io gefüllt ist, wird der Füllkaten 5 -zurückgefahren, und der Fallbär 2 mit seillt"t Segtnerlten 3 wird durch Hebel 28 auf die gefüllte Form io gelassen. Die Form io ist in dieseln "Zustande von allen Seiten geschlossen, und der Formling vibriert sich fest. Sobald der Formling 26 seine nötige Dichte hat, die sich an seiner Höhe erkennen läßt, wird (furch <las Nachuntendrücken des Hehels 14 die Forte io zunächst um rund 30 inin :,ehliben, wobei der Formling 26, durch das Gewicht <lcs liiirs 2 belastet, in seiner Lage auf dein Unterl<<t;brett 25 liegenbleibt. Durch weiteres Durchdrücken des Hebels 14 wird der Vibrationstisch ii4t- Welle 15, Anschlagsegment 17 und Hebel 18 stach hinten gefahren (Fig. 2).
- Infolge der Belastung des Bärs 2 sowie des Eigengewichtes (ges Formlings 26 gleitet, unterstützt durch Betätigen des Hebels 24, der Formling 20 langsam aus der Forte io nach unten. Jetzt kann das Unterlagbrett mitsamt den Formlingen 26 zum Abbinden und Trocknen abgetragen werden. Hebel 24 schwingt (furch Gegetlgew-iclit 29 in seine Ausgangsstellung zurück. Ein neues Unterlagbrett 25 wird von hinten auf den ausgefahrenen Vibrationstisch i9 gelegt. Durch hochlieben des Hebels 14 werden der Vibrationstisch ig Lind die Form 10 wieder in Arbeitsstellung gebracht.
Claims (6)
- PATENTANSPItVCIIE: i. Verfahren zur Herstellung voll Kunststeinen und Platten, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entnahme des Formlings nach erfolgter Verfestigung die ruhende Form bei Belastung des Formlings Litt' etwa 30 nun angehoben bzw. gelüftet wird und der auf eineng Auflagebrett liegende Formling nach unten aus der ruhenden Forte zur Abnahme und Aufstapelung abgesenkt w i rd.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, datl der die Form füllende Behälter beim Füllen mit der Form in Vibration versetzt wird.
- 3. `"orrichtung zur :\usfiihrung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine ein- und ausfahrbare Vibrationsplatte, die gleichzeitig als Preßplatte oder -tisch dient.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3 zur Ausführung des N'erfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hebel (14) vorgesehen ist, der beim herabdrücken zunächst die Form um etwa 3o min anheben bzw. lüften kann und beim weiteren Herabdrücken einen uni die Welle (15) (ges Hebels (14) drehbaren Hebel (18) Tiber ein :Anschlagsegment (17) mitnimmt, der den Vibrationstisch nach hinten führt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hebel (24) im mittelbaren 7usainmenhang, z.13. unter Zwischenschaltung eines Gelenkes, mit dem Unterlagebrett (25) angeordnet ist, der das Absenken des Formlings (26) aus der Forte bei Belastung <furch den Fallbär (2) steuert.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß all dein Hebel (24) ein Gegengewicht( 29) angeordnet ist, um den Hebel in seine Ausgangsstellung zuriickzuschwenken. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme und Absenkung der fertigen Formlinge in Büchsen (23) geführte Führungsstangen (22) eingebaut sind, die mit dem Hebel (24) verbunden sind, um das Auflagebrett (25) mit den daraufliegenden Formlingen (26) nach unten zu senken.
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