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Rucksack
| Die Erfindung bezieht sich auf einen Rucksack |
| mit an seiner Rückwand angebrachtem oder ein- |
| gebautem dreieckigem, federndem Traggestell und |
| die Gestellecken verbindenden, freiliegenden Ab- |
| stützgurteii. Durch eine solche Ausgestaltung des |
| Rucksackes wird der !weck verfolgt, einerseits |
| ein rückenfreies :abstützen des Rucksackes zu er- |
| reichen und andererseits ein gedämpftes Abfedern |
| der insbesondere beim Skifahren (beim Schwingen) |
| auftretenden Seitenschwingungen des Rucksackes |
| zu gewährleisten. Während die erste Bedingung |
| durch die bekannten Ausgestaltungen iin wesent- |
| lichen erfüllt ist, konnte die zweite Wirkung nur |
| in unvollkommener Weise erreicht werden. Außer- |
| dem macht sich bei den bekannten Ausgestaltungen |
| ein Übelstand sehr störend bemerkbar, welcher |
| darin liegt, daß sich die am Körper anliegenden |
| Abstiitzgurte dort unter Bildung von ausgeprägten |
| Druckstellen unangenehm spürbar machen, wo |
| durch die Körperform bestimmte Teile des Kör- |
| pers sich herauswölben. Es sind dies bei den von |
| oben nach unten verlaufenden Gurten die Schulter- |
| blätter und beim horizontalen, die unteren Ecken |
| des Gestelles verbindenden Quergurt, der außer- |
| dem die Hauptlast zu tragen hat, das Kreuzbein |
| bzw. die Wirbelsäule. |
| Die Erfindung vermeidet nun die vorerwähnten |
| Nachteile dadurch, daß gemäß ihrem wesentlichen |
| Kennzeichen die Abstützgurte ganz oder teilweise |
| aus leicht dehnbarem Material, vorzugs-,veise |
| Gummi, hochelastischem Kunststoff o. dgl., be- |
| stehen und das Traggestell selbst aus leicht bieg- |
| baren Stalilbäiiderii hergestellt ist. |
| Eine «eitere Verbesserung kann erfindungs- |
| gemäß noch dadurch erreicht werden, daß man den |
| Abstü tzgurten durch entsprechende Wahl ihrer |
Dimensionen, insbesondere ihrer Breite, oder des Ilerstellungsmaterials
verschiedene Dehnbarkeit gibt. So können bei einer bevorzugten Ausführungsforti
die beiden über die Schulterblätter des Trägers laufenden Abstützgurte eine gr<:ißere
Dehnbarkeit besitzen als der untere, die I:lauptlast tragende Quergurt.
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Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird eine völlige Abfederung
der Rucksacklast erzielt. Während bisher die Federung im wesentlichen allein von
der Rucksackrückwand ausgeht, wird durch die Erfindung eine doppelseitige Federung
von hoher Elastizität erzielt. Dadurch wird beim Skifahren der Eigenschwung des
Rucksackes, der von jedem Skifahrer als unangenehme Begleiterscheinung des Fahrens
mit Rucksack empfunden wird und eine Sch"vungberechnung unmöglich macht, ausgeschaltet.
Es geht dies so weit, daß mit der erfindungsgemäßen Anordnung die Haltehilfen, wie
Leibriemen usw., in Fortfall kommen können, cla durch die Ausfederung des Rucksackes
seine Lage auch bei schärfster Wendung unverändert bleibt.
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Durch die hohe Dehnbarkeit der Abstützgurte selbst wird diesen, im
Gegensatz zu den bisher verwendeten Gurten aus Webstoffen, die Möglichkeit gegeben,
sich ohne Bildung von unangenehmen Druckstellen gut an die Körperforti anzupassen,
so daß der Druck des Rucksackgewichtes gleichmäßig auf alle Körperstellen verteilt
ist.
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Es ist zwar vorgeschlagen worden, zur Vermeidung von Druckstellen
Luftkissen zur Abstützung zu verwenden. Abgesehen davon, daß dies kaum praktisch
durchführbar erscheint, kann das ausgleichende Spiel zwischen dem federnden Dreieck
und den dehnbaren Abstützgurten, das über die gesamte Fläche der Gurte wirksam ist,
damit nicht erreicht werden. Zum anderen besteht der Nachteil, daß ein solches Luftkissen
mit einer ziemlich großen, geschlossenen Fläche am Körper aufliegen muß, womit automatisch
die ursprünglich bei allen Traggestellrucksäcken angestrebte Belüftung des Körpers
nahezu gänzlich aufgehoben wird.
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Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigt Fig. i die Rückansicht eines Rucksackes mit eingebautem Traggestell,
Fig. 2 eine Seitenansicht hierzu, Fig. 3 das Anliegen des Quergurtes am Körper in
Gegenüberstellung zur Abstützung bei bekannten Traggestellen, Fig.4 eine abgeänderte
Ausführungsform des Traggestelles, Fig.5 in schaubildlicher Ansicht eine besondere
Ausgestaltung der Abstiitzgurte und Fig.6 einen Längsschnitt nach der Linie V-V
der Fig. 4.
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Gemäß den Fig. i und 2 besteht das eigentliche Traggestell im wesentlichen
aus drei an der Rückwand i des Rucksackes 2 angebrachten oder in die Rückwand eingebauten
(eingenähten) leicht biegbaren Stahlbändern 3, 4, 5, die an ihren Enden zu einem
Dreieck verbunden sind. An den Ecken sind, z. B. mittels Ösen 6 o. dgl., die freiliegenden
Abstützgurte 7, 8, 9 angeschlossen, die erfindungsgemäß ganz oder teilweise aus
leicht dehnbarem Material, vorzugsweise Gummi, hochelastischem Kunststoff o. dgl.,
bestehen. Die Abstützgurte können dabei entweder, wie Fig. i zeigt, in einem Stück
durch die Ösen 6 laufen oder gemäß Fig. 4 aus gesonderten Gurtteilen bestehen.
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Es erweist sich als vorteilhaft, den Abstützgurten verschiedene Dehnbarkeit
zu geben, und zwar den über die Schulterblätter laufenden Gurten 7, 8 größere Dehnbarkeit
als dem unteren horizontalen, die Hauptlast tragenden Quergurt 9. Diese abgestufte
Dehnbarkeit wird entweder durch entsprechende Wahl des Gurtmaterials oder, wie Fig.4
erkennen läßt, durch verschiedene Breitenabinessung der Gurte erreicht. Im letztgenanten
Falle erhalten die Gurte 7, 8 geringere Breite als der Quergurt 9.
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Man ersieht aus den Fig. 2 und 3, wie durch die leichte Dehnbarkeit
der Abstützgurte ein gutes Anschmiegen der Gurte an den Körper erzielt ist. Besonders
Fig.3 läßt deutlich erkennen, daß gegenüber den bekannten Traggestellen (strichpunktiert
eingezeichnet) mit einzelnen ausgeprägten Druckstellen A eine durch das Anschmiegen
des dehnbaren Quergurtes 9 am Körper gegebene gleichmäßige Lastverteilung auf große
Längen des Gurtes (siehe die eingezeichneten kleinen Pfeile p) erzielt ist. Für
die Elastizität der Abstützung wirkt die Dehnbarkeit der Gurte mit der großen Biegbarkeit
der Stahlbänder zusammen. Dadurch ergibt sich auch die eingangs erwähnte gedämpfte
Abfederung der Seitenschwingungen des Rucksackes.
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Die durch das Freiliegen des Rucksackes erzielte gute Körperbelüftung
kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung noch dadurch begünstigt werden,
daß man die Abstützgurte nicht mit ihrer vollen Fläche am Körper aufliegen läßt,
sondern an der Anliegefläche der Gurte voneinander distanzierte Abstützrippen vorsieht.
Die Fig.4 und 5 zeigen ein Beispiel hierfür. Es sind dort drei langlaufende, gewellte
Rippen io angeordnet, `wobei die zwischen den Rippen gebildeten Langkanäle durch
Löcher i i mit der Außenluft in Verbindung gebracht sind. Es versteht sich von selbst,
daß den Rippen auch ein anderer Verlauf gegeben werden könnte, z. B. quer zur Gurtlängsrichtung,
wobei u. U. auch die Löcher r i entfallen können.