DE80170C - Ankerhemmung mit frei schwingendem Pendel. - Google Patents

Ankerhemmung mit frei schwingendem Pendel.

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DE80170C
DE80170C DE189480170D DE80170DA DE80170C DE 80170 C DE80170 C DE 80170C DE 189480170 D DE189480170 D DE 189480170D DE 80170D A DE80170D A DE 80170DA DE 80170 C DE80170 C DE 80170C
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Germany
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pendulum
anchor
lever
freely swinging
lever escapement
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DE189480170D
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SOC ANOM POU L'EXPL DE BR DARDENNE
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    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B5/00Automatic winding up
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83: Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Juli 1894 ab.
Die Fig. 1 bis 3 der Zeichnung stellen die Ankerhemmung in vergröfsertem Mafsstabe in drei verschiedenen Lagen dar, und zwar ist in Fig. ι und. 2 das Steigrad gehemmt, während es in Fig. 3 sich gerade in Bewegung befindet, wobei das Pendel eine Mittellage zwischen den in Fig. 1 und 2 gezeigten beiden Endlagen einnimmt. Die Fig. 4 und 5 zeigen das ganze Werk in etwas verkleinertem Mafsstabe.
B bezeichnet den Anker, welcher in diesem Falle nicht oberhalb des Steigrades, sondern seitlich von demselben angeordnet ist. Vom Drehungspunkt des Ankers B erstreckt sich ein Hebelarm L in die Nähe der Achse des Steigrades R. Dieser Hebel ist an seinem freien Ende mit Gewinde versehen und trägt hier ein Gegengewicht C, welches einstellbar ist und stets derart eingestellt wird, dafs es, sofern keine anderen Kräfte einwirken, den oberen Sperrzahn b des Ankers in das Steigrad hineinzieht, dieses also hemmt. Aufserdem geht vom Anker B der Ankerhebel B1 aus, und zwar in verticaler oder mehr oder minder von der Verticalen abweichenden Richtung, jedoch stets in solcher Anordnung, dafs seitens des Ankerhebels ein Herausheben des Ankerzahnes b aus dem Steigrad nicht stattfinden kann.
Der Ankerhebel B1 nimmt die Stelle des früheren gabelförmigen, mit dem Pendel direct gekuppelten Ankerhebels ein. Auch hier ist eine Kuppelung vorhanden, jedoch nicht, wie früher, eine unveränderliche und dauernde, sondern eine einstellbare und nur zeitweise wirkende, derart, dafs von diesen beiden Organen B1 und P das eine nicht stets vom anderen beeinfiufst wird, sondern auf jeden Impuls seitens des einen Organes zunächst eine Ruhepause und dann ein Impuls seitens des anderen Organes erfolgt. Es kann also das Pendel für eine gewisse Zeit gänzlich unabhängig von dem Ankerhebel schwingen. Die Verbindung zwischen dem Ankerhebel und dem Pendel wird durch eine elastische Schnur M bewirkt, welche an dem Ankerhebel mittelst einer drehbaren Rolle K befestigt ist, derart, dafs durch Drehung der Rolle die Länge der Schnur geändert und somit das Hebelsystem eingestellt werden kann.
Wenn einmal die richtige Einstellung herbeigeführt ist, so wird das später vielleicht nothwendig werdende Reguliren der Uhr nur noch durch Einstellen des Gewichtes C auf dem Hebel L bewirkt, und zwar wird hierbei eine viel gröfsere Genauigkeit erzielt, wie dies durch Einstellung der Linse am Pendel selbst erreicht werden kann. Es ist . also nicht mehr einzig und allein die Pendellänge mafsgebend, wie es sonst bei Pendeluhren der Fall ist, sondern man kann die Geschwindigkeit des Werkes mit Hülfe des Gegengewichtes C ganz genau reguliren, und zwar derart, dafs dadurch die Dauer des theilweis unabhängigen Schwingens des Pendels verlängert oder verkürzt wird, bezw. ein Gleiches auch mit der Einwirkung des Ankers auf das Steigrad geschieht.
Wenn das Pendel seine Schwingung nach rechts (Fig. 2) beendet hat, so liegt der untere Sperrzahn b1 des Ankers in gehöriger Weise zwischen zwei Zähnen des .Steigrades R. Das Pendel beginnt jetzt nach links zu schwingen, wobei gleichzeitig durch die Kraftquelle (Feder oder Gewicht) in bekannter Weise ein neuer Impuls ertheilt wird. Dieser Impuls wird von dem Ankerhebel -B1 auf das Pendel mittelst der elastischen Schnur M übertragen , so dafs also während dieser Zeit beide Organe gekuppelt' sind. Dieser Zustand hält so lange an, bis der obere Zahn b des Ankers in das Steigrad eingetreten ist. Von da an schwingt das Pendel allein weiter nach links, nunmehr also völlig unabhängig vom Anker. Beim Zurückschwingen des Pendels nach rechts tritt dann wieder für gewisse Zeit die Kuppelung zwischen beiden Theilen ein, indem nunmehr der Ankerhebel vom Pendel mitgenommen wird, wobei zunächst das Steigrad um einen Zahn weiter schreitet und dann wieder durch Eintreten des Sperrzahnes bx die Hemmung herbeigeführt wird. Bei einmaligem Hin- und Herschwingen des Pendels geht das Steigrad demzufolge um zwei Zähne weiter, natürlich in zwei Absätzen. Die verschiedenen ersten Absätze sowie die verschiedenen zweiten Absätze mögen ungleichmäfsig sein; zwei zusammengehörige Absätze bilden jedoch stets ein und dieselbe Gröfse, welche den event. Unregelmäfsigkeiten der Schwingungen des Pendels nicht unterworfen ist, sondern nur von der Einstellung des Gewichtes C einerseits und der Schnur M andererseits abhängt. Diese Einstellung erfolgt natürlich beim Ingangsetzen bezw. beim Reguliren der Uhr.
Die durch die vorbeschriebene Einrichtung erzielte Genauigkeit kann man noch dadurch vergröfsern, dafs man mit dem eigentlichen Uhrwerk ein selbstthätig wirkendes Aufziehwerk verbindet, für welches man zweckmäfsig eine Luftturbine verwendet. In Fig. 4 ist ein Beispiel einer solchen Anordnung dargestellt. Mittelst dieser Luftturbine, welche man sowohl von einem entsprechend angelegten Luftzugrohr aus durch Zug, wie auch event, durch Druckluft betreiben kann, wird entweder eine stets gleiche Spannung der Feder oder eine stets gleiche Höhe des Gewichtes bewirkt, so dafs diese Theile auch stets mit derselben Stärke wirken müssen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Ankerhemmung für Pendeluhren, dadurch gekennzeichnet, dafs der seitlich vom Steigrade R angeordnete Anker BB1 mit dem Pendel P durch eine elastische Schnur M verbunden ist, damit das Steigrad auch bei unregelmäfsigen Schwingungen des Pendels stets für den gleichen Zeitraum gehemmt werde.
2. Eine Ankerhemmung der unter 1. gekennzeichneten Art, bei der das Einfallen des oberen Ankerzähnes in das Steigrad durch
. das verstellbare Ausgleichgewicht c bewirkt bezw. begünstigt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189480170D 1894-07-16 1894-07-17 Ankerhemmung mit frei schwingendem Pendel. Expired DE80170C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH8696T 1894-07-16
DE80170T 1894-07-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE80170C true DE80170C (de) 1895-04-01

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ID=40940237

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE189480170D Expired DE80170C (de) 1894-07-16 1894-07-17 Ankerhemmung mit frei schwingendem Pendel.

Country Status (2)

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CH (1) CH8696A (de)
DE (1) DE80170C (de)

Also Published As

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CH8696A (fr) 1894-12-31

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