DE801794C - Tabakpfeife - Google Patents
TabakpfeifeInfo
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Description
- Tabakpfeife
Bei einer Pfeife wird durch das Abbrennen des Tabaks der Pfeifenkopf stark erhitzt. 13ei kurzen Pfeifen «-ird dadurch (las Halten derselben mit der Hand erschwert. Zur heseitigung dieses Nachteils ist schon vorgeschlagen «-orden, in den Pfeifen- kopf einen besonderen einzusetzen, der seinerseits den Tabal; aufnimmt tind der an seinem oberen Rand (licht schließend mit dein Pfeifen- kopf verbunden ist. Dieser Einsatzbehälter wurde z. B. aus Ton gefertigt. Ton ist ein schlechter Wärmeleiter. Da außerdem der tabakfassende Be- hälter auf seinem unteren Teil durch den Rauch- raum von dein eigentlichen Pfeifenkopf getrennt ist, wird eine unzulässig holte Temperatur des letzteren vermieden. l:iit weiterer Nachteil der bis- her bekannten Pfeifenmodelle haftet aber auch dieser Pfeife finit Toneinsatz an. Brennen die oberen Behälter aus Metall, vorzugsweise aus Aluminiumblech, besteht. Infolge der Wärmeleitfähigkeit des 'Metalls wird gleich beim Anbrennen des Tabaks der Behälter auf seiner ganzen Ausdehnung stark erwärmt. Dadurch wird der in dem unteren Teil des Behälters befindliche Tabak gleichsam von außen geheizt. Infolgedessen werden die in dem durchstreichenden Rauch enthaltenen Teere und Wasserdämpfe nicht kondensiert.,#cliicictcic des Tabaks ab, so ist der Tabakvorrat in dem unteren Teil des Behälters verhältnismäßig kühl. Da der al)gesaugte Rauch auch diesen Tabak- vorrat durchstreicht, schlagen sich dort l,'-on(lensate von Wasser, Teeren u. dgl. nieder. Die Folge davon ist, daß eine restlose Verbrennung des Tabaks im allgemeinen nicht erreicht wird. Die am Bollen des Behälters liegenden Tabakteilchen sind durch (las Kondensat teilweise miteinander verkittet und so durchfeuchtet. daß (las Feuer vorzeitig erlischt. Gegenstand der Erfindung ist eine kurze Tabak- pfeife, bei der ebenfalls eine unzulässige Erwä r- inung des Pfeifenkopfes verhindert wird, bei der aber darüber hinaus auch der Niederschlag der Kondensate ciinerlcalb des eingefüllten Tabaks ver- mieden wird. Das Neue besteht dabei darin, daß cler iii den Pfeifenkopf eingesetzte tabakfassende - Um zu verhindern, daß der Metalleinsatzbehälter an seinem oberen freien Rand durch Ableitung zuviel Wärme verliert, ist er an dieser Stelle mit einem Einsatzring aus wärmeisolierendem iNlaterial verbunden, der seinerseits dicht schließend in den Pfeifenkopf eingesetzt wird. Dadurch, daß der metallene Behälter nur durch seinen zurückgebogenen oberen Rand mit dem Isolierring in Verbindung steht, also eine nur linienförmige Berührung stattfindet, erfolgt an dieser Stelle keine nennenswerte Wärmeableitung. Der zurückgebogene lZand wird federnd in den Isolierring eingepreßt. 4N'eiterhin wird der Wärmeabfluß durch eine den Mantel dies Metallbehälters umgebende stagnierende Luftschicht verhindert.
- Der Rauch verläßt den tabakfassenden Behälter, der an seinem unteren Ende gekümpelt ist, durch eine verhältnismäßig breite Öffnung, die sich nicht leicht verstopfen wird. Der Rauch ist noch sehr heiß, wenn er in den unteren Teil des Pfeifenkopfes eintritt. Er verhindert daher eine Abkühlung des Metallbehälters und wird kurz nach dem Anbrennen der Pfeife seinerseits mithelfen, diesen Behälter schneller aufzuheizen. Infolge der hohen Temperatur des Rauches scheiden sich unmittelbar unter dem Tabakraum nur geringe Mengen hochsiedender Kondensate ab. Leichtere Kondensate bleiben vorläufig in dem Rauch, der nunmehr durch eine möglichst hoch gelegene Öffnung aus dem Pfeifenkopf in den Stutzen, der das Mundstück trägt, abgesaugt wird. Dort erfährt er in einem verhältnismäßig großen Raum eine Expansion, die zur Abkühlung Lind damit auch zum Ausscheiden der übrigen Kondensate beiträgt. Diese können gegebenenfalls in einer besonderen Trocknungspatrone gefangen werden, die vorwiegend in @ dem Ansatzstutzen zu dem Mundstück oder aber auch in dem Mundstück selbst angeordnet wird.
- Im übrigen kann der Pfeifenkopf aus beliebigem Material bestehen. Er kann also wahlweise aus Holz, Preßstoff, Meerschaum o. dgl. gefertigt werden. Für das Mundstück können die ebenfalls bisher gebräuchlichen Werkstoffe benutzt werden.
- Um das Halten der Pfeife zwischen den Zähnen zu erleichtern und insbesondere ein vorzeitiges Durchbeißen derselben zu verhindern, erscheint es angebracht, das verjüngte Ende des Mundstückes so auszubilden, daß es auf der Ober- und Unterseite von ebenen Flächen begrenzt wird. Die Folge davon ist, daß sich der Druck der Zähne auf eine verhältnismäßig große Fläche verteilt, der spezifische Druck also geringer ist als bisher. Die ebenen Flächen gehen an den beiden Längsseiten des Mundstücks in gewölbte Flächen über, die an einer spitzen Kante gegeneinanderstoßen, so daß die Lippen sich ohne weiteres dicht schließend um das Mundstück legen können.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. i eine Ausführungsform der Pfeife in senkrechtem Querschnitt, Fig. 2 eine zweite Ausführungsmöglichkeit, ebenfalls geschnitten, Fig.3 eine Oberansicht der Pfeife nach Fig.2. Fig.4 einen Querschnitt durch das verjüngte Ende des Mundstücks, Fig. 5 die Pfeife nach Fig. 2 mit verschwenktem Mundstück.
- Gemäß Fig. i der Zeichnung ist der Pfeifenkopf i i mit einem Ansatzstutzen 12 versehen, in den dicht schließend das Mundstück 13 eingesetzt ist. Der zu verbrennende Tabak 14 befindet sich in einem besonderen Behälter 15, der aus Aluminiumblech besteht. Der Behälter ist an seinem Fußende gekümpelt ausgebildet und mit nur einer verhältnismäßig breiten Mittelöffnung 16 versehen. Der obere Teil des Behälters 15 ist mit einem Einsatzring 17 dicht schließend verbunden. Zu diesem Zweck ist der Rand 18 des Behälters zurückgebogen und federnd in eine etwas konisch verjüngte Abstufung des Ringes 17 eingepreßt. An dem oberen Teil des Behälters 15 findet somit nur eine linienförmige Berührung mit dem Einsatzring 17 statt, so daß eine nennenswerte Ableitung an dieser Stelle nicht stattfindet. Der Ring 17 ist vorteilhaft weiter unten mit einer Führungskante i9 versehen, die sich seitlich an den Behälter 15 anlegt. Dadurch wird gleichzeitig ein allseitig geschlossener Raum 20 gebildet, der den Mantel 15 des Behälters umgibt. Die in dem Raum 2o enthaltene stagnierende Luft bildet einen vorzüglichen Isolator. Infolgedessen gelangt der Rauch in sehr heißem Zustand durch die untere Tabakmasse hindurch, die gleichzeitig von außen durch den metallenen Boden des Behälters 15 erwärmt wird. Die Gase sind noch sehr heiß, wenn sie in den Raum 21 des Pfeifenkopfes gelangen. Dort scheiden sich nur geringe Mengen Kondensate mit hohem Siedepunkt ab. Der Rauch wird aus dem Raum 21 durch den möglichst hoch gelegenen Kanal 22 in den Stutzen 12 abgeleitet. Da der Kanal 22 von dem oberen Teil des Behälters 21 ausgeht, bleibt der in dem letzteren befindliche Rauch ständig in Bewegung und umspült dabei den unteren Teil des Behälters 15, um diesen, wie schon erwähnt wurde, gegebenenfalls aufzuheizen.
- Der freie Raum 23 in dem Ansatzstutzen 12 und dem Mundstück 13 stellt eine bedeutende Erweiterung gegenüber dem Kanal 22 dar. Die Rauchgase dehnen sich daher aus. Das ist für die Abkühlung und Ausscheidung der Kondensate mit niederem Siedepunkt von besonderer Wichtigkeit. Der Kanal 13b des Mundstücks geht von der warzenförmig in den Raum 23 hineinragenden Erhöhung 13c aus. Auf diese Weise wird einmal die Abscheidung der Kondensate in dem Raum 23 weiter begünstigt. Darüber hinaus wird es den in dem Raum 23 an-
gesammelten flüssigen Kondensaten auf diese Weise völlig unmöglich, überh;;:ln in den Kanal 136 und damit in die Mundhöhle des Rauchers zu gelangen. Gegebenenfalls kann in <lein lZaum 23 eine Trock- nungspatrone für den Ratsch angeordnet sein. Die Pfeife nach Fig. 2 und 5 der Zeichnung ent- spricht im wesentlichen der beschriebenen Ausfüh- rung. Ein L nterscliiccl besteht lediglich insofern, als der Ansatzstutzen 121 für das Mundstück parallel zum l 'fei fenkopf i i angeordnet und nach oben oflen ist. In diesen Stutzen i2a ist ein wihel- förmig ausgebildetes 1ltindstiick 13a eingesetzt, welches bei der I3enutzmig der Pfeife die in Fig. 2 und 3 dargestellte lege einnimmt, bei Nicht- benutzung aber derartig verschm-enkt werden kann, daß es quer über dein derartig i i liegt, wie in 1,' ig. 5 der Zeichnung ersichtlich ist. Gerade bei einer Pfeife gemäß Fig. 2 und 5 ergibt sich, wie durch praktische N-ersuche festgestellt varden konnte, durch die mehrfache Richtungsänderung des IZauclics eine \-orzügliche Trocknung dessellieli. l>ei der Inge cles Mundstücks entsprechend Fig. 5 der Zeichnung kann die Pfeife bequem in der Tasche getragen @@-crclen. ohne viel Raute einzu- nehmen. Das Mundstück 13a wird zweckmäßig an seinem \erjiiiigtcii linde mit einer Querschnitts- fonn eutsprecluind Kg..; versehen. I:s ist dabei oben tnid unten durch ebene Flächen 24 begrenzt, die seitlich in l>;igenf<irmig verlaufende Flächen 25 übergehen. «clcl@c in spitzen Kanten26 vorein- anderstoßen. 13ei dieser Ausbildung stehen breite l,lächen für den Aufdruck der Zähne zur `'er- MgmW, so dali ein vtnzeitiges Durchbeißen nicht zu befürchten ist. I@ie spitz verlaufenden Ränder 26 des Mundstücks sichern aller auch bei dieser :As- führung ein dichtes Anliegen der Lippen.
Claims (1)
-
PATE\TASSPRrCHE: i. Tabal;pfeife, bei welcher sich der Rauch- tabak in cinein besonderen Behälter befindet, der nur ain oberen Rande dicht schließend in den Pfeifenkopf eingesetzt ist, dadurch gekenn- zeichnet, daß der tabakfassende Behälter (15) aus Metall besteht. 2. Tahakldhfe nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß der l,'eliälter (15) aus Alti- nninitimblech gepreßt ist. 3. Tabakpfeife nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß der tabakfassende Behälter (i5) ain Bitiden gckumlMt ausgebildet ist und mir in der Mitte eine verhältnismäßig große Ofinung (i6) für den Rauchabzug aufweist. ,I. Tabakpfeife nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß der tabakfassende Behälter (15) an seinem freien oberen Rande mit einem Einsatzring (17) aus -"#@-ärmeisolierendem Ma- terial verbunden ist, der seinerseits dicht schließend in den Pfeifenkopf (i i) eingesetzt ist. ;. TabakI>feife nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der tabak- fasseiide Behälter (15) an seinem freien oberen linde mit einem zurückgebogenen Rand (18) federnd in den Isolierring (17) eingreift und gegebenenfalls weiter unten durch einen Stütz- ring (i<) in seiner Lage gehalten wird. 6. Tabakpfeife nach Anspruch 5, dadurch ge- kennzeichnet, daß der tabakfassende Behälter (15) an seinem Mantel durch eine stagnierende Luftschicht (-2o) isoliert ist. 7. Tabakpfeife nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Rauch, der den tabak- fassenden Behälter (15) durch eine Boden- ötntmg (i6) verläßt, den unteren Teil dieses Beliäkers (1-5) umspült und durch eine höher, z. I>. unmittelbar unter dem Einsatzring (17), gelegene Öffnung (22) zu dem Ansatzstutzen (i2, 121 für das Mundstück (13, ige) ab- geleitet wird. B. Tahakpfeife nach Anspruch 7, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Rauch auf seinem wei- terei Wege zum Mundstück (13, 13a) in be- kannter Weise eine Trocknungspatrone durch- streic@t, die vorwiegend im Ansatzstutzen (12, 12u) für das ILundstück und/oder im Mund- stück (13, 13a) selbst angeordnet ist. 9. Tahakpfeife nach Anspruch 7, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Ansatzstutzen (i2°) für das Mundstuck (13a) parallel zum Pfeifenkopf ( i i ), also senkrecht, angeordnet und das darin eingreifende Mundstück (13a) winkelförmig ausgebildet ist. io. Tabakpfeife nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der senkrecht verlaufende Schenkel des Mundstücks (13a) so lang be- messen ist, daß das Tiber den Pfeifenkopf (ii) verschrenkte Mundstück (13a) etwa an der Oberkante des Pfeifenkopfes (i i) bzw. des Ein- satzringes (17) anliegt. i i. Mundstück, insbesondere zur Tabakpfeife nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Einführung in den Mund bestimmte, verjüngte Ende desselben auf der Ober- und L"nterseite von ebenen Flächen (2.I) begrenzt ist, die an den beiden Längsseiten in gewölbte Flächen (25) übergehen, die an einer spitzen Kante (26-) gegeneinanderstoßen. 12. Mundstück nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (i36) von einer v; arzenfiirmig in den Raum (23) hineinragenden Erhöhung (if) ausgeht.
Priority Applications (1)
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| DEP6935A DE801794C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Tabakpfeife |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP6935A DE801794C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Tabakpfeife |
Publications (1)
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| DE801794C true DE801794C (de) | 1951-01-25 |
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| DEP6935A Expired DE801794C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Tabakpfeife |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE801794C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027003B (de) * | 1954-10-29 | 1958-03-27 | Dr Simon Schneider | Aus Brennkopf und Mundstueck zusammengesetzte Zigarrenspitze |
| WO1992011774A1 (en) * | 1991-01-04 | 1992-07-23 | Stefan Bernhard Kollasch | Improvements to smoking apparatus |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP6935A patent/DE801794C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027003B (de) * | 1954-10-29 | 1958-03-27 | Dr Simon Schneider | Aus Brennkopf und Mundstueck zusammengesetzte Zigarrenspitze |
| WO1992011774A1 (en) * | 1991-01-04 | 1992-07-23 | Stefan Bernhard Kollasch | Improvements to smoking apparatus |
| US5456269A (en) * | 1991-01-04 | 1995-10-10 | Kollasch; Stefan B. | Smoking apparatus |
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