DE802068C - Hilfseinrichtung fuer bergmaennische Gewinnungsbetriebe und Verfahren zur Anwendung derselben - Google Patents
Hilfseinrichtung fuer bergmaennische Gewinnungsbetriebe und Verfahren zur Anwendung derselbenInfo
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- DE802068C DE802068C DEP14171A DEP0014171A DE802068C DE 802068 C DE802068 C DE 802068C DE P14171 A DEP14171 A DE P14171A DE P0014171 A DEP0014171 A DE P0014171A DE 802068 C DE802068 C DE 802068C
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Classifications
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- E21D15/48—Chocks or the like
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
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Description
- Hilfseinrichtung für bergmännische Gewinnungsbetriebe und Verfahren zur Anwendung derselben
Gegenstand der Erfindung ist eine Hilfseinrich- tung für hcrgnnä:inische Gevinntingsbetriebe, und zwar in erster Linie für die Kohlengewinnung im Strebbau mit breitem Blick. Der Abbau kann da- bei streichend, schwelend oder auch im Schräglau bewirkt werden. Das Gestell kann an sich bei jedem Einfallen des Flöze: _\iiN"udung finden. Die größten Vorteile bietet die Einrichtung jedoch vor- aussichtlich bei halbsteiler öder steiler Lagerun`. Abbaufortschritt und l#-iii-(lei-leisttuig werden eine erhebliche Steigerung erfahren. zumal bei nicht all- zu schlechten Gebirgsverhähnissen der sonst üb- liche Ausbau in der Strebe ganz fortfallen kann. Gemäß der Erfindung wird ein gitterförmig aus- gelüldetes (Testen von zweckmäßig recliteckigeni Querschnitt, welches in seiner Lä ngsriclitung bieg- sam ist, entlang dem Gewinnungsstoß gespannt. Das Gestell bildet auf diese Weise einen Schitz- Verzugseisen richtet sich nach der Ausbildung des Hangenden und Liegenden. Ebenso ist der Abstand der einzelnen Verzugseisen voneinander von den Gebirgsverhältnissen abhängig. Am Hangenden werden normalerweise die Verzugseisen näher beieinanderliegen als am Liegenden. Diese Verzugseisen sind ebenso wie die verstellbaren Stempel an den Seilen festgeklemmt. Zweckmäßig wird am Gewinnungsstoß und auch am Bergestoß je ein weiteres Seil gespannt, an welchem die freien Enden der Außenstempel angeklemmt werden.Kanal für die Belegschaft. Gleichzeitig dient es als Träger für Gewinnungsmaschinen, Förderer, Lei- tungen ti. dgl., die auch im Innern des Gestells untergebracht werden können. Eine selbsttätige (ic- winnungsmascliine kann auch gegebenenfalls auf der dein Gewinnungsstoß zugekehrten Oberseite ,Ies Gestells gleiten. Das Gestell besteht zweckmäßig aus zwei vor denn Gcwiiiiitungsstol@ in der Nähe des Mangenden und Liegenden gespannten Seilen, an welchen die Rahmenteile des Gestell; angekleninit sind. Ent- sl>rechende Seile können auch an der Bergeseite eingesehen sein. Die senkrecht zum Fliiz N erlaufen- den Rahmenteile des Gestells sind vorteilhaft zur Anpassung an die Flözinächtigkeit als verstellbare Rohrstempel ausgebildet. Die am Mangenden und Licgciulen angebrachten Rahmenteile können gleil- kufenfiirmig ausgebildet sein. I)ie Stärke dieser - Die Seile sind in der Kopfstrecke des Abbaubetriebes zusammengefaßt. Sie werden zweckmäßig gemeinsam an einer Laufkatze aufgehängt, die an einem kräftigen Träger beweglich ist. In der unteren Abbaustrecke sind die bergeseitig gezogenen Seile mit den Seilen vor dem Gewinnungsstoß verbunden. Jedes der drei letztgenannten Seile wird durch eine Handwinde, die in der Förderstrecke steht, mit einer Spannung von etwa fo bis 15 t straffgehalten, so daß das Gestell eine Gesamtspannung von etwa 3o bis 45 t erhält.
- Die Länge der verstellbaren Stempel ist derart gewählt, daß am Hangenden oder Liegenden ein Spiel von wenigen Zentimetern frei bleibt. Das Gestell nimmt also nicht den Gebirgsdruck auf. Es bildet vielmehr lediglich einen Schutzkanal für den Bergmann, indem es ihn vor hereinbrechenden Gesteins- oder Kohlenmassen schützt. Lose Gesteinsschalen können gegebenenfalls an dem Gestell vorhei in den Versatz geleitet werden. Die dem Gewinnungsstoß zugekehrte Seite des Gestells ist zweckmäßig noch durch Verzugseisen, die diagonal zu den Seilen und Stempeln verlaufen, zusätzlich geschützt. Diese Verzugseisen, die ebenfalls angeklemmt sind, erstrecken sich vorteilhaft nur über einen Teil der Flözmächtigkeit. Sie fangen die gelöste Kohle auf und leiten sie seitwärts in die Förderrinne ab, die zweckmäßig im Innern des Gestells untergebracht ist.
- Die Seilspannung kann so gewählt werden, daß sich das Gestell der normalen Böschung des Bergeversatzes anpaßt. Der Versatz kann zu beliebiger Zeit, also auch während der Förderschicht, eingebracht werden.
- Sollte das Gestell am oberen Ende abreißen, wozu jedoch zunächst keinerlei Veranlassung vorliegt, so würde es sich auf den Bergeversatz legen, ohne daß die Belegschaft zu Schaden kommt. Durch die an den Seilen angeklemmten Stempel und Verzugseisen wird ein Zusammenstauchen des Gestells verhindert.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
- Es zeigen Fig. i einen Gewinnungsbetrieb im Grundriß, Fig. 2 und 3 Querschnitte durch zwei verschiedene Abbaubetriebe bei halbsteiler und steiler Lagerung.
- Die Gewinnungsstrebe A des Flözes B verbindet die beiden Abbaustrecken C und D miteinander. Die untere Strecke D ist zur Erzielung eines schräg gestellten Stoßes vorgezogen. An dem Kohlenstoß entlang sind die drei Seile i o, i i und 12 gespannt. Entsprechende Seile 13, 14 und 15 verlaufen bergeseitig. An den Seilen angeklemmt sind die in ihrer Länge verstellbaren Stempel 16, wobei das mittlere Seil i i bzw. 14 die freien Enden der Außenstempel miteinander verbindet. Die Stempel 16 haben je nach den Gebirgsverhältnissen einen Abstand von etwa 1,5 bis 2 m voneinander. Am Hangenden E bzw. am Liegenden F sind noch Verzugseisen 17 bzw. 18 angeordnet, die ebenfalls mit den Seilen 12, 15 bzw. 10, 13 verbunden sind. Auch der Abstand der Verzugseisen 17 und 18 voneinander ist abhängig von der Ausbildung des Gebirges. Im allgemeinen werden die am Hangenden liegenden Schienen 17 näher beieinanderliegen als die Verzugseisen 18, die schützend vor dem Liegenden angeordnet sind. Die Stempel 16 sind so weit ausgezogen, daß noch ein geringer Spalt von wenigen Zentimetern am Hangenden oder Liegenden frei bleibt. Auf der dem Kohlenstoß B zugekehrten Seite des Gestells sind noch diagonal zu den Rohrstempeln 16 und den Seilen fo bis 12 weitere Verzugseisen i9 angeordnet, die ebenfalls an den Seilen festgeklemmt sind. Diese Verzugseisen liegen wesentlich näher beieinander. Sie haben den Zweck, das aus dem Flöz B gelöste Haufwerk aufzufangen und seitlich derart abzuleiten, daß es in den Förderer G fällt, der im Innern des Gestells auf den unteren Stempeln 16 ruhend angeordnet ist. Die Verzugseisen i9 sind daher so kurz, daß sie sich nur über einen Teil der Flözmächtigkeit erstrecken. Die unteren Seile 13 bis 15 sind mit den vor dem Gewinnungsstoß angeordneten Seilen fo bis 12 einmal am oberen Ende der Strebe, also in der Kopfstrecke C, und ferner in der Nähe des unteren Strebendes verbunden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind sämtliche Seile fo bis 15 an einer Laufkatze 20 angehängt, die an der kräftigen Führungsschiene 21 gleitet. Die Schiene 21 besteht aus drei Teilen, so daß jeweils das letzte Ende hinten abgebaut und vorn wieder vorgebaut werden kann. An dem unteren Ende sind die drei Tragseile fo bis 12 zu Seilwinden H geführt, die in der Förderstrecke D stehen. Diese Seilwinden können gegebenenfalls von Hand bedient werden. Sie sind der2krt bemessen, daß den Seilen fo bis 12 mühelos eine Spannung von fo oder 15 t gegeben werden kann. Bei dieser Spannung und bei einer Streblänge von etwa 150 m würde das ganze Gestell einen Durchhang von nur etwa 6 m aufweisen, so daß also der Kohlenstoß verhältnismäßig gerade verläuft. Im übrigen kann die Spannung der Seile io bis 12 so gewählt werden, daß das ganze Gestell sich in etwa der natürlichen Böschung des Bergeversatzes anpaßt.
- Die Gewinnung der Kohle kann von Hand oder auch maschinell erfolgen. Beim Einsatz von Schräm- und selbsttätigen Gewinnungsmaschinen gleiten diese auf der dem Kohlenstoß D zugekehrten Oberseite des Gestells. Sie werden dabei zweckmäßig so geführt, daß sie an dem Hangenden E entlang gleiten. Die gelöste Kohle rollt dann selbsttätig über den Verzugsschienen i9, die ge-
gebenenfalls noch durch Schalbretter verdeckt sein können, seitlich ab in Förderer G. Nach Hereinge- winnung des Vorgabestreifens der Kohle B werden die Seile io bis 12 durch die Winden H ein Stück eingeholt, bis die gewünschte Spannung der Seile wieder erreicht ist. Die Laufkatze 20 schiebt sich dabei selbsttätig gegen den Kohlenstoß vor, so daß das Gestell nachher auf seiner ganzen Länge den gewollten Abstand von dem Kohlenstoß B hat. Zur Befahrung des Betriebes können auf den unteren Stempeln 16 lieben dem Förderer Bohleo verlegt werden, die zweckmäßig stufenförmig an- geordnet sind. Durch diese Bohlen wird gleichzeitig die gelöste Kohle, soweit sie nicht selbsttätig in den Förderer G fiel, aufgefangen. In gleicher Weise wie der Förderer G können auch Leitungen für Luft und elektrischen Strom im Innern des Gestells angeordnet sein. Es sei noch erwähnt. daß die Seile io bis 15 gegebenenfalls durch Ketten oder sonstige 7_ugele- inente ersetzt x@ erden können.
Claims (1)
-
Rahmenteile (16, 17, 18) des gitterförmig ausgebildeten Gestells angeklemmt sind. 3. Hilfseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrecht zum Flöz am Gewinnungsstoß (E) und/oder am Bergestoß (K) angeordneten Rahmenteile des Gestells als in ihrer Länge verstellbare Stempel (16) ausgebildet sind, die mit den freien Enden ihrer Außenstempel vor dem Gewinnungsstoß (E) und/oder vor dem Bergestoß (K) all ein weiteres ausgespanntes Seil (i 1, 14) angeklemmt sind. Hilfseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der am Bergestoß (K) entlang geführten Seile (13 bis i ;) an die vor dem Gewinnungsstoß (B) gespannten Seile (l0 bis 12) angeschlossen sind. Hilfseinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sämtlichen Seilenden in der Kopfstrecke (C) des Gewinnungsbetriebes an einer Laufkatze (2o) befestigt sind, die an einer in der Längsrichtung der Strecke (C) angeordneten Führung (21) läuft. während die vor dem Gewinnungsstoß liegenden Seile (io bis 12) zweckmäßig jedes für sich durch eine in der unteren Förderstrecke (C) stehende Winde (H) gespannt sind. 6. Hilfseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Hangenden (E) und/oder dem Liegenden (F) zugekehrten Rahmenteile (17, 18) des Gestells als Gleitkufen ausgebildet sind. 7. Hilfseinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den vor dem Gewinnpngsstoß (B) liegenden Seilen (lobis 12) zusätzlich Verzugseisen (ig) diagonal zu den Seilen (io bis 12) und den Stempeln (16) angeordnet sind und sich nur über einen Teil der Flözmächtigkeit erstrecken, so daß sie das gelöste Haufwerk zu einem seitlich im Gestell angeordneten Förderer (C) ableiten.PATENTANSPRACHE: i. Verfahren zum Abbau von Kohle o. dgl., dadurch gekennzeichnet. daß zum Schutz der Bergleute und als Träger für Gewinnungs- inaschinen, Förderer, Leitungen u. dgl. vor dein Gewinnungsstoß ein gespanntes, gitterförmiges Gestell zwischen Liegendem und Hangendem gleitend durch Steigerung der Längsspannung dem fortschreitenden Abbau nachgeführt wird. 2. Hilfsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekenn- zeichnet, daß vor dein Gewinnungsstoß (D) und an der Bergeseite in der Nähe des Hangen- den (E) und des Liegenden (F) je ein Seil (12, l0, 15, 13) gespannt ist, an welchem die
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP14171A DE802068C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Hilfseinrichtung fuer bergmaennische Gewinnungsbetriebe und Verfahren zur Anwendung derselben |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE802068C true DE802068C (de) | 1951-02-01 |
Family
ID=7365015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP14171A Expired DE802068C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Hilfseinrichtung fuer bergmaennische Gewinnungsbetriebe und Verfahren zur Anwendung derselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE802068C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033616B (de) * | 1953-06-16 | 1958-07-10 | Bergwerksverband Gmbh | Vorrichtung zum Abkleiden des Versatzes und zum Ausbau in Streben von steil oder halbsteil gelagerten Kohlenfloezen |
| DE1123280B (de) * | 1956-02-17 | 1962-02-08 | Kloeckner Werke Ag | Strebausbau |
| DE976949C (de) * | 1953-07-16 | 1964-09-03 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Strebfoerderer |
| DE1224254B (de) * | 1954-11-30 | 1966-09-08 | Rudolf Weistroffer | Versatzabkleidung fuer die steile Lagerung |
| DE1268084B (de) * | 1955-11-26 | 1968-05-16 | Demag Ag | Vorrichtung zur Kohlegewinnung in steiler Lagerung |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP14171A patent/DE802068C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033616B (de) * | 1953-06-16 | 1958-07-10 | Bergwerksverband Gmbh | Vorrichtung zum Abkleiden des Versatzes und zum Ausbau in Streben von steil oder halbsteil gelagerten Kohlenfloezen |
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