DE8024573U1 - Vorrichtung zum herstellen und transportieren von schaum - Google Patents

Vorrichtung zum herstellen und transportieren von schaum

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DE8024573U1 DE19808024573 DE8024573U DE8024573U1 DE 8024573 U1 DE8024573 U1 DE 8024573U1 DE 19808024573 DE19808024573 DE 19808024573 DE 8024573 U DE8024573 U DE 8024573U DE 8024573 U1 DE8024573 U1 DE 8024573U1
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Vorrichtung zum Herstellen und Transportieren von Schaum
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen Und Transportieren von Schaum mit einer Wasserleitung/ einer Zu leitung für ein Schaummittel in die Wasserleitung und einer Zuleitung für Luft in das Wasser^Schaummittel-Gemisch sowie einen nachgeschalteten Verschäumen
Derartige Vorrichtungen werden insbesondere für Löschzwecke verwendet. Ein Anwendungsgebiet sind Bunker und andere Grossbehälter, die feinkörniges, zur Selbstentzündung neigendes Gut enthalten/ so dass die Gefahr von Bränden/ Verpuffungen und Explosionen besteht. Ein Gut, bei dem Selbstentzündung und Verpuffung auftre^ treten können, ist Braunkohlenstaub. Der Transport der Braunkohle oder anderer feinkörniger Stoffe in den Bunker hinein erfolgt im Luftstrom, so dass sich im freien Raum oberhalb der im Bunker befindlichen Schüttung normalerweise ein Luft-Feststoff-Gemisch befindet, das bei Vorliegen ungünstiger Umstände verpufft. Es ist auch möglich, dass in der Schüttung, also dem bereits abgesetzten Feststoff, eine Selbstentzündung erfolgt, die Schwelvorgänge, Brände oder dgl. zur Folge haben kann. In allen diesen Fällen ist es erforderlich, in den Bunker von oben Staub zu geben, um die Oberfläche der iia Bunker befindlichen Schüttung abzudecken und ggf. vorhandene Brände, Schwelvorgänge oder dgl. zu unterbrechen. Dabei kann,e.s,4-n, ^.bh^ngijkeit vom Füllungsgrad des
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Bunkers eif f order lidh sein, den gesamten freien RaUm ödeir dödh einen grössen Teil desselben mit Sdhaum 2u füllen/ der die überflädhe des im Bunker befindliöhen Füllgutes vollständig abdecken urid darüber hinaus eine Standzeit aufweisen soll/ die normalerweise ausreicht, um aufgrund der durch den Schaum be^ wirkten Abschirmung gegen Sauerstoff Brände/ Sdhwelvörgahge öder dgl. zu löschen bzw. zu beenden.
Es ist eine Vorrichtung bekannt/ bei welcher das Gemisch aus Wasser und Schaummittel - letzteres ist normalerweise ein Netzmittel - einem Injektor zugeführt wird/ der aus einem diffusorartig sich erweiternden Rohrabschnitt besteht, in dessen Mitte eine das Gemisch heranführende Leitung mündet. Der austretende Flüssigkeitsstrahl, der gegen ein in einem kurzen Abstand, beispielsweise 10 oder 30 cm, vor der Leitungsmündung angebrachtes Sieb trifft, saugt dabei aus der Atmosphäre Luft an, die sich mit dem im Siebbereich versprühten Gemisch unter Bildung eines Schaums verwirbelt und vermischt. Dieser Schaum tritt am freien Ende des diffüsorartigen Rohrabschnittes aus. Zu Löschzwecken ist es üblich, diesen Rohrabschnitt mit seinem freien Ende durch irgendwelche öffnungen in den Bunker oder Grossbehälter einzuführen, so dass der austretende Schaum in den Bunker oder Behälter gelangt. Ein wesentlicher Nachteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass es im Bedarfsfall notwendig ist, die zur Schaumherstellung erforderliche Vorrichtung und das Schaummittel zunächst auf die Decke des Bunkers oder Behälters zu bringen und dort die erforderlichen Anschlüsse herzustellen, bevor Schaum erzeugt und in den Bunker geführt werden kann. Dies führt in Abhängigkeit von der Höhe des Bunkers zu erheblichen Zeitverlusten. Hinzu kommt,
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j, dass eine derartige VörgeheiisWeise die Anwesenheit von Personen
auf der Bünkerdeöke notwendig madhfe. In einem Bunker, in dem ein SchweivoJfgang stattfindet oder eine Verpuffung bereits Stattgefunden hat, kann ohne Weiteres eine weitere Verpuffühg Stattfinden/ durch die die mit der Söhaumherstellung befassten Personen in höchstem Masse gefährdet werden können * Die Schwin rigkeiten werden noch dadurch veiigrÖssert, dass gemäss den heute geltenden Vorschriften die an derartigen Behältern und Bunkern befindlichen Entlastungsklappen nach Ansprechen im Falle einer Verpuffung wieder selbsttätig in Schließstellung fallen. Diese Klappen können jedoch aufgrund ihres Gewichtes normalerweise nur durch drei bis vier Personen geöffnet werden, die unter den gegegebenen Umständen diese Tätigkeit unter grosser Gefahr ausführen»
Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art so auszugestalten, dass die vofbeschriebenen Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll es möglich sein, den Schaum an den Verwendungsort zu bringen, Ohne dass damit die Gefährdung von Menschen verbunden ist. Auch soll der Schaum am Einsatzort selbst bei Vorliegen ungünstiger Umstände - sehr hoher Bunker oder nicht ohne weiteres zugängliche Räume - in kurzer Zeit nach Auftreten des Bedarfsfalles verfügbar sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass die Zuleitung für die Luft an eine Druckluftquelle anschliessbar und an den Verschäumer eine Rohrleitung für die Weiterleitung das Schaumes angeschlossen ist, die dem Abstand zwischen dem
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Ort der Schaumbildung Und einem zweiten Öift/ im allgemeinen der" Stelle/ an welöheif' der LösöhVöi?gang durchzuführen ist, überbifüökt.
Durch die Verwendung Von Druckluft - oder eines anderen Unter Drück stehenden Gases - ist es möglich/ z* B4 im Fälle eines Vertikaltransportes eine ausreichende Förderhöhe für den Schaum zd erreichen* Zwar sind auch hierbei gewisse Abhängigkeiten zu beachten/ beispielsweise derart/ dass die erreichbare Förderhöhe bei einem gewissen Luftdruck abhängig ist vom Gewicht des Schaumes welches wiederum abhängt vom Verhältnis zwischen Wasser-Schaummittel einerseits und Gas andererseits. Dabei kommt es nicht nur auf die Gasmenge an, sondern auch auf die Ausgestaltung und die Grosse des im allgemeinen als Sieb ausgebildeten Verschäumers, der den ankommenden Gemischstrahl zerreisst und mit der gleichzeitig zugeführten Luft oder dgl. verwirbelt. Ferner hängt die Förderhöhe auch vom Durchmesser der den1 Abstand zwischen dem Ort der Schaumbildung und dem zweiter, Ort überbrückenden Rohrleitung ab, da mit abnehmendem Durchmesser der Strömungswiderstand steigt>. Diese Einflussgrössen und Abhängigkeiten sind jedoch ohne weiteres vorausberechenbar und an den jeweiligen Einsatzfall anpassbar. Versuche haben ergeben, dass beispielsweise bei einem Rohrdurchmesser in der Grössenordnung von 100 mm vertikale Abstände von mehr als 30 m ohne Schwierigkeiten überbrückbar sind/ wobei am oberen Ende der Leitung ein allen Aufordemngen genügender/ zusammenhängender Schaum austritt.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung kann im Bedarfsrall von vornherein fest installiert sein, wobei die zur Schaumbildung und -regulierung notwendigen Massnahmen an einer Stelle durchgeführt werden könnenr die von der Brandstelle soweit entfernt ist, dass die mit der Bedienung der Vorrichtung befassten Personen nicht gefährdet sind. Ausserdem besteht keine Notwendigkeit, im Bedarfsfall erst zeitraubende Vorbereitungen durchzuführen, um die Vorrichtung an Ort und Stelle zu bringen und einsatzbereit zu machen. Vielmehr kann im Bedarfsfall innerhalb weniger Sekunden die Vorrichtung in Gang gesetzt werden, wobei die Zeitdauer bis zum Wirksamwerden des Schaumes, also bis zum Eintreffen desselben am Ort der Verpuffung, beispielsweise innerhalb eines Bunkers, abhängig ist von der Geschwindigkeit, mit welcher der Schaum durch die Rohrleitung bewegt werden kann und natürlich von deren Länge.
Auch die Überwachung der in Betrieb befindlichen Vorrichtung mit dem Ziel, einen möglichst wirksamen Schaum herzustellen, ist ohne
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Schwierigkeiten möglich. So kann in der Rohrleitung in kurzem
i Abstand hinter dem Verschäumer eine vorzugsweise als verschliess-j bare öffnung ausgebildete Kontrolleinrichtung für den Schaum angeordnet sein. Die Benutzung erfolgt in der Weise, dass nach dem Einschalten der Vorrichtung der sich bildende Schaum aas der unverschlossenen öffnung austritt, so dass sofort und ohna besondere Massnahmen die Beschaffenheit des Schaumes geprüft werden kann. Im Bedarfsfall besteht dann die Möglichkeit, durch entsprechende Regulierung von Schaummittel, Wasser und Luft bezug- I lieh jeweiliger Menge,Druck und Geschwindigkeit einen Schaum zu bilden, der den jeweiligen Anforderungen in optimaler Weise benügt.
Die Erfindung ist bei allen explosions- und brandgefährdeten Räumen und Behältern anwendbar, da die Bedienbarkeit aus sicherer Entfernung und die Möglichkeit der ständigen Überprüfung des Schaumes in allen derartigen Fällen vorteilhaft ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 im Schema eine Vorrichtung zur Herstellung von Schaum, Fig. 2 eine Bunkeranlage mit einer zentralen, stationären Vorrichtung zum Hersteilen und Transportieren von Schaum in die einzelnen Bunker.
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Das für die Schaumherstellung benötigte Wasser wird über eine Leitung 10 zugeführt. Die Zumischung des Schaummittels geschieht unter Verwendung von bekannten Einrichtungen bei 12. Im allgemeinen geschieht dies unter Verwendung eines vom Wasser durchströmten Injektors, der das Schaummittel aus einem Behälter in
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die Leitung 10 fördert, ,das so hergestellte Gemisch aus Wasser und Schaummittel wird über eine Leitung 14 Druckluft eingeführt, die beispielsweise unter einem Druck von 5 bar stehen kann. Im Anschluss daran gelangt das nunmehr aus Wasser, Schaummittel und Luft bestehende Gemisch in ein Gehäuse 16 mit gegenüber der Rohrleitung 10 vergrössertem Durchmesser, in welchem ein Sieb 18 eingebaut ist, dessen Maschenweite beispielsweise 0,6 mm betragen kann. Im Gehäuse 16 findet beim Auftreten des. Luft-Flüssigkeits-Gemisches auf dap Sieb 18 eine erhebliche Durchmischung und Durchwirbelung der Komponenten statt mit dem Ergebnis, dass in Ströiriungsrichtung 20 hinter dem Sieb ein Schaum entsteht, der über eine daran anschliessende Leitung 22 an den Anwendungsort
geführt wird. Die Leitung 22 kann einen Durchmesser von z. B. 150 mm haben. An der Leitung 22 ist ein mittels eines Schiebers 24 verschliessbarer Stutzen 26 angebracht. Nach Inbetriebnahme und auch während des Betriebes kann der Schieber 24 geöffnet werden, so dass ein Teil des Schaumes durch den Stutzen 26 austritt. Es ist auf diese Welse ohne besonderen Aufwand möglich, Beschaffenheit, insbesondere Konsistenz des Schauines, zu prüfen. In Abhängigkeit vom Druck der durch die Leitung 14 zugeführten Luft kann der Schaum in der Leitung 22 vertikal über erhebliche Strecken transportiert werden. Bei mehr öder weniger horizontaler Leitung für den Transport dea Schaumes ßind lediglich die Strö~
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mungswiderstände der Leitung zu überwinden, so dass hier bei gegebenem Luftdruck noch längere Förderwege möglich ist.
In Fig. 2 der Zeichnung ist eine Bunkeranlage dargestellt, wobei gleiche, den Teilen der Vorrichtung gemäss Fig. 1 entsprechende
Teile mit gleichen, jeweils um 100 höheren Bezugszeichen versehen I
sind. Dem durch die Leitung 110 zugeführten Wasser vird bei 112 \ das Schaummittel durchgesetzt. Die Zuführung der Luft erfolgt
durch die Leitung 114. Der sich hinter dem Sieb 118 bildende
Schaum wird durch die Leitung 122 nach oben in einen Bereich oberhalb mehrerer Bunker 130 geführt. Von der Leitung 122 gehen zwei - oder entsprechend der Anzahl der Bunker mehrere - jeweils mit
einem Absperrschieber 132 versehene Zweigleitungen ab, von denen jede in einen der Bunker mündet. Im Bedarfsfall kann durch entsprechende Fernbetätigung der Schieber 13 2 die Zuleitung 1?,2 mit den.jenigen Bunker verbunden werden, in den Schaum gegeben werden muss. Unterhalb der Eintrittsöffnungen 134 sind Leitbleche oder
dgl. 136 angeordnet, die eine gleichmässige Verteilung des Schaums über den Bunkerquerschnitt bewirken sollen.
Die Zeichnung lässt erkennen, dass es ohne weiteres möglich ist, die für die Schaümherstellung erforderliche Vorrichtung räumlich so zur Bunkeranlage anzuordnen, dass sie ohne Gefährdung der Bedienungspersonen in Betrieb genommen werden kann. Irgendwelche
Handhabungen am Bunker gelbst sind nicht erforderlich,
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Abweichend von der in der Zeichnung dargestellten Ausführung ist es natürlich auch möglich, jedem Bunker eine eigene Zuführungsleitung und ggf, auch eine eigene Vorrichtung für die Schaumhersteilung zuzuordnen* Die Wahl der konkreten Ausgestaltung wird von den jeweiligen Verhältnissen und den für die VorriCh·= tungen notwendigen Investitionen abhängen« In jedem Fall gilt jedoch j dass gegenüber der bekannten Handhabung allein schon wegen des Wegfalls der Gefährdung der Bedienungspersonen erhebliche Vorteile erreicht werden*
Anstelle des verschliessbaren Stutzens 26 oder einer anderen verechliessbaren Öffnung besteht auch die Möglichkeit, die Wandung der Rohrleitung mit einem Abschnitt aus'durchsichtigem Material zu versehen, so dass ohne weitere Vorkehrungen die Qualität des Schaumes fortlaufend durch einfache visuelle Über-1· prüfung festgestellt werden kann.

Claims (5)

DIPL-ING. HELMUT KOEPSELL 5 KÖLN 1, 8. 1. 1982 PATENTANWALT Mittelstrasse 7 Telefon (02 21)2194 23 Telegrammadresse: Koepsellpalent Köln G 80 24 573.4 [ Ri/486 Rheinische Eraunkohlenwerke AG. Reg.-Nr. bitte angeben Schutzansprüche
1. Vorrichtung zum Herstellen und Transportieren von Schaum mit einer Wasserleitung, einer Zuleitung für ein Schaummittel in die Wasserleitung und einer Zuleitung für Luft in das Wasser-Schaummittel-Gemisch sowie einen nachgeschalteten Verschäumer, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung (14) für die Luft an eine Druckluftquelle anschliessbar und an den Verschäumer (18) eine Rohrleitung (22) für die Weiterleitung des Schaumes angeschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (22) aJs Steigrohr ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschäumer (18) innerhalb eines gegenüber der vorgeschalteten Zuleitung (10) für das Wasser-Schaummittel-Gemisch in einem erweiterten Raum (16) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
j gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung (20) in kurzem Abstand
hinter dem Verschäumer (18) eine vorzugsweise als verschliessbare öffnung (26) ausgebildete Kontrolleinrichtung für den Schaum angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung (20) in kurzem Abstand hinter dem Verschäumer (18) die Rohrleitung (22) mit einem Abschnitt aus durchsichtigem Material versehen ist.
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