DE8024894U1 - Vorrichtung zur umschaltung von verbundzaehlern fuer fluessige oder gasfoermige medien - Google Patents

Vorrichtung zur umschaltung von verbundzaehlern fuer fluessige oder gasfoermige medien

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DE8024894U1 DE19808024894 DE8024894U DE8024894U1 DE 8024894 U1 DE8024894 U1 DE 8024894U1 DE 19808024894 DE19808024894 DE 19808024894 DE 8024894 U DE8024894 U DE 8024894U DE 8024894 U1 DE8024894 U1 DE 8024894U1
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β74υ LANDAU/PFALZ < LANOSTilASSE 5
POSTFACH 2080 · TELEFON 003 41/8 7000, 00 35 · TELEX 04E3S33 litfÖWiGSHÄFEN ΪΪ6β2-βΊβ ■ DEUTSCHE BANK lANDÄ-Ü OälS4O0 (BtZ B48 7OOBS)
18, Mai 1982 S
Elster AG/ Meß- und Regeltechnik/ Ludwigshafen/Rhein
" Vorrichtung zur Umschaltung von Vörbundzahlern für flüssige oder gasformige Medien"
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Umschaltung von Verbundzählern für flüssige oder gasförmige Medien. Solche Verbundzähler sollen einen sehr großen Meßbereich haben und bestehen deshalb aus zwei zusammengebauten Einzelzählern, dem Hauptzähler und dem Nebenzähler. Der Hauptzähler sprxcht nur bei Erreichen eines bestimmten Mindestdurchflußwertes an. Die kleineren Durchflußwerte müssen deshalb von dem Nebenzähler erfaßt werden. Wird eine bestimmte Durchflußgrenze bei steigendem Durchfluß erreicht, kann mittels einer ümschaltvorrichtung entweder vom Nebenzähler auf den Hauptzähler umgeschaltet werden oder es kann auch dem Nebenzähler der Hauptzähler hinzugeschaltet werden. Die Umschaltvorrichtung muß also bei Erreichen dieses Durchflußgrenzwertes den Durchgang des Hauptzählers öffnen. Bei fallendem Durchfluß muß sie bei Erreichen eines anderen bestimmten Durchflußgrenzwertes den Durchgang des Hauptzählers schließen.
Sowohl der" öffnUngs·3 als auch der SöhÜeßvöfgäng für den Durchgang des Häuptzählers müssen sehr schnell (quasi schlagartig) erfolgen, Es kann sonst eintreten, daß der Häuptzähler beim Umschaltvorgang von langsam steigenden Mengen durchströmt wird/ die unterhalb des Ansprechbe-^ reiches des Hauptzählers liegen«.
Bei bekannten Äusführungsformen solcher Verbündzähler wird das Schließorgan für den Durchgang des HauptZählers durch Gewichtskraft, Federkraft oder auch magnetische Kraft geschlossen gehalten. Der Schließkraft steht eine Kraft entgegen, die als Produkt aus dem bei der Drüchströmung des Veibundzählers durch das jeweilige Medium entstehenden Druckverlust und der jeweiligen Wirkfläche des Schließorganes entsteht. Bei den vorbestimmten Durchflußgrenzen, bei denen der Umschaltvorgang eintreten soll, herrscht Gleichgewicht zwischen der Schließkraft und der durch das Medium erzeugten Gegenkraft.
Bei den bekannten Ausführungsformen werden versehiedenar^ tige Mittel angewendet, um möglichst schnell ein möglichst großes Ungleichgewicht zwischen den beiden Kräften herbeizuführen, wobei entweder die Schließkraft oder die Kraft des Mediums oder beide verändert werden. Dadurch soll das erwähnte sehr schnelle Schalten beim Erreichen der bestimmten Durchfluß grenze erz'iungen werden. So steuert zum Beispiel bei der Schalteinrichtung nach der DE-PS 1 077 884 ein einziger in sich starrer Klappenteller beim Öffnen bzw. Schließen des Durchganges des Hauptzählers einen zusätzlichen, in seiner Querschnittsfläche größeren Durchgang, durch den immer die ganze den Verbundzähler durchströmende Flüssigkeitismenge ( es handelt sich dort um einen Flüssigkeits-Verbundzähler) hindurch muß, also durch den Haupt- und den Nebenzähler. Dieser zusätzliche Durchgang wird beim Schaltvorgang durch einen fest mit dem Klappenteller verbundenen
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öteuernden Teil von voller öffnung bis auf einen engen Spalt Und umgekehrt verändert. Dadurch tritt an dieser Stelle eine plötzliche zusätzliche Drosselwirkung mit Druckverlüst sowie eine Änderung der Wirkfläche des steuernden Teiles ein, oder sie entfällt* Wegen dieser Änderung dieses Druckverlustes und der Wirkfladhe ändert sich die hydraü-" lische Öffnungskraft schon bei Beginn des Schaltvorganges *ehr schnell* Die Schließkraft ändert sich nicht oder nur •ehr wenig. Dadurch wird sowohl beim öffnen als auch beim ichließen des Durchganges für den Hauptzähler ein plötzliches, sehr schnelles Schalten erzwungen* Die Wirkungsweise dieser bekannten Vorrichtung ist zufriedenstellend* Der zusätzliche Durchgang und der diesen steuernden Teil des Klappentellers müssen aber im Verhältnis zum Querschnitt des Durchganges des Hauptzählers verhältnismäßig groß gehalten sein. Der Platzbedarf einer solchen Schalteinrichtung ist deshalb beträchtlich.
Dagegen werden bei einer weiteren bekannten Ausführungsform •ines Umschaltventiles für Verbundzähler nach dem Deutschen Patent 1 960 735 und dem diesem zugehörigen Zusatzpatent 2 157 326 die ausschließlichen Änderungen der Schließkräfte tür Veränderung des Gleichgewichtes beim Erreichen der vorbestimmten Durchflußgrenzen benutzt. In Öffnungsrichtung wirkt immer der Druckverlust auf den Ventilteller des Durchganges für den Hauptzähler und auf die Fläche eines Verschiebekolbens für diesen Ventilteller. In Schließrichtung wirken dagegen zwei Federsysteme♦ Das erste Federsystem ist ein Haltesystem für die Schließstellung, das nur auf einem ganz kurzen ersten Teil des öffnungs- bzw. dem allerletzten Teil des Schließhubes wirksam wird. Die Zu- bzw. Abschaltung dieses Haltesystems erfolgt abhängig vom Hub unter der Einwirkung einer Zugfeder stehenden Gelenkhebel und einer Kegelfläche. Das zweite Federsystem, bestehend aus einer großen und mehreren kleineren Schraubenfeder!!
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Wiifkt in Söhließrichtüng über" den ganzen Ventilhüb auf den Ventilteller^ jedoch niif beim Schließhüb mit einer steti^ gen linearen Kraft^Weg-Charakteristik* Beim öffnüngshüb ergibt sich Wegen dec einseitig kraftschlüssigen Verbindung zwischen Ventilteller und Verschiebekolben eine unstetige Charakteristik. Der Piatzbedarf in radialer Richtung dieser Vorrichtung ist geringer als bei der erstbeschriebenen \rt. Die notwendige axiale Ausdehnung ist aber auch recht groß, vor allem benötigt diese Schaltvorrichtung sehr viele Einzelteile, die in komplizierter Weise zusammenwirken und deshalb genau aufeinander eingestellt sein müssen.
Aus der CH-FS 449 991 ist es schließlich bekannt, ein becherförmiges Hauptschließorgan vorzusehen, das bei kleinen Durchflüssen durch sein Gewicht einen doppelsitzförmigen Durchgang für den Hautpzähler geschlossen hält. Dabei strömt die ganze Flüssigkeit zunächst durch einen Durchlaß des becherförmigen Hauptschließorganes und dann durch eine Durchgangsöffnung für den Nebenzähler und schließlich den Nebenzähler. Mit steigendem Durchfluß und entsprechend steigendem Druckverlust bei Durchströmung des Nebenzählers wird die den Doppelsitzdurchgang für den Hauptzähler abdeckende Fläche des Hauptschließorgans verstärkt in Schließe richtung auf den Hauptdurchgang gedrückt. Damit das Hauptschließorgan bei Erreichen der Durchflußwertgrenze für das Hinzuschalten des Hauptzählers dessen Durchgang öffnet, wird ein Hilfsschließorgan benutzt, das vor dem Durchlaß des Hauptschließorgans angeordnet ist. Bei der Durchströmung des Ringraumes und dieses Durchlasses tritt ein Öruckverlust auf, der bei der genannten DurchfluSwertgrenze in seiner Wirkung auf das Hilfsschließorgan größer als dessen Gewicht werden soll. Dann soll dieses anheben und den Durchlaß im Hauptschließorgan schließen und damit die Durch^ strömung des Nebenzählers abstellen. Im Nebenzähler entsteht
dann kein Druckverlust mehr, das Hauptschließorgan wird nicht mehr auf den Doppelsitzdurchgang des Hauptzählers gedrückt, dagegen aber durch den ganzen Druck der Flüssigkeit ' in der Leitung, weil ja sonst nichts strömen könnte, angehoben, natürlich mit anhängendem Hilfsschließorgan, weil dieses auch in der angehobenen öffnungsstellung noch Druckverlust im Hauptstrom verursacht.
Bei fallendem Durchfluß und Erreichen der anderen Durchfluß- }
j wertgrenze, bei der der Durchgang für den Hauptzähler wieder ! geschlossen werden soll, soll dann das Hilfsschließorgan wegen des von ihm erzeugten, im Vergleich zu seinem Gewicht nicht mehr ausreichenden Druckverlustes wieder herunterfallen, den Durchlass im Hauptschließorgan freigeben, damit soll auch dieses mit seinem Gewicht die durch den Druck- \ verlust verursachte Schließkraft überwinden können, herunter- \ fallen und den Durchgang für den Hauptzähler schließen. j
Das Funktionieren des Umschaltvorganges bei steigendem und bei fallendem Durchfluß setzt ein einwandfreies Zusammenarbeiten der beiden Schließorgane voraus. Bei nicht rechtzeitigem Ansprechen des Hilfsschließorgans bei steigendem Durchfluß kann die Durchflußwertgrenze, bei der geschaltet werden soll, erheblich überschritten werden. Unter Umständen wird dann, z.B. bei geringem Leitungsdruck der Flüssigkeit, überhaupt nicht geschaltet, weil das Hauptschließorgan ja von dem Druckverlust itn Nebenzähler und den zugehörigen Leitungsteilen auf den Doppelsitz des Durchganges für den Hauptzahler gepreßt wird. Ebenso können erhebliche Störungen bei fallendem Durchfluß beim an sieh erforderlichen Schließvorgang für den Durchgang des Hauptzählers eintreten. Schließlich tritt ein wesentlicher und unumgängli*» eher Druckabfall im Nebenzähler auf.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde/ äine Vorrichtung
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zur Umschaltung von Verbundzählern zu finden, die einerseits die bekannten meßtechnischen Vorteile aufweist, andererseits aber in ihren äußeren Abmessungen, insbesondere in ihrer Baulänge, so klein wie möglich und damit auch so leicht wie möglich gehalten werden kann. Dabei sollen zur Erzielung größtmöglicher Betriebssicherheit möglichst wenige und einfache Teile in der Vorrichtung benötigt „
werden. Schließlich sollte es, zumindest mit einer Weiterbildung der Neuerung möglich sein, die Vorrichtung lagenunabhängig einzubauen und nur noch ein einziges bewegtes Teil vorzusehen.
Die Neuerung löst diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Umschaltung von Verbundzählern für flüssige oder gasförmige Medien bei Erreichen bestimmter Grenzen der Durchflußwerte, mit einem Schließorgan für den Durchgang des Hauptzählers, das in Schließrichtung gewichts- oder federbelastet ist und durch hydraulische Kräfte offenbar ist, bei welcher das Schließorgan als Doppelsitzventil mit Sitzen ausgebildet ist, wobei bei geschlossenem Durchgang für den Hauptzähler nur die Fläche des kleineren Sitzes oder «·
die Differenzfläche der beiden Sitze und bei geöffnetem I
Durchgang für den Hauptzähler jeweils zusätzlich die Differenzfläche bzw. die Fläche des kleineren Sitzes als Wirkfläche dem Druckunterschied vor und hinter dem Sch]ießkörper ausgesetzt ist und zum Durchgang des Hauptzählers ein Bypaß vorgesehen ist.
Hier wird also nur mit der vorteilhaften Ausnutzung der Strömungskraft des Mediums gearbeitet und die angestrebte und notwendige sehr schnelle plötzliche Veränderung der öffnungskraffc durch das Medium bewirkt. Ein solches Ventil zeichnet sieh neben den vorstehend genannten Vorteilen dadurch aus, daß es eine sehr geringe Baugröße sowohl in radialer als auch in axialer Richtung gegenüber den bekann**
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ten Vorrichtungen aufweist. Handelt es sich um eine Vorrichtung mit einem federbelasteten Schließkörper des Ventils, dann ist seine Funktion unabhängig von der Einbaulage.
Der Bypaß zum Durchgang des HauptZählers kann entweder durch den Schließkörper des Doppelsitzventiles gesteuert sein oder es kann ein besonderes Ventil zur Steuerung dieses Bypasses vorgesehen sein.
In vorteilhafter Ausbildung des Doppelsitzventiles können wenigstens ein oder auch beide Sitze als Schiebesitze ausgebildet sein.
Das Schaltventil ist vorzugsweise als in das Schaltventilgehäuse einsehbare Baueinheit ausgebildet.
Zur weiteren Verringerung der Baulänge können Teile der Schaltvorrichtung in den Innenraum des Hauptzählers hineinragen. In weiterer Fortgestaltung kann die als Baueinheit ausgebildete Schaltvorrichtung im Gehäuse des Hauptzählers untergebracht sein.
Weitere Merkmale der Neuerung und Einzelheiten der durch dieselbe erzielten Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Vorrichtungsbeispiele, die in den beigefügten Zeichnungen rein schematisch und beispielsweise wiedergegeben sind.
Fig. 1 zeigt den Längsschnitt durch eine Schaltvorrichtung mit gewichtsbelastetem Schaltventil in geschlossener Stellung, in
Fig. 2 ist wiederum ein Langsschiifct durch eine Schaltvorrichtung mit Schaltventil vereinfachter Ausftihrungsform wiedergegeben,
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Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch eine Schaltvorrichtung mit federbelastetein Schaltventil in geschlossener Stellung, in
Fig. 4 ist dieselbe Schaltvorrichtung in geöffneter Stellung wiedergegeben.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 fließt bei geringem Durchfluß durch den Verbundzähler die ganze Flüssigkeit (bei einem Flüssigkeits-Verbundzähler) durch den Nebenzähler und tritt durch den Durchgang 1 in Richtung des dort eingezeichneten Pfeiles 1' in die Schaltvorrichtung ein und bei 3 in Richtung der dortigen Pfeile 31 wieder aus. Der Eurchgang 2 für den Hauptzähler ist durch den als Ventilteller ausgebildeten Schließkörper 4 verschlossen. Dieser Schließkörper 4 hat ein solches Gewicht, daß er bei steigender Durchflußmenge mit Sicherheit bis zum Erreichen der vorbestimmten Durchflußgrenze, bei der der Hauptzähler hinrugeschaltet werden soll, geschlossen hält. Dabei steht der Schließkraft, die durch das Gewicht des Schließkörpers 4 gegeben ist, als Öffnungskraft das Produkt aus dem Druckverlust der beim Durchströmen des Nebenzähler^ und des Durchganges 1 entsteht und der Ringfläche als Wirkfläche entgegen, die als Differenz aus der Querschnittsfläche des großen fcützes 6 und der Querschnittsfläche des kleinen Sitzes 7 entsteht. Es herrscht nämlich im Durchgang 2 der gleiche Druck wie beim Eintritt de£. Mediums in den Verbundzähler, im Innenrautn 9 der Schaltvorrichtung jedoch der um den genannten Druckverlust verringerte Druck, ebenso im durch den Nabenkörper fj gebildeten Nabenrauin 8 unter der Fläche des kleinen Sitzes 7. Die Räume 8 und 9 erhalten über «ine enge Bohrung 10 im Schließkörper 4 Druckausgleich.
Der 'Nabenkörper 5 ist mit einer öffnung 11 ausgestattet, die den Näbenraum 8 mit dem Durchgang 2 verbindet, die
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durch eitlen gewichtsbelasteten Ventilkörper 12 verschlossen gehalten wird, Die Gewichtsbeiastung des Ventilkörpers 12 ist so bemesöerif daß beim Erreichen der Vorbestimmten ßurchflußgrenze durch den Druckunterschied Zwischen dom Raum des Durchganges 2 und dem Nabenraum 8 das Ventil 11/12 ge~ öffnet wird· Dergestalt entsteht ein Bypaß zum Durchgang 2 des Hauptzählers über die öffnungen 10 und 11*
In der engen Bohrung 10 entsteht sofort ein Druckabfall/ der beinahe gleich dem Druckunterschied zwischen dem Raum des Durchganges 2 und dem Innenraum 9 ist, da das Ven^ til 11,12 zur Einhaltung seiner Oftenstellung nur eines sehr geringen Druckabfalls bedarf. Der Druckverlust des Nebenzählers mit seinem Durchgang 1 wirkt deshalb ganz plötzlich als Druckunterschied auf die Fläche des großen Sitzes 6 des Schließkörpers 4 ein. Der Schließkörper 4 wird ebenso plötzlich angehoben und öffnet den Durchgang 2 für den Hauptzähler.
Beim Anheben des Schließkörpers 4 kommt zusätzlich in an sich bekannter Weise eine Engstelle in einem Durchgang 13 zur Wirkung, es tritt eine zusätzliche Drosselung mit Druckverlust, also eine zusätzliche Erhöhung der Öffnungskraft ein, bis der Rand 14 des Schließkörpers 4 den Durchgang 13 passiert hat. Bei eventuellem weiterem Ansteigen C3SX Durchflußmenge durch den Verbundzähler öffnet das Ventil in bekannter Weise weiter.
Bei abnehmender Durchflußmenge wird der Schließkörper 4 mit seinem Rand 14 im Durchgang 13 solange gehalten, bis der in der dort gebildeten Engstelle 13,14 entstehende Druckabfall in seiner Wirkung auf die ganze Fläche des Schließkörpers 4 als Öffnungskraft kleiner wird als die immer gleichbleibende durch das Gewicht des Schließkörpers 4 gegebene Schließkraft. Dann sinkt der Schließkörper 4 durch
den Durchgang nach unten/ die Drosselwirkung in der Eng- | stelle 13,14 läßt kürz vor dem Aufsitzen des Schließkör- | pers 4 auf dessen Doppelsitz stark nach/ beim Aufsitzen selbst tritt sofort wieder ein Druckausgleich zwischen dem Nabenraum 8 und dem Innenraum 9 durch die enge Bohrung 10 ein, Als Wirkfläche bleibt also wieder nur die Ringfläche des Schließkörpers 4 am Durchgang wirksam, die Schließkraft überwiegt stark gegenüber der Öffnungskraft. Damit wird auch bei Erreichen der vorbestimmten Durchfluß^ grenze bei abnehmender DurchfIußmenge ein sehr schnelles, plötzliches Schalten bewirkt*
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Schaltvorrichtung ist der Ablauf des Schaltvorganges ähnlich dem der Schaltvorrichtung nach Fig. 1. Der Bypaß zum Durchgang 2 des HauptZählers entsteht hier jedoch beim Anheben des Schließkörpers 4 und damit Bildung einer Öffnung über dem kleinen Sitz 7 Und über die enge Bohrung 10. Das zusätzliche Ventil 11,12 entfällt.
Der feststehende Nabenkörper 5 mit dem kleinen Sitz 7 kann, wie in Fig. 3 dargestellt, auch nach der Abflußseite hinein angeordnet sein. Der Nabenraum 8 ist hier über die enge | Bohrung 10 im Schließkörper 4 mit dem Raum des Durchganges 2 | für den Hauptzähler verbunden, so daß hier Druckausgleich herrscht, solange die Öffnung des kleinen Sitzes 7 geschlossen ist. Der Druckunterschied der als Druckverlust im Nebenzähler urd im Durchgang 1 entsteht, wirkt bei geschlosse- | nem Durchgang 2 für den Hauptzähler, also bei kleinen Durch- | flüssen durch den Verbundzähler unterhalb der vorbestimmten Schaltgrenze der DurchfluSmenge auch hier auf die Differenzfläche zwischen den Querschnittsflächen des großen Sitzes 6 und des kleinen Sitzes 7 ein.
Die dargestellte Ausführungsform ist mit einem federbelaste-
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ten Ventil ausgestattet/ so daß der Öffnungskraft des Mediurns die Sdhließkraft der im Nabeniräum 8 untergebrachten SdhraUbehfeder 15 entgegensteht, übersteigt die öffnurtgskraft bei steigender Durchflußmenge die Schließkraft/ so beginnt der Schließkörper 4 sich abzuheben, der kleine Sitz 7 wird geöffnet und der Bypaß 7, 10 tritt in Funktion* Da der kleine Sitz 7 wegen seines gegenüber der engen Bohrung 10 sehr großen Umfanges schon beim kleinsten Öffnungshub eine im Verhältnis zu dem Durchtrittsquerschnitt der engen Bohrung 10 sehr große Durchtrittstlache freigibt, tritt in der Bohrung 10 sofort ein Druckverlust durch die nur dort gedrosselte Bypaßdurchströmung in Höhe der bereits vorhandenen Druckverluste aus der Durchströmung des Nebenzählers mit dessen Durchgang 1 ein. Der Naben"· raum 8 ist über den geöffneten Sitz 7 an den Druck des Innenraumes 9 angeschlossen und der volle Druckverlust, der ausreichend war, den Schließkörper 4 gegen die Schließkraft der Feder 15 anzuheben, wirkt plötzlich als Druckunterschied auf die wesentlich größere Querschnittsfläche des großen Sitzes 6. Die Öffnungskraft wächst durch die plötzlich hinzukommende Wirkfläche sehr stark und wächst bei dem deswegen folgenden weiteren Anheben des Schließkörpers 4 beim Eintritt des Randes 14 in den Durchgang noch mehr. Erst nach Durchtritt des Randes 14 durch den Durchgang 13 ergibt sich bei weiterem Anheben des Schließkörpers 4 wieder eine größere freie Querschnittsfläche für die Durchströmung und der Druckverlust nimmt wieder ab. Damit stellt sich wieder Gleichgewicht zwischen öffnungs- und Schließkraft ein, der Öffnungsschaltvorgang ist beendet. Bei abnehmender Durchflußmenge erfolgt die Schaltung in der gleichen Weise, wie sie schon im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 beschrieben wurde.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 zeigt des weiteren eine
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Zusammenfassung des Schaltventils als Baueinheit, die als Ganzes in das Gehäuse 16 der Sohaltvofridhtung eingesetzt ist4 Sie ragt in den Innenräum 17 äeä Gehäuses 18 deS Häuptzähleirs hinein/ so daß nochmals' zusätzlich Saum gespäift Wird*
Die beiden Sitze 6 Und 7 sind mit CHkingen abgedichtet* £er größe Sitz 6 ist als Schiebesitz ausgebildet ^ ebenso könnte äüCh nur der kleine Sitz 7 als Sdhiebesitz oder beide Sitze als Sohiebesitze ausgebildet sein* Das hängt jedenfalls von den gegebenen Betfiebsverhaltnissen ab/ ob ein öffnen des Sitzes 6 vor oder naoh dem Öffnen des zes 7 gewünscht wird und wie groß der Unterschied sein

Claims (7)

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1.) Vorrichtung zur Umschaltung von Verbundzählern für flüssige oder gasförmige Medien beim Erreichen be- \ stimmter Grenzen der Durchflußwerte, mit einem Schließorgan für den Durchgang des Hauptzählers, das in Schließrichtung gewichts- oder federbelastet ist und durch hydraulische Kräfte offenbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlicßorgan als Doppelsitzventil mit Sitzen {6 und 7) ausgebildet ist, wobei bei geschlossenem Durchgang für
'e den Hauptzähler nur die Fläche des kleineren Sitzes (7)
oder die Differenzfläche der beiden Sitze ( 6 und 7) und bei geöffnetem Durchgang für den Hauptzähler jeweils zusätzlich die Differenzfläche (6-7) bzw. die Fläche des kleineren Sitzes (7) als Wirkfläche dem Druckunterschied vor und hinter dem Söhließkörper (4) ausgesetzt ist und zum Durchgang des Hauptaählers ein Bypaß (10) vorgesehen ist.
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2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bypaß (10) zum Durchgang des Hauptzählers durch den Schließkörper (4) des Doppelsitzventiles gesteuert ist.
3 .) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung des Bypaß (10) zum Durchgang des Hauptzählers ein besonderes Ventil (1.'.'* vorgesehen ist.
4.) Vorrichtung nacn Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein oder auch beide Sitze (6,7) des Doppelsitzventil als Schiebesitz ausgebildet sind.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil als in das Schaltventilgehäuse einsetzbare Baueinheit ausgebildet ist.
6.) Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Teile der Schaltvorrichtung in den Innenraum des Hauptzählers hineinragen.
7.) Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Baueinheit ausgebildete Schaltvorrichtung im Gehäuse des Hauptzählers untergebracht ist.
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