DE802997C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsaeure- oder Tropfflaschen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsaeure- oder TropfflaschenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsäure- oder Tropfflaschen
7111- Tierstellung von Essigsaure- oder Tropf- flaschen hat niau bereits Glashlasmaschinen an- ge@vendet, bei \\ elclieti das bildsame Glas in dien Hohlrahm zwischt-n dein Kopfende der umgekehrt stehenden Forin einerscits und einem die Mündungs- höhlung bildenden Kern und einem in dessen hlas- öfnung beweglichen dünnett Dorn anderseits ein- gesatigt oder eingeprellt wird. Die Stirnfläche des Kerns, aus welcher (1e1- (liinne Pegeldorn in (las bildsame Glas vorsteht, war bislief entweder voll- kommen üblen oder schwach gewölbt, um zu ver- meiden. daß der band der ßlasöffnung nach Zurück- ziehen dies dünnen Dorn: der deformierenden Wir- kung der Glashitze ausgesetzt ist. Die Erfindtiiig besteht min darin, daß man in Glasblasmaschinen der genannten Art einen -Mün- dungskern ailwendet, dessen Stirnfläche tarn die Blasnttntinherum l"e"eti das, hildsanie Glas spitz- vorsteht und bis zum Einlassen der Blasluft durch einen dünnen Pegeldorn b verschlossen ist, welcher seinerseits die Düsenmündung überragt.ke-clig ausmündet. l'berrascheilderweise hat sich gezcigt. (11f.1 nach Zurückziehen des die B1asötinung ausfüllenden und in (las bildsame Glas vorstehen- den dünnen Dorns der spitz vorstehende Rand. der l@lasöffnuug unter der Hitze keineswegs zerstört wird, sondern bestehenbleibt. Dies hat zur Folge, daß ein doppelkonischer Tropfkanal entstellt, der an (lern die verengte Öffnung bildenden winkel- artigen Knick des doppelkonischen Kanals keine den Durchfluß hemmende Gratbildung hinterläßt. Damit ist lief der Herstellung von Essigsäure- oder Tropfflaschen hinsichtlich der genauen Dosierbar- keit der den Flaschen zu entnehmenden Flüssigkeit ein erheblicher Fortschritt errei@It. Die -\W). i zeigt in beispielsweiser Ausführungs- forin die maschinelle Einrichtung einer Glasblas- inaschine, lief welcher der 1-'(ündlungskern a als kegelig zugespitzte ßlasdüse c in <las bildsame Glas - `%'enn man, wie die Abb. i zeigt, dabei eine Kopfform anwendet, deren Hals über der konisch zugespitzten Blasdüse nach innen eingeengt ist, so wird das vor der Mündung liegende bildsame Glas gegen die Blasluft angestaut, sö daß sich, wie mit schwachen Linien in der punktierten Glasmasse angedeutet ist, hinter dem winkelartigen Knick erst noch eine kugelige Ausweitung bildet, die sich für den Austritt der Flüssigkeit keineswegs als nachteilig erweist.
- Fehlt jedoch, was in der Abbildung nicht dargestellt ist, diese Einengung des Halses der Kopfform, dann entsteht nur ein doppelkonischer Kanal, der sich nach dem Flascheninnern zu ausweitet, wodurch in bekannter Weise der Lufteintritt beim Austreten der Flüssigkeit erleichtert wird.
- Die kegelig zugespitzte Blasöffnung kann mit dem in ihr beweglichen dünnen Dorn b beliebige Querschnittsformen haben, z. B. rund, drei- oder vieleckig gestaltet sein. Wenn sich, wie bei einer ebenfalls bekannten maschinellenEinrichtung fürdengenannten Zweck, auf einer gewölbten Stirnfläche des Mündungskerns rippenartige Vorsprünge befinden, so können solche Vorsprünge, welche in dem bildsamen Glas flüssigkeitsführende Rinnen erzeugen, auch auf der Oberfläche des spitzkegeligen Mündungskerns vorhanden sein, welche am Rande der Blasöffnung auslaufen. Ist dann auch der dünne Dorn b an seinen Seitenflächen mit solchen Rippenvorsprüngen versehen, so ergibt sich eine besonders vorteilhafte Wirkung für den Flüssigkeitsaustritt aus der nach dem Verfahren erzielten Flasche, wenn die Rippenvorsprünge auf der konischen Düse mit denjenigen des dünnen Pegeldorns b in ihrer Lage übereinstimmen. Es entsteht dann ein doppelkonischer Kanal, welcher an seinem den engsten Durchlaß bildenden winkelartigen Knick besondere flüssigkeitsführende Rinnen erhält, welche sich in dem nach unten erweiterten Konus fortsetzen. Die an der engsten Stelle des Kanals durchtretende Flüssigkeitsmenge wird durch diese flüssigkeitsführenden Rinnen nur unwesentlich vergrößert, die genaue Dosierbarkeit der Flüssigkeit jedoch nach allen Seiten des Flaschenhalses erheblich erleichtert.
- Hat die spitzkegelig ausmündende Blasöffnung und der in ihr bewegliche dünne Pegeldorn einen drei- oder vieleckigen Querschnitt, dann wirkt sich dies zur Verhütung der Gratbildung an der verengten Stelle des Doppelkonus besonders günstig aus. Der dünne Pegeldorn muß nicht unbedingt den spitzkegeligen Rand der Blasöffnung übersteigen. jedoch wird durch sein Vorstehen in das bildsame Glas das nachherige Vordringen der Blasluft in dasselbe wesentlich erleichtert.
- Das vorliegend beschriebene Verfahren kann auch dahin abgeändert werden, daß man einen Mündungskern a anwendet, dessen spitzkegelig in das bildsame Glas vorstehende Stirnfläche c und der in seiner Blasöffnung bewegliche Pegeldorn b in einem Stück bestehen. Die Blasöffnung kommt dann in Wegfall, und zur Einlassung von Blasluft ist es in diesem Falle erforderlich, den Mündungskern mit seinem in ihm feststehenden dünnen Pegeldorn, der ebenfalls in das bildsame Glas vorsteht, aus der Kopfform zurückzuziehen. Auch hierbei entsteht ein doppelkonischer Tropfkanal ohne Gratbildung an seiner engsten Stelle, besonders wenn der Hals der Kopfform gegenüber der in das Glas vorstehenden Spitze des Pegeldorns b von außen nach innen eingeengt ist, so daß das bildsame Glas von der Blasluft nicht fortgetrieben wird. Auch hier können die dünne Pegelspitze und mit ihr auch der Spitzkegel des Mündungskerns eine runde, drei- oder vieleckige Form haben und auch mit Rippenvorsprüngen versehen sein, um flüssigkeitsführende Rinnen in dem doppelkonischen Kanal zu erzeugen.
- Von ganz besonderem Vorteil ist es dabei, wenn die zylindrische runde Form des Mündungskerns a durch einfache seitliche Flächenabschnitte in die drei- oder vieleckige Kegelform übergeführt ist, die sich dann auch in der dünnen Pegeldornspitze gegen das bildsame Glas in der Kopfform fortsetzt.
- Eine solche Mündungskernform ist in der Abb. 2 in seitlicher Ansicht dargestellt, beispielsweise einer prismatischen Zuspitzung gegen das bildsame Glas. Die mit einem solchen Mündungskern erzielbaren Erzeugnisse des Verfahrens bieten den ganz außerordentlichen Vorteil, daß an der Übergangsstelle der zylindrischen -.L\Iündungskernform in die beispielsweise dreieckige, spitzsäulige in der Flaschenhalsmündung jede, Absatzbildung vermieden wird, so daß die in der Regel zum Füllen der Flasche dienenden Füllröhrchen beim Einführen in die Flaschenhalsmündung keinen Widerstand mehr finden und, wie das bei den bisher gebräuchlichen Essigsäure- bzw. Essigessenzflaschen stets der Fall war, an ihrer Spitze nicht mehr beschädigt werden.
- In der Abb. i ist der in die Kopfform hineinragende Mündungskern a am Fuße zylindrisch und von dieser zylindrischen Form dann in die spitzkegelige gegen den Pegeldorn b übergeführt. Für den Fall, daß an Stelle eines Korkstopfenverschlusses ein Schraubkappenverschluß an der Flasche in Anwendung gebracht werden soll, kann die durch den zylindrischen Teil des Mündungskerns a entstehende Mündungshöhle für Korkstopfen in Wegfall kommen. Der in die Kopfform hineinragende Mündungskern a kann dann, soweit er von dem bildsamen Glas umgeben ist, im ganzen spitzkonisch gestaltet sein. Aber auch dann kann immer noch daran gedacht werden, auch die entstehende konische Halsöffnung, wenn der Konus steil genug ist, mit einem Stopfen zu verschließen.
- Das beschriebene Verfahren braucht nicht auf einen bestimmten Glasblasmaschinenbetrieb allein beschränkt zu sein, sondern kann mit den erzielbaren gleichen Vorteilen sowohl in einem halb- als auch vollautomatischen Betrieb Anwendung finden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Essigsäure-oder Tropfflaschen mittels einer Glasblasmaschine bekannter Art, bei welcher das Glas in den t-lohlraum zwischen (lern Kopfende der umgekehrt stehenden Form einerseits und einem die Mündungshölle bildenden Kern und einem in der Blasöffnung desselben beweglichen dünnen Dorn anderseits eingesaugt oder eingepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Mündungskern (a) anwendet, dessen Stirnfläche um die Blasöffnung und um den Pegeldorn in dieser gegen das bildsame Glas spitzkegelig ausmündet.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen -liiindungskern, der an seiner spitzkegeligen Mündung eine drei- oder vieleckige Blasöffnung besitzt, in der ein in ihr beweglicher dünner Dorn (b) gleicher Form verschiebbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelfläche des Mündungskerbs (a) sowie der in dessen Blasöffnung bewegliche dünne Dorn (b) zur Bildung flüssigkeitsführender Rinnen in dem entstehenden doppelkonischen Tropfkanal mit Rippen versehen sind. . Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Mündungskern (a) und an dem mit ihm aus einem Stück bestehenden Pegeldorn (b) die konische Zuspitzung beider drei- oder vieleckig gestaltet ist. . Vorrichtung nach Anspruch ,4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mündungskern (a) von zylindrischer Form absatzlos in die drei- oder vieleckige spitzsäulige Form übergeführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP27299A DE802997C (de) | 1948-12-28 | 1948-12-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsaeure- oder Tropfflaschen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE802997C true DE802997C (de) | 1951-02-26 |
Family
ID=7370770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP27299A Expired DE802997C (de) | 1948-12-28 | 1948-12-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsaeure- oder Tropfflaschen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE802997C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4317558A1 (de) * | 1992-05-26 | 1993-12-02 | Saint Gobain Emballage Courbev | Verfahren und Vorrichtung zur Formung von Gegenständen aus Hohlglas und dadurch hergestellte Gegenstände |
-
1948
- 1948-12-28 DE DEP27299A patent/DE802997C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4317558A1 (de) * | 1992-05-26 | 1993-12-02 | Saint Gobain Emballage Courbev | Verfahren und Vorrichtung zur Formung von Gegenständen aus Hohlglas und dadurch hergestellte Gegenstände |
| FR2691647A1 (fr) * | 1992-05-26 | 1993-12-03 | Saint Gobain Emballage | Procédé et dispositif de formage d'objets en verre creux, objets obtenus. |
| BE1005934A5 (fr) * | 1992-05-26 | 1994-03-15 | Saint Gobain Emballage | Procede et dispositif de formage d'objets en verre creux, objets obtenus. |
| US5407457A (en) * | 1992-05-26 | 1995-04-18 | Saint-Gobain Emballage | Process and device for forming hollow glass objects having a neck with a localized constriction |
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